HERAUSFORDERUNG ISLAMISMUS Infodienst Radikalisierungsprävention

Newsletter Februar 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Infodienst bietet ab sofort einen neuen Service: Eine Übersicht mit ausgeschriebenen Stellen im Bereich Radikalisierungsprävention: www.bpb.de/304029. Haben Sie einen Hinweis für uns? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an radikalisierungspraevention@redaktion-kauer.de!

In den Medien wird weiterhin viel über "IS"-Rückkehrende berichtet. Das BAMF hat in sechs Bundesländern Koordinationsstellen geschaffen, deren Aufgabe es ist, im Fall von Rückkehrenden die Zusammenarbeit der Behörden abzustimmen. Wir haben mit Florian Endres darüber gesprochen.

Außerdem in diesem Newsletter: Weitere Beiträge zum Themenschwerpunkt "Antimuslimischer Rassismus" sowie verschiedene Abschlussberichte zu Modellprojekten von "Demokratie leben!".

Herzliche Grüße
Ihre Infodienst-Redaktion

Neu beim Infodienst

Eine Schülerin und ein Schüler melden sich in einer Grundschule

Kim Lisa Becker und Tobias Meilicke

Umgehen mit Kindern aus salafistisch geprägten Familien

Wenn Kinder aus salafistisch geprägten Familien die Schule besuchen, kann es zu Konflikten innerhalb der Klasse und mit den Lehrkräften kommen. Worauf sollten Lehrkräfte in diesem Fall achten? Wen können sie um Rat fragen, wenn sie den Verdacht haben, dass das Kindeswohl gefährdet sein könnte? Wie kann die Resilienz von Kindern gestärkt werden? Kim Lisa Becker und Tobias Meilicke von der Beratungsstelle "PROvention" geben auf der Grundlage ihrer Erfahrungen mit salafistischen Familien einen Einblick.

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Ein Plakat mit gelber Schrift "Müssen über Hass sprechen"

Ozan Zakariya Keskinkilic

Was ist antimuslimischer Rassismus?

Verschiedene Begriffe werden verwendet, um Feindlichkeit gegenüber Musliminnen und Muslimen oder deren Diskriminierungserfahrungen zu beschreiben. Ozan Zakariya Keskinkilic plädiert für die Bezeichnung "antimuslimischer Rassismus", da sie auch politische, strukturelle und institutionelle Dimensionen in den Blick nimmt. Der Autor stellt historische Bezüge her und zeigt, welche Formen antimuslimischer Rassismus heute annimmt.

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Demonstration der rechtsextremen Pro-NRW-Bewegung mit Plakaten vor der Fatih-Moschee in Mülheim/Ruhr am 26.03.2010.

Floris Biskamp

Das Sprechen über den Islam zwischen demokratischer Kritik und antimuslimischem Rassismus

Ist es in der aktuellen aufgeladenen Debatte möglich, kritisch über "den Islam" zu reden, ohne dabei selbst diskriminierend oder rassistisch zu sein? Wann wird das "kritische" Sprechen über Probleme in einer Minderheit problematisch und wie kann man dieses Problematische erfassen? Floris Biskamp grenzt in seinem Beitrag dafür drei Konzepte voneinander ab: 1. Islamfeindlichkeit als Vorurteil, 2. Antimuslimischer Rassismus als diskursiv konstituiertes Dominanzverhältnis und 3. die systematische Verzerrung von Islamdebatten.

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Fünf Menschen halten bunte Plakate hoch, auf denen "hashtag unlug antisemitism" und "Du Jude" steht.

Saba-Nur Cheema

Antisemitische Narrative in deutsch-islamistischen Milieus

Antisemitismus ist ein fester Bestandteil der islamistischen Ideologien. Dabei spielen historische Bezüge ebenso wie das "Feindbild Israel" eine wichtige Rolle. Welche Funktionen Antisemitismus erfüllt und was dies für die Bildungsarbeit mit Jugendlichen bedeutet, beleuchtet Saba-Nur Cheema in ihrem Beitrag.

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Florian Endres

Florian Endres

Interview: Wie das BAMF den Umgang mit Rückkehrenden koordiniert

Kehren "IS"-Anhängerinnen und Anhänger aus den ehemaligen Gebieten des sogenannten Islamischen Staates nach Deutschland zurück, sind verschiedene staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure involviert. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat in sechs Bundesländern Koordinationsstellen geschaffen, deren Aufgabe es ist, den gesamten Prozess im Blick zu behalten und die Zusammenarbeit der Behörden abzustimmen, wie Florian Endres im Interview erläutert.

