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7.5.2003

Stress in der Disco

Neues Rollenspielheft für Mädchen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus wurde in Berlin vorgestellt.

"Stress in der Disco" ist ein Werkheft, das Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren Handlungs- und Entscheidungshilfen für alltägliche Situationen von Gewalt und Vorurteilen bietet. Ergänzt wird es durch didaktische Materialien.

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und das Europäische Informationszentrum der Deutschen Gesellschaft e.V. stellten heute gemeinsam mit der Agentur MIC ihr neues Projekt "Stress in der Disco" der Öffentlichkeit vor. "Stress in der Disco" ist ein Werkheft, das Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren Handlungs- und Entscheidungshilfen für alltägliche Situationen von Gewalt und Vorurteilen bietet. Das Rollenspielheft mit Typentests für Mädchen wird durch didaktische Materialien für Gruppenleiterinnen und -leiter sowie für Lehrer und Lehrerinnen ergänzt.

Bei "Stress in der Disco" haben fünf Schulklassen und Mädchengruppen in Berlin und in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern aber auch mit Unterstützung von pädagogisch geschulten Trainerinnen und Trainern Materialien erarbeitet. Jutta Felten von der Agentur MIC erklärte das Konzept: "Im Rollenspiel 'Stress in der Disco' begegnen Mädchen in sieben verschiedenen Situationen Vorurteilen und Gewalt. Mit Hilfe vorgegebener Möglichkeiten bestimmen die Mädchen dann spielerisch selbst, wie sie mit der jeweiligen Konfrontation umgehen. Mit der Auswahl ihrer Entscheidungen, die vom jeweiligen Mädchentyp abhängt, beeinflussen sie den weiteren Verlauf der Geschichte, die damit zum Feedback wird. Anhand des Typentests werden den Mädchen verschiedene Reaktionsmöglichkeiten aufgezeigt, wie sie rechtsextremem oder fremdenfeindlichem Verhalten begegnen können."

Thomas Krüger, Präsident der bpb, erläuterte die Hintergründe des neuen "Mädchen-Projekts" der bpb: "Da rechtsextremes und fremdenfeindliches Denken, Handeln und Verhalten nicht auf rationalen und diskursiven Ebenen verläuft, gehen wir in der politischen Bildung neue methodische Wege abseits der traditionellen kognitiven, historisch-politischen Wissensvermittlung. Bisher wurde der Einfluss junger Mädchen auf ihre männlichen Altersgenossen weitestgehend vernachlässigt, doch gerade junge Männer sind ja am Zuspruch und an der Aufmerksamkeit der Mädchen interessiert. Die bpb unterstützt mit diesem Werkheft Mädchen und junge Frauen dabei, in schwierigen Situationen mutig, überlegt, authentisch und selbstbewusst zu reagieren. Unser Ziel ist es mit diesem Projekt noch stärker deeskalierend und auch präventiv gegen rechtsextremes und gewalttätiges Verhalten vorzugehen."

"Wir freuen uns, gemeinsam mit der bpb dieses Projekt durchzuführen und hoffen im Rahmen unserer Arbeit auch zu einer europaweiten Verbreitung der Materialien beizutragen. Der Kampf gegen Rechtsextremismus und Gewalt muss im europäischen Kontext diskutiert und gefördert werden, denn Fremdenfeindlichkeit und Rassismus kennen keine Grenzen," sagte Dr. Christine Schäfer, Leiterin Politische Bildung der Deutschen Gesellschaft e.V.

"Stress in der Disco" ist ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung und der Deutschen Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit der MIC GmbH, Köln. Es wird gefördert durch das Aktionsprogramm entimon – "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Pressekontakt

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Swantje Schütz
Berliner Freiheit 7
53111 Bonn
Tel +49 228 99515-284
Fax +49 228 99515-293
E-Mail: schuetz@bpb.de


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