Herausforderung Salafismus


Newsletter März 2017

Was gibt es Neues im Arbeitsfeld Radikalisierungsprävention, Deradikalisierung und Demokratieförderung im Bereich Salafismus? Die Redaktion stellt regelmäßig einen Überblick zusammen. Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Schreiben Sie uns eine E-Mail! (id-praevention@sebastiankauer.de)

Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

bpb-Erklärfilm "Strategien gegen Radikalisierung" veröffentlicht
Wie kann man gegen die Radikalisierung junger Menschen vorgehen? Fünf Fachleute legen im neuen Erklärfilm "Strategien gegen Radikalisierung" dar, wie Gesellschaft und Sicherheitsbehörden dieser Herausforderung begegnen können. Sie beantworten unter anderem diese Fragen: Wo kann Präventionsarbeit ansetzen, um Radikalisierung zu verhindern? Welche Rolle kann islamischer Religionsunterricht spielen? Wie kann Deradikalisierung gelingen? Welche Sicherheitsmaßnahmen sind sinnvoll?

Die Interviewten:
  • Ahmad Mansour (Psychologe, European Foundation for Democracy)
  • Prof. Dr. Christine Schirrmacher (Islamwissenschaftlerin, Universität Bonn)
  • Dr. Guido Steinberg (Islamwissenschaftler, Stiftung Wissenschaft und Politik)
  • Dr. Marwan Abou Taam (Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz)
  • Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Professor für Islamische Religionspädagogik, Universität Münster)
Das Video ist in der Mediathek der bpb abrufbar:
Video-Icon http://www.bpb.de/mediathek/238891/strategien-gegen-radikalisierung

Neu in der Schriftenreihe: "Radikalisierung" (Farhad Khosrokhavar)
Der französische Autor Farhad Khosrokhavar analysiert in "Radikalisierung" die Motive und strukturellen Gründe für islamistische Radikalisierung. Nun ist das Buch in der Schriftenreihe der bpb erschienen. Der Autor lenkt den Blick auch auf das partielle Versagen postmoderner Gesellschaften. Diese verweigerten vielen Menschen echte Teilhabe und lieferten sie dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit aus, so Khosrokhavar. Der Kampf gegen Radikalisierung dürfe daher nicht auf sicherheitspolitische Fragen reduziert werden. Vielmehr müssten Gesellschaften politische, soziale, ökonomische und auch religiöse Alternativen bieten, um zu verhindern, dass junge Menschen sich radikalisieren.

Das Buch ist am 5.12.2016 erschienen und umfasst 224 Seiten. Es kann zum Preis von 4,50 Euro auf der Website der bpb bestellt werden:
http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/238610/radikalisierung

Neu in der Schriftenreihe: "Umkämpfte Begriffe – Deutungen zwischen Demokratie und Extremismus"
Im Sammelband "Umkämpfte Begriffe" veröffentlicht die bpb Texte verschiedener Autoren, die eine demokratische Argumentation im Umgang mit Antidemokraten stärken und zur Diskussion anregen sollen. "Demokratie", "Freiheit", "Menschenrechte" – diese und andere in politischen Diskursen allgegenwärtige Begriffe unterliegen vielfältigen Deutungsmöglichkeiten. Die Auslegungen variieren bereits im demokratischen Spektrum. Gleichzeitig finden die Begriffe auch Anklang in extremistischen Kreisen und in politischen Strömungen, die zwischen Demokratie und Extremismus angesiedelt sind. Nicht selten werden gängige Verständnisse dabei verdreht oder in ihr Gegenteil verkehrt.

