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5.4.2013

Preisverleihung „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2012 in Dortmund

Dreizehn Projekte werden als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb geehrt / Preisverleihung am 16. April 2013 in Dortmund


Sehr geehrte Damen und Herren,
das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) hat 2012 im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ insgesamt 67 Initiativen und Projekte für ihr vorbildliches und nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement als Preisträger ausgewählt. Die Preise sind mit 2.000 € bis 5.000 € dotiert und werden in mehreren Regionen bezogenen Preisverleihungen vergeben.

Wir laden Sie herzlich ein zur Preisverleihung am 16. April 2013 um 17:00 Uhr – 19.30 Uhr in der Bürgerhalle des Rathauses Dortmund, Friedensplatz 1.

Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau, werden Leo Monz Leiter des Bereichs Migration & Qualifizierung beim DGB Bildungswerk e.V und Mitglied im Beirat des BfDT, Gabriele Rohmann Vorstandsvorsitzende des Archivs der Jugendkulturen e.V. und Mitglied im Beirat des BfDT, und Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle des BfDT, die Preisträger in einer öffentlichen Preisverleihung würdigen. Im Anschluss an die Preisverleihung besteht die Möglichkeit, mit Preisträgern und Veranstaltern bei einem Empfang ins Gespräch zu kommen.

Presseakkreditierungen bitte an Herrn Rahman Satti: rahman.satti@bpb.bund.de

Am 23. Mai 2000 gründeten die Bundesministerien des Innern und der Justiz das „Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt". Seit dem vergangenen Jahr ist die Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Teil der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.


Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Kraft
Pressesprecher bpb


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Pressekontakt bpb

Bundeszentrale für politische Bildung
Daniel Kraft
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel +49 (0)228 99515-200
Fax +49 (0)228 99515-293
presse@bpb.de
www.bpb.de/presse



Folgende Projekte werden ausgezeichnet:

Jäger des Vergessenen Jugendtreff Velpe der Mediencooperative Steinfurt e.V.

Mit dem Projekt „Jäger des Vergessenen“ wurde ein interaktives Geschichtsprojekt geschaffen, bei dem eine Jugendgruppe des Jugendtreffs Velpe der Mediencooperative Steinfurt e.V. auf eine Geocachingroute zur jüdischen Vergangenheit und zur Zivilcourage Westerkappelns entwickelten. Teilgenommen haben neun Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren. An acht Stationen erzählten die Jugendliche etwas zu der Geschichte der jeweiligen Orte, als Videoclip, Diaschau oder als Hörspiel. Dabei geht es um die Geschichte jüdischer Familien, die örtliche Heimatgeschichte allgemein und die Sensibilisierung für Themen wie Rassismus und Zivilcourage. Ziel der "Jäger des Vergessenen“ ist es, eine erlebbare Geocachingtour mit modernen Hilfsmitteln (GPS, QR-Codes, Smartphone) für die non-formale Bildung von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen und den Besucher/-innen die örtliche Geschichte näher zubringen. Das Projekt wurde vom Juni 2011 bis zum April 2012 durchgeführt und durch die Jugendlichen mit selbst organisiert und mit fachkundiger Unterstützung durchgeführt. Man kann die Jugendlichen für die geschichtspädagogische Geocachingroute als Jäger/-innen buchen. (Ausgezeichnet mit 2000€).

Projekt T – Setz Dich ein! Rheine ohne Rassismus – Rheine mit Courage Sicherheit in Rheine , Arbeitskreis Demokratie, Toleranz und Zivilcourage

