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HERAUSFORDERUNG ISLAMISMUS Infodienst Radikalisierungsprävention

Newsletter November 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit der Enthauptung eines französischen Geschichtslehrers in einem Pariser Vorort und dem Mord an drei Personen in einer Kirche in Nizza ist erneut islamistischer Terror in Frankreich eingekehrt. Auch in Dresden und Wien kam es zu mutmaßlich islamistisch motivierten, tödlichen Angriffen. Als Reaktion wurden verschiedene Debatten angestoßen. Die politische Linke diskutiert öffentlich über ihre Auseinandersetzung mit islamistischem Terror und Islamismus. Auch über den Umgang mit Islamismus in der Schule wird gesprochen. Mehr dazu im Bereich „Aktuelle Meldungen“ am Ende dieses Newsletters.

Herzliche Grüße
Ihre Infodienst-Redaktion

PS: Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Schreiben Sie uns an radikalisierungspraevention@redaktion-kauer.de!

Neu beim Infodienst

Blick von hinten auf ein Kind, das alleine in der Natur steht.

Interview mit Kerstin Sischka und Dr. Claudia Lozano

Rehabilitation von "IS"-Rückkehrerinnen und ihren Kindern

Warum ist es wichtig, Kinder und ihre Mütter aus Flüchtlingslagern wie Al-Hol in Syrien zurückzuholen? Was ist mit Blick auf die psychische Gesundheit der Kinder zu erwarten? Welche Faktoren sind für eine erfolgreiche Rehabilitation entscheidend und welche Akteure sollten in den Prozess eingebunden werden?

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Symbolbild: Aufeinander liegende Hände von Menschen verschiedener Ethnien. Viele Moscheegemeinden in Deutschland bieten Jugendarbeit in Form von Freizeitangeboten und Bildungsveranstaltungen an.

Deniz Greschner

Muslimische Jugendarbeit im Kontext von Sicherheitsdiskursen

Die Landschaft der muslimischen Organisationen in Deutschland ist vielfältig und in Bewegung. Einige muslimische Jugendorganisationen machen Angebote für junge Menschen – unabhängig von den etablierten Moschee-Dachverbänden. Der Beitrag beleuchtet ihre Tätigkeitsfelder, Herausforderungen und Perspektiven – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sie zum Teil aus Fördertöpfen für Präventionsarbeit finanziert werden.

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Symbolbild: Betenden Hände über einer aufgeschlagenen Bibel. Ausgewählte Angebote der Radikalisierungsprävention nutzen Religion als eine Ressource ihrer Arbeit.

Joachim Langner

Religion – eine Ressource in der Radikalisierungsprävention?

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat Modellprojekte zum Thema Radikalisierungsprävention im Rahmen von "Demokratie leben!" wissenschaftlich begleitet. Unter anderem zeigt sich, dass die Projekte Religion nutzen, um einen Zugang zu den Adressatinnen und Adressaten zu erschließen, um sich inhaltlich mit extremistischer Ideologie auseinanderzusetzen und um die Eigenposition der Teilnehmenden zu stärken. Joachim Langner beschreibt die Forschungsergebnisse und skizziert, welche Herausforderungen sich aus dem Einsatz von Religion in der Präventionsarbeit ergeben.

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Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

CleaRTeaching

Aktion Gemeinwesen und Beratung e. V. & bpb

Fortbildung: CleaRTeaching – Umgang mit rechtsextremen und neosalafistischen Haltungen im schulischen Kontext

27.01.-02.06.2021 | Hamburg

Die Aktion Gemeinwesen und Beratung e. V. bietet eine Weiterbildung zum/zur Clearingbeauftragten an. Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte und Sozialarbeitende an Schulen in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, die sich im Umgang mit radikalisierungsgefährdeten Jugendlichen fortbilden möchten. Die Weiterbildung ist gefördert und zertifiziert von der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie findet von Januar bis Juli 2021 statt. Interessierte können sich noch bis zum 15. Dezember 2020 anmelden.

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Gezeichnete bunte Figuren mit Sprechblasen

Bundeszentrale für politische Bildung

Argumentationstraining: Handlungsstrategien im Umgang mit Parolen im Klassenraum

17.11.2020 | virtuelles bpb:medienzentrum

Was kann man gegen sexistische, ausländer- und islamfeindliche, homofeindliche oder antisemitische Parolen tun? Wie geht man mit diskriminierenden und sachlich falschen Beiträgen um? Im Rahmen der Online-Fortbildung werden Argumentationsstrategien entwickelt, die es Lehrkräften ermöglichen sollen, im Berufsalltag mit populistischen Äußerungen und Konfliktsituationen umzugehen.

