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Schriftenreihe (Bd. 1463)

Coverbild Pfandsammler

Pfandsammler

Erkundungen einer urbanen Sozialfigur

Die Einführung einer umfassenden Pfandpflicht hat eine neue Sozialfigur im Bild deutscher Städte verankert: den Pfandsammler. Gemeinhin wird das Sammeln von Flaschen und Dosen mit sozialem Abstieg und Prekariat verbunden. Aber was denken die Sammler selbst von ihrer Tätigkeit? Und was sagt das Phänomen über unsere Gesellschaft aus?

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Inhalt

Seit dem Jahr 2006 wird in Deutschland auf fast alle Getränkeverpackungen Pfand erhoben. Was in erster Linie als ökologische Maßnahme gedacht war, hat eine neue Sozialfigur im Bild der Städte verankert: den Pfandsammler. Seither ist das Pfandsammeln zum Sinnbild des sozialen Abstiegs geworden. Die Gesellschaft assoziiert mit den Sammlern oft Armut, prekäre Lebensverhältnisse und Belästigung. Welche Motive und welches Selbstverständnis haben diese Menschen tatsächlich? Und welche Rückschlüsse lässt das Phänomen des Pfandsammelns auf unsere Gesellschaft zu? Sebastian J. Moser wertet Beobachtungen und Gespräche mit Sammlern aus und versucht das Phänomen soziologisch und ökonomisch zu verorten. Dabei spielen historische Bezüge des Sammelns ebenso eine Rolle wie die politischen Rahmenbedingungen und die jüngsten Entwicklungen in der Aufteilung und Nutzung des öffentlichen Raums.



Autor: Sebastian J. Moser, Seiten: 270, Erscheinungsdatum: 03.02.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1463