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  		<title>Publikationen | bpb | RSS-Feed</title>
  		<description>Neue Publikationen der bpb</description>
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  		<language>de-de</language>
  		<copyright>Bundeszentrale für politische Bildung</copyright>
  		<managingEditor>info@bpb.de (Bundeszentrale für politische Bildung)</managingEditor>
  		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 09:47:18 +0200</pubDate>
  		<lastBuildDate>Wed, 15 Jul 2026 09:47:18 +0200</lastBuildDate>
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          <title><![CDATA[Alles Rassismus?]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Worin zeigt sich Rassismus? Levent Tezcan schaut kritisch auf unterschiedliche Ansätze und Denkmuster, lotet deren Erkenntnisgewinn aus und warnt vor einer Überdehnung oder Verwässerung des Begriffs.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Von Diversität geprägte Gesellschaften reagieren sensibel auf Formen rassistisch motivierter Diskriminierung. Dieses Feingefühl könne sehr weit gehen, so der Soziologe Levent Tezcan Er hinterfragt Denkmuster und Kriterien, mittels derer die Verletzlichkeit von Menschen an äußere Merkmale geknüpft und darauf reduziert werde: Widerspreche es nicht dem Ziel gleichberechtigter Teilhabe in der Demokratie, wenn anhand der Hautfarbe von Menschen zwischen Vulnerablen und Privilegierten unterschieden werde, um entsprechende Ressentiments damit zu rechtfertigen? Sei es für moderne Einwanderungsgesellschaften nicht angemessener, Zugehörigkeiten so zu definieren, dass ethnische und andere Bindungen als soziale Tatbestände weder unterdrückt noch überbewertet werden? 

Tezcan problematisiert eine auf äußere Merkmale von Menschen setzende, medial betonte „Sichtbarkeit“ vermeintlich oder tatsächlich Vulnerabler: Würden dadurch Ansprüche auf soziale Anerkennung eingelöst oder nicht eher die Exklusion derer befördert, die solchen Kriterien nicht entsprechen oder sich ihnen entziehen? Tezcan zufolge könnte zudem der Ansatz, rassistisch bedingte Vulnerabilität vornehmlich anhand binärer Kategorien zuzuschreiben, die Leistungen Eingewanderter und ihrer Nachfahren marginalisieren und sie auf den Dauerstatus leidender Opfer reduzieren, insbesondere wenn solche Stereotype medial verstärkt würden. Ein überdehnter, auf Affekten beruhender Rassismusbegriff laufe Gefahr, an Schlagkraft und Profil zu verlieren, wo es tatsächlich um rechtsradikal und rassistisch motivierte Ausgrenzung und Gewalt gehe.   ]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/579258/alles-rassismus/</link>
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          <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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          <title><![CDATA[Demokratie braucht Erziehung]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Fördern seelisch belastende Kindheitserfahrungen die Hinwendung zu autoritären, machtbetonte Politikangeboten? Die Autoren fragen nach Bedingungen für eine gute, beschützte Kindheit.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Kindheitserfahrungen prägen Menschen oft lebenslang. Als Kindermediziner und Wissenschaftler sehen Herbert Renz-Polster und Ulrich Renz einen Zusammenhang zwischen einem seelisch belastenden Klima in der Kindheit und der späteren Hinwendung zum Autoritären, zu Verschwörungsmythen oder rassistischen Denkmustern. Deren Attraktivität beruhe auf oft unbewussten Prägungen:  Viele Erwachsene blickten auf eine Kindheit zurück, in der – unter welchen Umständen auch immer – ihr Vertrauen beschädigt wurde, indem sie Gefühlen wie Bedrohung, Angst, Ohnmacht oder Zurücksetzung ausgesetzt und damit alleingelassen wurden. Insbesondere Zeiten großer politischer Unsicherheit rührten an solche Traumata, so die Überzeugung der Autoren. 

Damit könnten populistische Angebote vermeintlicher Sicherheit und Wahrheit eigene Verletzungen scheinbar kompensieren – ebenso wie Suggestionen von Macht und Autorität, Zugehörigkeit und Stärke. Diese Einsicht habe, so der Tenor dieses Essays, unmittelbare, über die Rolle der Familien und Bildungseinrichtungen hinausgehende Konsequenzen: Wer sich von Lebensbeginn an umsorgt, beschützt und ermutigt fühle und erlebe, dass er oder sie selbstverständlich einen Platz in einer sozial gerechten Gesellschaft habe, sei als Erwachsener weit weniger anfällig für Extremismus, Überlegenheits-, Macht- und Zerstörungsphantasien.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/579300/demokratie-braucht-erziehung/</link>
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          <pubDate>Mon, 13 Jul 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Systemkrise]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Woher rührt die Abwehrhaltung, die viele Menschen gegenüber ökologischen Anpassungsmaßnahmen an den Tag legen? Philipp Staabs Zeitdiagnose verbindet Gesellschaftstheorie mit empirischer Analyse.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Umfragen belegen regelmäßig, dass die allermeisten Menschen hierzulande wie weltweit die Bedrohung durch die Klimakrise sehr ernst nehmen. Zugleich stoßen Maßnahmen, die Regierungen zur Begrenzung der Erderhitzung erlassen, regelmäßig auf Protest und Widerstand, weil diese vermeintlich zu tief in das Leben der Einzelnen eingreifen würden. Wie lässt sich dieser paradoxe Befund verstehen? 

Der Soziologe Philipp Staab analysiert die Entwicklungen, die zu einer verbreiteten Abwehrhaltung gegenüber Initiativen einer ökologischen Modernisierung beigetragen haben. Ihm zufolge hat sich das Verhältnis zur Zukunft, gerade im Angesicht der Klimakrise, radikal verändert: Die Zukunft werde nicht mehr als Verheißung eines besseren Lebens für sich selbst und folgende Generationen empfunden, sondern eher als etwas Bedrohliches. Viele Menschen begegneten daher gesellschaftlichen Veränderungen grundsätzlich mit Skepsis und hegten den Wunsch, das Bestehende zu bewahren und zu verteidigen. 

Auch Akteure, die sich für den Klimaschutz einsetzen, zielten, so Staab, nicht auf Verbesserungen, sondern letztlich auf die Abwehr weiterer Verschlechterungen. Statt um Fortschritt und Emanzipation gehe es in den politischen Konflikten der Gegenwart nur mehr darum, notwendige Anpassungen vorzunehmen, um die aktuellen Lebensbedingungen nach Möglichkeit zu erhalten.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/579570/systemkrise/</link>
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          <pubDate>Tue, 07 Jul 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Jede Stimme zählt]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Da migrantische Wählerinnen und Wähler ein entscheidender Faktor für den Ausgang künftiger Wahlen sein könnten, sollten sie von demokratischen Parteien gezielter angesprochen werden, so Özgür Özvatan.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Wählerinnen und Wähler mit Migrationshintergrund gewinnen in Deutschland an Gewicht. Dennoch versäumten die demokratischen Parteien es bisher, sie wirkungsvoll zu erreichen, so der Soziologe Özgür Özvatan. Antidemokratische und populistische Parteien dagegen würden sie schon gezielt und zum Teil erfolgreich ansprechen, insbesondere über Social-Media-Plattformen. 