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Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Termindetails und weitere Termine finden Sie in der Termin-Übersicht des Infodienstes.

November

Fachtag: Islam im Kontext Schule
6. November 2020, online
Multikulturelles Forum e. V., Islamische Akademie NRW und Verband muslimischer Lehrkräfte

Online-Workshop-Reihe: Islamismus in Social Media – Teil 3: Online-Radikalisierungsprozesse
10. November 2020, online
streetwork@online

Online-Workshop-Reihe: Islamismus in Social Media – Teil 4: Online-Prävention
17. November 2020, online
streetwork@online

Online-Fachgespräch: Ansätze in der Beratungsarbeit
17. November 2020, online
BAG RelEx, KN:IX

Fachtagung: Verurteilung als Anstoß
18. November 2020, Neumünster
Kick-off/PROvention

DVV-Fachaustausch: "EmPOWERment"
25. November, online
volkshochschule.de

Multimediales Event: Extremismus als Herausforderung für Jugend, Pädagogik und Forschung – Reflexionen und Ausblicke
25. November 2020, online
Arbeits- und Forschungsstelle für Demokratieförderung und Extremismusprävention (AFS)

Online-Fachtag: Peer-Education in der universellen Islamismusprävention
26. November 2020, online
ufuq.de, KN:IX

Januar 2021

Fortbildung: CleaRTeaching – Umgang mit neosalafistischen und rechtsextremen Haltungen im schulischen Kontext
27. Januar bis 2. Juni 2021, Hamburg
Bundeszentrale für politische Bildung, Aktion Gemeinwesen und Beratung

Stellenangebote

Details finden Sie in der Übersicht mit Stellenangeboten im Infodienst.

Baden-Württemberg

Referent/-in im "Team meX"
Stuttgart
Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: "Team meX. Mit Zivilcourage gegen Extremismus"

Nordrhein-Westfalen

Ehrenamtliche Mitarbeit
NRW-weit
180 Grad Wende, Jugendbildungs- und Sozialwerk Goethe e. V.

Zwei Berater/-innen
Dortmund, Hamm oder Lünen
Präventionsprogramm "Wegweiser", Multikulturelles Forum e. V.

Handreichungen und Studien

Rückkehrerinnen und ihre Kinder: Rehabilitation und Reintegration

– Violence Prevention Network –

Das Heft widmet sich der Situation der in den "IS" ausgereisten deutschen Frauen und ihrer Kinder aus psychologischer Sicht. Der Fokus liegt auf Perspektiven zu ihrer Rehabilitation und Reintegration. Neben einem Überblick über die aktuelle Situation im Lager Al-Hol und möglichen Schwierigkeiten behandelt die Veröffentlichung das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen im Kontext von Ideologie und Trauma.

Zum Download auf violence-prevention-network.de

Grundlagenwissen zu Radikalisierung für Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen

– Universitätsklinikum Ulm –

Die Publikation soll Fachkräfte in Heilberufen dabei unterstützen, Radikalisierungsprozesse zu erkennen, das Risiko einzuschätzen und angemessen zu handeln. Sie bietet Grundlagenwissen zu Einflussfaktoren von Radikalisierung und Risikoeinschätzung. Außerdem werden Empfehlungen für das Handeln bei Gefährdung gegeben, die rechtlichen Grundlagen dargelegt und Anlaufstellen für Unterstützung genannt. Fallbeispiele illustrieren Radikalisierungsprozesse sowie Handlungsoptionen.

Zum Download auf uniklinik-ulm.de

Handlungskonzepte für primärpräventive Maßnahmen

– Deutscher Volkshochschul-Verband –

Das Handbuch zeigt, wie Präventionsarbeit an Volkshochschulen und anderen Bildungseinrichtungen aussehen kann. In acht Kapiteln gibt es Hintergrundwissen sowie Tipps zur Strategieentwicklung und zur praktischen Umsetzung. Es richtet sich an Mitarbeitende der Volkshochschulen sowie an Fachkräfte, die Bildungsmaßnahmen für Jugendliche und junge Erwachsene umsetzen.

