A distant view of London's Canary Wharf financial district, Tuesday Aug. 17, 2010. (AP Photo/Lefteris Pitarakis)

13.2.2012

Geld als Warengutschein

Geldentwertung

Über die Entwertung des Geldes, also die Inflation, wird bei uns regelmäßig in den Nachrichten berichtet. Die Preise, heißt es, seien in den letzten 12 Monaten um soundsoviel Prozent gestiegen und gegenüber dem Vormonat um soundsoviel. Aber welche Preise eigentlich?

Kein Statistisches Amt kann alle Preise erfassen und vergleichen. Daher bildet das Statistische Bundesamt einen sogenannten Warenkorb, in dem das enthalten ist, was ein durchschnittlicher Privathaushalt normalerweise verbraucht. Haarwaschmittel und Bier, Autokosten und Miete, Strom und Restaurantbesuche – das alles liegt in dem Anteil im Warenkorb, in dem es im Durchschnitt verbraucht wird.

Tatsächlich ist die Warenkorb-Berechnung des Statistischen Bundesamtes noch ein bisschen ausgefeilter. Die Fachleute dort berechnen nämlich die Kostensteigerungen für drei verschiedene Index-Familien, die sich in Größe und Ausgabenverhalten unterscheiden, sowie für den sogenannten Durchschnittshaushalt. So kommt man dann zum Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte. Dennoch deckt sich die offizielle Inflationsrate oft nicht mit der eigenen Erfahrung. Demjenigen, der mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt und der gar kein Auto besitzt, sind Kostensteigerungen bei Benzin und Kfz-Steuer völlig egal. In einem Haushalt, in dem es zwei oder gar drei Pkw gibt, schlagen diese Faktoren hingegen stark zu Buche. (Dem statistischen Haushalt gehören übrigens 2,3 Personen an, was in der Realität auch schwer herzustellen ist).

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