HERAUSFORDERUNG ISLAMISMUS Infodienst Radikalisierungsprävention

Newsletter Mai 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

neben sehr vielen Herausforderungen hat die Corona-Pandemie gewissermaßen auch positive "Nebenwirkungen". So werden etwa in den nächsten Wochen einige Veranstaltungen und Fortbildungen online stattfinden. Forschungsergebnisse – wie beispielsweise die des Projekts "Religion als Faktor der Radikalisierung" – werden in Podcasts veröffentlicht, statt auf einer Tagung vorgestellt zu werden. Das trägt dazu bei, dass wichtiges Wissen orts- und teilweise auch zeitunabhängig für mehr Menschen zur Verfügung steht.

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Kraft und Zuversicht, um durch diese herausfordernde Zeit zu kommen!

Herzliche Grüße Ihre Infodienst-Redaktion

PS: Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Schreiben Sie uns an radikalisierungspraevention@redaktion-kauer.de!

Neu beim Infodienst

Das neuartige Coronavirus

Manjana Sold und Clara-Auguste Süß

Das Virus als Mittel zum Zweck: Extremistische (Um-)Deutungen der Corona-Pandemie

Auch extremistische Akteure reagieren auf den Ausbruch des neuartigen Coronavirus und nehmen in sozialen Netzwerken und in ihren Veröffentlichungen darauf Bezug. Manjana Sold und Clara-Auguste Süß erläutern, wie rechtspopulistische und rechtsextreme sowie islamistische Akteure die Corona-Pandemie (um-)deuten und zur Verbreitung ihrer Ideologien nutzen.

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Psychische Störungen können den Beratungsprozess erheblich beeinflussen.

Marc Allroggen

Psychische Störungen im Zusammenhang mit Radikalisierung

Psychische Störungen können sowohl als Ursache von Radikalisierungsprozessen und extremistischen Gewalttaten auftreten, als auch in deren Folge. Marc Allroggen beschreibt relevante Störungsbilder und legt dar, welchen Einfluss sie auf die Beratungs- und Deradikalisierungsarbeit haben können.

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Aufgeschlagener Koran in arabischer Schrift.

Hazim Fouad

Die Bedeutung innermuslimischer Salafismuskritik für die Radikalisierungsprävention

Viele muslimische Akteure kritisieren den Salafismus scharf, so etwa die sogenannten Traditionalisten, Sufis und Modernisten. Der Islamwissenschaftler Hazim Fouad hat diese innermuslimische Kritik am Salafismus untersucht. Einige Erkenntnisse können auch für die Präventionsarbeit von Nutzen sein.

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Ein Graffiti auf einer Mauer

Silke Baer, Anna Groß und Marie Jäger

Phänomenübergreifende Jugendkulturarbeit in der Radikalisierungsprävention

Rappen, Tanzen, Parkours, Skateboarden – Der Verein cultures interactive arbeitet seit vielen Jahren mit Methoden jugendkultureller politischer Bildung. Im Modellprojekt PHÄNO_Cultures werden im Rahmen dieser Arbeit nun auch phänomenübergreifend Radikalisierungstendenzen mit in den Blick genommen und Formen von Diskriminierung thematisiert.

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Multimedia

Redaktion Infodienst

Video- und Audio-Beiträge zu Islamismus, Radikalisierung und Prävention

Die Infodienst-Redaktion hat multimediale Angebote zusammengestellt, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Islamismus/Salafismus, Radikalisierung und Möglichkeiten der Prävention beschäftigen.

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Datenbank Angebote der Radikalisierungsprävention

Redaktion Infodienst

Übersicht Anlaufstellen: Neue Angebote aus Bottrop/Recklinghausen, Freiburg und Kiel

Drei neue Angebote wurden in die Übersicht (Datenbank) des Infodienst aufgenommen:

Wegweiser im Vest (Bottrop und Recklinghausen)

Wegberater – Anlaufstelle Salatismus (Freiburg im Breisgau)

diyalog – Fach- und Informationsstelle Türkischer Ultranationalismus (Kiel)

In der Übersicht finden Sie Beschreibungen und Kontaktdetails zu rund 100 Anlaufstellen in ganz Deutschland, die Unterstützung anbieten – von Hotlines und Beratung über pädagogische Maßnahmen und Weiterbildungen bis hin zu Intervention und Deradikalisierung.

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Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Coronavirus

Podcast: Die "Wahrheit" in Zeiten von Corona

Der Journalist Axel Schröder befasst sich in mehreren Podcastfolgen mit Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus – mit den Menschen, die sie verbreiten und damit, wie man ihnen begegnen kann. In der ersten Folge spricht Schröder mit seinen Gästen über die gängigsten Verschwörungstheorien zur Pandemie und den häufig ähnlichen Kern solcher Theorien. In der zweiten Folge geht es um die Gründe für das Aufkommen von Verschwörungstheorien und um die Rolle der sozialen Netzwerke selbst.