Zum Download auf volkshochschule.de

Religion in der pädagogischen Auseinandersetzung

– Deutsches Jugendinstitut (DJI) –

Der Band diskutiert die Rolle von Religion in Hinwendungs- und Radikalisierungsprozessen sowie den Umgang mit Religion in der Radikalisierungsprävention und der Distanzierungsarbeit von islamistischem Extremismus. Es werden aktuelle Forschungsergebnisse des Deutschen Jugendinstituts aus den Projekten "Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention" (AFS) und "Programmevaluation Demokratie Leben!" sowie aus anderen Forschungseinrichtungen dargestellt und diskutiert.

Zum Download auf dji.de

Schutz der Privatsphäre von Kindern bei Radikalisierungsverdacht

– Humboldt Law Clinic –

Die rechtliche Analyse stellt Verschwiegenheits- und Offenbarungspflichten sowie -befugnisse staatlicher Stellen und Verantwortlicher dar, die greifen, wenn es im schulischen Raum den Verdacht gibt, dass Schülerinnen oder Schüler sich möglicherweise radikalisieren.

Zum Download auf hlcmr.de
Zum Beitrag auf institut-fuer-menschenrechte.de

Extremismusforschung in NRW

– CoRE NRW –

Der Bericht bietet einen Überblick über die Forschungslandschaft zu Radikalisierung, Prävention und Deradikalisierung. Er gliedert sich in drei Bereiche: extremistischer Salafismus und Islamismus, Rechtsextremismus sowie phänomenübergreifende Ansätze und andere extremistische Ideologien. Der Bericht beinhaltet sowohl Forschung in NRW als auch bundesweite Projekte, die teils mit Beteiligung von Forschungseinrichtungen in NRW umgesetzt werden. Auch europaweite Forschungsprojekte, die von Instituten in NRW gemeinsam mit Partnern im europäischen Ausland durchgeführt werden, werden aufgeführt.

Zum Download auf bicc.de

Neuerscheinungen

Solidarisch sein! Gegen Rassismus, Antisemitismus und Hass

– Ahmad Mansour –

Was heißt Solidarität in Zeiten wie diesen? Wie können wir über Extremismus und Hass, über Ängste und Befürchtungen sprechen? Der Psychologe Ahmad Mansour erzählt von Erfahrungen und Erkenntnissen aus Präventionsprojekten an Schulen und in Gefängnissen. Mit seinem Buch appelliert er an ein solidarisches Miteinander im Umgang mit Rassismus, Hass und Antisemitismus.

Das Buch ist am 7. Oktober 2020 beim S. Fischer Verlag erschienen und umfasst 128 Seiten. Es kann zum Preis von 9,99 Euro als E-Book oder zum Preis von 12,00 Euro als gebundenes Buch bestellt werden.

Dokumentationen

Früh.Warn.System. Brauchen wir diesen Verfassungsschutz?

– Arte, 89 Minuten –

Im Mittelpunkt der Dokumentation steht die Frage, ob das Bundesamt für Verfassungsschutz seinen wachsenden Aufgaben angesichts neuer Bedrohungen gerecht wird – dazu gehören die zunehmende Vernetzung neuer extremistischer Gruppen sowie virtuelle Bedrohungen. Unter anderem werden die Observation des Kölner "Rizin"-Bombers im Jahr 2018 nachgestellt und sicherheitspolitische Mängel im Fall des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz durch Anis Amri im Dezember 2016 aufgezeigt.

Zur Dokumentation auf arte.tv

"IS"-Rückkehrer: Justiz im Dilemma

– Arte, 69 Minuten –

Die Dokumentation fragt, wie und wo ehemalige "IS"-Kämpferinnen und -Kämpfer juristisch zur Verantwortung gezogen werden sollen – in Syrien, im Irak oder in ihren Heimatländern? Zu Wort kommen Anwälte ehemaliger Dschihadistinnen und Dschihadisten, Antiterror-Richter und betroffene Familien aus Belgien, Frankreich, Großbritannien und Tunesien.

Zur Dokumentation auf arte.tv

Aktuelle Meldungen

Analysen: Islamistischer Terror war nie weg

Die Tagesschau analysiert die aktuelle Gefährdungslage in Deutschland. Die islamistische Bedrohung habe sich verändert, wird aus Sicherheitskreisen berichtet. Sie sei vielfältiger und gleichzeitig diffuser geworden. Klare Muster seien kaum noch zu erkennen und das mache die Ermittlungen schwieriger. "Reaktionen zu den Ereignissen in Frankreich (…) liegen aus der gesamten Bandbreite des islamistischen Spektrums vor", wird das Bundesamt für Verfassungsschutz zitiert. Es gebe allgemeine Drohungen bis hin zu Gewaltaufrufen.

