2Bildstrecke: Antisemitismus

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Eine Teilnehmerin der Demonstration "Stoppt den Nazi-Terror" fasst sich am 5.8.2000 in Düsseldorf ans Herz, als sie die S-Bahn-Haltestelle besucht, an der bei einem Handgranaten-Anschlag am 27. Juli zehn Menschen verletzt wurden. Rund 2000 Menschen hatten sich dem Demonstrationszug durch die Düsseldorfer Innenstadt angeschlossen, der mit einer Schweigeminute an der Unglücksstelle der Opfer gedachte. Bei dem Attentat waren zehn Sprachschüler teilweise schwer verletzt worden, eine junge Schwangere verlor ihr Baby. Die meisten Opfer sind Menschen jüdischen Glaubens.
Am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn explodierte am 27. Juli 2000 eine Rohrbombe. Zehn Personen, die meisten von ihnen aus Osteuropa eingewanderte Juden, wurden dabei verletzt, eine Schwangere verlor ihr ungeborenes Kind. Die Tat deutete auf ein antisemitisches Motiv hin. Erst 16 Jahre später wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Ralf S. war bereits 2000 ins Visier der Ermittler geraten, nachgewiesen werden konnte ihm jedoch nichts. Dass er Anfang 2017 wegen des Bombenattentats verhaftet wurde, geht auf die Aussage eines Häftlings zurück, dem sich Ralf S. Jahre später während einer Haftzeit anvertraut haben soll. Dabei soll der Verdächtige bis dahin nicht bekanntes Täterwissen mitgeteilt haben. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen wieder auf. Am Donnerstag den 25. Januar 2018 hat der Strafprozess gegen Ralf S. begonnen .[1] (© picture-alliance/dpa)




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