Das Projekt „T - setz dich ein! Rheine ohne Rassismus - Rheine mit Courage“ ist ein seit 2011 aktives Projekt zur Entwicklung verschiedener Vorgehensweisen gegen jegliche Diskriminierung von Einzelpersonen oder Gruppen in der Stadt Rheine. Die Projektgruppe ist aus der Initiative der Stadtschülervertretung Rheine ins Leben gerufen worden und wird vom Stadtjugendring Rheine e.V. und dem „Arbeitskreis Demokratie, Toleranz und Zivilcourage“ sowie dem kriminalpräventiven Gremium „Sicherheit in Rheine SIS“ unterstützt. Im Kern verfolgte die Projektgruppe die Prinzipien und das Selbstverständnis von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ auf die Stadt Rheine zu übertragen. Nach umfangreicher Vorbereitung in der Öffentlichkeitsarbeit, der politischen Vernetzung und dem Austausch mit Politikern/-innen wurde im Sommer 2012 eine Aktionswoche durchgeführt, bei der zum Abschluss der Titel "Rheine ohne Rassismus - Rheine mit Courage" verliehen wurde. Der Rat der Stadt Rheine hat zur Unterstützung der Projektziele eine Nichtdiskriminierungsagenda beschlossen. (Ausgezeichnet mit 2000€).

Auf den Spuren von Annie und Sini Stichting Vrienden van Kolle Kaal, und Kolle Kaal Förderverein e.V.

Die Stichting Vrieden van Kolle Kaal wurde 2004 als eine deutsch-holländische Stiftung gegründet. Die Arbeit der Stiftung soll helfen, Wissen über den Holocaust und das Geschehen im niederländisch-deutschen Grenzgebiet im Zweiten Weltkrieg zu vermitteln. Mit dem Projekt „Auf den Spuren von Annie und Sini“ will die Stiftung Lehrpersonen aller Schulformen anregen, das Jugendbuch „Und im Fenster der Himmel“ von Johanna Reiss ab der vierten Klassenstufe einzusetzen, um sich mit den Themen Holocaust und den Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges in Deutschland und den Niederlanden auseinanderzusetzen. Die Stiftung bietet dazu Unterrichtsmaterial (Lehrerhandbuch und einen Film) an, sowie die "Spurensuche" in Winterswijk und Usselo /NL an. Das Bildungsprojekt umfasst mit seinem Angebot Führungen in der Synagoge, eine Stadtführung zu den aus dem Buch bekannten Orten und zum Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus aus Winterswijk und zum Denkmal für Tante Riek und Filmvorführungen wie z. B. „Interview mit Johanna Reiss, Siny Hond de Leeuw und den Ostervelds in Usselo“. Darüber hinaus werden die Schüler/-innen nach Usselo bei Enschede begleitet und nehmen an einer Führung zum Haus der Oostervelds und zu den Gräbern der Hanninks und Oostervelds teil. (Ausgezeichnet mit 2000€).

Mitmach-Werkstatt gegen Rassismus PaDeT(w)o

Das Projekt „Mitmach-Werkstatt“ gegen Rassismus“ aus Paderborn wurde von den zwei Museumspädagogen Jens Hecker und Annalena Müller initiiert. Vom 11. März bis zum 1. Mai 2011 wurde eine Sonderausstellung zum Thema Rassismus in der NS-Gedenkstätte Wewelsburg gezeigt. Angeregt durch die alljährlichen "Internationale Wochen gegen Rassismus" wurde diese partizipative Ausstellung mit 13 interaktiven Stationen entwickelt, in der aktive Museumsbesucher im Mittelpunkt standen und sich beteiligen konnten. So wurden die Besucher/-innen konkret in die Ausstellung eingebunden, indem sie die Ausstellung mitgestalten konnten. Dadurch wurde ein Austausch zwischen den Besucher/-innen untereinander und den Mitarbeiter/-innen der Gedenkstätte ermöglicht. Das Ziel der interaktiven Stationen war es, die Sensibilisierung für das Thema Rassismus bei den Besucher/-innen zu fördern und deren eigenes Handeln in einem Erfahrungsraum zu ermöglichen. (Ausgezeichnet mit 2000€).

Zeitzeugengespräche an weiterführenden Schulen Seniorenbeirat Porta Westfalica

Der Seniorenbeirat in Porta Westfalica wurde 1993 gegründet. Seither nimmt der Beirat die Interessen der älteren Menschen wahr und entwickelt Ideen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der Seniorinnen und Senioren. Er ist Vermittler zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und der Stadtverwaltung und setzt sich dabei nicht nur für die Belange der Senioren sowie der Seniorenclubs innerhalb Porta Westfalicas ein. Die acht ehrenamtlichen Mitglieder des Seniorenbeirats suchen auch mit immer wieder neuen Aktivitäten Kontakt zur jüngeren Generation. Als Beispiel sind die Zeitzeugen-Gespräche anzuführen. Seit 2008 berichten und erzählen Senior/-innen in dem Projekt „Zeitzeugengespräche an weiterführenden Schulen“ von ihrer Vergangenheit im Nationalsozialismus. Die Schüler/-innen zeigen seit Beginn des Projektes großes Interesse an der Thematik und an dem wertvollen Erfahrungsaustausch. (Ausgezeichnet mit 3000€).