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Lupe fokussiert Stellenangebote in einer Tageszeitung

Redaktion Infodienst

Neuer Infodienst-Service: Stellenangebote

Ab sofort finden Sie im Infodienst eine Übersicht mit ausgeschriebenen Stellen im Bereich Radikalisierungsprävention. Haben Sie einen Hinweis für uns? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an radikalisierungsprävention@redaktion-kauer.de.

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Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Reflect Your Past.

Webvideoreihe: "Reflect Your Past"

Die Webvideoreihe "Reflect Your Past" veranschaulicht Radikalisierungsprozesse anhand von Lebensgeschichten. Die YouTuberinnen und YouTuber Nihan, Cheng Loew und Diana zur Löwen treffen Aussteigerinnen und Aussteiger aus verschiedenen extremistischen Bereichen. Darunter ist auch der ehemalige Salafist Dominic Schmitz, der von seinem Weg in den Salafismus und seinem Ausstieg berichtet.

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Präsident Thomas Krüger hält die Eröffnungsrede

Veranstaltungsdokumentation: "Glocal Islamism"

Im Rahmen der Fachtagung "Glocal Islamism" haben sich im Oktober 2019 über 400 internationale Teilnehmende ausgetauscht. Ein Fokus, der sich durch das gesamte Programm zog, lag dabei auf der "Glokalität" islamistischer Entwicklungen. Neben gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen des Islamismus wurden auch spezifische islamistische Organisationen in den Blick genommen. Darunter die Muslimbrüder, der "Islamische Staat", Millî Görüş und Hizb ut-Tahrir. Videomitschnitte dokumentieren die zentralen Vorträge der dreitägigen Veranstaltung. In Video-Interviews sprechen die Expertinnen und Experten außerdem über Prävention und Lösungsansätze.

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Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Termindetails und weitere Termine finden Sie in der Termin-Übersicht des Infodienstes.

März 2020

09.-10. März 2020, Kassel
Tagung: Präventionsarbeit in digitalen Lebenswelten

April 2020

29. April 2020, Elmshorn
Fachtagung: Wem gehört die Wahrheit? Herausforderungen für Schule, Jugendhilfe, und Behörden: Verschwörungstheorien und Extremismus

30. April 2020, Osnabrück
Fachtagung: Religion als Faktor der Radikalisierung

Aktuelle Meldungen

Verfassungsschutz: Salafisten-Szene wächst auf mehr als 12.000 Personen an

Trotz der militärischen Niederlage des "IS" ist die Zahl der Salafisten in Deutschland gestiegen, berichtet der Tagesspiegel – und zwar auf 12.150 Personen im Jahr 2019. Das sind 850 mehr als im Vorjahr. Die Zeitung beruft sich auf Angaben aus Sicherheitskreisen. Demnach gebe es in Deutschland regional starke Unterschiede. Während in Hamburg die Zahl im letzten Jahr sogar leicht gesunken sei, verzeichne Berlin den prozentual größten Anstieg von über 10 Prozent. Der Anstieg dort sei jedoch nicht nur auf die Attraktivität der Szene zurückzuführen, die ungebrochen sei. Darüber hinaus beobachte der Berliner Verfassungsschutz die Szene seit dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz im Dezember 2016 genauer. Dadurch seien weitere Szeneangehörige identifiziert worden.

Zum Beitrag auf tagesspiegel.de

"IS"-Rückkehrerin löst Regierungskrise in Norwegen aus

Wegen einer Kontroverse um eine "IS"-Rückkehrerin ist die rechtspopulistische Fortschrittspartei (FrP) aus der regierenden Mitte-Rechts-Koalition ausgestiegen, berichtet die Deutsche Welle. Die Regierung in Oslo hatte die Rückführung einer Mutter und ihrer zwei Kinder aus dem Flüchtlingslager al-Hol in Syrien im Oktober mehrheitlich genehmigt. Damit setzte sie sich über den Widerstand der FrP hinweg, die nur die Kinder, nicht aber deren Mutter zurückholen wollte. Ohne die Koalition mit der FrP hat die Regierung keine Mehrheit mehr.