Er erwartet mit Blick auf die demografische Entwicklung, dass migrantische Wählerinnen und Wähler ein entscheidender Faktor für den Ausgang künftiger Wahlen auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene sein könnten. Wichtig seien bei einer gezielteren Ansprache dieser Wählerklientel, Özvatan zufolge, die Authentizität und die Differenzierung zwischen verschiedenen migrantischen Communitys, die sich teils sehr stark in ihrer Geschichte und im Zusammenleben unterscheiden. Seiner These zufolge schwäche das Ignorieren migrantischer Wählerinnen und Wähler nicht nur die demokratischen Parteien, sondern gefährde langfristig das gesamte demokratische System.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/579581/jede-stimme-zaehlt/</link>
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          <pubDate>Wed, 08 Jul 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Exil]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Wolfgang Benz schildert die Flucht aus Deutschland zwischen 1933 und 1945. Aus dieser Geschichte ergebe sich die Pflicht, sich klar zu Demokratie und dem Recht auf politisches Asyl zu bekennen.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Der Zeithistoriker Wolfgang Benz untersucht die Erfahrungen von Exil und Emigration zwischen 1933 und 1945 in ihrer Komplexität und Vielfalt. Den wenigen Aufsehen erregenden Schicksalen von Künstlern, Politikern und Berühmten stellt er das Leid und das Elend der viel zahlreicheren unbekannten Exilanten gegenüber. Benz richtet den Fokus auf die Lebenswelten der gewöhnlichen Menschen, die Deutschland verließen oder verlassen mussten. Er schildert die Orte, an denen sie Zuflucht fanden, und beleuchtet die Frage nach dem Ende des Exils. Die Lehre aus der Geschichte von Vertreibung, Flucht und Emigration, so Benz, liege im Bekenntnis zu Demokratie, Toleranz, Humanität und dem Recht auf politisches Asyl.

Flucht und Emigration aus Deutschland begannen nicht erst mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933. Doch die NS-Vertreibungspolitik unterschied sich grundlegend von den Bedingungen, unter denen etwa Oppositionelle dem deutschen Kaiserreich vor und während des Ersten Weltkriegs den Rücken gekehrt hatten. Die Emigration erreichte nach 1933 zudem neue Ausmaße: Bis 1939 verließen etwa 30.000 Menschen Deutschland aus politischen Gründen, bis 1941 flohen etwa 270.000 Juden und Jüdinnen vor rassistischer Verfolgung.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/579522/exil/</link>
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          <pubDate>Fri, 03 Jul 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Alles schrecklich ungerecht?]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Wie kann es dem Sozialstaat gelingen, Menschen in herausfordernden Lebenslagen gleichermaßen tragbar und gerecht, verlässlich und passgenau, wertschätzend und motivierend zu unterstützen?]]></description>
        
          <text><![CDATA[Die Ausgestaltung des deutschen Sozialstaats ist ein Streitthema. Die einen beklagen wachsende Ungerechtigkeiten, andere monieren Fehlanreize, bemängeln hohe Kosten oder fordern mehr Eigenverantwortung. Georg Cremer unterzieht verbreitete Ansichten zum Sozialstaat einem Faktencheck: Wie lässt sich Armut messen? Weitet sich die soziale Schere hierzulande? Wen erreichen Leistungen wie das Wohngeld oder der Kinderzuschlag? Wird die private Hilfsbereitschaft durch Sozialleistungen untergraben? 

Cremer kritisiert eine interessengeleitete, oft verzerrende Rhetorik in Verbänden und Medien, die jede nicht erfüllte Leistungsforderung als Beleg für vermeintliche soziale Kälte der Politik brandmarke und deren Erfolge ausblende. Sozialpolitik sei jedoch ein höchst komplexer Teil demokratischer Aushandlungsprozesse unter Beteiligung vieler Akteure. Sie müsse neben der Finanzierbarkeit ebenso die Frustration, die Scham und den sozialen Rückzug der nicht Erreichten im Blick behalten. Der Sozialstaat habe sich zudem einer oft politisch instrumentalisierten Menschenfeindlichkeit seiner Gegner zu erwehren. Cremer mahnt eine offene, mutige gesamtgesellschaftliche Debatte in Politik und Sozialverbänden, Wissenschaft und Medien an, die nicht beim Schlechtreden stehenbleibe. Es gehe darum, sich in der Frage ehrlich zu machen, wie heute und in Zukunft Menschen in herausfordernden Lebenslagen gleichermaßen tragbar und gerecht, verlässlich und passgenau, wertschätzend und motivierend unterstützt werden können.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/579492/alles-schrecklich-ungerecht/</link>
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          <pubDate>Wed, 01 Jul 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Geraubter Stolz]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[In den früheren Bergbauregionen der USA grassieren Armut und Perspektivlosigkeit. Arlie Russell Hochschild zeigt an einem Beispiel aus Kentucky, wie die Arbeiterschaft den Strukturwandel erlebt.]]></description>
        
          <text><![CDATA[In Pike County, Kentucky, wählten 2024 über 80 Prozent Donald Trump. Der Verwaltungsbezirk in einer ehemaligen Bergbauregion in den Appalachen ist stark betroffen von Armut, Arbeitslosigkeit und Drogenabhängigkeit. Die Soziologin Arlie Russell Hochschild hat dort untersucht, wie die überwiegend weiße und männliche Arbeiterschaft auf den Strukturwandel der Region reagiert. Eine zentrale Erklärung für den Zuspruch zur Rechten findet Hochschild in einem Zusammenspiel von Stolz und Scham, das sie als das „Stolzparadox“ bezeichnet. Gerade in konservativen, früher durch Industriearbeit und heute mehr durch Arbeitslosigkeit geprägten Gegenden herrsche ein starker Individualismus vor, der Erfolg und Misserfolg stets auf die eigene Leistung zurückführe. 

So werde eine wirtschaftliche Krise mit individueller Scham verknüpft, die schnell in Wut gegen diejenigen umschlagen könne, die man dafür mitverantwortlich macht: Progressive, die vermeintlich auf die Menschen in der Provinz herabsehen, sowie Zuwanderer, Minderheiten und Andersdenkende. So sähen viele Menschen in Trump eine Figur, die diesen gefühlten, mitunter aber auch realen Demütigungen etwas entgegensetze. Am Beispiel des zivilgesellschaftlichen Widerstandes gegen einen von Neonazis und weißen Nationalisten organisierten Aufmarsch beobachtet die Autorin aber auch, dass die Instrumentalisierung der Lebensverhältnisse durch die extreme Rechte bei einem Großteil der Bevölkerung an ihre Grenzen stößt.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/579193/geraubter-stolz/</link>
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          <pubDate>Wed, 01 Jul 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Wo wir wie wählen]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Welche Faktoren beeinflussen Wahlverhalten und Wahlentscheidungen auf Bundesebene? Ansgar Hudde ging diesen Fragen durch detaillierte Analysen und Feldstudien nach – mit teils unerwarteten Befunden.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Neben vielen anderen Faktoren prägen auch lokale und regionale, also raumbezogene Verhältnisse das Wahlverhalten, mit der Folge teils deutlicher Unterschiede gegenüber dem Wahltrend auf Bundesebene. Im Nachgang der Bundestagswahl 2025 untersuchte der Sozialwissenschaftler Ansgar Hudde auf der Basis der 94.000 Wahlbezirke in Deutschland und ergänzt durch eigene Feldstudien, ob in vergleichbaren Wohnlagen und Nachbarschaften tatsächlich jeweils ähnliche Wahlergebnisse festzustellen sind. Er kann zeigen, dass sich das Wahlverhalten innerhalb der sehr kleinräumigen Einheiten der Wahlbezirke ähnelt, Menschen also durchaus durch ihr direktes Umfeld geprägt werden. 

