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Schriftenreihe (Bd. 1552)

Coverbild Nachkriegskinder

Nachkriegskinder

Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter

Die Väter schwiegen, verdrängten, gingen auf Distanz oder ließen Härte walten. Viele der in den 1950er Jahren Geborenen haben dies in ihrer Familie erlebt. Sabine Bode nimmt die Biografien der Nachkriegskinder in den Blick und zeigt, wie das Verhältnis zu den "Soldatenvätern" diese Generation geprägt hat.

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Inhalt

Der Zweite Weltkrieg hinterließ nicht nur materiell ein Trümmerfeld. Unzählige Menschen erlitten schwerste seelische Verwundungen, die sie zumeist unbearbeitet als psychischen Ballast in die Nachkriegsjahre schleppten. Sprachlosigkeit und Distanz, extreme Härte oder eigenartige Ticks, Antriebsschwäche und Herrschsucht waren verbreitete Erscheinungen, insbesondere bei den zu ihren Familien heimkehrenden Soldaten. Oftmals waren die Traumatisierten unfähig zu Wärme und Herzlichkeit, andere stellten unerfüllbar hohe Anforderungen an ihre Kinder, manche setzten Gewalt als Erziehungsmaßnahme ein. Viele in den 1950er-Jahren Geborene tragen bis heute schwer an dem Gefühl von Erstarrung oder Lieblosigkeit in ihrer Kindheit oder leiden darunter, ihrem Vater nie nahegekommen zu sein. In Porträts und Interviews beleuchtet die Journalistin und Autorin Sabine Bode seit vielen Jahren die Biografien der Kriegs- und der Nachkriegsgenerationen.



Autorin: Sabine Bode, Seiten: 302, Erscheinungsdatum: 16.11.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1552