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Graffiti der Rabia-Hand

MasterClass für Studierende und Berufseinsteiger/-innen: Präventionsfeld Islamismus

01.09.2020-31.05.2021

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet mit der MasterClass "Präventionsfeld Islamismus“ ein außeruniversitäres Bildungsangebot an. Es richtet sich an Personen mit Interesse an einer beruflichen Tätigkeit in der Islamismusprävention (Masterstudierende, Masterabsolvent/-innen sowie Berufseinsteiger/-innen).

In fünf Modulen von September 2020 bis Mai 2021 erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die Theorien, Methoden und Praxis der Präventionsarbeit sowie einen Überblick über die Präventionslandschaft. Daneben haben sie die Möglichkeit zur Vernetzung mit Praktikerinnen und Praktikern aus dem Feld und erhalten praktische Tipps zum Berufsfeld Präventionsarbeit. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Bewerbungsfrist ist der 12. Juli 2020.

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Ein Justizbeamter öffnet eine Zellentür

Ausschreibung: Projekte zur politischen Bildung im Jugendstrafvollzug

Die bpb fördert innovative Projekte zur politischen Bildung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die eine Haftstrafe in einer Jugendstrafanstalt verbüßen. Diese sollen für Ideologien der Ungleichwertigkeit (z. B. Homophobie, Rassismus, aber besonders auch Antisemitismus) sowie Rechtsextremismus und Islamismus in ihrem Umfeld sensibilisiert werden. Projektanträge können bis zum 30. Juni 2020 eingereicht werden.

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Begriffswelten Islam.

Unterrichtsmaterialien: Begriffswelten Islam – Deutungsvielfalt wichtiger Begriffe aktueller Islamdiskurse

Zur Webvideoreihe "Begriffswelten Islam" wurden begleitende Unterrichtsmaterialien veröffentlicht. Im Jahr 2015 diskutierten YouTuberinnen und YouTuber mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über verschiedene Begriffezum Themenfeld Islam, die in öffentlichen Diskursen große Aufmerksamkeit erfahren. In der Publikation werden die Begriffe anschaulich in acht Modulen für den Unterricht aufbereitet. Schülerinnen und Schüler lernen mehr über die historischen Hintergründe der Begriffe, ihre unterschiedlichen Bedeutungsebenen und ihre häufig ideologisierte Nutzung.

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Tracing Addai

Dokumentation: Tracing Addai

Der Dokumentarfilm "Tracing Addai" zeichnet die letzten Spuren des 21-jährigen Deutschen Addai nach, der sich einer extremistischen Vereinigung anschließt und im Syrienkrieg unter mysteriösen Umständen mutmaßlich ums Leben kommt. Der Film rekonstruiert fragmentarisch die letzten Monate des jungen Mannes und lässt seinen Weg durch animierte szenische Bilder lebendig werden. Pädagogische Begleitmaterialien ermöglichen den Einsatz des Films in Lernkontexten.

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Der Nahe Osten geht nicht unter

Schriftenreihe: Der Nahe Osten geht nicht unter

Pulverfass oder Krisenherd? Solche dem Nahen Osten oft zugeschriebenen Begriffe lassen wenig Raum für die Hoffnung, dass sich in der Region die Dinge bald zum Positiven wenden. Im Mittelpunkt der Schriftenreihe stehen die Perspektiven der Bewohnerinnen und Bewohner des Nahen Ostens. Autor Daniel Gerlach erinnert daran, dass die Menschen der Region nicht handlungsunfähig sind und macht Mut, ohne die Lage schönzureden.

Das Buch ist im Februar 2020 erschienen und umfasst 307 Seiten. Es kann zum Preis von 4,50 Euro bestellt werden.

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Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Termindetails und weitere Termine finden Sie in der Termin-Übersicht des Infodienstes.

Mai 2020

15. Mai, online
Online-Talk: Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona

20. Mai, online
Online-Seminar: Türkischer Ultranationalismus in Deutschland

27. Mai, online
Online-Seminar: Antimuslimischer Rassismus

Juni 2020

2. Juni bis 7. Juli, online
Online-Seminar-Reihe: Islamismus und Verschwörungstheorien

10. Juni bis 15. Juli, online
Online-Vortragsreihe: Wem gehört die Wahrheit? – Verschwörungstheorien extremistischer Gruppierungen

11.-12. Juni, online
Seminar: Digitale Zivilcourage und Empowerment

Juli 2020

7.-8. Juli, online
Online-Basisschulung: Radikalisierungsprävention für Jugendliche und junge Erwachsene – Kurskonzepte erfolgreich umsetzen

