Herausforderung Salafismus


Newsletter November 2016

Was gibt es Neues im Arbeitsfeld Radikalisierungsprävention, Deradikalisierung und Demokratieförderung im Bereich Salafismus? Die Redaktion stellt regelmäßig einen Überblick zusammen. Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Schreiben Sie uns eine E-Mail! (id-praevention@sebastiankauer.de)

Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention

Vom "belgischen Aleppo" zum Vorbild
2013 galt die belgische Stadt Vilvoorde vor den Toren Brüssels als Dschihadistenhochburg. Mittlerweile ist der Auszug der Syrienkämpfer gestoppt, und heute sehen viele die Kleinstadt als Vorbild bei der Radikalisierungsprävention. Was ist passiert? Ein Gespräch mit Bürgermeister Hans Bonte und Jessika Soors, kommunale Beauftragte für Deradikalisierung.

Zum Beitrag: https://www.bpb.de/236770

Weltbank-Studie: Welchen Bildungsstand haben IS-Rekruten?
Rekruten des sogenannten Islamischen Staats sind in der Regel gebildeter als der Durchschnitt ihrer Landsleute: So berichteten Anfang Oktober 2016 zahlreiche Medien über die Ergebnisse einer Studie der Weltbank. Die Studie revidiere das Bild vom typischen IS-Rekruten, hieß es in einigen Berichten.[2] Das wird den Ergebnissen der Studie nicht ganz gerecht. Unter anderem wird darin zwischen verschiedenen Regionen differenziert.

Zum Beitrag: https://www.bpb.de/236786

Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Erklärfilm "Was heißt Islamismus?"
Der zehnminütige Kurzfilm ist im Rahmen des Dossier Islamismus [www.bpb.de/islamismus] erschienen und beschäftigt sich mit dem Begriff Islamismus. Anschaulich ordnet er unterschiedliche Gruppierungen und Strömungen ein, stellt ideologische (Vor-)Denker vor, bettet die Ideologien in ihren historischen Kontext ein und betrachtet auch jüngere Entwicklungen wie den sogenannten Islamischen Staat (IS).
Verfügbar unter Video-Icon www.bpb.de/233982

Fortbildung für Multiplikatoren: Neosalafismus – Prävention in den Handlungsfeldern politische Bildung, Schule, Jugendhilfe und Gemeinde
Fachkräfte aus politischer Bildung, Schule, Jugendhilfe, Vereinsarbeit und muslimischen Gemeinden sehen sich mit einer wachsenden neosalafistischen Jugendkultur konfrontiert. Dabei stellen sich viele Fragen: Wie gehe ich mit Jugendlichen um, die neosalafistische Einstellungen vertreten? Wie stärke ich jene Jugendlichen, die für neosalafistische Prediger Interesse zeigen? Was ist (Neo-)Salafismus überhaupt? Was genau ist am Neosalafismus eigentlich problematisch – und ab wann muss ich in der pädagogischen Arbeit einschreiten? Wie kann ich vorbeugend arbeiten? Wo kann ich mir gegebenenfalls Hilfe suchen?

Ziel der Fortbildung ist ein professioneller und differenzierter Umgang mit Jugendlichen, die in ihrem persönlichen Umfeld, in Online-Medien oder in Gemeinden mit neosalafistischer Propaganda konfrontiert sind. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf einer praxisorientierten Auseinandersetzung mit den Ursachen und Ausdrucksformen neosalafistischer Ideologie sowie konkreten Ansätzen der Präventionsarbeit. Die Kooperationspartner verfügen über langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit muslimischen und nichtmuslimischen Jugendlichen.

Termine: 20. - 21.01., 17.-18.02., 24.-25.03. und 21.-22.04.2017, jeweils Freitag 12-21 Uhr und Samstag 9-19 Uhr (Die vollständige Teilnahme an allen Modulen ist verbindlich, keine Teilnahme an einzelnen Terminen.)