Texte unter anderem von Cas Mudde, Ulrich Sarcinelli, Uwe Backes, Birgit Enzmann, Wilfried von Bredow, Barbara Zehnpfennig, Thomas Meyer, Samuel Salzborn und Eckhard Jesse

Der Sammelband ist am 22.12.2016 erschienen. Er umfasst 360 Seiten und kann zum Preis von 4,50 Euro auf der Website der bpb bestellt werden:
http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/politische-grundfragen/239582/umkaempfte-begriffe

Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

"Jungfrau ohne Paradies": interaktives Theaterstück zur Extremismusprävention bundesweit buchbar
"Jungfrau ohne Paradies" ist ein mobiles Theaterstück für Jugendliche ab 14 Jahren. Es handelt von der Radikalisierung junger Menschen: Paul träumt davon, ein berühmter Rapper zu werden, der Erfolg will sich allerdings nicht einstellen. Er fühlt sich benachteiligt, sucht Halt im islamischen Glauben und radikalisiert sich. Sein bester Freund Cem möchte ihn davon abhalten. Seine Freundin Johanna steigert sich zunächst ebenfalls in den religiösen Fanatismus hinein – als Rebellion gegen ihre Eltern, deren Fremdenfeindlichkeit sie fassungslos macht.

Die Situation eskaliert und Paul, Cem und Johanna diskutieren: Woran erkennt man frühzeitig eine „Einbahnstraße“, und wie findet man zurück? Die jugendlichen Zuschauer/-innen sind aufgefordert, selbst die Interaktion zu steuern. Sie sollen ihre eigenen Meinungen einbringen hinsichtlich Heldenverehrung, Radikalisierung und Krieg, aber auch bezüglich Respekt, Toleranz und Emanzipation.

Das Stück "Jungfrau ohne Paradies" kann mit theaterpädagogischen Zusatzangeboten bundesweit von Schulen und Jugendzentren gebucht werden.

Dauer der Vorstellung: 2 Schulstunden (60 Minuten plus interaktive Nachbereitung)
Anzahl der Schüler: 80 – 100 Personen
Spielort: Aula, Musiksaal etc.

Kontakt:
E-Mail: info@wir-mannheim.de
Telefon: 0177/5963420 (Gerburg Maria Müller)
Facebook: https://www.facebook.com/jungfrauohneparadies

Autoren: Gerburg Maria Müller und Alessandra Ehrlich;
umgesetzt von: Künstlernetzwerk New Limes und WIR! e. V.;
unterstützt vom Referat Prävention des Polizeipräsidiums Aalen, dem Bildungs- und Dialogbeauftragten der Aalener Ditib-Moschee, der Dualen Hochschule Heidenheim, dem Theater der Stadt Aalen und dem akademietheater ulm

Vortrag: "Streitbare Demokratie Teil 3 – Bildung für eine demokratische Gesellschaft" (Hamburg)
Die Veranstaltungsreihe "Streitbare Demokratie" richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen. Sie setzt sich mit demokratiegefährdenden Tendenzen in Deutschland und Europa auseinander. Ihr Ziel ist es, Erklärungsansätze für menschenrechtsfeindliche Einstellungen zu diskutieren – und streitbare demokratiepädagogische Präventions- sowie Interventionsmöglicheiten zu entwickeln.

Termin: 28.3.2017, 16:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft
Veranstalter: Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Arbeitsbereich Didaktik der Sozialwissenschaften, Universität Hamburg, Förderprogramm Demokratisch Handeln und Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e. V.

Zur Anmeldung und weitere Informationen:
http://tis.li-hamburg.de/web/guest/catalog/detail?tspi=38258_

Seminar: "Wie wollen wir leben?" Einsatz fächerübergreifender Unterrichtsmaterialien von ufuq.de zu Islam, Islamismus und Demokratie (Hamburg)
Im Seminar erfahren Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II, wie sie die Unterrichtsmaterialien von ufuq.de an Stadtteilschulen einsetzen können. Das Seminar richtet sich vor allem an Lehrkräfte der Fächer Gesellschaft, Geschichte, Politik und Demokratiepädagogik.