15.-16. Juli, online
Online-Aufbauschulung: Wer bin ICH, was bin ICH, wo gehöre ICH hin? − Ein 'Mehr' an Identitäten und Zugehörigkeiten

August 2020

31. August bis 3. September, Berlin
Train-the-Trainer-Fortbildung 2020: Islam, antimuslimischer Rassismus und universelle Islamismusprävention

September 2020

10.-11. September, Köln
Seminar: Digitale Zivilcourage und Empowerment

Oktober 2020

15.-16. Oktober, Leipzig
Seminar: Digitale Zivilcourage und Empowerment

21. Oktober, Berlin
Fachtag: Radikalisierung und extremistische Gewalt. Handlungsgrundlagen für Ärzt/-innen und Psychotherapeut/-innen

Stellenangebote

Details finden Sie in der Übersicht mit Stellenangeboten im Infodienst.

Berlin

Online-Streetworker/-in (50 %)

Kiel

Sozialarbeiter/-in, Psycholog/-in oder (Sozial-)Pädagog/-in für Prävention und Intervention gegen religiös begründeten Extremismus im Bereich der Justizvollzugsanstalten und Bewährungshilfe

Aktuelle Meldungen

Islamisten und andere Extremisten versuchen Coronakrise auszunutzen

Die Coronakrise bietet Salafisten, Neonazis, Reichsbürgern und Linksextremisten Stoff für Agitation, vor allem im Internet, berichtet Der Tagesspiegel. Er bezieht sich auf eine Analyse des Berliner Verfassungsschutzes. Von der salafistischen Szene sei beispielsweise der Beginn der Epidemie in China als "willkommene Rache Gottes“ wegen des Vorgehens der chinesischen Führung gegen die muslimischen Uiguren wahrgenommen worden. (Weitere Informationen zum Umgang von Islamisten mit der Coronakrise finden Sie im Infodienst-Beitrag "Das Virus als Mittel zum Zweck: Extremistische (Um-)Deutungen der Corona-Pandemie“).

Zum Bericht auf tagesspiegel.de: "Extremisten und die Coronakrise in Berlin: Hoffen auf den Kollaps der Demokratie“

Weitere Medien berichten darüber, wie Extremisten das Coronavirus für ihre Zwecke nutzen:

Zum Bericht auf dw.com: "Coronavirus: Der "IS" will von der Pandemie profitieren“

Zum Bericht auf br.de: "Verfassungsschützer: Extremisten wollen Corona-Krise ausnutzen“

Zum Bericht auf bento.de: "Umstürze und Verschwörungen: Wie Extremisten die Coronakrise ausnutzen wollen“

Fortbildung: CleaRTeaching – Umgang mit rechtsextremen und neosalafistischen Haltungen im schulischen Kontext

Die Aktion Gemeinwesen und Beratung e. V. bietet eine Weiterbildung zum/zur Clearingbeauftragten an. Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte und Sozialarbeitende an Schulen in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, die sich im Umgang mit sich radikalisierenden Jugendlichen fortbilden möchten. Die Weiterbildung ist gefördert und zertifiziert von der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie findet von September 2020 bis Mai 2021 statt.

Zur Anmeldung auf clearing-schule.de

"IS“-Rückkehrende in den Medien: Frauen vor Gericht

Verschiedene Medien berichten über Rückkehrende aus den Gebieten des "IS“. In Düsseldorf, München und Hamburg stehen mutmaßliche "IS“-Anhängerinnen vor Gericht. NRW und Berlin informieren über die Zahlen von Rückkehrenden.

Die Zeit berichtet über eine Deutsche, die mit ihren drei Kindern in das vom "IS“ besetzte Gebiet gereist war. Neben der damit in Zusammenhang stehenden Entziehung ihres minderjährigen Sohnes von seinem Vater mit Todesfolge, ist sie vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht wegen insgesamt fünf weiterer Verbrechen angeklagt.

Auch eine Frau aus Unterfranken steht als mutmaßliche "IS“-Anhängerin vor dem Oberlandesgericht München, berichtet der Bayerische Rundfunk. Zwischen 2016 und 2018 habe sie in verschiedenen vom "IS“ angeeigneten Wohnungen im Irak gelebt und Zugriff auf Waffen gehabt.

Vor dem Hamburger Oberlandesgericht hat der Prozess gegen die frühere Frau des mutmaßlich in Syrien getöteten deutschen Dschihadisten Denis Cuspert begonnen, so Deutsche Welle. Neben Menschenhandel und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wird ihr auch die Verletzung von Erziehungs- und Fürsorgepflichten vorgeworfen.

Wie aus einem Bericht des Düsseldorfer Innenministeriums hervorgeht, rechnet das Land Nordrhein-Westfalen mit bis zu 70 Rückkehrenden aus dem "Islamischen Staat“, so der Tagesspiegel. Zusätzlich zu den erwachsenen Rückkehrenden werde auch mit bis zu 80 Kindern gerechnet. Die Sicherheitsbehörden sähen sich auf die Rückkehrenden vorbereitet.