Zum Beitrag auf dw.com

Salafisten verbreiten auf Instagram fundamentalistische Glaubensvorstellungen

Sogenannte Islamfluencer verbreiten auf Instagram in moderner Form fundamentalistische Glaubensvorstellungen. Der Journalist Paul Schwenn hat in einem Selbstexperiment Kontakt zu einem von ihnen aufgenommen. Er berichtet im Magazin Vice, wie Interessierte über die Accounts der Islamfluencer auf andere Plattformen weitergeleitet werden, auf denen sie religiöse Fortbildungen machen können. Außerdem stellte der von Schwenn angesprochene Instagramer Kontakt zur Al-Nur-Moschee in Berlin Neukölln her, die seit über zehn Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Zum Beitrag auf vice.com

Service- und Kontaktstelle Radikalisierungsforschung eingerichtet

Ziel der Service- und Kontaktstelle Radikalisierungsforschung (SeKoR) ist es, alle seit 2015 abgeschlossenen empirischen Studien zu den unterschiedlichen Erscheinungen von religiöser und politisch motivierter Radikalisierung in einer Datenbank zu sammeln. Das soll den direkteren Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik ermöglichen. Das Projekt ist im Bundeskriminalamt in der Forschungsstelle Terrorismus / Extremismus (FTE) eingerichtet und wird zunächst für zwei Jahre mit Mitteln des Nationalen Präventionsprogramms gegen islamistischen Extremismus (NPP) finanziert.

Zur Service- und Kontaktstelle auf sekor.network

Handreichungen, Studien und Berichte

Verfassungsschutz Niedersachsen: "Jugend und Familie im Salafismus"

Die Broschüre des Verfassungsschutzes Niedersachsen befasst sich mit der Bedeutung von Familie und religiöser Erziehung im Salafismus und beschreibt, wie die salafistischen Szene Angebote zur religiösen Erziehung macht. Weitere Themen sind unter anderem szenetypisches Verhalten von Jugendlichen und Salafismus im Internet. Die Broschüre schließt mit einem Kapitel zum Unterstützung- und Beratungsangebot in Niedersachsen.

Zum Download auf verfassungsschutz.niedersachsen.de

ufuq.de: "Anregungen für eine diversitätsorientierte Pädagogik im Kontext von Islam in der Grundschule"

In der Broschüre finden Grundschullehrkräfte praktische Maßnahmen, um den Herausforderungen einer vielfältigen Schüler/-innenschaft zu begegnen sowie Kontakt und Austausch zwischen Lehrkräften, Schüler/-innen und Eltern zu fördern. Unter anderem werden folgende Themen behandelt: Integration und Inklusion, die Schule als Lebenswelt, die Rolle der Eltern sowie die Rolle von Religion im Alltag und Unterricht. Außerdem werden zahlreiche Hilfestellungen für Konfliktsituationen mit den Eltern und den Kindern aufgeführt.

Zum Download auf ufuq.de

ufuq.de: "Mit Memes gegen Islamismus? Materialien für die politische Medienbildung mit Jugendlichen"

Mit der Handreichung ziehen die Autorinnen und Autoren zum Ende der Modellprojektphase von "bildmachen" Bilanz und geben konkrete Tipps für die politische Medienbildung im Internet. Das 60-seitige Heft stellt konkrete Übungen vor, um mit Jugendlichen über Internetphänomene wie Fake News, Hate Speech oder Filterblasen ins Gespräch zu kommen und eigene Inhalte zu produzieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Memes als einfach zu gestaltende, aber sehr aussagekräftige Bildformate, die sich für die politische Medienbildung anbieten.

Zum Download auf ufuq.de

Jugend und Medien Schweiz: "Narrative zur Prävention von Online-Radikalisierung"

Die Broschüre soll Akteuren der Zivilgesellschaft, Fachpersonen und Behörden das Konzept der Gegen- und alternativen Narrative näherbringen und sie dabei unterstützen eigene Projekte zu initiieren. Dabei geht es unter anderem um die Ausbildung technischer, kultureller, sozialer und reflexiver Medienkompetenz. Die Broschüre basiert auf der Evaluation von vier Pilotprojekten in dem Themenfeld, die in der Schweiz durchgeführt wurden.

Zum Download auf jugendundmedien.ch

Amadeu Antonio Stiftung: "Online-Lebenswelten als Orte der Radikalisierung"

Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat eine Untersuchung zu Hate Speech im Internet durchgeführt. Dabei ging es um mehrere Gruppen: Islamist/-innen, rechtsextreme Russlanddeutsche sowie deutsch-türkische Nationalist/-innen. Die Studie zeigt, welche Bilder und Narrative auf Social Media auf welche Weise angespielt werden. Der Fokus liegt dabei auf jungen Menschen und pädagogischen Interventionsmöglichkeiten. Außerdem bietet die Studie Anregungen zur Umsetzung von Digital Streetwork-Maßnahmen.