Ohne Migration kein Oberhausen Geschichtswerkstatt Oberhausen e. V.

Das Projekt „Ohne Migration kein Oberhausen“ der Geschichtswerkstatt Oberhausen e.V. wurde 2005 von einem kleinen Kreis geschichtsinteressierter Personen und Historiker ins Leben gerufen. Die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder recherchierten, führten Interviews, entwickelten Konzepte für eine Ausstellung, erstellten eine Broschüre und akquirierten erfolgreich Kooperationspartner/-innen. Im November 2007 konnte als erster Schritt eine Ausstellung unter dem Namen "Geschichte(n) von Migration in Oberhausen" eröffnet werden. Die große Nachfrage führte in den Folgejahren zur Erstellung einer 36-seitigen Begleitbroschüre mit einer Auflage von 5000 Exemplaren und die Erstellung von Unterrichtsmaterialien in Form von Faltblättern mit Empfehlungen für den Schulunterricht und eigenen Schülertafeln als Ausstellungsergänzung. Kern der Arbeit ist die Einbeziehung von Alltagsgeschichten, von Geschichte des sogenannten kleinen Mannes und der kleinen Frau. Wir handeln dabei frei nach dem Motto "Grabe wo du stehst". 2011 erweiterte die Geschichtswerkstatt ihr Angebot um einen Stadtrundgang unter dem Titel "Ohne Migration kein Oberhausen" werden diese zwei Mal im Jahr öffentlich und nach Bedarf an geschlossene Gruppen wie Schulklassen und Jugendgruppen der Stadtrundgang angeboten. Regelmäßig werden Veranstaltungsreihen mit Zeitzeug/-innengesprächen angeboten. (Ausgezeichnet mit 3000€).

Stolpersteine in Ahaus Arbeitskreis Ahauser Geschichte 1933-1945

Bereits Mitte der 1990er Jahre formierte sich in Ahaus der VHS-Arbeitskreis „Ahauser Geschichte 1933-1945“. Damals beschäftigten sich etwa zehn bis 15 Personen ehrenamtlich mit den Themen Jüdische Geschichte und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Die Interessierten widmeten sich Forschungsarbeiten und der Aufarbeitung und Bildungsarbeit zur NS-Vergangenheit. Neue Impulse für eine öffentlichkeitswirksame Auseinandersetzung mit der Geschichte erhielt der Arbeitskreis 2005 und initiierte und begleitete bis 2011 insgesamt sieben große Verlegeaktionen mit insgesamt 57 Stolpersteinen des Künstlers Gunter Demnig für jüdische Verfolgte in Ahaus. Im Rahmen der Verlegeaktionen leistete der Arbeitskreis vorbereitende Forschungen unter Einbindung vieler Schülergruppen aller Schulformen, gestaltete die Verlegungen unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit und sorgt seitdem für eine nachhaltige Wirkung durch Stadtrundgänge und -führungen, Informationsmaterialien, Ausstellungen, ein Hörspiel und regelmäßige Aktionen zur Reinigung der Stolpersteine, um eine fortdauernde Aufmerksamkeit für das Projekt und das Gedenken an die jüdischen Familien und ihr Schicksal zu sichern. (Ausgezeichnet mit 3000€).

