Soziale Schere, Kluft zwischen Arm und Reich
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Einkommensarmut

Leben in der Bundesrepublik, einem der Länder der Welt mit dem höchsten Wohlstandniveau, Menschen in Armut? Die Frage zielt nicht auf die absolute Armut – auf das Unterschreiten des physischen Existenzminimums – sondern auf relative Armut. Denn Menschen beurteilen ihre eigene wirtschaftliche Situation oder Lebenslage an der ihres Umfelds. Empirisch ist zu klären, wie verbreitet die relative Armut ist und wie sie sich im Zeitverlauf entwickelt hat.

Ein älterer Mann durchsucht das Angebot eines Ein-Euro-Shops. Eine an der Lebenslage orientierte Definition von Armut fragt danach, ob bei der Versorgung der Menschen mit Nahrung, Bekleidung, Wohnraum, Wohnungseinrichtung, Leistungen des Gesundheits- und Sozialwesens Mindeststandards erreicht werden.

Einkommensarmut

Relative Einkommensarmut

Der Überlegung, ob man angesichts Millionen verhungernder Menschen auf der Welt von einer Armut hierzulande überhaupt sprechen sollte, kommt bei der Diskussion der Einkommensverteilung eine große Bedeutung zu.

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Suppenküche für Bedürftige in Bonn

Einkommensarmut

Armutsrisikoquoten im Zeitverlauf

Im Vergleich der Jahre 2005 und 2019 ist die bundesweite Armutsrisikoquote von 14,7 auf 15,9 Prozent leicht angestiegen. Bei Verwendung des jeweiligen regionalen Medians zeigt sich, dass die Ungleichheit der Nettoäquivalenzeinkommen in Ostdeutschland immer noch etwas geringer ausgeprägt ist als in Westdeutschland.

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Kinder auf einem Spielplatz in der Lenzsiedlung in Hamburg

Einkommensarmut

Armutsrisikoquoten im regionalen Vergleich

Eine wirtschaftsstarke Raumeinheit hat keineswegs automatisch eine niedrige Armutsrisikoquote. Die Menschen dort − und gerade die Armen − müssen trotz tendenziell höherer Einkommen oft auch viel mehr für Wohnen und Konsum ausgeben, da das Preisniveau höher ist.

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Mutter und Sohn sitzen bei Kerzenlicht in ihrer Wohnung, weil ihnen der Strom gesperrt wurde. Im besonderen Maße von Armut betroffen sind vor allem Erwerbslose, Alleinerziehende, Eltern mit mehreren Kindern, Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit und niedrig Qualifizierte.

Einkommensarmut

Armutsrisiken besonders betroffener Personengruppen

Unterteilt man die Bevölkerung nach einzelnen Personengruppen, zeigen sich große Unterschiede bei den Armutsrisikoquoten. Im besonderen Maße von Armut betroffen sind vor allem Erwerbslose, Alleinerziehende, Eltern mit mehreren Kindern, Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit und niedrig Qualifizierte.

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Küche des Vereins Straßenkinder e.V. in Marzahn.

Einkommensarmut

Armutsrisiken von Kindern und Familien

Alarmierend ist es, wenn immer mehr Kinder von Armutslagen betroffen sind und die Gefahr besteht, dass dadurch deren späterer Lebens- und Berufsverlauf nachhaltig gefährdet wird.

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Ältere Frauen in Berlin im November 2017

Einkommensarmut

Armutsrisiken älterer Menschen

Armut im Alter ist vor allem deshalb ein großes Problem, weil die Betroffenen nicht mehr in der Lage sind, ihre Einkommenslage aktiv zu verändern. Sie sind auf die Leistungen der Alterssicherungssysteme angewiesen. Entscheidend ist, ob diese Leistungen ausreichend hoch sind, um nach dem Altersübergang einen gravierenden Absturz im Lebensstandard zu verhindern.

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Junge Männer sitzen auf der Bahnhofstreppe am Kölner Hauptbahnhof. Köln, 24.07.2018

Einkommensarmut

Armutsrisiken von Ausländer*innen

Besonders große Armutsrisiken tragen Ausländer*innen sowie – abgeschwächt − Personen mit Migrationshintergrund. Dafür sind viele Faktoren verantwortlich: Flüchtlinge, Asylbewerber und Schutzsuchende haben oft keine Arbeitserlaubnis, Arbeitsmigranten und ihre Familienangehörigen sind im hohen Maße von Arbeitslosigkeit betroffen oder sind im Niedriglohnsegment des Arbeitsmarktes beschäftigt.

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