Arzt läuft durch Krankenhausflur

14.2.2014 | Von:
Thomas Gerlinger

Didaktische Konzeptionierung

In diesem Modul stehen die drei großen Problemkomplexe im Mittelpunkt, die in der Diskussion um die GKV-Finanzierung wichtig sind. Außerdem werden – soweit wie nötig – die zugrunde liegenden Finanzierungsmechanismen vorgestellt. Ein Überblick über die Lernziele des Moduls.

Ein Fragebogen über die Krankenkasse. (© picture alliance/chromorange )

Überblick über die Inhalte des Moduls und die Lerntour

Das Finanzierungs- und Versicherungssystem des deutschen Gesundheitswesens ist immer wieder Gegenstand heftiger Kontroversen. In Politik und Wissenschaft gibt es eine breite Übereinstimmung darüber, dass das gegenwärtige Finanzierungssystem reformbedürftig ist. Allerdings gehen die Meinungen, worin genau dieser Reformbedarf besteht, weit auseinander.

Dieses Modul geht auf drei große Problemkomplexe ein, die in der Diskussion über die Reform der GKV-Finanzierung von besonderer Bedeutung sind. Zunächst wird die Ausgabenentwicklung in der GKV und die Belastung der Arbeitgeber mit Krankenversicherungsbeiträgen erläutert. Anschließend steht die Frage im Mittelpunkt, inwieweit die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung der normativen Vorgabe der Solidarität entspricht. In diesem Zusammenhang wird auch das Problem der Finanzmittelzuweisung an die einzelnen Kassen erläutert. Schließlich wird das Verhältnis von gesetzlicher und privater Krankenversicherung beleuchtet. Ein kurzes Fazit schließt dieses Modul ab.

Dabei geht dieses Modell nur so weit wie nötig auf die zugrunde liegenden Finanzierungsmechanismen und die Vorschläge zur Reform der GKV-Finanzierung ein. Nähere Ausführungen dazu finden sich in den betreffenden Modulen.

Lernziele

Dieses Modul verfolgt folgende Lernziele:
  • Die Nutzer sollen mit problematischen Auswirkungen der gegenwärtigen GKV-Finanzierung vertraut gemacht werden.
  • Sie sollen die Sichtweisen und Argumente der gesundheitspolitischen Akteure zu den skizzierten Feldern kennenlernen.
  • Sie sollen auf der Grundlage der dargelegten Fakten in die Lage versetzt werden, sich ein eigenes Urteil über das Pro und Contra der betreffenden Regelungen und damit über den Reformbedarf in der GKV-Finanzierung zu bilden.

Zusammenfassung

Im Mittelpunkt der Diskussionen über den Reformbedarf in der GKV-Finanzierung steht die Koppelung der Beiträge an die Lohnkosten, die Lastenverteilung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern einerseits und zwischen unterschiedlichen Versichertengruppen (Kranke, Gesunde, Geringverdiener, Besserverdienende, Verheiratete und Ledige) andererseits sowie die (finanziellen) Beziehungen zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Zu diesen Fragen vertreten Parteien und Verbände zum Teil sehr unterschiedliche Positionen. Während Konservative und Liberale sowie Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände eher die Notwendigkeit betonen, die Arbeitgeber von Krankenversicherungsbeiträgen zu entlasten, legen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die Linke sowie die Gewerkschaften ein größeres Augenmerk auf die existierenden Ungerechtigkeiten im gegenwärtigen Finanzierungssystem.

Creative Commons License

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