Huddes Analyse ergab zudem auf Bundesebene vier musterhafte Typen des Wahlverhaltens, die mehr oder weniger vom Bundestrend abweichen und in die Faktoren wie Bildung, Urbanität, Migration und soziale Verhältnisse einfließen: Es sind dies westdeutsche Klein- und Mittelstädte, ländliche Regionen Bayerns, Groß- und Universitätsstädte sowie Ostdeutschland außerhalb der Großstädte. Er moniert, dass politische Debatten oft um den vermeintlichen Gegensatz zwischen Stadt und Land kreisen. Seine Befunde legen indes nahe, den Klein- und Mittelstädten hierzulande mehr Beachtung zu schenken: In ihrer Gesamtheit repräsentieren sie, so Hudde, sowohl bei Interessenlagen als auch im Wahlverhalten die Mehrheit der Bevölkerung und zugleich den Bundestrend.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/579257/wo-wir-wie-waehlen/</link>
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          <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[In einem neuen Land]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Wie denken Menschen hierzulande über die Herausforderungen der Zeit: Krisen und Wandel, Kriege und Aufrüstung, Extremismus und Ressentiments? August Modersohn reiste durch Deutschland und fragte nach.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Wie hat sich Deutschland seit der Vereinigung 1990 verändert? Was treibt Menschen um, vor allem in Regionen und an Orten, denen die Transformation sowie die darauffolgenden tiefen Umbrüche der vergangenen Jahrzehnte viel abverlangten und die dort teils deutliche Spuren hinterlassen haben? Solche Fragen führten den Journalisten August Modersohn quer durch die Republik. In Gaststätten und Amtsstuben, auf Festivals, in Kneipen und Gärten kam er mit Menschen ins Gespräch, die ihn in großer Offenheit an ihren Erfahrungen, Erwartungen und Enttäuschungen teilhaben ließen. 

Modersohn, im fünften Jahr der Einheit geboren, betrachtet mit seinen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern ganz unterschiedliche Themen: etwa das Erstarken von Ressentiments und Extremismus, den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, das desillusionierte Bild auf die USA, die Aufrüstung der Bundeswehr, das Wahlverhalten und die Wohlstandsverteilung, den Strukturwandel in der Lausitz und im Ruhrgebiet oder die Herausforderungen in Gegenden, die zumal jungen Menschen nur noch wenig zu bieten haben. Modersohn bewertet nicht, sondern hört zu und schildert, was er beobachtet und wen er trifft. Im Spiegel solcher Porträts von Land und Leuten vermittelt er Zugänge zu – bewusst subjektiven – Stimmungen und Befindlichkeiten, die gleichwohl über individuelle Lebenslagen hinausweisen.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/579255/in-einem-neuen-land/</link>
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          <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Wie konnte das geschehen?]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Warum fand das NS-Regime den Zuspruch so Vieler? Götz Aly zeigt, wie es auf Macht und die brutale Entrechtung Missliebiger setzte, aber zugleich auf zahllose, zufriedene Nutznießer und Profiteure.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Vielfach ist nach Gründen gesucht worden, um die überwältigende Zustimmung so vieler Deutscher zum NS-Regime zu erklären. Götz Aly betrachtet dessen mentale und materielle Strategien nach der Machtusurpation. Von Beginn an diskreditierten die Nationalsozialisten missliebige politische, gesellschaftliche und ökonomische Eliten und forcierten dabei insbesondere den Ausschluss jüdischer Menschen. In der zunehmend ideologisch durchdrungenen Gesellschaft und Arbeitswelt sahen sich aber auch Ältere beruflicher Marginalisierung durch eine junge, im Geist des Regimes geformte Konkurrenz ausgesetzt. Damit entstanden in einer Zeit großer sozialökonomischer Verwerfungen vor allem in den zahlreichen neuen Organisationen und Institutionen des NS-Staates rasch ebenso willkommene wie unverhoffte Aufstiegsmöglichkeiten für diejenigen, die zur „Volksgemeinschaft“ zählten.  

Das Gros seiner rassistisch und antisemitisch motivierten Wirtschafts- und Sozialpolitik die hier inkludierte, dort brutal exkludierte, habe Hitler über Kredite, die Entrechtung und Enteignung der Juden sowie die rücksichtslose Ausplünderung eroberter Gebiete finanzieren lassen, wobei im Osten Europas Hunderttausende Menschen planvoll ermordet, vertrieben oder ausgehungert wurden. Im Gegenzug trugen, so Aly, Vergünstigungen, Wohltaten und Anreize für Deutsche dazu bei, dass deren Zustimmung zu Krieg und Gewalt in Europa auch Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs vielfach kaum gebrochen war. Das Regime stützte sich auf skrupelloses Machtbewusstsein und den hasserfüllten Vernichtungswillen gegenüber seinen Feinden, doch, so Alys Befund, ebenso auf unzählige stille, zufriedene Nutznießer und Profiteure.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/578514/wie-konnte-das-geschehen/</link>
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          <pubDate>Tue, 30 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Antisemitismus entgegentreten]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Hass und Gewalt gegen jüdisches Leben haben seit 2023 in Deutschland und weltweit zugenommen. Wie zeigt sich Antisemitismus und welche Möglichkeiten gibt es, darauf zu reagieren?]]></description>
        
          <text><![CDATA[Antisemitismus bezeichnet Vorurteile und Feindbilder gegenüber Jüdinnen und Juden, die sich in Form von Abwertung, Ausgrenzung oder Gewalt äußern können. Nicht erst, aber massiv verstärkt seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Gazakrieg wird in antisemitischen Äußerungen und Übergriffen eine enge Verbindung zum Staat Israel hergestellt und sein Existenzrecht in Frage gestellt. 

Antisemitismus „funktioniert“ dabei auch als verkürzter Welterklärungsansatz und ist Kernbestandteil rechtsextremen Denkens. Er bildet die Grundlage von Verschwörungserzählungen und ist in islamistischen und linksextremen Kreisen verbreitet – wie ein Chamäleon wechselt er seine Gestalt. Schweigen, bedingt durch Unwissenheit, Unsicherheit oder stille Zustimmung zu antisemitischen Aussagen verstärken deren Wirkung bei denen, die die versteckten Codes und Metaphern kennen.

Auf drei Arbeitsblättern setzen sich die Lernenden mit unterschiedlichen Erscheinungsformen von Antisemitismus auseinander, analysieren die dahinterstehenden Denkweisen und erarbeiten die Folgen von Antisemitismus für Betroffene wie für die Gesellschaft. Schließlich werden Fallbeispiele und Handlungsstrategien vorgestellt, um Antisemitismus entgegentreten zu können. Für Lehrkräfte enthält das Heft eine ausführliche Einführung ins Thema sowie methodische Hinweise zum Einsatz der Arbeitsblätter im Unterricht. Die gedruckte Ausgabe enthält zusätzlich den Spicker Nr. 42 „Nationalsozialismus“ zum Heraustrennen.