Termin: 3.4.2017, 16:00 bis 19:00 Uhr; Anmeldeschluss: 27.3.2017
Ort: Hamburg
Veranstalter: Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung

Zur Anmeldung und weitere Informationen:
http://tis.li-hamburg.de/web/guest/catalog/detail?tspi=38718_

Materialien, Handreichungen, Broschüren und Berichte

Hintergrundtexte für Lehrkräfte: "Baustein II: Gender & Islam in Deutschland"
Der Band mit Hintergrundtexten für Lehrkräfte von "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" möchte die interkulturellen Kompetenzen von Pädagogen/-innen stärken. In heterogenen Gesellschaften prallen unterschiedliche Wertvorstellungen aufeinander. Stets aufs Neue muss mühsam ausgehandelt werden, welches die gemeinsamen Umgangsformen und Rechtsnormen sind. Im schulischen Alltag gibt es derzeit große Unsicherheiten im Umgang mit Kindern und Jugendlichen aus muslimischen Familien.

Der Band ist 2016 erschienen und umfasst 60 Seiten (DIN A 5).

Kostenfreier Download des PDF auf der Website von "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage":
http://www.schule-ohne-rassismus.org/fileadmin/Benutzerordner/
PDF/Publikationen__als_pdf_/Gender_und_Islam_in_Deutschland.pdf


Bestellung der gedruckten Fassung (2,95 Euro):
http://courageshop.schule-ohne-rassismus.org/publikationen/57/baustein-ii-gender-und-islam-in-deutschland?c=5

Handreichung für lokale Akteure: "Prävention und Bekämpfung von Radikalisierung auf lokaler Ebene"
Präventive Maßnahmen setzen lokale Partnerschaften voraus, um für die Gefahren einer Radikalisierung zu sensibilisieren und Jugendliche und junge Erwachsene zu stärken. Das European Forum for Urban Security hat mit Beratung von ufuq.de eine Handreichung für lokale Akteure erstellt. Sie vermittelt Ansätze und Methoden, die die Kompetenzen lokaler Akteure in der politischen und praktischen Auseinandersetzung mit Radikalisierungsprozessen fördern und erweitern.

Die Handreichung wurde am 6.2.2017 veröffentlicht und ist als PDF online verfügbar:
https://issuu.com/efus/docs/publication_liaise_de_web

Bericht: "Systematisierung von Präventionsprogrammen gegen islamistisch motivierte Radikalisierung"
Das Bielefelder Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) hat die Landschaft der Projekte zur Prävention und Deradikalisierung islamistisch legitimierter Gewalt analysiert. Die Projekte umfassen die Bereiche Medienschutz, Bildungsarbeit, Netzwerkbildung sowie Beratungsarbeit. Die Analyse richtet sich vor allem an Förderer, wissenschaftlich Interessierte sowie Personen, die Maßnahmen in Anspruch nehmen. Veröffentlicht wurde der Bericht bei der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK).

Kostenfreier Download der Kurzfassung:
http://www.kriminalpraevention.de/files/DFK/dfk-publikationen/2016_systematisierung_islamismuspr%C3%A4vention_kurzfassung_2.pdf

Kostenfreier Download der Langfassung:
http://www.kriminalpraevention.de/files/DFK/dfk-publikationen/2016_systematisierung_islamismuspr%C3%A4vention_langfassung.pdf

Bericht: "Endbericht De-Radikalisierung in Haft" (Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, Österreich)
Das österreichische Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS) hat die Ergebnisse der Begleitforschung zum Maßnahmenpaket „De-Radikalisierung in Haft“ veröffentlicht. Dieses war im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Justiz entwickelt worden. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen. Sie umfassen eigens geschulte Justizwachebedienstete, Kommunikations-Schnittstellen zum Verfassungsschutz, speziell entwickelte Anti-Gewalttrainings und individuelle Vollzugspläne für Straftäter/-innen.