Der RBB berichtet, dass bereits 65 "IS“-Anhängerinnen und -Anhänger wieder nach Berlin zurückgekehrt sind. Die Rückkehrenden würden in einem Deradikalisierungsprogramm betreut und warteten nun auf ihre Strafverfolgung.

Der "Islamische Staat“ fasst in Syrien und im Irak wieder Fuß

Obwohl der "Islamische Staat“ militärisch als besiegt gilt, fasst er in seinem Kerngebiet in Syrien und im Irak wieder Fuß, so der Spiegel, der sich auf einen UN-Bericht beruft. Die Gruppe führe zunehmend "gewagte Guerilla-Attacken“ durch, rufe ihre Kämpfer zu Ausbrüchen aus Internierungslagern auf und nutze die Schwächen der örtlichen Sicherheitskräfte aus.

Zum Bericht auf spiegel.de

Bundesanwaltschaft nimmt Islamisten in NRW fest

Einem Bericht von Zeit Online zufolge hat die Bundesanwaltschaft im April in Nordrhein-Westfalen vier terrorverdächtige Islamisten aus Tadschikistan festgenommen. Gemeinsam mit einem fünften, bereits in Untersuchungshaft sitzenden Mann sollen sie im Namen der Terrororganisation "Islamischer Staat" Anschläge in Deutschland geplant haben.

Zum Bericht auf zeit.de

Lagebild Salafismus NRW: Der Salafismus wird jünger und weiblicher

Dem zweiten Lagebild des NRW-Innenministeriums zufolge werde der Salafismus im Land jünger und Frauen nähmen wichtigere Rollen ein, berichtet die Westdeutsche Zeitung. Außerdem bewege er sich von den Straßen in den Untergrund. Speziell im Blick des Verfassungsschutzes stünden Ansaar International mit Sitz in Düsseldorf sowie dessen Teilorganisation WWR-Help e. V. aus Neuss.

Zum Bericht auf wz.de

Hizb ut-Tahrir hat in Hamburg Zulauf

Nach Erkenntnissen des Hamburger Verfassungsschutzes hat sich die Zahl der Mitglieder der verbotenen islamistischen Hizb ut-Tahrir ("Partei der Befreiung“) in der Hansestadt seit Ende 2016 mehr als verdoppelt, so die Süddeutsche Zeitung. Aktuell hätte sie knapp 250 Mitglieder. Neben Zulauf aus der islamistischen Szene versuche die Hizb ut-Tahrir auch über breitflächig diskutierte Themen mit demokratisch engagierten Personen in Kontakt zu treten – etwa über die Organisation einer Demonstration gegen die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China im Januar.

Zum Bericht auf sueddeutsche.de

Vier Islamisten in der Bundeswehr identifiziert

Das Verteidigungsministerium berichtet, dass im Jahr 2019 bei einer Untersuchung des Militärischen Abschirmdienstes 743 extremistische Verdachtsfälle untersucht worden sind. In 69 Fällen hatte ein Verdacht auf Islamismus bestanden, in 592 Fällen war wegen rechtsextremistischer Umtriebe ermittelt worden. Eindeutig als Extremisten erkannt wurden 14 Bundeswehrangehörige – darunter acht Rechtsextremisten und vier Islamisten. Zwei Personen wurden als Reichsbürger identifiziert.

Zum Bericht auf bmvg.de

Weniger Ermittlungsverfahren zu islamistischen Terrorfällen

Die Tagesschau berichtet, dass es im Jahr 2019 weniger Ermittlungsverfahren wegen islamistischen Terrors gegeben hat. Sie beruft sich dabei auf Zahlen der Bundesregierung aus einer Kleinen Anfrage der Linkspartei. Habe islamistischer Terror in den letzten Jahren noch bis zu 80 Prozent neuer Ermittlungen im Bereich Terrorismus ausgemacht, liege der Anteil nun bei knapp 60 Prozent, heißt es weiter.

Dieser Rückgang sei allerdings auch darauf zurückzuführen, dass Asylbewerber sich im Asylverfahren seltener selbst bezichtigen, einer terroristischen Vereinigung wie den Taliban angehört zu haben. Die Anzahl der Ermittlungsverfahren, die Gewicht haben, sei unverändert hoch.