Ort: Nürnberg

Zielgruppe: Multiplikatoren aus Jugendhilfe, Schule, Politischer Bildung, muslimischen Gemeinden und öffentlicher Verwaltung

Veranstalter:: Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, Agentur für partizipative Integration (API gUG) und ufuq.de

Weitere Informationen und Anmeldung unter: http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/seminar-workshop/235939/fortbildung-fuer-multiplikatorenneosalafismus-praevention-in-den-handlungsfeldern-politische-bildung-schule-jugendhilfe-und-gemeinde

Fortbildung: "Salutogenetische Prävention religiöser Radikalisierung"
Ein Schwerpunkt der Fortbildung des Projekts "Leitplanke" ist das Vorbeugen sowie das frühzeitige Erkennen von religiös begründeter Radikalisierung. Zu diesem Zweck wird psychologisches, theologisches und pädagogisches Know-how vertieft. Die Fortbildung richtet sich an haupt- und ehrenamtlich tätige pädagogische Fachkräfte, die im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit an Schulen, in islamischen Gemeinden oder ähnlichen Einrichtungen in Rheinland-Pfalz tätig sind.

Termin und Ort: 12. bis 14. Dezember 2016 in Vallendar

Die Kosten betragen maximal 80 Euro pro Person.

Anmeldung bis zum 17. November per E-Mail an buero@leitplanke-rlp.de.

Weitere Informationen in der Ausschreibung unter http://www.leitplanke-rlp.de/wp-content/uploads/2012/10/Fortbildungsausschreibung-Leitplanke-Stand-06-06-.pdf

Fachtagung: "Ernstfall Schule – Die Rolle der Religionen in der Einwanderungsgesellschaft"
Die Evangelische Akademie zu Berlin organisiert am 22. November 2016 eine Fachtagung in Berlin, die sich unter anderem an Lehrkräfte, Bildungspolitiker/-innen, Aus- und Fortbildungsinstitute, muslimische Lehrer/-innenausbildungsinstitute sowie Selbstorganisationen von Migrant/-innen richtet. In Vorträgen und Arbeitsforen wird aus den Perspektiven von Wissenschaft, Praxis und Politik der Frage nachgegangen, welche Rolle Religionen an Schulen aktuell zukommt und zukünftig zukommen sollte, um friedliches Zusammenleben und Verständigung zu unterstützen.

Termin und Ort: 22. November 2016, Berlin

Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro.

Anmeldung und weitere Informationen: http://www.eaberlin.de/seminars/data/2016/bil/ernstfall-schule/

Fachtag: "Islamismus und Islamfeindlichkeit im Unterricht begegnen – Belehren kommt gegen Erfahren nicht an"
Am 14. Dezember 2016 findet in Hamburg ein vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung ausgerichteter Fachtag statt, der sich sowohl an Hamburger Lehrkräfte als auch an externe Teilnehmende wie Schulen in freier Trägerschaft oder Studierende richtet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Schulunterricht mit Unterrichtsentwürfen, Ideen, demokratiepädagogischen Anregungen, Vorschlägen und Handlungskonzepten. Neben Fachvorträgen finden Workshops statt und lokale Projekte aus dem Bereich der Prävention von Menschenrechts- und Demokratiefeindlichkeit stellen sich vor.

Termin und Ort: 14. Dezember 2016, Hamburg

Anmeldung bis zum 28. November über das TeilnehmerInformationssystem (TIS) des Landesinstituts.

Weitere Informationen unter: http://li.hamburg.de/contentblob/7148048/14912e451a5385fab202c2fdef238110/data/pdf-2016-12-14-fachtag-menschenrechts-und-demokratiefeindlichkeit.pdf

Vortrag und Diskussion: "Religiös begründete Ablehnung der Demokratie"
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Streitbare Demokratie" organisiert das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg am 9. Februar 2017 einen Vortrag mit anschließender Diskussion. Referent ist Dr. Behnam T. Said – Islamwissenschaftler am Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg und Autor. Ziel seines Vortrags ist es, über Geschichte und Ideologie des Islamischen Staats (IS) und der dschihadistischen Bewegung aufzuklären.

Termin und Ort: 9. Februar 2017, Hamburg

Anmeldung für Lehrkräfte über das TeilnehmerInformationsSystem (TIS) des Landesinstituts; für alle anderen per E-Mail an Christoph.Berens@Li-Hamburg.de.

Weitere Informationen unter: http://li.hamburg.de/contentblob/6951332/a82fcb7f79cc3c47d6ab974084f47dac/data/download-pdf-veranstaltungsreihe-streitbare-demokratie.pdf

Magazine, Handreichungen und Broschüren

"Extremistischen Salafismus erkennen" – Kompaktinformationen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Flüchtlingseinrichtungen
Das Ministerium für Inneres und Kommunales NRW hat eine Broschüre für Mitarbeiter/-innen in Flüchtlingsunterkünften herausgegeben. Sie informiert über extremistische salafistische Netzwerke und Akteure. Der Fokus liegt auf Organisationen, die unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe mit ihrer Propaganda Flüchtlinge in Deutschland ins Visier nehmen. Die Broschüre stellt die Missionierungskampagnen und unter anderem ihre Logos vor.

