Wer steht zur Wahl?

20.9.2018 | Von:
Prof. Dr. Franz Kohout

Alternative für Deutschland

AfD

Alternative für Deutschland (Logo)Gründungsjahr Landesverband
2013*
Mitgliederzahl in Bayern
4.750*
Landesvorsitz
Martin Sichert*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "Alternative für Deutschland" (AfD) wurde 2013 vor dem Hintergrund der Eurorettungspolitik gegründet. Seit der Gründung hat sich ihre ehemals marktliberale und gemäßigt nationale Ausrichtung in einen national-konservativen, rechtspopulistischen Kurs verändert. Im Zuge dieser Neuausrichtung verließen mit Bernd Lucke (2015) und Frauke Petry (2017) die jeweiligen Sprecher des Bundesvorstandes die Partei.

Der bayerische Landesverband trat 2013 nicht zur Landtagswahl an. Seit 2014 gelang der AfD bei jeder Wahl auf Landes-, Bundes- oder europäischer Ebene der Einzug in die Parlamente. In den Neuen Bundesländern erreichte die AfD teilweise mehr als 20 Prozent der Wählerstimmen. Bei der Bundestagswahl 2017 erzielte sie 12,6 Prozent. Kernthemen der AfD sind Migration und Asyl. Aber auch in der Gesellschafts- und Familienpolitik setzt die AfD deutlich konservative Akzente.

Bezirke Landtagswahl Bayern 2018Die AfD tritt in ganz Bayern zur Wahl an. PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de
Auch im Wahlprogramm der Landtagswahl in Bayern nehmen Migrationsfragen eine prominente Rolle ein. Die AfD fordert die dauerhafte Sicherung der nationalen Grenzen und möchte "Migranten ohne gültige Einreisepapiere auch bei Vorbringen eines Asylbegehrens an der Grenze zurückzuweisen". Beim Thema innere Sicherheit fordert sie eine bessere Ausstattung von Polizei und Justiz und tritt für die Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters ein. Sie plädiert für eine Abkehr vom "europäischen Zentralismus" und für einen schnellen und geordneten Ausstieg aus dem Euro-Raum.

Wirtschaftspolitisch wendet man sich gegen eine "überbürokratische Bevormundung" und lehnt etwa das Erneuerbare-Energien-Gesetz ab. Die AfD gibt sich dezidiert antiklerikal und tritt für die Kündigung der Staatsverträge mit den Kirchen ein. In der Bildungspolitik fordert die AfD die einheitliche Prüfungen beim Übertritt ins Gymnasium und das Ende der "sinnfreien Integration von verhaltensauffälligen bzw. minderbegabten Schülern" in Regelschulen.

Im Wahlkampf 2018 tritt die AfD in Bayern ohne einen bayernweiten Spitzenkandidaten an.


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