Zum Bericht auf tagesschau.de

RAN sucht junge Präventionsakteure für Online-Plattform

Das Radicalisation Awareness Network (RAN) hat einen Aufruf für junge Akteure im Arbeitsfeld "prevention and countering of violent extremism (P/CVE)” gestartet. 50 Personen sollen auf der "RAN Young Platform“ zusammengebracht werden, um sich auszutauschen und Empfehlungen zur Radikalisierungsprävention für Politik und Praxis zu erarbeiten. Gesucht werden Personen zwischen 18 und 25 Jahren, die in einem EU-Land wohnen und bereits Erfahrungen im Arbeitsfeld P/CVE gesammelt haben. Bewerbungsschluss ist der 22. Mai 2020.

Zur Ausschreibung auf ec.europa.eu

Materialien und Handreichungen

ufuq.de: Wer ist Wir? Ideen und Materialien für den Unterricht zum Thema "Migrationshintergrund“

Ist die Kategorie "Mensch mit Migrationshintergrund“ diskriminierend, weil sie uns in "echte“ und "eingewanderte“ Deutsche einteilt? Oder ergibt die Kategorie für Statistiken Sinn? Wer muss sich in Deutschland eigentlich integrieren und wer nicht? Die Redaktion von ufuq.de hat Videos und Materialien zusammengestellt, anhand derer pädagogische Fachkräfte über diese Fragen mit Jugendlichen diskutieren können.

Zum Beitrag auf ufuq.de

Turn: Jamal al-Khatib – Das pädagogische Paket #2

Das pädagogische Paket zur zweiten Staffel des Webvideo-Projekts "Jamal al-Khatib – Mein Weg! Und NISAxJana“ richtet sich an Fachkräfte aus der Bildungsarbeit. Im ersten Teil werden die Inhalte und alternativen Narrative erläutert, die in den Videos aufgegriffen und entwickelt werden. Außerdem finden sich dort Praxisberichte und Hintergrundtexte. Der zweite Teil bietet pädagogische Materialien für die praktische Arbeit mit dem Projekt; darunter Fragen, die als Leitfaden für Diskussionen über die Inhalte der Videos verwendet werden können. Erstellt wurden die Materialien vom österreichischen Verein turn und gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Zum Download auf turnprevention.com

DVV: Wer hat ‚das letzte Wort‛ im Netz? – Digitale Lebenswelten mitgestalten

Die Handreichung zum Kurskonzept "Wer hat ‚das letzte Wort‘ im Netz? – Digitale Lebenswelten mitgestalten“ bietet einen Einstieg in die Thematik Online-Extremismus. Sie richtet sich an (Volkshochschul-)Lehrende und kann außerdem als Grundlage zur Unterrichtsgestaltung im Bereich Medienkompetenzförderung verwendet werden. Die Handreichung wurde vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) im Rahmen des Projekts "Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ entwickelt, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Zum Download auf volkhochschule.de

DVV: Aus der Rolle (ge)fallen!? Jugendliche für die geschlechtsspezifische Ansprache sensibilisieren

Die Handreichung zum Kurskonzept "Aus der Rolle (ge)fallen!? Jugendliche für die geschlechtsspezifische Ansprache sensibilisieren“ richtet sich an Fachkräfte der Bildungsarbeit. Jugendliche und junge Erwachsene sollen in drei Kurseinheiten lernen, sich kritisch mit eigenen und gesellschaftlichen Geschlechterrollen auseinanderzusetzen. Sie lernen geschlechtsspezifische Anwerbestrategien von religiösen und politischen Extremistinnen und Extremisten als solche zu erkennen und diesen zu widerstehen. Zur weiteren Wissensvermittlung und Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Gender gibt es allgemeine Hintergrundinformationen.

Die Handreichung wurde vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) im Rahmen des Projekts "Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ entwickelt, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Zum Download auf volkshochschule.de

Bayerns Netzwerk für Präventions und Deradikalisierung: Neue Inhalte

Bayerns Netzwerk für Prävention und Deradikalisierung hat die Website www.antworten-auf-salafismus.de im März um neue, teils jugendaffine und interaktive Inhalte erweitert. Ein umfangreiches Salafismus-Lexikon erklärt Begriffe und Symbole und bietet eine Übersicht bekanntester Personen und Organisationen aus der Szene. Mit dem Quiz "Salafismus-Checker“ können Jugendliche, aber auch Fachkräfte ihr Wissen rund ums Thema Salafismus testen. Außerdem können zwei Radikalisierungsverläufe in Comic-Videos verfolgt werden, an deren Ende man sich entscheiden kann, wie am besten auf Anzeichen einer Radikalisierung reagiert werden soll.

Zum Lexikon auf antworten-auf-salafismus.de

Zum Quiz auf antworten-auf-salafismus.de

ISD: Women, Girls and Islamist Extremism

Die Handreichung des Institute for Strategic Dialogue bietet Informationen zu geschlechtsspezifischer Deradikalisierungsarbeit mit Frauen und Mädchen, die aus den Gebieten des "IS“ zurückgekehrt sind. Sie richtet sich an Akteure in der tertiären Radikalisierungsprävention, die mit diesen Zielgruppen arbeiten. Im ersten Teil wird erläutert, wie Frauen und Mädchen sich radikalisieren und in extremistischen Netzwerken agieren. Der zweite Teil bietet Empfehlungen im Umgang mit Frauen und Mädchen in der Radikalisierungsprävention, die im dritten Teil anhand von Fallstudien aus Großbritannien und den Niederlanden vertieft werden.