Zum kostenfreien Download auf www.mik.nrw.de: http://www.mik.nrw.de/verfassungsschutz/publikationen/broschueren.html

"Wie erkenne ich extremistische und geheimdienstliche Aktivitäten?" – Eine Handreichung für Flüchtlingshelferinnen und -helfer
Unter den in Deutschland aufgenommenen Flüchtlingen können sich Sympathisanten und Mitglieder extremistischer oder terroristischer Organisationen sowie ehemalige oder aktive Geheimdienstmitarbeiter fremder Staaten befinden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat daher eine Handreichung erstellt, die Mitarbeiter-/innen von Flüchtlingseinrichtungen Hilfestellungen beim Erkennen von Hinweisen auf extremistische und geheimdienstliche Aktivitäten gibt.

Zum kostenfreien Download auf www.verfassungsschutz.de: https://www.verfassungsschutz.de/embed/broschuere-2016-08-handreichung-fuer-fluechtlingshelfer.pdf

"Preventing Radicalization" – VPN gibt siebte Ausgabe der Zeitschrift "Interventionen" in englischer Sprache heraus
Das Violence Prevention Network publiziert zum ersten Mal eine englischsprachige Ausgabe seiner Fachzeitschrift "Interventionen" für ein internationales Publikum. In den Artikeln geht es unter anderem um die Frage, wie sich sicherheitspolitisch getriebene Maßnahmen mit Prävention und Rehabilitation kombinieren lassen. Ein weiteres Thema ist die frühzeitige Identifikation von radikalisierungsgefährdeten Personen. Zudem wird das Modell des "Ideologisation / Radicalisation Cycle" vorgestellt.

Zum kostenfreien Download auf http://www.violence-prevention-network.de/de/publikationen/interventionen-zeitschrift-fuer-verantwortungspaedagogik

"Wege aus der Radikalisierung" – Neue Ausgabe von "Couragiert – Magazin für demokratisches Handeln und Zivilcourage"
Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe des Magazins "Couragiert" ist die Auseinandersetzung mit religiös begründetem Extremismus als gesellschaftliche Aufgabe. In den Artikeln teilen Lehrkräfte, Solzialarbeiter/-innen und Eltern aus Hamburg, Frankfurt und dem Düsseldorfer Raum ihre Erfahrungen. Imam Mustafa Cimsit berichtet von seiner Arbeit als Gefängnisseelsorger in der JVA Frankfurt am Main.

Bestellung (ab 5,00 Euro für eine Einzelausgabe): http://couragiert-magazin.de/abo.html

Aktuelle Meldungen

extremedialogue.org - Deutsches Projekt startet am 29.11.
extremedialogue.org ist eine internationale, mehrsprachige Interview-Plattform, die mithilfe von didaktisierten Kurzfilmen über Betroffene und ehemals Involvierte die Prävention gegen Gruppenhass und gewaltförmigen Extremismus unterstützen möchte. Sie enthält Begleitmaterial für Lehrer/-innen und Jugendarbeiter/-innen. Am 29. November 2016 wird extremedialogue.org in Vechta der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt.

Zu den Protagonisten der Video-Materialien zählen ein syrischer Widerstands- und Menschenrechtsaktivist, ein ehemaliger Neo-Nazi und ein früherer Angehöriger einer islamistischen Gruppe.

Indem das Videomaterial von 7 – 20 minütiger Länge jeweils für eine Vermittlungszeit von mindestens drei Schulstunden aufbereitet ist, wird das zentrale pädagogische Offline-Prinzip gewahrt. Denn in Prävention wie Bildung muss schwerpunktmäßig in der direkten persönlichen Beziehung zwischen MitschülerInnen bzw. Jugendlichen und Lehrenden gearbeitet werden.

Der deutsche Partner von extremedialogue.org ist Cultures Interactive (CI). CI wird unterstützt von den Kooperationspartnern ContRa e.V. in Vechta und vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.