Die Zeit liefert eine Chronologie der Anschläge in den letzten vier Wochen und erklärt, was sie miteinander verbindet – auch wenn die Täter nicht miteinander in Kontakt standen. Für Europa ließen sich zwei Schlüsse ziehen: Es bestünde nach wie vor das Risiko dschihadistischer Anschläge, die Wahrscheinlichkeit groß angelegter terroristischer Kommando-Operationen sei jedoch gesunken.

Zum Beitrag auf tagesschau.de
Zum Beitrag auf zeit.de

Islamistische Terroranschläge in Frankreich

Bei einem islamistischen Terroranschlag in einem Pariser Vorort hat am 16. Oktober ein 18-jähriger Tschetschene den Geschichtslehrer Samuel Paty enthauptet, berichtet unter anderem die Zeit. Grund dafür soll die Besprechung der sogenannten Mohammed-Karikaturen in einer Unterrichtsreihe zum Thema Meinungsfreiheit gewesen sein. Der mutmaßliche Attentäter sei der Polizei wegen krimineller Delikte bekannt gewesen, für die er jedoch nicht verurteilt worden war. Bisher sei er nicht als ein möglicher Islamist aufgefallen. Kurz nach der Tat wurde er gestellt und von der Polizei erschossen.

Am 29. Oktober wurden bei einer weiteren mutmaßlich islamistisch motivierten Attacke in der Kirche Notre-Dame in Nizza drei Menschen von einem aus Tunesien stammenden Angreifer getötet, so die Zeit. Der 21-Jährige sei im September über die italienische Insel Lampedusa in die EU eingereist. Die französische Polizei habe inzwischen weitere Personen im Zusammenhang mit der Tat festgenommen.

Zwei Tage später wurde in Lyon ein orthodoxer Priester mit einer Schusswaffe angegriffen und verletzt, berichtet die Deutsche Welle. Es habe eine Festnahme gegeben; die Hintergründe der Tat seien jedoch noch unklar.

Der Deutschlandfunk kommentierte zum Anschlag in Paris, dass sich Frankreich „endlich einer gesellschaftlichen Debatte über die Ursachen des Terrors stellen“ müsse. Weiterhin sei es an der Zeit, öffentlich über sich radikalisierende Musliminnen und Muslime in Gefängnissen und „Parallelgesellschaften“ in den Banlieues zu diskutieren.

Zum Beitrag über den Anschlag in Paris auf zeit.de
Zum Beitrag über den Anschlag in Nizza auf zeit.de
Zum Beitrag über den Angriff in Lyon auf dw.com
Zum Kommentar auf deutschlandfunk.de

Islamistischer Terroranschlag in Wien

In Wien hat am Abend des 2. November ein islamistischer Attentäter mehrere Menschen erschossen, berichtet die Zeit. Er sei von der Polizei getötet worden. Der österreichische Innenminister Karl Nehammer bezeichnete den Täter als "Sympathisanten der Terrormiliz IS (Islamischer Staat)".

Zum Beitrag auf zeit.de

Tödlicher Messerangriff in Dresden offenbar islamistisch motiviert

Im Fall eines am 4. Oktober getöteten Mannes in der Dresdner Innenstadt ist gegen einen Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Die Generalbundesanwaltschaft geht davon aus, dass die Tat einen islamistischen Hintergrund und mutmaßlich ein homofeindliches Motiv gehabt haben könnte, berichten der MDR und der Spiegel. Der als islamistischer Gefährder eingestufte Tatverdächtige war von Violence Prevention Network (VPN) betreut worden. Die Zeit hat dazu ein Interview mit VPN-Geschäftsführer Thomas Mücke geführt.

Zum Beitrag auf mdr.de
Zum Beitrag auf spiegel.de
Zum Interview auf zeit.de

Umgang mit Islamismus in der Schule in Frankreich und Deutschland

Die Ermordung von Samuel Paty hat den Umgang mit Islamismus in der Schule erneut in den Fokus gerückt. In Frankreich wurden alle Lehrerinnen und Lehrer dazu aufgefordert, bis Ende November dem Thema Meinungsfreiheit eine Unterrichtsstunde zu widmen, so die Zeit. Viele fühlten sich davon jedoch überfordert. Die Welt sprach mit der Präsidentin des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes Simone Fleischmann darüber, vor welchen Herausforderungen Lehrkräfte nun stehen und welche Ängste sie haben.