Insbesondere der Ausbau an Gesprächsangeboten und Kooperationen mit externen Partnern zeigen Erfolge und sollen vertieft werden. Auch speziell zugeschnittene Gesprächsformate wirken de-radikalisierend, so die Ergebnisse. Für die Resozialisierung von Straftäter/-innen sei die Vorbereitung auf ihre Entlassung besonders entscheidend.

Pressemittleilung zum Bericht und kostenloser Download:
https://www.justiz.gv.at/web2013/home/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen_2017/
justizminister_brandstetter_studie_bestaetigt_eingeschlagenen_weg_der_de-radikalisierung_in_heimischen_justizanstalten_~2c94848b582a715a0159f3b0510d2d9f.de.html


ICSR Report: "Media Jihad: The Islamic State’s Doctrine for Information Warfare"
Der sogenannte IS verfolgt eine systematische Medienstrategie. Diese wurde nun auf der Basis von internen Unterlagen des IS durch das International Centre for the Study of Radicalisation and Political Violence (ICSR) untersucht. Die Ergebnisse wurden am 13.2.2017 veröffentlicht. Demnach pflegt der IS seine "Marke" mit mehreren Kernelementen. Diese umfassen ein kohärentes Narrativ, planmäßige Kommunikationskampagnen sowie sorgfältig entwickelte Medienprodukte. Der IS betrachtet Mainstream-Medien als "Waffe" und versucht, deren Reichweite gezielt einzusetzen. Dazu gehört, bei den "Ungläubigen" Wut auszulösen.

Der Bericht empfiehlt unter anderem, die Fähigkeit des IS zu strategischem und innovativen Denken nicht zu unterschätzen. Zudem rät er, die Vielfalt der Zielgruppen des IS zu berücksichtigen. Diese seien über verschiedenste Kanäle erreichbar – eine Tatsache, die auch der IS erkenne.

Pressemitteilung des ICSR:
http://icsr.info/2017/02/icsr-report-media-jihad-islamic-states-doctrine-information-warfare/

Kostenfreier Download des Berichts (PDF):
http://icsr.info/wp-content/uploads/2017/02/Media-jihad_web.pdf

Aktuelle Meldungen

Akquisos-Newsletter zur Finanzierung von Radikalisierungsprävention erscheint im März
"Akquisos" ist ein Service der Bundeszentrale für politische Bildung für alle Vereine, Initiativen, staatliche und nichtstaatlichen Organisationen der politischen Bildungsarbeit, die nach neuen Wegen der Finanzierung von Projekten suchen. Die nächste Ausgabe des Newsletters widmet sich Anfang März schwerpunktmäßig der Finanzierung von Projekten der Radikalisierungsprävention.

"Akquisos" bietet aktuelle Hinweise auf Förderprogramme, Ausschreibungen, Veranstaltungen und Literatur zu Fundraising und Marketing für politische Bildungsarbeit und gesellschaftliches Engagement.

Anmeldung zum Newsletter und weitere Informationen unter:
www.bpb.de/akquisos

Verfassungsschutz: "Salafisten-Szene hat sich grundlegend verändert"
Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen berichtet in einem dpa-Interview von einer grundlegenden Veränderung der salafistischen Szene in Deutschland. Demnach würden ehemals zentrale Personen wie Pierre Vogel, Sven Lau oder Ibrahim Abou Nagie kaum noch erwähnt. Es gäbe nicht mehr so viele Prominente. Stattdessen werde die Szene immer regionaler und lokaler.

Das Interview ist bei zeit.de abrufbar:
http://www.zeit.de/news/2017-01/07/geheimdienste-maassen-die-salafisten-szene-wird-immer-lokaler-07094405

Neuerscheinungen

Sammelband: "Salafismus in Deutschland: Jugendkulturelle Aspekte, pädagogische Perspektiven"
Der Band vereint Texte verschiedener Autoren, die den Salafismus als Phänomen einer Jugendkultur untersuchen, die nicht nur auf Jugendliche mit Migrationshintergrund zielt. Herausgeber sind Prof. Dr. Ahmet Toprak und Gerrit Weitzel.