Zur Video-Plattform: extremedialogue.org
Kontakt zu Cultures Interactive: www.cultures-interactive.de

Anwerbeversuche in Flüchtlingsheimen: Verfassungsschutzbehörden geben Zahlen bekannt
Dem Bundesamt für Verfassungsschutz sind bisher 340 Fälle bekannt, in denen radikale Islamisten versucht haben, unter Flüchtlingen neue Mitstreiter zu gewinnen. Das gab der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, im August in einem Interview mit dpa bekannt (https://www.verfassungsschutz.de/de/aktuelles/zur-sache/zs-2016-002-maassen-dpa-2016-08).

Im September und Oktober folgten zahlreiche Medienberichte über die Situation in einzelnen Bundesländer. In NRW gab es demnach 110 Anwerbeversuche, so der Kölner Stadtanzeiger. (http://www.ksta.de/koeln/fluechtlinge-110-anwerbeversuche-von-extremistischen-salafisten-in-koeln-und-nrw-24784670)

In Niedersachsen sprechen die Behörden von 30 bekannten Fällen. Dort liegt in keinem der Fälle ein Anfangsverdacht einer Straftat vor, so das niedersächsische Innenministerium in seiner Antwort auf eine Anfrage der FDP im Landtag. (http://www.mi.niedersachsen.de/aktuelles/presse_informationen/beantwortung-der-muendl-anfrage-der-fdp-zu-anwerbeversuchen-von-islamisten-in-fluechtlingsunterkuenften--147007.html). Der Niedersächsische Verfassungsschutz beobachtet demnach, dass extremistisch eingeschätzte Moscheen auch von Flüchtlingen besucht werden. Die Motivation dafür könne aber nicht abschließend bewertet werden. Es sei davon auszugehen, dass häufig die räumliche Nähe und die Angebote in der Herkunftssprache der Flüchtlinge eine entscheidende Rolle spielen. Es sei keine Radikalisierung von Flüchtlingen belegt; es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass es im Einzelfall zu einer Radikalisierung kommen könne.

Im August hatte der Spiegel berichtet, dass Fachleute insgesamt 70 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreuen. Ihre Flüchtlingsbetreuer hatten gemeldet, dass sich die Jugendlichen zum Beispiel unter einander Propaganda-Videos zeigten oder offen mit dem sogenannten Islamischen Staat sympathisierten.

Jugendstudie der Stadt Wien: Identitäten, Lebenslagen, abwertende Einstellungen Im Auftrag der Stadt Wien wurden in einer Studie die Einstellungen von Jugendlichen in der Stadt untersucht. Zu den Schwerpunkten gehörten ihre Zukunftsperspektiven, ihre Identität und ihr Zugehörigkeitsgefühl sowie Religiosität. In diesem Zusammenhang wurden abwertende Einstellungen gegenüber anderen und eine mögliche Radikalisierungsgefährdung untersucht. Die Studie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass 27 Prozent der Jugendlichen latent radikalisierungsgefährdet sind. Ein Teil dieser Gruppe sympathisiert demnach mit dem Dschihad, ist dem Westen gegenüber feindlich eingestellt und gewaltbejahend.

Die Studie ist online verfügbar unter: http://think-difference.com/wp-content/uploads/2014/02/Studie_Jugend_Abwertung-final-.pdf

Neuerscheinungen

"Terror in Frankreich – Der neue Dschihad in Europa" (Gilles Kepel und Antoine Jardin)
Soziologe Kepel und Politikwissenschaftler Jardin analysieren aus welchem Gründen sich in Frankreich die enorme gesellschaftliche Kluft aufgetan hat, die die Terroranschläge in der jüngsten Vergangenheit begünstigt hat. Neben den Kriegen im Nahen Osten ist aus ihrer Sicht die Ausgrenzung eines Großteils der muslimischen Bevölkerung in Frankreich ein wichtiger Grund für die islamistische Radikalisierung junger französischer Muslime.