Zum Download auf amadeu-antonio-stiftung.de

Al-Etidal: "Salafismus und religiös begründeter Extremismus unter Jugendlichen. Eine Analyse aus Perspektive bekenntnisorientierter Präventionsarbeit"

Im Projekt Al-Etidal hat sich die Islamische Religionsgemeinschaft Schura Bremen mit muslimischen Positionen zu religiös begründeten, extremistischen Haltungen befasst. Aus dem Projektbericht soll einerseits verständlich machen, wie Salafismus und Islamismus aus einer muslimischen Perspektive wahrgenommen werden. Andererseits soll auch die innerislamische Kritik an religiös begründetem Extremismus sichtbar werden. Außerdem gibt es Empfehlungen zur theoretischen Auseinandersetzung mit Islamismus sowie Handlungsempfehlungen für die Arbeit mit muslimischen Jugendlichen.

Zum Download auf al-etidal.de

Neuerscheinungen

Sammelband: "Zusammengehörigkeit, Genderaspekte und Jugendkultur im Salafismus"

Warum fühlen sich Mädchen und junge Frauen einer restriktiven Ideologie zugehörig, die eine strenge Geschlechtertrennung praktiziert? Dieser und weiteren Fragen ist das Forschungsprojekt "Die jugendkulturelle Dimension des Salafismus aus der Genderperspektive" nachgegangen. Das Projekt wurde vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Für das Projekt wurden Einzel- sowie Gruppeninterviews mit Jugendlichen im Alter von 14-27 Jahren aus unterschiedlichen Städten in NRW durchgeführt.

Das Buch ist im Frühjahr 2020 bei Springer VS erschienen und umfasst 170 Seiten. Es kann zum Preis von 37,99 Euro bestellt werden.

Sammelband: "Aspekte von Radikalisierungsprozessen. Fallgestützte Studien"

Das "Forschungsnetzwerk Radikalisierung und Prävention" vereinigt Wissenschaftler/-innen der Universitäten Bielefeld und Osnabrück und betrachtet das Themenfeld aus islamwissenschaftlicher, soziologischer und theologischer Perspektive. Im Sammelband wird die Rolle von "Religion als Faktor der Radikalisierung" in dreifacher Weise besprochen: Der erste Teil enthält eine kritische Erörterung der Begriffe Religion und Radikalisierung. Im zweiten Teil werden empirische Fallstudien zu Social-Media-Kanälen einer jugendlichen Salafistengruppe vorgestellt. Der dritte Teil schließt mit Vergleichsstudien zur Rolle islamistischer Bildmedien auf Facebook sowie zur Radikalisierungsprävention in Justizvollzugsanstalten.

Das Buch ist am 9.1.2020 im Repositorium der Universität Osnabrück erschienen und umfasst 220 Seiten. Es kann kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.

Fachbeiträge

Streitgespräch von ufuq.de und Kurt Edler: "Ihr betreibt Identitätspolitik"

Im Februar 2019 diskutierten Studiendirektor i. R. Kurt Edler und Götz Nordbruch von ufuq.de bei einem Werkstattgespräch über pädagogisches Handeln im Spannungsfeld von Islamismusprävention und Antidiskriminierung. Schnell wurde klar, dass die Gesprächspartner zum Teil sehr unterschiedliche Ansätze vertreten – und dass weiter diskutiert werden sollte. ufuq.de-Mitarbeiterinnen Mirjam Gläser und Sakina Abushi verabredeten sich daher ein zweites Mal mit Kurt Edler. Auf ufuq.de kann das Streitgespräch zu antimuslimischem Rassismus, Identitätspolitik und den Grenzen von Religiosität im öffentlichen Raum nachgelesen werden.

Zum Beitrag auf ufuq.de

Samet Yilmaz: "Islamistische Radikalisierung in Haftanstalten: eine Randerscheinung?"