Zum Download auf isdglobal.org (in englischer Sprache)

EU-Projekt Pericles: Software und Risk Assessment Tool für Strafverfolgungsbehörden

Die EU hat im Rahmen des Projekts "Pericles“ eine Online-Plattform zur Prävention von radikaler und extremistischer Gewalt geschaffen. Neben Informationen für Familien und Angehörige bietet sie einen Lehrplan für die Weiterbildung von Fachkräften. Mitarbeitende von Strafverfolgungsbehörden können eine Software herunterladen, die potenzielle radikale Inhalte auf Twitter erkennen soll, sowie ein Risk Assessment Tool, mit dem beurteilt werden soll, wie anfällig eine Person für gewaltsame Radikalisierung ist.

Zur Plattform auf platform-pericles.eu (in englischer Sprache)

Studien, Berichte und Fachbeiträge

IFAK: Mehr Licht als Schatten – Prävention im Strafvollzug und Bewährungshilfe NRW

Die Projektbroschüre von IFAK dokumentiert das zweijährige Projekt "Licht & Schatten“, das innerhalb des Rahmenprojekts "re:vision“ entstanden ist. Ziel von "Licht & Schatten“ war es, den Teilnehmern im Rahmen einer sozialen Gruppenarbeit und Diskussion, die Möglichkeit zu geben, sich kreativ mit Identität, Demokratie und Glaube auseinanderzusetzen. Dabei ist ein Film entstanden, in dem die Teilnehmer hinter einer Schattenwand eigene Beiträge zu den besprochenen Themen aufgenommen haben. Die Broschüre beinhaltet Fachbeiträge zum Themenfeld Bildung, Radikalisierungsprävention und Justizvollzug.

Zum Download auf ifak-bochum.de

ISD: Das Online-Ökosystem rechtsextremer Akteure

Das Institute for Strategic Dialogue (ISD) hat eine Untersuchung zum "Online-Ökosystem“ rechtsextremer Akteure auf alternativen Plattformen durchgeführt. Sie widmet sich spezifisch den deutschsprachigen und auf Deutschland fokussierten Communities und Kanälen innerhalb dieses Ökosystems. Im Bericht werden Maßnahmen aufgeführt, mit denen Tech-Firmen, Politik, Zivilgesellschaft der extremen Rechten online begegnen können. Das Wissen über alternative Plattformen und Herangehensweisen von extremistischen Akteuren kann auch für den Bereich Islamismus relevant sein.

Zum Download auf bosch-stiftung.de

IDA: Antimuslimischer Rassismus und Muslimische Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft

Im Reader von IDA e. V. werden zunächst wissenschaftliche Grundlagen zu Antimuslimischem Rassismus dargestellt. Anschließend werden Debatten rund um den Islam und Musliminnen und Muslime in Deutschland diskutiert – etwa die Vereinbarkeit von Islam und Homosexualität oder das Tragen des Kopftuchs. Weiterhin werden verschiedene Akteure der muslimischen Jugendarbeit in Deutschland vorgestellt. Ein Serviceteil mit Material- und Literaturhinweisen schließt den Reader ab.

Zum Download auf idaev.de

FNRP: Religion als Faktor der Radikalisierung?

Das Projekt "Religion als Faktor der Radikalisierung“ im "Forschungsnetzwerk Radikalisierung und Prävention“ (FNRP) hat sich mit den religiösen Vorstellungen radikalisierter und radikalisierungsgefährdeter Jugendlicher auseinandergesetzt. In der Handreichung werden zentrale Ergebnisse des Projekts vorgestellt – unter anderem zur Einbindung von Religion in die Präventionsarbeit und zu der Religiosität der teilnehmenden Klientinnen und Klienten. Die Autorinnen und Autoren geben Handlungsempfehlungen für Schulen, Moscheegemeinden und Justizvollzugsanstalten.

Zum Download auf uni-osnabrueck.de

BAG RelEx: Ligante – Für Volk und Glaube? Die extreme Rechte und religiös begründeter Extremismus

Die zweite Ausgabe der Schriftenreihe der BAG RelEx bietet Fachbeiträge aus Forschung und pädagogischer Arbeit zu den beiden Themenfeldern "Religiös begründeter Extremismus“ und "Rechtsextremismus“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Fachkräfte aus der pädagogischen Praxis behandeln unter anderem diese Themen: "Wie viel Religion steckt im Rechtsextremismus und wie viel Politik im religiös begründeten Extremismus?“, "Zeitgenössische Diskurse über ‚den Islam‘ in der ‚Neuen Rechten‘“ und "Überlegungen zu Emotionen in Pädagogik und politischer Bildung am Beispiel von antimuslimischem Rassismus und Antisemitismus“.

