HERAUSFORDERUNG ISLAMISMUS Infodienst Radikalisierungsprävention

22.6.2020

Studien, Berichte, Handreichungen und Materialien

Universität Duisburg-Essen: Islamfeindlichkeit im Jugendalter

Wie beziehen sich junge Menschen in Deutschland auf den aktuellen Diskurs über "den Islam" und "die Muslime"? Welche Narrative der Islamfeindlichkeit kommen dabei zum Ausdruck? Wie werden islamfeindliche Positionen für junge Menschen anschlussfähig?

Wissenschaftlerinnen der Universität Duisburg Essen haben Jugendliche und junge Erwachsene aus NRW zu ihren Positionen zu Gesellschaft, Religion und Migration im Allgemeinen sowie zum Islam und Musliminnen/Muslimen befragt. Daraus haben sie Ansätze für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit zum Thema Prävention und zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit abgeleitet.

Zum Download auf islam-feindlichkeit.de

emel: Onlineberatung im Themenfeld des religiös begründeten Extremismus

In einem Zwischenbericht beschreibt die seit 2019 agierende "Onlineberatung zu religiös begründetem Extremismus" der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) erste Erfahrungen im Aufbau und in der Umsetzung ihrer Angebote. Zunächst werden Hintergründe, Ansätze und Methoden von Onlineberatung beschrieben. Anschließend widmet sich der Bericht Herausforderungen der Onlineberatung sowie der Frage, wie eine bestmögliche Beratung gewährleistet werden kann.

Zum Download auf tgd.de

DJI: Evaluation des Programmbereichs "Strafvollzug und Bewährungshilfe"

Das Deutsche Jugendinstitut hat den Bereich "Prävention und Deradikalisierung in Strafvollzug und Bewährungshilfe" des Bundesprogramms "Demokratie leben!" bis zum Ende der ersten Förderperiode wissenschaftlich begleitet. Der nun erschienene Abschlussbericht beschreibt die Entwicklungen der geförderten Modellprojekte. Er enthält Befunde zur pädagogischen Arbeit mit Inhaftierten im Gruppensetting, zur Einzelfallarbeit sowie zur Arbeit mit Fachkräften. Abschließend werden Perspektiven für die zukünftige Arbeit benannt.

Zum Download auf dji.de (Menüpunkt "Ergebnisse" am Ende der Seite)

DJI: Religion in der pädagogischen Auseinandersetzung mit islamistischem Extremismus

Der Band "Religion in der pädagogischen Auseinandersetzung mit islamistischem Extremismus" diskutiert die Rolle von Religion in Radikalisierungsprozessen sowie den Umgang mit Religion in der Radikalisierungsprävention. Dazu werden aktuelle Forschungsergebnisse des Deutschen Jugendinstituts aus der "Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention" (AFS), aus der "Programmevaluation Demokratie Leben!" sowie aus anderen Forschungseinrichtungen dargestellt und diskutiert.

Zum Download auf dji.de

ufuq.de: Methodenheft zu "Wie wollen wir leben?"-Workshops

In zahlreichen Workshops mit Jugendlichen an Schulen und in Jugend¬einrichtungen im Projekt "Wie wollen wir leben?" wurden verschiedene Methoden angewandt. Zwölf bewährte Methoden hat ufuq.de veröffentlicht in einem 52-seitigen Methodenheft für die pädagogische Arbeit zu Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus.

Zum Download auf ufuq.de

EFUS: Handbuch zum Thema Radikalisierungsprävention während und nach der Haft

Das "Guidebook" des European Forum for Urban Security (EFUS) beschreibt und bewertet die Strategien der Radikalisierungsprävention mehrerer europäischer Länder während und nach Haftstrafen. Der Schwerpunkt liegt auf der Rolle der lokalen Behörden bei der Wiedereingliederung von Straffälligen. In dem Bericht werden neun innovative lokale Pilotprojekte vorgestellt, die von Kommunen in ganz Europa durchgeführt werden. Außerdem beinhaltet der Band Vorschläge, wie lokale Behörden besser ausgerüstet werden können, um Straftäter zu resozialisieren und Radikalisierung vorzubeugen.

Zum Download auf efus.eu

Bundesinnenministerium: Politisch motivierte Kriminalität

Das Bundesinnenministerium hat Fallzahlen zu politisch motivierter Kriminalität (PMK) im Jahr 2019 veröffentlicht. Während das Straftatenaufkommen in den Bereichen rechts und links motivierte politische Kriminalität im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, ist es zu weniger Straftaten gekommen, die durch religiöse Ideologien begründet waren, darunter auch Islamismus.

Bei den religiös-ideologisch motivierten Straftaten verzeichnen die Behörden im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 27,5 Prozent auf 425 Straftaten. Ein Grund hierfür sei der Verlust des Herrschaftsgebietes des sogenannten Islamischen Staates und die damit verbundene verringerte Ausreise in dessen Gebiete. Ein anderer sei der Rückgang von Hinweisen auf Asylantragsteller mit Bezügen zu einer terroristischen Vereinigung. Die Zahl rechts motivierter Straftaten ist um 9,4 Prozent auf insgesamt 22.342 Straftaten gestiegen; die Zahl links motivierter Straftaten ist um 23,7 Prozent auf insgesamt 9.849 Straftaten gestiegen.

Im Jahr 2019 wurden 13 Tötungsdelikte registriert; zehn davon versucht und drei vollendet. Zwei werden dem Phänomenbereich "PMK Religiöse Ideologie" zugerechnet werden. Sieben werden dem Bereich "PMK rechts" zugeordnet, zwei dem Bereich "PMK links" und jeweils eine den Bereichen "PMK ausländische Ideologie" und "PMK nicht zuzuordnen".

Zum Download auf bmi.bund.de


Thumbnail des Videos "Umma" zum YouTube-Projekt "Bildwelten Islam"
Webvideoformate

Begriffswelten Islam

Im Rahmen von Webvideo-Formaten kooperiert die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit YouTuberinnen und YouTubern, die sich aus einem persönlichen Interesse heraus mit den in Deutschland geführten Islamdiskursen auseinandersetzen wollen.

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Material für die Verlinkung des Infodienstes Radikalisierungsprävention

Sie möchten den Infodienst Radikalisierungsprävention verlinken? Diese Textbausteine und Grafiken können Sie dafür verwenden.

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Der Islamist Metin Kaplan in Bonn, 7. Februar 1999. Kaplan wurde nach seiner Inhaftierung in Deutschland in die Türkei abgeschoben. Dort wurde er am 20. Juni 2005 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Dossier

Islamismus

Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt.

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