Wer steht zur Wahl?

20.9.2018 | Von:
Prof. Dr. Franz Kohout

Partei der Humanisten

Die Humanisten

Partei der Humanisten (Logo)Gründungsjahr Landesverband
2017*
Mitgliederzahl in Bayern
90*
Landesvorsitz
Mirco Kramer*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "Partei der Humanisten" (Die Humanisten) wurde 2014 in Berlin gegründet. Zur Bundestagswahl 2017 trat sie nur in Nordrhein-Westfalen an. Der bayerische Landesverband besteht seit Februar 2017. Die Humanisten sind nicht zu verwechseln mit der seit 2006 inaktiven "Humanistischen Partei.“

Die Humanisten stehen für einen vom Individuum her gedachten, säkularen Humanismus. Dabei gehen sie von einem "naturalistischen, kritisch-rationalen und wissenschaftlichen“ Weltbild aus. Folglich stellt die Säkularisierung das Kernthema der Partei dar. Aus Sicht der Humanisten würden die Stimmen von Atheisten und Konfessionslosen bei politischen Entscheidungen nicht ausreichend gehört werden Die Humanisten "sehen die Bundesrepublik Deutschland perspektivisch als einen laizistischen Staat“ und fordern die "Streichung des Gottesbezugs und anderer religiös begründeter Sonderrechte“ aus Bundes und Landesgesetzen. Folglich wird die Abschaffung des Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen gefordert.

Partei der Humanisten - Landkreise Landtagswahl Bayern 2018Die Humanisten treten in Oberbayern zur Wahl an. PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de
Die Humanisten haben zur Landtagswahl in Bayern kein eigenes Wahlprogramm veröffentlicht. In ihrem Bundesprogramm fordert die Partei ein Ende der "frühen Einteilung in verschiedene Bildungsstandards/Schulformen“ und definiert die Vermittlung wissenschaftlicher und philosophischer Methoden und Erkenntnisse als wichtigstes Anliegen der Partei.

Die Humanisten setzen sich für eine menschenwürdige Asyl- und Flüchtlingspolitik ein. Sie plädieren für eine auf Menschenrechten basierte Außenpolitik, die das Ziel der Friedenssicherung und der Konfliktprävention verfolgt. Die Humanisten sind für die schrittweise Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens und treten für einen verstärkten Umweltschutz ein: Dabei möchten sie den "ökologischen Fußabdruck klein halten“. Ferner lehnen die Humanisten "Esoterik und sogenannte Alternativmedizin als Pseudowissenschaften ab“ und fordern ein Umdenken nach wissenschaftlichen Standards in der Drogenpolitik.


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