Zum Beitrag auf zeit.de
Zum Interview auf welt.de

Debatte über den Umgang der politischen Linken mit islamistischem Terror

Nach dem Attentat in Paris hat der Journalist Alan Posener in der Welt die deutsche politische Linke kritisiert. Während sie rechtsextremen Terror verdamme, herrsche bei islamistischem Terror Schweigen. Auf die Kritik reagierten unter anderem Kevin Kühnert und Sascha Lobo mit Beiträgen im Spiegel. Sie forderten, islamistischen Terror entschlossener zu benennen und zu bekämpfen. Ihre Beiträge kommentierten wiederum Daniel Marwecki in der taz, Behnam Said im Spiegel und Asal Dardan in der Zeit. Said merkte an, wer "der Linken" pauschal vorwerfe, zum Islamismus zu schweigen, dem seien entweder die Entwicklungen der letzten Jahre nicht bekannt oder er ignoriere sie bewusst.

Zum Beitrag von Alan Posener auf welt.de
Zum Beitrag von Kevin Kühnert auf spiegel.de
Zum Beitrag von Sascha Lobo auf spiegel.de
Zum Beitrag von Behnam Said auf spiegel.de
Zum Beitrag von Daniel Marwecki auf taz.de
Zum Beitrag von Asal Dardan auf zeit.de

BMBF fördert Forschung zum Umgang mit Islamismus

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert den Forschungsverbund "Konfigurationen von gesellschaftlichen und politischen Praktiken im Umgang mit dem radikalen Islam" (KURI) von September 2020 bis August 2024, berichtet das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK). Das Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und der HSFK untersucht das Spannungsfeld im Umgang mit dem radikalen Islam, bezieht dabei aber auch rechtspopulistische und -extremistische Dynamiken in die Analyse mit ein.

Zum Beitrag auf hsfk.de

Doch kein Demokratieförderungsgesetz

Die Große Koalition hat sich darauf verständigt, die Förderprogramme der Bundesregierung für Extremismusprävention und Demokratieförderung bis 2024 finanziell abzusichern und "verlässliche Rahmenbedingungen" für zivilgesellschaftliches Engagement zu schaffen, so der Spiegel. Ein eigenes Gesetz dazu soll es aber nun doch nicht geben.

Zum Beitrag auf spiegel.de

"Demokratie leben!": Anteil der von Migrantenorganisationen durchgeführten Projekte

In der ersten Förderperiode des Bundesprogramms "Demokratie leben!" (2015-2019) sind insgesamt 457 Projekte gefördert worden. Davon wurden 51 von Migrantenorganisationen durchgeführt; also rund 10 Prozent Das berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Im ersten Jahr der zweiten Förderperiode (2020-2024) wurden 189 Projekte in die Förderung aufgenommen, von denen wiederum 35 von Migrantenorganisationen verantwortet werden. Das entspricht einem Anteil von knapp 19 Prozent.

Zur Antwort der Bundesregierung auf dip21.bundestag.de
Zur Kleinen Anfrage auf dip21.bundestag.de

NRW schiebt sechs Gefährder ab

In Nordrhein-Westfalen sind in diesem Jahr bislang sechs sogenannte Gefährder abgeschoben worden, berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf das NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Außerdem seien fünf "sicherheitsrelevante Personen" zurückgeführt worden. In NRW lebten sich weiterhin 71 Gefährder mit islamistischem Hintergrund.

Zum Beitrag auf sueddeutsche.de

Berliner Verfassungsschutz übersah monatelang wichtige Amri-Fotos

Der Berliner Verfassungsschutz hat monatelang wichtige Fotos übersehen, die zur weiteren Überwachung von Anis Amri vor dessen Attentat im Dezember 2016 geführt hätten, schreibt der Tagesspiegel. Die Auswertung des Materials war aufgrund einer Erkrankung erst nach dem Attentat auf dem Breitscheidplatz erfolgt.

Zum Beitrag auf tagesspiegel.de

Witwe von Denis Cuspert zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt

Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg hat Omaima A., die Witwe des "IS"-Anhängers und Berliner Rappers Denis Cuspert, zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, berichtet die ZeitZeit. Die 36-Jährige sei unter anderem der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland schuldig und habe gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen sowie Beihilfe zur Versklavung eines 13-jährigen jesidischen Mädchens geleistet.

Zum Beitrag auf zeit.de