]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/materialien/themenblaetter/579203/antisemitismus-entgegentreten/</link>
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          <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Wasser!]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Dürrephasen und Starkregenereignisse nehmen zu. Der Klimawandel zwingt uns, den Umgang mit unseren Wasserressourcen in den Blick zu nehmen. Was ist zu tun?]]></description>
        
          <text><![CDATA[Wasserhahn aufdrehen und schon sprudelt es aus der Leitung – so selbstverständlich uns eine gute Wasserversorgung vorkommen mag, der sorgsame Umgang mit der Ressource Wasser wird immer wichtiger. Wurde die Problematik abnehmender Wasserressourcen lange Zeit als Problem weit entfernter Regionen gesehen, hat der Klimawandel längst auch hierzulande spürbar abnehmende Niederschlagsmengen und Trockenphasen zur Folge, die Mensch und Natur vor neue Herausforderungen stellen – im persönlichen Verbrauch, in der Landwirtschaft oder beim kommunalen wie nationalen Wassermanagement. Wie kann Vorsorge getroffen werden, damit uns das Wasser nicht ausgeht und wir auch bei Starkregen gut gewappnet sind für die enormen Mengen an Wasser in kürzester Zeit?

Auf drei Arbeitsblättern setzen sich die Lernenden mit der klimabedingten Problematik von zu wenig oder zu viel Wasser auseinander, analysieren den Wasserstress in ihrer eigenen Region und entwickeln Strategien, wie auf die veränderten Bedingungen reagiert werden kann – planerisch mit dem Konzept der Schwammstadt, praktisch mit Einzelmaßnahmen vor Ort. Für Lehrkräfte enthält das Heft eine ausführliche Einführung ins Thema sowie methodische Hinweise zum Einsatz der Arbeitsblätter im Unterricht. Die gedruckte Ausgabe enthält zusätzlich den Spicker Nr. 41 „Bundesregierung“ zum Heraustrennen.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/materialien/themenblaetter/579100/wasser/</link>
          <guid isPermaLink="true">https://www.bpb.de/shop/materialien/themenblaetter/579100/wasser/</guid>
          <pubDate>Tue, 23 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Rechter Geschichtsrevisionismus in Deutschland]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Rechtsextreme bestreiten, verharmlosen oder relativieren die Verbrechen des Nationalsozialismus. Dieser Sammelband stellt Geschichte, Akteure und Spielarten revisionistischer Umdeutungsversuche vor.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Geschichtsrevisionismus zielt darauf ab, wissenschaftlich anerkannte Ergebnisse historischer Forschung in Frage zu stellen, umzudeuten oder anzufechten. Rechtsextreme beziehen sich dabei insbesondere auf den Nationalsozialismus. Sie bestreiten, verharmlosen oder relativieren die deutschen Verbrechen. Die Leugnung der Shoah oder die Infragestellung deutscher Kriegsschuld sind dabei seit 1945 wiederkehrende Bestandteile geschichtsrevisionistischer Agitation. 

Mitunter dienen krude historische Thesen militanten Rechtsextremisten als Begründung für Gewalt und Terror. Neuere Erscheinungsformen finden sich in der Reichsbürgerideologie oder in den Verschwörungsmythen aus der Szene der Coronaleugner. Anders als von diesen oft behauptet, geht es Geschichtsrevisionisten nicht um objektive Forschung, sondern um ideologisch motivierte Gegenerzählungen. Die oft in (neu-)rechter Publizistik, aber mittlerweile auch von politischen Mandatsträgern aggressiv betriebenen Umdeutungsversuche sollen den demokratischen Staat delegitimieren, rechtsextreme Positionen normalisieren und die Auseinandersetzung mit Schuld und Verantwortung sabotieren. Dieser Sammelband stellt Geschichte, Akteure und Spielarten des rechten Geschichtsrevisionismus in Deutschland vor, dekonstruiert Argumentationsmuster und zeigt Netzwerke, Entwicklungslinien und Kontinuitäten auf.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/578966/rechter-geschichtsrevisionismus-in-deutschland/</link>
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          <pubDate>Mon, 22 Jun 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Digitale Bildkulturen]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Von Überwachung bis Inszenierung – die Produktion und Rezeption von Bild- und Videomaterial prägt unseren Alltag. Die Beiträge leuchten verschiedene Aspekte der visuellen Gegenwartskultur aus.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Von der unfreiwilligen Aufzeichnung durch Überwachungskameras bis zur bewussten Inszenierung auf sozialen Plattformen: Bilder, Videos und die Technologien, mit denen sie erstellt, verarbeitet und verbreitet werden, begleiten uns im Alltag. Was folgt aus der massenhaft und automatisiert erzeugten Bilderflut aus CCTV-Kameras und Satelliten für unser Verständnis von Sicherbarkeit und Öffentlichkeit? Durch welche Interaktionsmechanismen zeichnet sich die Kurzvideo-Plattform TikTok aus, und was macht sie so attraktiv gerade für Jugendliche und junge Erwachsene? 

Wie verändert der offene Zugang zu KI-Bildgeneratoren unser Verständnis davon, was künstlerische Produktion und Rezeption bedeuten? Wie hat sich die Nutzung digitaler Bildfilter entwickelt und welchen Einfluss hat dies auf unser Verständnis von Authentizität und Normalität? Welche Konsequenzen hat der Übergang vom linearen Fernsehen zu Streamingdiensten, auf denen sich ganze Serien ohne Unterbrechung konsumieren lassen? Die Autorinnen und Autoren widmen sich wichtigen Aspekten der visuellen Gegenwartskultur. Sie leuchten jeweils technische Grundlagen, Potenziale und Ambivalenzen der mit diesen verbundenen kulturellen Praktiken aus.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/578965/digitale-bildkulturen/</link>
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          <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Fußball]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Fußball ist ein Milliardengeschäft geworden. Dabei braucht es eigentlich wenig, um zu kicken. Statt Geld oder guter Noten gewinnen hier erst mal Talent, Einsatz, Zusammenhalt. Und Fußball wäre nichts, ohne die Menschen, die ihn möglich machen. Fußball verbindet und begeistert uns alle überall.]]></description>
        
          <text><![CDATA[
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Um Fußball zu spielen, braucht es wenig: irgendwas zum Gegentreten, das rollt, zwei Rucksäcke als Tor, fertig. Auf dem Platz zählt auch weniger, wer Geld hat oder gute Noten, hier gewinnen Talent, Einsatz, Zusammenhalt. Fußball gehört allen, überall.

Rund 140.000 Amateurmannschaften gibt es in Deutschland. Und viel mehr Menschen in diesen Vereinen, ohne die der Fußball gar nicht laufen würde. Die die Duschen putzen, die Tornetze flicken, Freundinnen und Freunde, die anfeuern, Eltern, die Fahrdienste übernehmen, Trikots waschen, Tränen trocknen.

Doch Fußball ist längst auch zu einem riesigen Milliardengeschäft und Event geworden. Irrsinnige Gehälter, Sponsoren und Werbedeals. Bei der WM der Männer in den USA, Mexiko und Kanada starten mehr Teams als je zuvor. Im besten Fall wird das ein grandioser Fußballsommer. In dem wir aber eben nicht vergessen, was im Fußball alles nicht rundläuft.

Wenn Fußball ausschließend wird, weil Tickets oder Trikots unbezahlbar sind. Wenn mit Fußball alle erst mal
nur den Fußball der Männer meinen. Wenn debattiert wird, ob nur diejenigen Heldinnen oder Helden sind, die vor dem Spiel die Hymne konnten. Wenn Fansein in Gewalt kippt oder Rassismus in Stadien einzieht. Wenn Staaten das Spiel kaufen und am Ende keine Mannschaft siegt, sondern Investoren, Berater und Funktionäre.