Zum Download auf bag-relex.de

Fachbeiträge auf ufuq.de

ufuq.de hat eine Reihe von Fachbeiträgen zum Thema Extremismus veröffentlicht:

Kollektive Emotionen in der Mobilisierung extremistischer Gruppen, und was Präventionsarbeit dagegensetzen kann

Lebensrealitäten von muslimischen Jugendlichen – Zwischen Fremdzuschreibungen, Rassismuserfahrungen und (kritischen) Selbstpositionierungen

Filmreihe über religiös begründeten Extremismus bei Jugendlichen vom Medienprojekt Wuppertal

Projekt RISE – Jugendkulturelle Antworten auf islamistischen Extremismus

DGAP: Evaluation von Radikalisierungsprogrammen

Im Rahmen des "International Forum for Expert Exchange on Countering Islamist Extremism“ (InFoEx) befasste sich ein internationaler Workshop im September 2019 in Berlin mit der Frage, wie tertiäre Prävention von gewalttätigem Extremismus evaluiert werden kann. Im Themenpapier werden die Ergebnisse des Austausches vorgestellt, und Evaluation im Kontext von Deradikalisierungsprogrammen erläutert. Der Workshop wurde von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) organisiert.

Zum Download auf dgap.org

CTED: Fünf Trends der letzten zehn Jahre im Bereich Terrorismus

Das Anti-Terror-Komitee des UN-Sicherheitsrates (United Nations Security Council Counter-Terrorism Committee Executive Directorate, CTED) beleuchtet in der aktuellen Ausgabe seines "Research Digest“ Forschungsergebnisse zu fünf wichtigen Trends der letzten zehn Jahre im Bereich Terrorismus. Die Trends sind: die sich verändernde Bedrohungslage, Foreign Terrorist Fighters (FTF), Methoden von Terroranschlägen, Nutzung des Internets für terroristische Zwecke und Auswirkungen auf die Menschenrechte. Das "Research Digest“ erscheint alle zwei Monate und richtet sich an Forschende der genannten Themenfelder.

Zum Beitrag auf us2.campaign-archive.com (in englischer Sprache)

Interview zu BMBF-Projekt PANDORA: Extremisten stilisieren sich als Opfer

Das BMBF-Projekt PANDORA untersucht die Parallelen zwischen rechtsextremer und islamistischer Mobilisierung in den sozialen Medien. Zum Abschluss des Projektes spricht Extremismusforscher Martin Kahl im Interview über zentrale Erkenntnisse, unter anderem über Radikalisierungsprozesse im Internet, die Kontaktfläche von "Online-Welt“ und "realer Welt“ sowie Kommunikationsstrategien extremistischer Akteure.

Zum Interview auf bmbf.de

Neuerscheinungen

Sammelband: Propaganda und Prävention – Das Internet und die Gefahren für die freiheitlich-demokratische Grundordnung

Zur Förderung von Medienkritikfähigkeit im Umgang mit extremistischen Online-Botschaften stellt der Sammelband Fachkräften der Bildungsarbeit Unterrichtsmaterialien sowie Hintergrundinformationen zur Verfügung. Darüber hinaus soll das Buch einen Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs über Online-Propaganda, ihre Strategien, Verbreitung und Rezeption sowie über Gegenstrategien und -maßnahmen leisten. Für das Buch arbeiteten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft sowie des Bundeskriminalamts, der Bundeszentrale für politische Bildung, von ufuq.de und von jugendschutz.net zusammen.

Das Buch ist 2020 im VS Verlag für Sozialwissenschaften erschienen und umfasst 655 Seiten. Es kann zum Preis von 39,99 Euro bestellt werden.

Audio- und Video-Beiträge

ARD Radiofeature: Zurück vom Dschihad – Ein Feature über Wiedereingliederung von IS-Heimkehrern

Audio, 53 Minuten, BR, 2020

Hunderte Dschihad-Rückkehrende leben in Deutschland und wollen dort wieder Fuß fassen. Behörden warnen vor einer kaum kalkulierbaren Gefahr. Gleichzeitig müssen sie versuchen, die Islamistinnen und Islamisten wieder zu integrieren. Wie kann das gelingen? Der Journalist Joseph Röhmel recherchiert seit Jahren in der Szene der "IS“-Rückkehrenden. Für das das Radiofeature "Zurück vom Dschihad“ hat er mit Menschen gesprochen, die in den "Heiligen Krieg“ gezogen und dann nach Deutschland zurückgekommen sind.

