bpb-Publikationen

10.12.2002

Analyse der kontinuierlichen Nahostberichterstattung

Die bpb-Studie zur Nahostberichterstattung untersucht das Bild vom Nahen Osten in den Hauptnachrichten der vier größten deutschen Fernsehsender ARD/Das Erste, ZDF, RTL und SAT.1.

Entwicklung des Umfangs der Nahostberichterstattung

Seit Beginn des Jahres 1999 bis zum Ende des Jahres 2001 ist der Umfang der Nahostberichterstattung erheblich gestiegen. Ein sprunghafter Zuwachs ist im Jahr 2000 zu verzeichnen hat.

Im Jahr 1999 lag die Anzahl der Beiträge noch bei 341. Im Jahr 2000 war bereits ein Anstieg auf 704 Beiträge und damit mehr als eine Verdoppelung zu verzeichnen. Im Jahr 2001 zeigt sich ein weiterer Zuwachs auf insgesamt 906 Nahostbeiträge.

Dieser Anstieg ist bei allen vier Sendern im Trend ähnlich verlaufen. ARD und ZDF berichten allerdings wesentlich häufiger über den Nahen Osten als RTL und SAT.1. Die beiden öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen stimmen darin auch nahezu überein, während RTL in den Jahren 2000 und 2001 deutlich vor SAT.1 rangiert.

Nicht nur die Anzahl der Beiträge, sondern auch die Beitragsdauer in Sekunden ist bei allen Sendern gestiegen. Über die gesamte Zeitspanne gesehen variiert die durchschnittliche Berichterstattungsdauer zwischen ca. 40 und 90 Sekunden pro Beitrag. In allen Jahren verwenden ARD und ZDF durchgängig mehr Sendezeit für die Nahostberichterstattung als RTL und SAT.1.

Umfang der Nahostberichterstattung im Wochenverlauf
Das Thema Nahost hat Daueraktualität in den Nachrichtensendungen. Es gibt nur wenige Wochen während der drei Jahre, in denen kein Nahostbeitrag gesendet wurde. Die kontinuierliche Informationsvermittlung über das aktuelle Geschehen im Nahen Osten weist allerdings ereignisbedingte Schwankungen und Schwerpunkte auf, die sich veranschaulichen lassen, wenn man die Entwicklung der Beiträge aller vier Sender pro Kalenderwoche 1-52 verfolgt.

Ein sprunghafter Anstieg der Berichterstattung zeigt sich in der 39. Woche des Jahres 2000. In diese Phase fällt das Ereignis "gewaltsame Unruhen auf dem Tempelberg" und der "Beginn der zweiten Intifada", die in den nachfolgenden Wochen 40 bis 44 zu Spitzenwerten im Umfang der Berichterstattung führt.

Inhaltliche Schwerpunkte der Nahostberichterstattung
Die Nahostberichterstattung in den Nachrichtensendungen umfasst alle Ereignisse und Themen, die sich inhaltlich auf die Region Nahost beziehen. Beschreibt man die Berichterstattung aus einer inhaltlich breiten Perspektive und verwendet hierzu allgemeine Inhaltskategorien, wie sie auch zur Inhaltsbeschreibung der Gesamtnachrichtensendung verwendet werden, ergibt sich für die Berichterstattung über die Region Nahost zwar ein inhaltlich breites Spektrum, im wesentlichen reduziert sich die Nahostberichterstattung aber auf zwei Schwerpunkte: 1. Politik im engeren Sinne und 2. Unruhen/Militär/Krieg.

An dieser Themenverteilung wird deutlich, wie stark sich die Nahostberichterstattung auf wenige Ereignisbereiche konzentriert. Dabei ist zunächst nicht überraschend, dass in der Auslandsberichterstattung der Hauptnachrichten dem politischen Geschehen und den Konflikten in anderen Ländern die höchste Priorität zukommt. Allenfalls der Tod eines ranghohen Repräsentanten, Katastrophen von größerem Ausmaß, bahnbrechende Innovationen oder außergewöhnliche Sportereignisse finden in den Nachrichten noch Beachtung. Andere Themenbereiche bleiben hier randständig, da sie in der Regel in anderen Sendungsformen behandelt werden.

Reduziert man die Inhaltsstruktur in einem weiteren Schritt auf drei Themenbereiche: 1. Politik 2. Unruhen/Militär/Krieg und 3. Sonstiges und betrachtet die Entwicklung im Jahresvergleich – dabei ist das Jahr 2001 auf die Wochen 1-34 beschränkt – ergibt sich folgendes Bild.