Ist es möglich, bereits radikalisierte Islamistinnen und Islamisten anhand bestimmter Merkmale zu erkennen? Für Behörden gestaltet sich die Herausarbeitung eindeutiger Merkmale als schwierig. Eine verzahnte Zusammenarbeit von Justiz, Sicherheitsbehörden und zivilgesellschaftlichen Trägern sei daher notwendig, um die Komplexität von Radikalisierung begreifen und sie frühzeitig abwenden zu können, so der Politik- und Islamwissenschaftler Samet Yilmaz. Dass die Radikalisierung von Islamistinnen und Islamisten entgegen verbreiteter Annahmen in der Öffentlichkeit nicht erst in Haftvollzugsanstalten beginnt, sondern bereits früher, erörtert er in einem Beitrag auf ufuq.de

Zum Beitrag auf ufuq.de

Audio- und Video-Beiträge

Video-Interview: "Sven Lau – Vom Hassprediger zum Familienvater"

Der ehemalige Salafist Sven Lau hat in einem Video-Interview mit dem Dortmunder Filmemacher Sascha Bisley Position gegen islamistischen Extremismus bezogen. Sein früheres Verhalten könne er nicht mehr verstehen, stattdessen wolle er sich nun in der Prävention engagieren. "Ich habe Leute angeleitet, Falsches zu tun. Deshalb möchte ich gerne genau das Gegenteil tun und Jugendliche von derartigen Dingen bewahren", so Lau.

Zum Interview auf youtube.com (Kanal von Sascha Bisley)

Zum Beitrag auf faz.net

NDR-Dokumentation: "Der IS-Rückkehrer"

Der ehemalige österreichische "IS"-Anhänger Oliver N. wird nach zwei Jahren Haft entlassen. Im NDR Magazin "Panorama – die Reporter" spricht der nun 21-Jährige über seinen Wunsch, wieder Teil der Gesellschaft zu sein.

Zur Dokumentation auf ardmediathek.de

Podcast-Reihe: "modus I extrem"

In sechs Folgen spricht Moderatorin und Macherin des Podcasts Julia Straßer mit Expertinnen und Experten über aktuelle Fragen aus den Bereichen Radikalisierung und Extremismusprävention – neben Online- und Social-Media-Radikalisierung etwa auch über Musik mit ideologischem Hintergrund. Der Podcast ist ein Angebot von modus I zad, dem Zentrum für angewandte Deradikalisierungsforschung.

Zum Podcast auf modus-zad.de

DLF-Beitrag: "Legalistischer Islam – Neue Formen muslimischer Religiosität"

Der Deutschlankfunk spricht über das Spektrum des sogenannten legalistischen Islams im In- und Ausland – unter anderem mit Hazim Fouad, Guido Steinberg und Susanne Schröter. Laut Schröter seien in Deutschland vor allem Islamverbände wie der "Zentralrat der Muslime", die "Ditib", die "Islamische Gemeinschaft Milli Görus" oder das schiitische "Islamische Zentrum" in Hamburg bemüht, islamische Normen gesellschaftlich durchzusetzen.

Zum Beitrag auf deutschlandfunk.de

DLF-Beitrag: Interview mit Beratungsnetzwerk Grenzgänger

Wie kann die "Deradikalisierung" von Islamistinnen und Islamisten mit Bezügen zum "IS" aussehen? Im Deutschlandfunk-Interview stellt Alexander Gesing die Arbeit des Bochumer Beratungsnetzwerks Grenzgänger vor.

Zum Beitrag auf deutschlandfunk.de

Nordkurier-Podcast: "Ansaar International – Wohltäter oder Salafisten?"

Die muslimische Wohltätigkeitsorganisation Ansaar International ist in rund 50 Ländern aktiv und errichtet beispielsweise Waisendörfer, Brunnen, Moscheen und Krankenhäuser. Gründer Abdurahman Kayser und seiner Organisation wird jedoch vorgeworfen, der salafistisch-extremistischen Szene anzugehören. Das Bundesinnenministerium will die Organisation daher verbieten. Nordkurier-Autor Carsten Korfmacher hat sich mit Vertretern von Ansaar in Düsseldorf getroffen. Im Podcast spricht er mit seinem Kollegen über den Hintergrund der Geschichte.

Zum Podcast auf nordkurier.de

RAN-Video: "Safeguarding refugees from being recruited and radicalised"

Das Radicalisation Awareness Network (RAN) nimmt die Geschichte von Karim in den Blick, der aus Afghanistan nach Europa geflüchtet ist. Hier fühlt er statt der angenommenen Sicherheit eine stark-ablehnende Haltung gegenüber muslimischen Personen. Im Video erklären Expertinnen und Experten, wie die Radikalisierung von Geflüchteten verhindert werden könnte.

Zum Video auf youtube.com