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12.9.2014

Daniela Schadt trifft Dialog macht Schule in Berlin-Kreuzberg

Robert Bosch Stiftung und Bundeszentrale für politische Bildung würdigen Arbeit des Mentoringprogramms


Daniela Schadt, Lebensgefährtin des Bundespräsidenten Joachim Gauck, hat gestern (11. September 2014) zwei Dialoggruppen des Mentoringprogramms Dialog macht Schule besucht. Dabei kam sie an der Sekundarschule Graefestraße in Berlin-Kreuzberg mit Schülern und ihren Mentoren ins Gespräch.

"Ich habe heute miterlebt, wie die Dialogmoderatoren durch ihren Einsatz die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Graefestraße in ihrer Entwicklung zu verantwortungsbewussten und demokratisch handelnden Bürgerinnen und Bürgern bestärken. Das Projekt Dialog macht Schule und die ehrenamtliche Arbeit der Dialogmoderatoren für eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben der Jugendlichen haben mich überzeugt", erklärte sie.

Das Mentoringprogramm Dialog macht Schule wird von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Robert Bosch Stiftung gefördert. Es wurde mit dem Ziel gegründet, Schüler aus sozial benachteiligten Verhältnissen - meist mit Migrationshintergrund - bei ihrem Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und der gesellschaftlichen sowie politischen Integration zu unterstützen.

Inzwischen erreicht Dialog macht Schule mit 70 Dialogmoderatoren 700 Schüler an vier Standorten in Deutschland. Die Dialogmoderatoren haben meist eine eigene Einwanderungsgeschichte und behandeln mit den Schülern Themen wie Identität, Heimat, Religion, Mobbing oder Rassismus.

Auf der Veranstaltung am Donnerstagmittag stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich politische Bildung auf die Einwanderungsgesellschaft einstellen muss, damit die wachsende Zahl von Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Verhältnissen die Gesellschaft von morgen aktiv mitgestalten kann.

Dazu erklärte Siamak Ahmadi, Co-Gründer und Bundesgeschäftsführer des Mentoringprogramms Dialog macht Schule: "Wir brauchen ein Bildungssystem, das Kindern und Jugendlichen mit sehr unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen gerecht wird. Wenn wir diese Schüler erreichen wollen, brauchen wir junge Vorbilder, die sie schrittweise an gesellschaftliche und politische Teilhabe heranführen und ihr demokratisches Bewusstsein stärken, denn Demokraten wachsen nicht auf Bäumen."

Mit Blick auf den Ansatz des Mentoringprogramms Dialog macht Schule sagte Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung: "Hier wird politische Bildung nicht in dicken Büchern transportiert, sondern in Interaktion, in Beteiligung, in Teilhabe und Überzeugungskraft."

Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, griff einen weiteren wichtigen Aspekt der Arbeit des Mentoringprogramms auf: "Die Dialogmoderatoren sind für die Schüler nicht nur Diskussionspartner, Streitschlichter und Mentoren, sondern vor allem Vorbilder. Sie kennen die Probleme der Kinder oft aus eigener Erfahrung. Das schafft Vertrauen und ermöglicht den Mentoren einen direkten Zugang. Im offenen Gespräch lernen die Kinder von ihnen, wie wichtig gesellschaftliche Teilhabe in einer Demokratie ist. Wir hoffen daher, dass dieses Modell an vielen weiteren Standorten Schule macht."

Die Veranstaltung wurde von Dialog macht Schule organisiert und bestand aus einem Eröffnungsgespräch mit den Vertretern der beiden Förderer, Thomas Krüger, Präsident der bpb und Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung sowie Hassan Asfour und Siamak Ahmadi, Bundesgeschäftsführer und Gründer des Mentoringprogramms Dialog macht Schule. Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutierte Daniela Schadt auf dem Podium unter anderem mit Schülern und Dialogmoderatoren über das Thema Bildung und Integration. Mit einer Würdigung der Arbeit von Dialog macht Schule durch die beiden Förderer endete der formale Teil der Veranstaltung. Im Anschluss gab es die Gelegenheit, mit den Beteiligten bei einem Imbiss und Getränken ins Gespräch zu kommen.

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