Grenzen überwinden - Gemeinsam lernen - Integration gestalten. Fortbildung zur Kulturmittlerin Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat von 2008 bis 2010 in dem Projekt „Grenzen überwinden – gemeinsam lernen“ 28 Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in einem bundesweiten Projekt zu Kulturmittlerinnen ausgebildet. Ein herausragendes Ziel des Projektes war die Öffnung des Verbandes gegenüber Frauen mit Migrationshintergrund. Die Kulturmittlerinnen sollten in ihrem eigenen Umfeld Praxisprojekte anstoßen, neue Initiativen zum interkulturellen Austausch inner und außerhalb des kfd starten und Impulse für den Verband und dessen Weiterentwicklung setzen. Grundsätze der Fortbildung waren der Dialog auf Augenhöhe, ein lebendiger Kulturbegriff und das gemeinsame Lernen in der Gruppe. Ein Teil der Fortbildung war auch, bei sich zu Hause ein eigenes Projekt zu entwickeln und durchzuführen. So wurden im Laufe der Fortbildung an 18 Standorten interkulturelle Frauengruppen gegründet, interkulturelle und interreligiöse Veranstaltungen durchgeführt und Begegnungen mit den Moscheegemeinden initiiert. (Ausgezeichnet mit 4000€).

Historische Erkundung Stadt Iserlohn

Die „Historische Erkundung“ Iserlohn ist ein Zeitzeugenprojekt, das im November 2000 etabliert und vom Jugendamt, Abteilung Jugendschutz, der Stadt Iserlohn organisiert und begleitet wird. Bei dem Projekt begibt sich der jüdische Zeitzeuge Carl- Heinz Kipper mit Schulklassen zu den Orten in Iserlohn, die an jüdische Geschichte und Verfolgung erinnern. Vor dem Rundgang lesen Kinder im Alter zwischen 11 und 13 Jahren die Geschichte "Mathias und der Mensch aus Bronze", welche die konzeptionelle und pädagogische Grundlage für eine Historische Erkundung bilden soll. Mit der Geschichte und einem kindergerechten Stadtplan erkunden die Kinder dann im Anschluss bedeutende Orte wie das Mahnmal am Poth, der ehemaligen Synagoge und den ehemaligen jüdischen Friedhof, also die markanten historischen jüdischen Stätten Iserlohns und setzen sich so mit der jüdischen Geschichte und der Verfolgung von Juden während des Nationalsozialismus auseinander. Nach der Ortserkundung findet ein Gespräch mit den Schülern/-innen statt, bei dem Carl-Heinz Kipper über seine Erlebnisse und Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus berichtet und auf die Gefahren rechten Gedankenguts aufmerksam macht. Anschließend wird den Kindern und Lehrern/-innen eine Bildergeschichte, basierend auf den Erlebnissen von Carl-Heinz Kipper, als Klassensatz zu Weiterarbeit am Thema zur Verfügung gestellt. An den Iserlohner Stadtrundgängen waren bisher Schulklassen von Grundschulen, Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen und der Gesamtschule beteiligt. (Ausgezeichnet mit 4000€).

Mobbing-Kontakt-Stelle

Seit 2001 gibt es die Mobbing-Kontakt-Stelle, die vom Bistum Aachen, dem Deutschen Gewerkschaftsbund der Region NRW Süd-West und dem Nell-Breuning-Haus getragen wird. Über 40 Ehrenamtliche leisten Telefondienst und die persönlich-begleitende Beratung für Mobbingbetroffene/-opfer. Im Vordergrund steht die Hilfe zur Selbsthilfe. Die professionell ausgebildeten ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater nehmen sich insbesondere einer Zielgruppe an, der von Mobbing betroffene Arbeitnehmer/-innen. Im Rahmen von Mobbingprävention gilt es für die Kontakt-Stelle die Öffentlichkeit zu informieren und speziell auch auf die Situation von Menschen mit Migrationshintergrund oder Behinderung hinzuweisen, wenn diese von Mobbing betroffen sind. Im Rahmen dieser Öffentlichkeitsarbeit organisiert die Mobbing-Kontakt-Stelle Fachtagungen und Konferenzen, die von den Ehrenamtlichen durchgeführt werden, um die Gesellschaft über das Thema und seine Folgen zu informieren. (Ausgezeichnet mit 4000€).

Botschafter_innen der Erinnerung Jugendring Dortmund - Verwaltungsausschuss e.V.