Die Berichterstattung weist auf einen Thementrend hin, der sich von Beginn des Jahres 1999 bis Ende August 2001 deutlich gewandelt hat. Themen der Kategorie Unruhe/Militär/Krieg steigen von 20 Prozent im Jahr 1999 auf 55 Prozent im Jahr 2001. Verdrängt werden umgekehrt die Themen der Kategorie Politik – sie gehen von 56 Prozent im Jahr 1999 auf 33 Prozent im Jahr 2001 zurück – und ebenso die unter der Kategorie Sonstiges subsumierten Themen – sie gehen von 23 Prozent auf 12 Prozent zurück. Bereits diese grobe Beschreibung der Themenentwicklung weist auf eine dramatische Veränderung der Nahostberichterstattung hin. Die Politikberichterstattung erhält ihre stärksten Impulse durch Wahlen und Regierungswechsel in Israel. Eine bedeutende Rolle spielt die internationale Friedensdiplomatie mit spektakulären Gipfeltreffen, hinzu kommen außenpolitische Aktivitäten deutscher Spitzenpolitiker.

Die herausragenden politischen Ereignisse waren im Jahr 1999 (5. Woche) der Tod des jordanischen Königs Hussein, in der 20. Woche die Wahl Baraks zum neuen Ministerpräsidenten in Israel, in der 35. Woche das Wye-Abkommen und der Friedensprozess sowie in der 44. Woche das Gipfeltreffen von Oslo.

Große Beachtung erhalten Politikthemen in der Berichterstattung auch im Jahr 2000. In der 1. Woche stehen die israelisch-syrischen Friedensverhandlungen im Mittelpunkt. In die 23. Woche fällt der Tod des syrischen Präsidenten Assad. Die Wochen 28 bis 31 werden vom Friedensgipfel in Camp David geprägt. In den Wochen 40 bis 44 erlangt die Politik durch Bemühungen der internationalen Diplomatie um eine Begrenzung der gewaltsamen Konflikte in Israel umfangreiche Berichterstattung. In der 52. Woche führt der Clinton-Plan zur Lösung des Konflikts zu großer Aufmerksamkeit in der Berichterstattung.

Auch im Jahr 2001 bestimmt in der 1. Woche mit Arafats Besuch in Washington noch einmal der Clinton-Friedensplan die Politikberichterstattung. Den mit Abstand höchsten Ausschlag für Politikthemen erhält in der 6. Woche die Wahl Scharons zum neuen Ministerpräsidenten in Israel. Im weiteren Verlauf bis zur 34. Woche bleibt der Umfang der Politikthemen zwar relativ konstant, aber nur etwa auf dem Niveau der Wochen 47 bis 51 des Jahres 2000. Erwähnenswerte Ereignisse mit höheren Politikanteilen beschränken sich auf die 23. Woche – Bundesaußenminister Fischers erste Nahostreise – und die 34. Woche – Fischers zweite Nahostreise.

Die Berichterstattung über Unruhen ist im Jahr 1999 auf wenige Wochen beschränkt. In der 9. Woche sind dies noch in der Regierungsphase Netanjahus Berichte über israelische Militäraktionen gegen die Hisbollah an der Grenze zum Libanon. In der 25. Woche nach Beginn der Regierungsperiode von Barak sind es Berichte über israelische Luftangriffe auf den Libanon. Erst im Jahr 2000 erhält der Themenbereich Unruhen/Militär/Krieg in der 20. und 21. Woche durch Berichte über palästinensische Ausschreitungen in den Autonomiegebieten und dem israelischen Truppenrückzug aus dem Süd-Libanon ein nennenswertes Gewicht. Während der nachfolgenden Wochen, in denen die Friedensverhandlungen von Camp David die Berichterstattung beherrschen, aber auch noch weitere Wochen, in denen das Scheitern von Camp David offenbar war, gibt es nahezu keine Berichte über Unruhen in Israel. Erst durch die Ereignisse in der 39. Woche, die den Beginn der 2. Intifada kennzeichnen, kommt es zu einer anhaltend starken Berichterstattung über Unruhen, Ausschreitungen und militärische Aktionen. Die Intensität dieser Berichterstattung geht zum Jahresende hin tendenziell zurück. Diese rückläufige Tendenz hält auch zu Beginn des Jahres 2001 weiter an. Erst nach der Wahl von Scharon erhält die Berichterstattung über den Themenbereich Unruhen/Militär/Krieg wieder einen deutlichen Anstieg. Hohe Aufmerksamkeit findet in der 7. Woche der von einem israelischen Raketenangriff verursachte Tod eines Leibwächters von Arafat. Der Höhepunkt mit noch stärkeren Ausschlägen als in den Wochen zu Beginn der Intifada liegt in der 32. Woche des Jahres 2001. Im Mittelpunkt stehen palästinensische Selbstmordanschläge und israelische Vergeltungen durch das Militär.