Warum können wir trotzdem nicht vom Fußball lassen? Was tut er für uns? Die Antwort ist simpel: Fußball liefert Emotionen. Der Moment, wenn man ins Stadion kommt und die Atmosphäre körperlich spürt. 90 Minuten, ohne vom Handy abgelenkt zu werden. Nicht hinschauen können beim Elfmeterschießen. Sich plötzlich auf der Tribüne, beim Public Viewing oder auf dem Sofa in den Armen liegen. Fußball lässt uns alle(s) fühlen.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/fluter/578843/fussball/</link>
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          <pubDate>Thu, 11 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Rote Linien]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Verfassungsrechtlerin Susanne Baer beleuchtet, wie das Bundesverfassungsgericht die Demokratie lebendig hält und sie zugleich schützt – durch Streit, Abwägung und den Mut, rote Linien zu verteidigen.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Macht braucht Grenzen – ohne sie wird Demokratie wehrlos und Politik willkürlich. Die roten Linien, die laut Grundgesetz nicht überschritten werden dürfen, zieht das Bundesverfassungsgericht. Doch wie funktioniert dieses höchste Gericht in der Praxis? Wer sind die Menschen, die dort wegweisende Urteile fällen und politische Entscheidungen auf den Prüfstand stellen? 

Die Verfassungsrechtlerin Susanne Baer richtet den Blick auf den Arbeitsalltag des Bundesverfassungsgerichts und erläutert dessen viele Facetten: die Sorgfalt ordentlicher Verfahren, der Anspruch, alle Perspektiven zu betrachten, den Streit um Argumente, die Suche nach Konsens. Ausgehend von konkreten Kontroversen – von Sozialstaat über Klimaschutz und Migration bis hin zu Fragen von Gleichstellung – zeigt die Autorin, wie das Bundesverfassungsgericht als ein lebendiger Schutzraum für Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde fungiert und so demokratische Aushandlung ermöglicht. 

Die Arbeit von Gerichten als Orte unabhängiger Rechtsprechung und als Kontrollinstanzen für Regierungshandeln stehe indes, so Baer, weltweit unter Druck. Auch hierzulande habe sich der Umgang mit dem Bundesverfassungsgericht in der Öffentlichkeit verändert: Kritik sei unverzichtbar, Angriffe auf die Institution selbst jedoch gefährdeten den Kern des Rechtsstaats und damit eine wesentliche Säule der Demokratie.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/578732/rote-linien/</link>
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          <pubDate>Mon, 15 Jun 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Politik im Spiel]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[In dieser „anderen Geschichte der deutschen Fußball- Nationalmannschaft“ zeichnen Dietrich Schulze-Marmeling und Bernd-M. Beyer das Verhältnis von Fußball und Politik am Beispiel der DFB-Auswahl nach.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Fußball ist der beliebteste Mannschaftssport in Deutschland. So verwundert es nicht, dass zumindest die Nationalmannschaft der Männer im Fokus der Öffentlichkeit steht, insbesondere im Umfeld großer Turniere. Dabei ist das Interesse am Auswahl-Team nicht nur rein sportlicher Natur, wie Dietrich Schulze-Marmeling und Bernd-M. Beyer in dieser Fußballgeschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart darlegen. Mit dem Anspruch, Deutschland fußballerisch zu vertreten, gingen immer auch politische Projektionen und Anspruchshaltungen seitens der Politik einher. In Debatten rund um die (west-)deutsche Nationalmannschaft spiegelten sich stets gesellschaftlicher Wandel sowie nationale und internationale Politik. 

Die Autoren zeigen unter anderem, wie schnell der Fußball und die Vereine von den Nationalsozialisten gleichgeschaltet wurden und wie die westdeutsche Auswahl mit dem WM-Titel von 1954 die Hoffnung auf weltpolitische Rehabilitierung nährte. Später entzündeten sich Debatten um die Nationalmannschaft und ihre gesellschaftliche Rolle immer wieder an den deutschen Spielern mit sogenanntem Migrationshintergrund: Während einerseits die integrative Kraft des Fußballs beschworen wird, werden andererseits einzelne Sportler immer wieder zur Zielscheibe rassistischer Hetze und rechtsextremer Kampagnen. Schulze-Marmeling und Beyer arbeiten die vielfältigen Bezüge zwischen der Politik, den Fußballverbänden, der Nationalmannschaft und ihren Spielern heraus.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/578652/politik-im-spiel/</link>
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          <pubDate>Thu, 11 Jun 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
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          <title><![CDATA[Die dunkle Seite der Sprache]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Sprache ermöglicht eine komplexe menschliche Kommunikation aber auch zahlreiche Möglichkeiten der Manipulation, Verzerrung und Abwertung.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Sprache ermöglicht eine komplexe menschliche Kommunikation – mit ihrer Hilfe können Gedanken und Gefühle erfasst, eingeordnet, mitgeteilt und weiterentwickelt werden. Sie eröffnet aber auch zahlreiche Möglichkeiten der Manipulation, Verzerrung und Abwertung. Tim Henning, Nikola Kompa und Christian Nimtz beleuchten die problematischen Aspekte der Sprachverwendung aus philosophischer und sprachwissenschaftlicher Sicht. 
Sie zeigen, wie die historisch gewachsene Sprache neben ihrem immensen Wortschatz auch zahlreiche blinde Flecken aufweise – vor allem mit Blick auf die Marginalisierungserfahrungen vieler Menschen in unterschiedlichen Epochen. 

So bieten etwa Metaphern wertvolle Hilfestellungen, um Abstraktes greifbar zu machen, könnten jedoch Assoziationen erheblich beeinflussen und lenken. Verallgemeinerungen könnten einen Wahrheitsgehalt vorgaukeln und so die Meinung des Gegenübers oder der Öffentlichkeit langfristig prägen. Beleidigungen seien weiterhin ein beliebtes Mittel, um einzelne oder Gruppen von Menschen mit rhetorischer Wucht abzuwerten, zu verunsichern oder gar zu entmündigen. Schließlich basiere Sprache im Kern auf Vertrauen – darauf, dass Menschen die Wahrheit sagen und einander Glauben schenken können. Genau dies ermögliche es aber, dass sie zum Lügen, für Desinformation, Verschwörungserzählungen und zu Propagandazwecken missbraucht werde. Deshalb sei die erlernte Fähigkeit, Sprache genau zu analysieren und präzise hinzuhören, ein wichtiges Instrument, um Demokratie und Menschenrechte zu schützen.]]></text>
        
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          <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Ein Stern in der Fremde]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Über das Spiel mit Licht und Dunkelheit verarbeitet Anna Desnitskaya in ihrem Bilderbuch die eigene Fluchterfahrung. Dabei erzählt sie, wie sich auch in der Fremde Wärme und Vertrautheit finden lässt.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Jedes Mal, wenn das Mädchen abends im Dunkeln heimkam, sah es schon von weitem, wie die sternförmige Papierlampe warm im Fenster ihrer Wohnung in der großen Stadt leuchtete. Doch mit dem Einbruch des Krieges muss die Familie in ein fremdes Land ziehen, in dem alles anders ist als zu Hause, grau und abweisend – bis die Mutter wieder einen Papierstern ins Fenster der neuen Wohnung stellt, der dieselbe Wärme verbreitet wie der Stern zu Hause. Und auf einmal erscheint das Fremde viel weniger fremd.