Der Jugendring Dortmund – Verwaltungsausschuss e.V. möchte mit dem generationsübergreifenden Projekt „Botschafter/-innen der Erinnerung“ aktiv an die Verbrechen der NS-Diktatur erinnern. Dazu wurden mehr als 40 junge Dortmunder/-innen 2011 in einem verbindlichen und feierlichen Akt zu Botschaftern/-innen der Erinnerung ernannt. Die Jugendlichen sehen die Bewahrung und Weiterentwicklung der Dortmunder Erinnerungskultur als Zukunftsaufgabe und übernehmen als Jugendliche Verantwortung für die aktive Erinnerungsarbeit. Im Mittelpunkt des Engagments steht die Gestaltung zentraler und dezentraler Gedenkveranstaltungen und die Begleitung der selbst erstellten Wanderausstellung „ Weg der Erinnerung“. Von den engagierten Jugendlichen wurden bisher sechs Gedenkveranstaltungen und vier Ausstellungseröffnungen gestaltet und durchgeführt. Hinzu kommen diverse kleinere Aktivitäten in Stadtbezirk, Schule und Jugendverband. Die Botschafter/-innen der Erinnerung vom Jugendring erhalten Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ideen. Die Jugendlichen bestimmen dabei jedoch weitgehend eigenständig im Team über Zielsetzung, Zeitplan und Arbeitsteilung. (Ausgezeichnet mit 4000€).

Queerblick TV queerblick e.V.

Das „Queerblick TV-Magazin“ ist ein Fernsehprojekt für Schwule, Lesbische, Bisexuelle und Transidente des queerblick e.V. in Dortmund. Insgesamt 15 Jugendliche arbeiten vor und hinter der Kamera und produzieren ihre eigenen Fernsehbeiträge. Dabei dient ihnen das Medium Video als Möglichkeit, ihrer Lebenssituation Ausdruck zu verleihen. Ihre Beiträge sollen anderen Jugendlichen in ihrer sexuellen Identitätsentwicklung helfen und als Aufklärungs- und Informationsangebot dienen. Gleichzeitig geben sie einem heterosexuellen Publikum einen Einblick in ihre Lebenswelt abseits von Klischees und Stereotypen. Damit will das Team hinter „queerblick“ aktiv einen Beitrag gegen Homo- und Transphobie und für ein vorurteilsfreies Miteinander leisten. Das TV-Magazin hat einen großen Zuspruch - sowohl von den jugendlichen Teilnehmenden als auch von den Zuschauern/-innen. Die Sendung wird mehrmals pro Quartal auf "nrwision - dem TV-Lernsender für NRW" ausgestrahlt. (Ausgezeichnet mit 5000€).

Integration durch aktive Teilhabe am Gemeindeleben Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen

Seit 2005 setzt sich die Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen für die Strukturverbesserung der Beratung und des Betreuungsdienstes für Kontingentflüchtlinge im Kreis Recklinghausen sowie für eine aktive Integration der Gemeindemitglieder und deren Familienangehörige ein. Unter dem Motto „Integration durch aktive Teilhabe am Gemeindeleben“ konnten seit der Gründung 22 russischsprachige Personen mit Zuwanderungsgeschichte als ehrenamtliche Telefonseelsorger gewonnen werden. Die Jüdische Kultusgemeinde verfolgt mit dem Projekt nicht nur das Ziel Telefonseelsorge anzubieten, sondern auch den Stellenwert von ehrenamtlicher sozialer Arbeit in der Gemeinde zu erhöhen. Die engagierten Ehrenamtlichen leisten darüber hinaus Dienste wie Sozialberatung und betreuen seit April 2011 eine Selbsthilfegruppen für russischsprachige Menschen mit geistiger Behinderung. (Ausgezeichnet mit 5000€).


bpb:magazin 1/2020
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bpb:magazin 1/2020

Im 17. bpb:magazin zeigen wir ein Mosaik der Veränderungsprozesse, die in Deutschland heute stattfinden, und stellen Menschen vor, die sich aktiv für unsere Demokratie und die offene Gesellschaft einsetzen. Diesen Blick auf Deutschland »sortieren« wir nach Postleitzahlen. Darüber hinaus finden Sie wie immer die Übersicht aktueller Angebote und die Backlist der bpb im Heft.

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