Im zeitlichen Verlauf gesehen haben die Israelis bis zum Beginn der Intifada deutlich mehr Anteile und damit internationale Aufmerksamkeit an der Berichterstattung als die Palästinenser. Die Gründe hierfür liegen in erster Linie darin, dass sich die Berichterstattung auch mit der israelischen Politik und anderen Ereignissen befasst, an denen nur Israel beteiligt ist. Auf Seiten der Palästinenser konzentriert sich die Beteiligung an der Berichterstattung stärker als bei den Israelis auf die Zeit nach Beginn der Intifada.

Während Israel auch ohne den Nahostkonflikt Berichtenswertes bietet, beschränkt sich die Präsenz der Palästinenser auf ihre Aktivitäten im Konflikt, entweder im Kontext der Friedensverhandlungen oder im Kontext der Unruhen. Dabei erhöht sich ihre Präsenz vor allem im Zusammenhang mit Gewalt. Die israelische Handlungsdominanz dürfte vor allem auch daraus resultieren, dass ein Staat mit seinen Institutionen, seiner hochentwickelten Infrastruktur und seinen internationalen Beziehungen unter normalen Ereignisbedingungen mehr Berichterstattungsanlässe bietet als die palästinensischen Autonomiegebiete. Hinzu kommen als weitere Gründe die enge Beziehung Deutschlands zu Israel, zeitgeschichtlich bedingte Anlässe aus gemeinsamer Vergangenheit (z.B. Holocaust) und nicht zuletzt die Standorte der Korrespondenten.

Entwicklungstendenz von Frieden und Konflikt
Reduziert man die Berichterstattung auf die Handlungen, die unmittelbar mit dem Nahostkonflikt zu tun haben und unterscheidet zwischen solchen Beiträgen, in denen hauptsächlich über Frieden bzw. auf Entspannung gerichtete Handlungen berichtet wird und solchen Beiträgen, in denen hauptsächlich über kriegerische bzw. auf Spannung gerichtete Handlungen berichtet wird, lässt sich ein Bild von der Konflikttendenz gewinnen. Dabei zeigt sich im zeitlichen Verlauf folgende Entwicklung:

Auf die gesamte Zeitspanne von 1999 bis August 2001 bezogen ergibt sich quantitativ ein starkes Übergewicht für eine auf Spannung gerichtete Berichterstattung, die sich in einer Relation von 5:1 ausdrücken lässt. Mit anderen Worten, die Berichterstattung wendet für Unruhen, Ausschreitungen und aggressive militärische Aktionen etwa fünfmal so viel Sendezeit auf wie für Friedensverhandlungen und auf Entspannung gerichtete Aktionen.

Betrachtet man dagegen nur die Zeitphase von 1999 bis Ende September 2000, also die überwiegend von der Ära Barak geprägte Zeit vor Beginn der Intifada, halten sich Spannungs- und Entspannungstendenzen auf gemäßigtem Niveau in etwa die Waage. Nach Beginn der Intifada nehmen die Entspannungstendenzen ab und die Spannungstendenzen extrem zu.

Entwicklungstendenz von Aggressor- und Opferrollen
Beiträge mit Konflikttendenz zeichnen sich in der Berichterstattung durch das Auftreten der Konfliktgegner in Täter- bzw. Aggressorrolle oder Opferrolle aus. Eine Aggressorrolle trifft dann zu, wenn die handelnde Konfliktpartei durch ihre Aktionen den Konfliktgegner angreift, seine Rechte verletzt oder ihn erheblich bedroht. Eine dominante Opferrolle trifft dann zu, wenn eine Konfliktpartei durch das Handeln des Aggressors betroffen ist. Für die Zuschreibung der Aggressorrolle ist es unerheblich, mit welcher Begründung das Handeln legitimiert wird. Ausschlaggebend ist das Handeln in diesen Rollen. Vergleicht man nun, welche Anteile die Israelis und die Palästinenser in dieser Konfliktberichterstattung als Aggressor und als Opfer haben, ergibt sich folgendes Bild.

Vergleicht man nun, welche Anteile die Israelis und die Palästinenser in dieser Konfliktberichterstattung als Aggressor und als Opfer haben, ergibt sich folgendes Bild. Bei einer quantitativen Gegenüberstellung von Israelis und Palästinensern in der Rolle als Konflikt-Aggressor, bezogen auf den gesamten Zeitraum, ergibt sich eine Relation von 1,2:1, also ein schwaches Übergewicht der Palästinenser in der Aggressorrolle.