Die Illustratorin Anna Desnitskaya verarbeitet die Geschichte ihrer eigenen Flucht aus Russland ins Exil. Über das visuelle Spiel mit Licht und Dunkelheit macht sie den Versuch einer Familie emotional begreifbar, nach dem Verlust der Heimat und großen Umbrüchen in einem neuen Land anzukommen und Geborgenheit zu finden. Das Bilderbuch bietet Kindern mit und ohne Fluchterfahrung Anlässe, sich mit Gefühlen von Verlust und Fremdheit sowie dem Umgang damit zu beschäftigen.

Leseempfehlung: ab 5 Jahren
]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe-fuer-kinder/578761/ein-stern-in-der-fremde/</link>
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          <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Die blockierte Republik]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Deutschland steht vor großen Herausforderungen, scheint allerdings an vielen Stellen politisch wie auch mental blockiert. Das Land, so Frank Trentmann, müsse konstruktiver mit Veränderungen umgehen.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Ob demografischer Wandel, wirtschaftliche Stagnation, schleppende Modernisierung der Infrastruktur oder veränderte globale Lage: In vielerlei Hinsicht scheinen Lösungen für die drängenden Probleme der Zeit gefragt. Doch das Land, so der Historiker Frank Trentmann, scheint angesichts der Mehrfachkrise blockiert und tue sich schwer, konstruktiv mit Veränderungen umzugehen. Dies betreffe nicht nur ökonomische oder sicherheitspolitische Fragen. Auch die Debatten zu Migration, den Unterschieden zwischen Ost und West oder zur Erinnerungspolitik offenbaren für ihn mentale und kulturelle Konfliktlinien, die eine ernste Gefahr für das gesellschaftliche Miteinander darstellen. 

Trentmann, der seit vielen Jahren im Ausland lehrt, versucht die aktuelle Situation historisch einzuordnen und vergleichende Perspektiven aufzuzeigen. So analysiert er die Hintergründe und Ursachen der aktuellen Blockaden, zieht längere historische Linien und skizziert so auch Potenziale für Veränderungen, ohne dabei Probleme herunterzuspielen. So macht seine Analyse deutlich, dass die weit verbreitete Krisenstimmung der realen Lage nicht gerecht wird. Stattdessen gelte es den Blick auf die vorhandenen Handlungsspielräume zu richten und diese demokratisch zu gestalten.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/578610/die-blockierte-republik/</link>
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          <pubDate>Mon, 08 Jun 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Wenn die letzte Frau den Raum verlässt]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Wie steht es im Berufsalltag um die Gleichstellung der Geschlechter? Gehören abwertende Kommentare, Sexismus und Diskriminierung der Vergangenheit an? Die Autoren zeichnen ein zwiespältiges Bild.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Auf dem Weg zu gerechteren Verhältnissen in Beruf und Gesellschaft scheint hierzulande viel erreicht und angestoßen: Gesetze und Institutionen sollen sicherstellen, dass niemand geschlechtsspezifisch diskriminiert wird. Doch wie steht es im Berufsalltag von Frauen und Männern tatsächlich um die Gleichstellung der Geschlechter?

Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer setzen sich unter anderem als Coaches mit männlichen Rollenbildern und deren Folgen für Geschlechtergerechtigkeit auseinander. Vielen Männern, so ihr Befund, falle es mangels eigener Erfahrung von Sexismus und Diskriminierung schwer, sich für das Thema zu öffnen oder es als Problem wahrzunehmen. Andere stünden massiv unter dem eigenen oder zugeschriebenen Erwartungsdruck ihrer Rolle als Mann. In manchen Männern löse die Debatte über Geschlechtergerechtigkeit Angst, Abwehr oder Aggression aus. Zugleich wünschen sich viele jüngere wie ältere Männer im Stillen ein gleichberechtigtes Arbeitsumfeld oder mehr Zeit für die Familie, ohne dadurch beruflich an Respekt und Wertschätzung einzubüßen. 

Die Autoren zeigen, welche Denkmuster und Strukturen in der Arbeitswelt Veränderungen hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit behindern und wie diese, zumal von Männern in Führungspositionen, mit Erfolg aufgebrochen werden können. Es gehe darum, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass alle profitieren würden, wenn Sexismus zurückgedrängt, das eigene Rollenbild hinterfragt und den beruflichen und sozialen Interessen von Männern und Frauen besser entsprochen werde.]]></text>
        
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          <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Nationalsozialismus]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[1933 übernahm die NSDAP mit Adolf Hitler an der Spitze die Macht im Deutschen Reich. Aus der Demokratie wurde in kürzester Zeit eine Diktatur – die Folgen waren verheerend.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Seit ihrer Gründung 1919 war die Weimarer Demokratie von extremen Kräften herausgefordert. Eine davon war der Nationalsozialismus, eine rechtsextreme Bewegung und Partei (NSDAP), die gegen den Friedensvertrag von Versailles agitierte, antisemitische und rassistische Ideologien verbreitete und den Menschen ein wiedererstarktes Deutschland versprach. Die schlechte wirtschaftliche Lage und das bei vielen fehlende Vertrauen in die Demokratie ließ die NSDAP Ende der 1920er Jahre mächtiger werden, bis Hitler 1933 schließlich zum Reichskanzler ernannt wurde. Der radikale Umbau in eine Diktatur begann. Gut zwölf Jahre später endete die NS-Herrschaft in einer totalen Niederlage und Millionen Toten. Aber auch nach 1945 gibt es Anhänger/-innen der von Judenhass und Rassismus geprägten NS-Ideologie.

Der Spicker erklärt auf einer DIN-A4-Seite das Wichtigste zum Thema Nationalsozialismus. Damit eignet er sich bestens als Wissensspeicher zum Lernen und Wiederholen. Die Faltanleitung ist auf Seite 2 zu finden. Als Ergänzung eignet sich der Spicker Nr. 38 „Zweiter Weltkrieg“.

Zum Autor: Dr. Christian Packheiser ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte (IfZ) München. Dort forscht er im Projekt zur Edition der Reden Adolf Hitlers 1933-1945.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/materialien/spicker-politik/578407/nationalsozialismus/</link>
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          <pubDate>Thu, 28 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Ökonomie verstehen]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Warum entstehen Wirtschaftskrisen? Wie treffen wir Kaufentscheidungen? Sollen Staaten in ökonomische Prozesse eingreifen? Das Buch erläutert solche Fragen und viele andere Themen in der Wirtschaft.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Ökonomie umfasst praktisch alle Daseinsbereiche: Wohnen und Konsumieren, Arbeit und Mobilität, Sparen, Investieren, Unterhaltung und Bildung. Zudem kreisen viele Debatten und Nachrichten um wirtschaftliche Fragen: Wie entstehen Wirtschaftskrisen und welche Folgen haben sie? Auf welcher Basis treffen wir Kaufentscheidungen? Wie können Staaten in ökonomische Prozesse eingreifen? Welche Messgrößen lassen sich für Wohlstand oder Armut heranziehen? Welchen Schutz genießen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? Welche Funktion hat Geld? Wie ist der internationale Handel organisiert? Worauf beruht die Macht der Tech-Konzerne? Wie wirkt sich die Umgebung von Menschen an unterschiedlichen Orten der Welt auf ihre wirtschaftlichen Handlungsspielräume im Alltag aus. Und schließlich: Wie können Ökonomien gleichermaßen funktionsfähig, gerecht und nachhaltig ausgestaltet werden? 