Zum Feature auf ardaudiothek.de

Audio, 32 Minuten, BR, 2020

Im Gespräch mit Sven Preger erzählt Joseph Röhmel, wie man Kontakt zu "IS“-Rückkehrenden bekommt, wie man den schmalen Grat zwischen Nähe und Distanz gestalten kann und wieso er diesen Menschen gegenüber skeptisch bleibt.

Zum Interview auf ardaudiothek.de

RISE: Jugendkulturelle Antworten auf islamistischen Extremismus

Video, 6 x 8-14 Minuten, RISE, 2020

Wie können Jugendliche gegen extremistische Ansprachen gestärkt werden? Im Projekt RISE des JFF – Institut für Medienpädagogik antworten Jugendliche auf diese Frage mit eigenen Medienprodukten. Die Filme werden durch pädagogische Materialien gerahmt und Fachkräften für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt. Aktuell sind in der Mediathek des JFF sechs Filme online.

RISE sucht aktuell junge Filmemacherinnen und -macher zwischen 14 und 26 Jahren, die sich an dem Projekt beteiligen möchten. Sie können für ihre Kurzfilme eine Förderung von bis zu 2.000 Euro erhalten. Außerdem werden sie durch individuelle Workshops unterstützt – beispielsweise zu Themenfindung, Kamera oder Schnitt.

Zum Videoprojekt auf rise-jugendkultur.de

Weitere Informationen zur Förderung auf rise-jugendkultur.de

Vortrag: Radicalization on YouTube – true or false?

Video, 17 Minuten, NATO StratCom COE, 2020

Begünstigt der Empfehlungsalgorithmus auf YouTube Radikalisierung, indem immer "radikalere“ Videos angezeigt werden? Das Gegenteil ist der Fall, stellt eine Studie fest, an der Dr. Anna Zaitsev von der University of California Berkeley mitgewirkt hat. Im Rahmen der Konferenz "Emerging Trends in Social Media“, die im März 2020 in Riga stattfand, hat sie die Methodik und Ergebnisse der Studie vorgestellt.

Zum Video auf youtube.com

FNRP: Religion als Faktor der Radikalisierung?

Audio, Forschungsnetzwerk Radikalisierung und Prävention, 2020

Welche Rolle Religion beziehungsweise Religiosität in Radikalisierungsprozessen junger Menschen zukommt, wird in öffentlichen und fachwissenschaftlichen Debatten kontrovers diskutiert. Das Projekt "Religion als Faktor der Radikalisierung“ im "Forschungsnetzwerk Radikalisierung und Prävention“ (FNRP) hat sich mit den religiösen Vorstellungen radikalisierter und radikalisierungsgefährdeter Jugendlicher auseinandergesetzt. Um die Ergebnisse des Forschungsprojektes in die Öffentlichkeit zu tragen, wurden sechs Podcast-Folgen produziert. Von diesen sind auch Transkripte verfügbar.

Zum Podcast auf uni-osnabrueck.de

DLF: Radikale Islamisten erobern Problemviertel in Frankreich

Audio, 9 Minuten, Deutschlandfunk, 2020

Französische Islamwissenschaftler warnen davor, dass radikale Islamisten ganze Stadtviertel unter ihre Kontrolle brächten, so Deutschlandfunk. Laut den Wissenschaftlern stünde dahinter der Plan, sich nach und nach in strategische Positionen der Lokalpolitik zu bringen. Der französische Staat sähe dem hilflos zu.

Zum Beitrag auf deutschlandfunk.de

DLF: Europas Verantwortung nach dem Kalifat

Audio, 19 Minuten, Deutschlandfunk, 2020

Viele "IS“-Kämpfer aus europäischen Staaten warten in Lagern in Syrien und im Irak auf ihren Prozess, berichtet Deutschlandfunk. Obwohl die Situation in den Lagern angespannt und unmenschlich sei, weigerten sich EU-Staaten, die Menschen zurückkehren zu lassen. Ein internationales Tribunal vor Ort, wie es die EU fordert, sei jedoch laut Rechtsexperten unrealistisch.

Zum Beitrag auf deutschlandfunk.de

BAG RelEx: Mediathek mit Webinaren

Video, 49 und 54 Minuten, BAG RelEx, 2019 und 2020

Die Webinare der Bundesarbeitsgemeinschaft religiöser begründeter Extremismus (BAG RelEx) stehen nun auch denen zur Verfügung, die nicht live teilnehmen konnten. Den Auftakt in der Mediathek bilden eine Diskussion von Maik Fielitz und Holger Marcks (IFSH) darüber, ob und wenn ja wie sich demokratiefeindliche Tendenzen gegenseitig stärken, sowie ein Gespräch über digital streetwork.

Zur Webinar-Mediathek auf bag-relex.de