2Bildstrecke: Antisemitismus

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Teilnehmer einer Pro-Palästina-Demo marschieren am 11.07.2015 anlässlich des Al-Kuds-Tag über den Kurfürstendamm in Berlin. Im Iran wird an diesem Tag regelmäßig gegen Israel demonstriert.
Antisemitismus ist auch unter Muslimen ein recht weit verbreitetes Phänomen. Eine Studie der Anti Defamation League kam 2015 zu den Ergebnis, das unter den muslimischen Befragten in sechs europäischen Ländern zwischen 49 und 68 Prozent antisemitisch eingestellt seien[1]. Antisemitismus von muslimischer Seite äußert sich meist israelbezogen, meist begründet im Nahost- bzw. Palästinakonflikt[2]. Seit einigen Jahren allerdings wird darüber diskutiert, ob er nicht auch religiöse Ursachen und damit direkte Bezüge zum Islam habe. Während viele Forscher, wie zum Beispiel der Islamwissenschaftler Michael Kiefer, diese Überlegungen ablehnen, wies der Politikwissenschaftler Armin Pfahl-Traughber im November 2017 darauf hin, dass schon in der Frühgeschichte des Islams Judenhass und negative antisemitische Stereotypen tradiert wurden. Die Historikerin Juliane Wetzel kommt zum Schluss, dass sich auch der radikale Islamismus dieser religiös begründeten Judenfeindlichkeit bediene. Das Foto zeigt anti-israelische Demonstranten in Berlin beim sogenannten Al-Kuds-Tag am 11. Juli 2015. (© picture-alliance/dpa)