Andreas Nölke und Michael Schedelik erläutern mit dem Anspruch auf Allgemeinverständlichkeit grundlegende wirtschaftliche Themen, Zusammenhänge und Begrifflichkeiten. Sie beleuchten konkurrierende ökonomische Ideen und stellen – auch in globaler Perspektive und mit Blick auf aktuelle Herausforderungen – Akteure, Interessen und Problemlagen vor.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/578370/oekonomie-verstehen/</link>
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          <pubDate>Tue, 26 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Bundesregierung]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Damit in Deutschland eine Regierung zustande kommt, müssen sich in der Regel mehrere Parteien zusammenfinden. Wie läuft die Regierungsbildung ab und wie arbeitet die Bundesregierung?]]></description>
        
          <text><![CDATA[Die Bundesregierung besteht aus dem Bundeskanzler und den Ministern – so steht es im Grundgesetz. Wie es nach einer Wahl zur Bildung einer Regierung kommt, ist nicht festgehalten. In der Regel gibt es Verhandlungen zwischen den Parteien, die im Deutschen Bundestag eine Mehrheit bilden können, sodass eine Regierungsbildung möglich wird. 

Die Arbeitsweise der Bundesregierung richtet sich nach verschiedenen Prinzipien, die miteinander in Konflikt stehen können. Der Koalitionsausschuss ist daher ein wichtiges, aber auch in der Kritik stehendes Gremium, um Konflikte zwischen den Regierungsparteien auszuräumen. An der Regierung beteiligt waren in der Geschichte der Bundesrepublik schon viele Parteien, das Amt des Kanzlers hatten bisher aber nur die Parteien CDU und SPD inne. Mit Angela Merkel (CDU) wurde 2005 die erste Frau zur Bundeskanzlerin gewählt.

Der Spicker erklärt auf einer DIN-A4-Seite das Wichtigste zum Thema Bundesregierung. Damit eignet er sich bestens als Wissensspeicher zum Lernen und Wiederholen. Die Faltanleitung ist auf Seite 2 zu finden.

Zum Autor: Oliver Kannenberg, M.A., ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Parlamentarismusforschung (IParl) in Berlin.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/materialien/spicker-politik/578016/bundesregierung/</link>
          <guid isPermaLink="true">https://www.bpb.de/shop/materialien/spicker-politik/578016/bundesregierung/</guid>
          <pubDate>Wed, 13 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Kampfzone Kultur]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Ob Musik, Film oder Social Media-Inhalte: Autoritäre Kräfte nutzen populärkulturelle Formate für ihre politischen Kämpfe. Gernot Wolfram analysiert diese Verschmelzung von Show und Antidemokratie.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Blockbuster-Produktionen, lustige Webvideos, patriotische Popsongs und tanzende ehemalige Foltergeneräle auf Social Media: Autoritäre Kräfte haben kulturelle Ausdrucksweisen schon lange für ihre politischen Kämpfe entdeckt. Das Perfide dabei, so Gernot Wolfram, sei die heute kaum mehr entwirrbare Verschmelzung von Show und Menschenfeindlichkeit, von Unterhaltung und extrem rechtem Gedankengut. So bleiben politische Aussagen häufig bewusst vage, werden in Geschichten und Bildern verpackt. Wolfram beschreibt die Inszenierungen und Überwältigungsstrategien, die diese antidemokratische Remix-Kultur nicht nur in Europa und den USA so wirkmächtig machen. Auch anhand seiner Beobachtungen in Indien und Indonesien verdeutlicht er die globale Dimension der neuen Kulturkämpfe. 

Sein Essay zeigt, wie autoritäre Kandidaten mit Erfolg populärkulturelle Formate bespielen. Der zivilgesellschaftliche Widerstand demokratischer Kräfte dürfe sich dabei nicht in moralischer Empörung erschöpfen – vielmehr sei es für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zentral, die Logik aggressiv geführter kultureller Kämpfe zurückzuweisen und neue Räume für eine aufklärerische Kultur zu schaffen.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/577985/kampfzone-kultur/</link>
          <guid isPermaLink="true">https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/577985/kampfzone-kultur/</guid>
          <pubDate>Fri, 15 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
        </item>
        
        <item>
          <title><![CDATA[Die Macht der Machtlosen]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Loel Zwecker beleuchtet die oft übersehenen Kämpfe gesellschaftlich Marginalisierter, deren unkonventionelle Methoden und Überzeugungen seit dem 14. Jahrhundert bis heute inspirieren.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Geschichtsschreibung ist stets umkämpft und wird meist von jenen bestimmt, die über mehr Macht verfügen. Neue Perspektiven eröffnen sich, wenn die Schicksale und Kämpfe der gesellschaftlich Marginalisierten in den Fokus rücken: Loel Zwecker beschreibt in dieser Weltgeschichte von unten, wie im Lauf der Jahrhunderte zunächst unbekannte Menschen positive Veränderungen anstießen. Seit dem 14. Jahrhundert entwickelten verschiedene Gruppen Ideen, Strategien und Ansätze des Engagements, die auch heutigen Bewegungen für soziale Gerechtigkeit nützen könnten, so der Autor.

So kämpfte etwa Benjamin Lay gegen die Sklaverei, Catharina Linck gegen starre Geschlechterrollen und Mother Jones gegen Kinderarbeit, doch ihre jeweilige Bedeutung im Einsatz gegen diese Ungerechtigkeiten wurde erst sehr viel später anerkannt. Von den damaligen Aktivistinnen und Aktivisten lasse sich lernen, worauf es weiterhin ankomme: Protestformen strategisch wählen, sodass sie die Bevölkerung nicht abschrecken, Verbündete gewinnen und den Menschen vermitteln, wie die angestrebten Veränderungen auch ihr eigenes Leben verbessern würden. Zwecker zeigt, wie unkonventionelle Methoden zum Erfolg führten und welche Kraft Überzeugungen entfalten können, wenn Menschen in Wort und Tat für Gerechtigkeit und Solidarität eintreten.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/577206/die-macht-der-machtlosen/</link>
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          <pubDate>Tue, 12 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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          <title><![CDATA[Auschwitz]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Ernst Piper gibt einen Überblick über die Geschichte des größten und tödlichsten aller nationalsozialistischen Lager und ordnet diese in den Kontext der NS-Massenverbrechen ein.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Der Lagerkomplex Auschwitz war aus vielen Gründen einzigartig innerhalb des nationalsozialistischen Lagersystems. Das Stammlager diente als Quarantäne- und Durchgangslager sowie als Konzentrationslager für Strafgefangene und Zwangsarbeiter. Ab 1941 wurden das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und das Arbeitslager Monowitz zur systematischen Ausbeutung von Häftlingen als Zwangsarbeiter durch die I.G. Farben AG und andere Industriebetriebe errichtet. Das Ineinandergreifen von deutscher Herrschaftsentfaltung, Umsetzung des rassenideologischen Vernichtungswillens und wirtschaftspolitischen Interessen der deutschen Industrie zeichnete Auschwitz aus. In der Nachkriegszeit war der Ortsname Auschwitz in Deutschland nahezu unbekannt. Inzwischen ist die komplexe Geschichte von Auschwitz in allen ihren Aspekten sehr gut erforscht. 