Die zeitliche Verteilung der Aggressorrolle auf israelischer und palästinensischer Seite zeigt in etwa den Entwicklungsprozess, den aktive und reaktive Handlungen nehmen. Dabei wird auch deutlich, wie schwierig es ist, bei zunehmender Konfliktintensität zwischen Tat und Vergeltung zu unterscheiden. Während der Phase vor Beginn der Intifada sind die Beiträge, in denen Aggressorrollen vorkommen, auf beiden Seiten relativ selten und schwach ausgeprägt. Ein starker Ausschlag ist für Israelis in der Aggressorrolle Ende Juni 1999 (25.6.) zu verzeichnen. Dabei handelt es sich um eine ausgiebige Berichterstattung über einen israelischen Luftangriff auf den Libanon, der als Vergeltungsschlag gegen die Hisbollah legitimiert wird. Zu starken Ausschlägen auf der Seite der Palästinenser kommt es erst zu Beginn der Intifada. Die Aggressorrolle der Palästinenser bleibt von da an auf einem relativ hohen Niveau und erreicht einen extremen Ausschlag im August 2001 (9.8.), als es durch ein palästinensisches Selbstmordattentat in Jerusalem zu mehreren Toten kommt. Die Aggressorrolle der Israelis folgt in dieser Phase zeitlich den Palästinensern. Sie ist in der frühen Phase der Intifada noch relativ schwach ausgeprägt, erhält dann aber ein zunehmend stärkeres Gewicht. In dieser Phase der Intifada liegen die Ausschläge beider Seiten zum Teil so nah beieinander, dass sich Aktion und Reaktion kaum mehr unterscheiden lassen. Zudem wechselt die zeitliche Abfolge von Israelis und Palästinensern in Aggressorrollen. Der in der Berichterstattung stark beachtete Selbstmordanschlag vom 9. August ist auf israelischer Seite umgeben von einer dichten Anhäufung aggressiver Aktivitäten und zeigt die Komplexität der Konfliktabläufe besonders augenfällig.

Betrachtet man die Opferrolle auf beiden Seiten und stellt auch hierfür eine Gesamtbilanzierung auf, kann man numerisch auf ein ausgewogenes Verhältnis von 1:1 verweisen. Aufschlussreich ist allerdings hierbei, in welcher zeitlichen Abfolge die Konfliktparteien als Opfer erscheinen. In der gesamten Zeit vor Beginn der Intifada findet man die Israelis tendenziell mit mehr Anteilen in der Opferrolle als die Palästinenser. Ein auffälliges Ereignis mit relativ starker Berichterstattung über israelische Opfer ist ein Bombenanschlag am 7. November 1999 mit zahlreichen verletzten Israelis einen Tag vor dem Beginn neuer Friedensverhandlungen. Starke Ausschläge für Berichte über Opfer finden sich auf israelischer Seite vor allem zu Beginn der Intifada, sie nehmen an Häufigkeit und Stärke über mehrere Monate zu, während auf palästinensischer Seite die Opferrolle zunächst schwächer ausgeprägt erscheint. Erst im Verlauf des Jahres 2001 dreht sich das Verhältnis. Nun überwiegt in Dichte und Stärke die Opferrolle bei den Palästinensern als Folge gezielter israelischer Angriffe gegen palästinensische Aktivisten.

Die wichtigsten Befunde der Langzeitbetrachtung sind danach:
  • Die Nahostberichterstattung hat zwar aufgrund der Daueraktualität des Nahostkonflikts im gesamten Untersuchungszeitraum seit 1999 eine kontinuierliche Präsenz, ein deutlicher und nachhaltiger Anstieg wird jedoch erst durch die Gewaltereignisse bei Beginn der Intifada bewirkt. Die Anwendung von Gewalt erweist sich damit als ein strategisch wirksamer Faktor, um die Aufmerksamkeit der Medien und damit die Weltöffentlichkeit als Zuschauer des Konflikts zu gewinnen.
  • Mit der Zunahme von Gewaltereignissen steigt nicht nur der Umfang der Berichterstattung an, sondern es verlagert sich auch die gesamte Inhaltsstruktur. Die Gewaltereignisse absorbieren die meiste Sendezeit und verdrängen andere Themen aus der Berichterstattung.
  • Auffallend ist bei einigen Anschlägen ein zeitlicher Zusammenhang mit dem Friedensprozess. Anschläge finden dann statt, wenn der Friedensprozess vor einem Beschluss steht.
  • Die Israelis dominieren unter normalen Bedingungen als Akteure in der Berichterstattung und bestimmen dabei die Agenda. Die Palästinenser werden erst als Akteure bedeutsam, nachdem sie im Rahmen der Intifada durch Gewaltanlässe für Aufmerksamkeit gesorgt haben.
  • In der Verteilung von Aggressor- und Opferrollen vollzieht sich langfristig gesehen ein Wandel: Zunächst überwiegen die Palästinenser als Aggressoren, besonders zu Beginn der Intifada wirkt sich dies erheblich auf einen Zuwachs der Israelis in der Opferrolle aus. Mit dem Regierungswechsel und der Übernahme des Ministerpräsidentenamtes durch Scharon kehrt sich dieses Verhältnis um.


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