Verlag Antje Kunstmann (24,00 Euro): http://www.kunstmann.de/titel-0-0/terror_in_frankreich-1221/

Buchbesprechung im Handelsblatt (Paywall): http://www.handelsblatt.com/my/politik/international/neues-buch-zum-islamistischen-terror-die-provokation/14652672.html

Interview beim Deutschlandfunk: http://www.deutschlandfunk.de/terror-in-europa-terrorismus-ist-ausdruck-eines-krieges.694.de.html?dram:article_id=365381

"Radikalisierung" (Farhad Khosrokhavar)
In seinem Buch beschäftigt sich der französische Soziologe Khosrokhavar mit der dschihadistischen Radikalisierung in Europa und der arabischen Welt und nimmt Bezug auf die jüngsten Attentate. Er analysiert, wie gewaltbereite Gruppierungen entstehen, warum die radikalen Ideologien so attraktiv sind und für welche Persönlichkeiten das vor allem gilt. Weiterhin stellt er die Frage, ob es sich dabei um einen Kampf um Werte handelt, der seit der Aufklärung als überwunden schienen.

Europäische Verlagsanstalt (22,00 Euro): https://www.europaeische-verlagsanstalt.de/content/radikalisierung/farhad-khosrokhavar/978-3-86393-066-0

Buchbesprechung bei Deutschlandradio Kultur: http://www.deutschlandradiokultur.de/farhad-khosrokhavar-radikalisierung-kampf-gegen-die-eigene.1270.de.html?dram:article_id=359408

"Der Terror ist unter uns – Dschihadismus und Radikalisierung in Europa" (Peter Neumann)
Peter Neumann ist Leiter des "International Centre for the Study of Radicalisation" (ICSR) und befasst sich in seinem aktuellen Buch mit der Frage, warum Menschen sich radikalisieren. Aufbauend auf 20 Jahren Forschung leitet er allgemeine "Bausteine" her, die eine wichtige Rolle bei der Radikalisierung spielen: Frust, Drang, Ideen, Leute und Gewalt. Anschließend betrachtet er aktuelle Themen des islamistischen Terrorismus und leitet Handlungsempfehlungen ab.

Ullstein Buchverlage (19,99 Euro): http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/der-terror-ist-unter-uns-9783550081538.html

Gespräch mit Peter Neumann auf WDR 5: http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-neugier-genuegt-redezeit/redezeit104.podcast

Buchbesprechung in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/kampf-gegen-den-terror/terror-handbuch-peter-neumanns-baukasten-des-dschiadismus-14481091.html

"Ich hole euch zurück" (Joachim Gerhard und Denise Linke)
Joachim Gerhard erzählt, wie seine beiden Söhne innerhalb kurzer Zeit zum Islam konvertieren, sich radikalisierten und sich im Alter von 19 und 23 Jahren in Syrien dem Islamischen Staat angeschlossen haben. Das Buch berichtet von den Versuchen des Vaters, Kontakt zu ihnen aufzunehmen und sie aus Syrien zurückzuholen.

Fischer Verlag (14,99 Euro): http://www.fischerverlage.de/buch/ich_hole_euch_zurueck/9783596296149

Video-Reportage "Verlorene Söhne" (ZDF, 30 Minuten): http://www.zdf.de/37-grad/verlorene-soehne-is-terror-in-deutschen-familien-45285072.html

Bericht in der Frankfurter Neue Presse: http://www.fnp.de/rhein-main/Hoelle-des-IS-Vater-aus-Kassel-sucht-seine-Soehne;art801,2231809


Veranstaltungsdokumentation (Februar 2018)

Mit Gewalt ins Paradies (Schwerin, Februar 2018)

Mit immer neuen Handelnden im Feld steigt auch der Bedarf nach der Vermittlung von Ansatzpunkten für Prävention. Der Fachtag in Schwerin war ein Ausgangspunkt für diesen Wissenstransfer. Den ganzen Tag über standen Chancen und Grenzen der Radikalisierungsprävention im Fokus der Diskussion.

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Thumbnail des Videos "Umma" zum YouTube-Projekt "Bildwelten Islam"
Webvideoformate

Begriffswelten Islam

Im Rahmen von Webvideo-Formaten kooperiert die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit YouTuberinnen und YouTubern, die sich aus einem persönlichen Interesse heraus mit den in Deutschland geführten Islamdiskursen auseinandersetzen wollen.

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Der Islamist Metin Kaplan in Bonn, 7. Februar 1999. Kaplan wurde nach seiner Inhaftierung in Deutschland in die Türkei abgeschoben. Dort wurde er am 20. Juni 2005 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Dossier

Islamismus

Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt.

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Material für die Verlinkung des Infodienstes Radikalisierungsprävention

Sie möchten den Infodienst Radikalisierungsprävention verlinken? Diese Textbausteine und Grafiken können Sie dafür verwenden.

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