Ernst Piper legt hier die erste umfassende monografische Studie vor, die einen Überblick über den Forschungsstand gibt. Themen des Buches sind u.a. die imperialistische Eroberung von „Lebensraum im Osten“, die Entstehung des KZ-Systems und die Sonderstellung von Auschwitz, die enge Zusammenarbeit mit der Rüstungsindustrie, der Holocaust im Kontext der nationalsozialistischen Massenverbrechen, der Zusammenhang zwischen „Euthanasie“ und Holocaust, die Rolle der Alliierten, die Zeitzeugenliteratur, die Auschwitz einen dominierenden Platz in der Erinnerungskultur sichert, die Strafverfolgung der NS-Kriegsverbrechen nach dem Krieg, die widerstreitenden Opfernarrative, die die Rezeption der Geschichte von Auschwitz stark geprägt haben, und der Umgang mit dem Erinnerungsort Auschwitz nach dem Ende der Zeitzeugenschaft.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/577915/auschwitz/</link>
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          <pubDate>Fri, 08 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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          <title><![CDATA[Politik der politischen Bildung]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Wie entwickelte sich die politische Bildung im Nachkriegsdeutschland? Tim Schanetzky betrachtet Ziele und Akteure, historische und aktuelle Rahmenbedingungen sowie alte und neue Herausforderungen.]]></description>
        
          <text><![CDATA[In der deutschen Demokratie soll politische Bildung die Identifikation mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung fördern und zur politischen Mitarbeit gleichermaßen einladen wie befähigen. Tim Schanetzky arbeitet die Entwicklungslinien politischer Bildung in Deutschland seit 1945 heraus, die mit Maßnahmen der Re-Education durch die Westalliierten und unter dem Eindruck der Verbrechen des NS-Regimes ihren Anfang nahm. Er zeichnet, insbesondere am Beispiel der 1952 gegründeten Bundeszentrale für politische Bildung, das Ringen zahlreicher Akteure um einen demokratischen Neuanfang nach, schaut auf die Wirkungen personeller Kontinuitäten nach der Gründung der Bundesrepublik und skizziert eine Vielzahl interessegeleiteter politischer Einflussnahmen. 

In den folgenden Jahrzehnten prägten die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit, die Systemkonkurrenz mit dem Ostblock, der Kalte Krieg, die im Terrorismus gipfelnden gesellschaftspolitischen Spannungen der 1960er- und 1970er-Jahre, der immer wieder auflebende Antisemitismus und die offene deutsche Frage die Konjunkturen politischer Bildung und ihre Ausrichtung. Politische Bildung, so legt Schanetzky nahe, bleibt auch in der Gegenwart im Spannungsfeld politischer Interessen wie neuer gesellschaftlicher Herausforderungen verortet. Dabei seien ihre Bedeutung und ihr Potenzial für die Bewahrung der Demokratie und des Rechtsstaates in Zeiten, in denen autoritäre, extreme, demokratie- und menschenfeindliche Kräfte an Zulauf gewinnen, kaum zu überschätzen.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/577858/politik-der-politischen-bildung/</link>
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          <pubDate>Fri, 08 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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          <title><![CDATA[Mit Männern leben]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Manon Garcia verbindet ihre Prozessbeobachtung mit einer Analyse der komplexen Faktoren, die sexualisierte Gewalt begünstigen und erörtert, wie tradierte Männlichkeitsbilder dabei eine Rolle spielen.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Der Prozess um das brutale Sexualverbrechen an Gisèle Pelicot erschütterte die Öffentlichkeit in Frankreich und weit darüber hinaus: Über viele Jahre hinweg wurde Pelicot systematisch durch ihren Ehemann in einen Zustand bewusstloser Wehrlosigkeit versetzt und sowohl von ihm als auch von zahlreichen weiteren Männern vergewaltigt. Ausgehend von ihren Beobachtungen während des Strafverfahrens stellt die Philosophin Manon Garcia grundlegende Fragen: Unter welchen sozialen, kulturellen und moralischen Bedingungen wird sexualisierte Gewalt möglich? Welche Normen, Institutionen und Formen der Komplizenschaft tragen dazu bei? 

Garcia richtet ihren Blick auch auf das Rechtssystem: Solange die sozialen Bedingungen von Einvernehmen und Zustimmung, Begehren und Macht nicht mitgedacht würden, bleibe auch die Wirkung des Strafrechts begrenzt. Im Zentrum der Analyse steht die Frage, wie Gewalt und ihre Normalisierung ineinandergreifen. So zeigt die Autorin, wie tief verwurzelte Vorstellungen von Männlichkeit und bestehende Machtstrukturen sexualisierte Gewalt im Alltag begünstigen. Ihre Überlegungen gelten dabei nicht allein den Tätern und Opfern, sondern einem gesellschaftlichen System, das beide hervorbringt.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/577714/mit-maennern-leben/</link>
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          <pubDate>Thu, 07 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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          <title><![CDATA[Auf Achse]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Mobilität ist mehr als die Bewegung von A nach B. Zu ihr gehören Fragen von Status, Lebensqualität und Komfort, (Umwelt)Belastungen bis hin zu Sozialkompetenz. Johannes Müller-Salo analysiert sie.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Millionen Menschen pendeln zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Dabei sind die einen auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, während andere ein Auto nutzen. Der Philosoph Johannes Müller-Salo beleuchtet, wie mit der zunehmenden Trennung von Wohn- und Arbeitsstätten seit der Industrialisierung Menschen zu Pendlerinnen und Pendlern wurden und zu wessen Lasten das ging. In der Gegenwart sei das Pendeln, jenseits räumlicher Verhältnisse, mit Blick auf die Verkehrsmittel auch Stressfaktor, Gradmesser für Macht und Einfluss, soziale Anerkennung sowie Indikator für Lebensqualität: Pendeln in öffentlichen Verkehrsmitteln bedeute wenig Flexibilität und oftmals geringes gesellschaftliches Ansehen, aber durch die alltägliche räumliche Nähe zu Fremden – die Autofahrenden nicht abverlangt werde − auch das Trainieren sozialer Fähigkeiten. 

Zudem würden, so Müller-Salo, die hohen Kosten individualisierten Pendelns externalisiert, während Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzten, oft eine deutlich schwächere Lobby hätten. Für ihn sind das Argumente dafür, mit der symbolisch aufgeladenen Funktion des Autos zu brechen und allen eine gleichermaßen geachtete Teilhabe am knappen öffentlichen Raum zu gewähren. Er wirbt dafür, Städte und Dörfer als Orte des Wohnens und Arbeitens zu stärken, um insgesamt, auch mit Blick auf die Erderhitzung, mit weniger Verkehr auszukommen, indem Menschen vermehrt wohnen könnten, wo sie arbeiten und umgekehrt.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/577205/auf-achse/</link>
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          <pubDate>Tue, 05 May 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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          <title><![CDATA[bpb:edition]]></title>
          <category>Artikel</category>
          <description><![CDATA[Programmverzeichnis der Neuerscheinungen und aktuelleren Backlist-Titel, die die Bundeszentrale für politische Bildung als Eigenpublikationen herausgibt.]]></description>
        
          <text><![CDATA[Im halbjährlichem Turnus erscheint unter dem Titel bpb:edition die Programm-Broschüre der Eigenpublikationen der Bundeszentrale für politische Bildung. 

Das Titelverzeichnis der Eigenpublikationen ist als interaktives PDF downloadbar und liegt jeweils zu den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt sowie in den Medienzentren der Bundeszentrale für politische Bildung auch als Printversion vor.

Alle Printprodukte der Bundeszentrale für politische Bildung sind ausschließlich im Direktvertrieb über www.bpb.de oder in unseren Medienzentren in Berlin, Bonn und Gera erhältlich.]]></text>
        
          <link>https://www.bpb.de/shop/materialien/weitere/577610/bpb-edition/</link>
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          <pubDate>Mon, 16 Mar 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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