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Überreichtum

Überreichtum

von Martin Schürz

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Allgemeine Informationen
Produktpreis: 4 € und 450 Cents zuzüglich Versandkosten

Inhaltsbeschreibung

Reichtum polarisiert. Er wird bewundert und anerkannt, kritisiert oder ruft Neid hervor. Reiche verbergen ihren Wohlstand, stellen ihn provokant zur Schau oder setzen ihn im Mäzenatentum öffentlichkeitswirksam ein. Zudem gibt es Reichtum, der jede Dimension sprengt, ohne dass Umfang und Herkunft solcher Vermögen transparent würden. Gesellschaften, denen an sozialer Gerechtigkeit gelegen sei, müssten, so Martin Schürz, die problematischen Beziehungen zwischen der individuell erarbeiteten Leistung eines Menschen und einem im Wortsinn unverdienten Überreichtum im Blick behalten, der ererbt sei oder aus Kapitalerträgen herrühre.

Angesichts ihrer immensen materiellen Ressourcen stünden Überreiche oftmals weit jenseits allgemeiner Maßstäbe, Pflichten und Erwartungen. Überreichtum sei aber auch in moralischer Hinsicht angreifbar: Während arme Menschen sich nicht selten dafür zu rechtfertigen hätten, sei Überreichtum nach wie vor von durch eine Aura des Verdienstvollen verklärt. Schürz erläutert mit vielfältigen Bezügen in die Ideengeschichte, wo und warum bis heute Philanthropie oder Barmherzigkeit, Spenden oder Mäzenatentum zumal der Superreichen den Blick auf die Problematik des Überreichtums verstellten und so Schritte hin zu einer gerechteren (Welt)gesellschaft verhindern.

Produktinformation

Bestellnummer:

10552

Reihe:

Schriftenreihe

Autor/-innen:

Martin Schürz

Ausgabe:

Bd. 10552

Seiten:

226

Erscheinungsdatum:

12.10.2020

Erscheinungsort:

Bonn

Weitere Inhalte

Zahlen und Fakten

Mindestlohn

2015 wurde in Deutschland ein Mindestlohn eingeführt (zunächst: 8,50 €/Stunde). Anfang 2019 wurden 1,4 Mio. Jobs mit dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt – 3,5 % aller Beschäftigungsverhältnisse.

Zahlen und Fakten

Vermögensverteilung

Das Vermögen in Deutschland ist sehr ungleich verteilt: Das reichste Prozent der erwachsenen Bevölkerung hielt im Jahr 2017 rund 18 % des gesamten Vermögens – so viel wie die ärmsten 75 % zusammen.

Zahlen und Fakten

Vermögen in West- und Ostdeutschland nach Alter

Durchschnittlich war das Vermögen der Westdeutschen im Jahr 2017 mit 121.500 € mehr als doppelt so hoch wie das der Ostdeutschen mit 54.900 €. Allerdings ist der Abstand bei den Jüngeren geringer.

Zahlen und Fakten

Vermögensentwicklung

In Deutschland hatten die privaten Haushalte sowie die privaten Organisationen ohne Erwerbszweck im Jahr 2018 ein Bruttovermögen von fast 16 Billionen Euro – vor allem Sach- und Geldvermögen.

Zahlen und Fakten

Einkommensteueranteile

2018 hatten die oberen 10 % der Einkommensteuerpflichtigen einen Anteil von 36,6 % am Gesamtbetrag der Einkünfte. Ihr Anteil am Einkommensteueraufkommen lag mit fast 55 % noch mal deutlich höher.