Wegweiser zum Wahllokal in Berlin aus dem Jahre 2013

Wahlen zum Deutschen Bundestag

Der Parlamentarische Rat entschied sich bei seinen Verfassungsberatungen zu einer Ausgestaltung des Wahlsystems 1948/49 nur für die Aufnahme des Artikels 38 in das Grundgesetz. Eine Entscheidung über das konkrete Wahlsystem für den Deutschen Bundestag fiel damit nicht. Dies sollte dem künftigen Gesetzgeber überlassen bleiben. CDU und CSU konnten sich mit ihrem Vorhaben nicht durchsetzen, ein relatives Mehrheitswahlrecht einzuführen. Die kleineren Parteien und die SPD wehrten sich dagegen, weil sie davon Nachteile für sich erwarteten.

Friedrich Straetmanns (Die Linke), Britta Haßelmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Marco Buschmann (FDP) (v. l. n. r.) stellen am 1. Februar 2021 auf einer Bundespressekonferenz in Berlin die Normenkontrollklage gegen die Wahlrechtsreform beim Bundesverfassungsgericht vor.

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Historischer Hintergrund und Parteiensystem

Das Wahlrecht der Bundesrepublik unterscheidet sich deutlich von dem der Weimarer Republik. Zwar ist es auch ein Verhältniswahlrecht, jedoch hat man es mit dem Prinzip der relativen Mehrheitswahl verknüpft und um eine Sperrklausel ergänzt.

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Stimmzettel

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Personalisiertes Verhältniswahlrecht

Was genau bedeuten Erststimme, Zweitstimme, Landesliste und Direktmandat? Wähle ich "meinen" Abgeordneten oder eine Partei? Wie die Mechanismen des personalisierten Verhältniswahlrechts und ihre Ausnahmen funktionieren, wird häufig missverstanden.

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Die Bundestagswahlkreise in den Ländern

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Wahlkreiseinteilung

Weil der Zuschnitt der Wahlkreise großen Einfluss auf die Vergabe der Direktmandate haben kann, regelt das Bundeswahlgesetz deren Einteilung. Zum Beispiel muss die Zahl der Wahlkreise in den einzelnen Ländern deren Bevölkerungsanteil soweit wie möglich entsprechen.

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Foto Dr. Thiel, sitzend, Fahnen im Hintergrund

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Wahlorgane

Je nach Gebiet gibt es unterschiedliche Wahlorgane mit verschiedenen Aufgaben. Auf Bundesebene sind dies z.B. der Bundeswahlleiter und der Bundeswahlausschuss.

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wahlrecht und wählbarkeit

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Wahlrecht und Wählbarkeit

Bei Bundestagswahlen ist für aktives wie passives Wahlrecht die deutsche Staatsangehörigkeit von Bedeutung.

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Frank-Walter Steinmeier

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Wahltermin

Der Bundestag wird auf vier Jahre gewählt. Den Termin zur regulären oder vorgenzogenen Neuwahl bestimmt der Bundespräsident.

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Abgeordnete des Bundestages drängen sich um die Wahlurnen, die in der Mitte des Plenums stehen.

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Vorzeitige Auflösung des Bundestages

Nach bisheriger Rechtslage ist eine vorzeitige Beendigung der Wahlperiode nur möglich, wenn es um die Wahl oder um das Vertrauen zum Bundeskanzler geht.

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Mitglieder der SPD heben Zettel mit roten 'D's um über die Einführung der Frauenquote in der Partei abzustimmen.

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Kandidatenaufstellung

Den Parteien werden zur Kandidatennominierung detaillierte Vorschriften durch das Wahlgesetz gemacht. So soll die Kandidatenauswahl nach den gleichen demokratischen Grundsätzen erfolgen wie die eigentliche Wahl.

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Ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer in einer Messehalle in München.

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Wahlhandlung

Ob im Wahllokal oder per Briefwahl: Das Bundeswahlgesetz regelt, dass die Wahlen geheim und frei ablaufen müssen.

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Zwei Wahlhelfer leeren am 14. August 1949 in einem Frankfurter Wahllokal eine Wahlurne zur Stimmauszählung.

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Feststellung des Wahlergebnisses

Um 18 Uhr am Wahltag werden sämtliche Wahlurnen geöffnet. Die ehrenamtlichen Wahlvorstände zählen die Stimmenzettel aus. Gewählt ist am Ende, wer die meisten Stimmen auf sich vereinigt.

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Die Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts erklären das erst Ende 2011 beschlossene Bundestagswahlrecht für ungültig.

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Bundestagswahlrecht im Meinungsstreit: Überhangmandate und Grundmandatsklausel

Bis zur Bundestagswahl 1994 wurden die Wahlergebnisse durch Überhangmandate kaum verändert. Das änderte sich in der Folge. Bei der Bundestagswahl 2017 kamen insgesamt 46 Überhangmandate zustande.

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Angela Merkel nimmt einen Blumenstrauß entgegen.

Kapitel 3: Wahlen zum Deutschen Bundestag

Bundeskanzlerwahl

Bisher wurden alle Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland bereits im ersten Wahlgang gewählt. Doch was passiert, wenn die dazu nötige absolute Mehrheit verfehlt wird?

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Themenseite

Bundestagswahl 2021

Alles zur Bundestagswahl 2021! Auf dieser Seite stellt die bpb Hintergründe, Unterrichtsmaterialien und Erklärvideos zur Wahl zum Deutschen Bundestag am 26. September 2021 und zum Thema Wahlen und Parteien zusammen.

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HanisauLand

Bundestagswahl 2021

HanisauLand.de bietet zur Bundestagswahl für Kinder Spezials zur Vertiefung, Lexikon-Artikel und Kalender-Einträge sowie Möglichkeiten zum spielerischen Einstieg ins Thema.

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Interaktives Wahltool

Wahl-O-Mat

Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat der bpb. Mittlerweile hat er sich zu einer festen Informationsgröße im Vorfeld von Wahlen etabliert. Hier erfahren Sie, wie ein Wahl-O-Mat entsteht und was seine Ziele sind. Im Archiv können Sie außerdem jeden Wahl-O-Mat der vergangenen Jahre noch einmal nachspielen.

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