Nach einer theologisch-historische Verortung im ersten Teil befassen sich die Texte im zweiten Teil mit der Attraktivität dieser Jugendkultur sowie ihren medialen und subkulturellen Mustern. Im dritten Abschnitt werden schließlich Prävention und Deradikalisierung in den Fokus genommen. Das Buch wendet sich an Religions- und Sozialpädagogen und -pädagoginnen, Jugendforscher und -forscherinnen sowie Personen, die in der Jugendhilfe tätig sind.

Das Buch ist im Springer-Verlag erschienen und kann zum Preis von 29,99 Euro bestellt werden:
http://www.springer.com/de/book/9783658150969

Audio- und Video-Beiträge

Radio-Beitrag: "Medienarbeit von Islamisten – Wie die Terror-Propaganda ins Netz kommt"
Marwan Abou-Taam, Terrorismusexperte vom LKA Rheinland-Pfalz, spricht im Interview mit Deutschlandradio Kultur darüber, wie der sogenannte IS die Medien nutzt, um seine Inhalte zu verbreiten. Insbesondere Social Media würden genutzt, um neue, junge Sympathisanten zu erreichen. Der IS verwende dagegen eigene Plattformen, um Inhalte an Unterstützer zu verbreiten. Die Kommunikation sei nicht hierarchisch. An der Verbreitung von Informationen seien auch Personen außerhalb des Iraks und Syriens beteiligt.

Zum Interview (8 Minuten):
http://www.deutschlandradiokultur.de/medienarbeit-von-islamisten-wie-die-terror-propaganda-ins.1008.de.html?dram%3Aarticle_id=370312

Podcast-Serie: "Bilals Weg in den Terror" erzählt Geschichte eines Hamburger Jugendlichen
Mit 14 Jahren konvertierte Florent aus Hamburg zum Islam und benannte sich um in Bilal. Mit 17 Jahren zog er für den sogenannten IS nach Syrien in den Krieg, um dort nach nur zwei Monaten zu sterben. Für eine fünfteilige Radio- und Podcast-Serie hat der Journalist Philip Meinhold mit Menschen aus Bilals Umfeld gesprochen – mit seinen Lehrern, Sozialarbeitern, einem Pastor und mit seiner Mutter. Aus den Gesprächen setzt sich wie ein Mosaik Bilals Geschichte zusammen. Sie zeigt exemplarisch, wie es dazu kommt, dass deutsche Jugendliche in die salafistische Szene geraten und schließlich sogar in den Dschihad ziehen.

Zu den Folgen auf NDR.de (kann online abgespielt oder heruntergeladen werden):
http://www.ndr.de/kultur/radiokunst/Bilal-Bilals-Weg-in-den-Terror,bilal134.html

Verfassungsschutz veröffentlicht Audiobotschaft von Bilal: Abrechnung mit dem IS
Kurz vor seinem Tod hat Bilal eine Audiobotschaft an Freunde in Hamburg gesendet – um sie vor dem IS zu warnen. Die Aufzeichnung wurde vom Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz veröffentlicht. In der Aufnahme schildert Bilal unter anderem die schlechte Behandlung und Lügen durch die IS-Angehörigen dort. Seine Unterkunft empfindet er als Gefängnis. Außerdem würden die Befehlshaber ohne Plan Kämpfer an die Front senden: „Das ist so, du kannst gleich ne Pistole nehmen und dir in [den] Kopf schießen. […] Die schicken die Brüder einfach in den Tod.“

Die Audiobotschaft und ausführliche Begleitinformationen sind auf der Internetseite der Hamburger Innenbehörde verfügbar: http://www.hamburg.de/innenbehoerde/schlagzeilen/5001666/islamischer-staat-beluegt-unterstuetzer-verfassungsschutz-hamburg/


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