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Türkei hören

Martin Greve und Ercan Durmaz

/ 3 Minuten zu lesen

Eine Reise durch die türkisch-osmanische Kulturgeschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart - mit zahlreichen Musikbeispielen aus dem Kulturkreis. Das bpb-Dossier Türkei bietet einzelne ausgewählte Kapitel des Hörbuchs zum Anhören auf bpb.de.

CD-Cover "Türkei hören" (© Silberfuchs-Verlag)

Wie kaum eine andere Region der Welt ist die Türkei von kulturellen Vermischungen geprägt. In Zentralasien übernahmen die ersten nomadischen Türken den Islam und damit auch Teile arabischer und persischer Kultur. Die nach Westen ziehenden Turk-Stämme trafen auf das reiche kulturelles Erbe Altanatoliens und des griechischen Byzanz.

Weitere Infos unter: Externer Link: www.silberfuchs-verlag.de
Informationen zum Interner Link: Urheberrecht

Mehmet II. und die Hagia Sophia

Glanz und Untergang von Byzanz

Auf Ihrem Weg nach Westen trafen die Türken nun abermals auf eine für sie neue Kultur: Byzanz, mit seiner Hauptadt Kontantinopel. Die Stadt die heute Istanbul heißt...

Konstantiniye

Mimar Sinan und die städtische Kultur der Osmanen

Mit der Eroberung Konstantinopels änderte sich das Leben der Menschen grundlegend. Zum einen veränderte sich die christliche Stadt in eine islamische zum anderen wurde aus der nomadischen Kultur der Osmanen eine städtische...

Koran mit Saiten

Die traurigen Lieder der Aleviten

In den Dörfern Zentral- und Ostanatoliens entwickelte sich eine eigene religiöse Lehre, das Alevitentum: Die Anhänge Alis berufen sich auf den Cousin und Schwiegersohn des Propheten Mohammeds. Die Aleviten sehen in Ali den bedeutenderen geistigen Führer…

Janitscharen

Der Schrecken Europas

Die Nachricht von der Eroberung Konstantinopels hatte im christlichen Europa für Entsetzen gesorgt. Das osmanische Heer schien in dieser Zeit beinahe unbesiegbar. Nur ein früher Wintereinbruch beendete 1529 die Belagerung Wiens...

Die 72 Nationen

Das Mosaik von Anatolien

Für die Bewohner der osmanischen Städte war das Zusammenleben mit Angehörigen anderer Religionen selbstverständlich. Unter islamischer Herrschaft genossen die sogenannten Besitzer der Schrift, Juden und Christen, weitgehende Toleranz. Voraussetzung war aber, dass sie die prinzipielle Überlegenheit des Islam anerkannten…

Europa in der Türkei

Militärreformen und Giuseppe Donizetti

Unaufhaltsam ging das Osmanische Reich Anfang des 19. Jahrhunderts seinem militärischem, wirtschaftlichen und technologischem Niedergang entgegen. Das osmanische Heer war gegenüber der europäischen Truppen kein ernsthafter Gegner mehr. Sultan Mahmud II. leitete endlich entschiede Reformen ein und orientiere sich dabei in vielen Dingen an den Europäern...

Die Türkei in Europa

Orient oder kranker Mann am Bosporus

Interner Link: Im Jahr 1876 als Abdülhamid II. den Thron bestieg war der osmanische Staat offiziell bankrott. Allen Reformversuchen zum Trotz gingen immer weitere Territorien verloren. Europäische Großmächte übernahmen jetzt mehr und mehr die Kontrolle, insbesondere in der Wirtschaft. In Europa galt das Osmanische Reich als der kranke Mann am Bosporus…

Mustafa Kemal Paşa

Die Türkische Republik

Wohl kaum ein Land hat in vergleichbar kurzer Zeit so drastische Veränderungen erlebt, wie die Türkei in den 1920er- und 1930er-Jahren Jahren. Initiator und Motor dieses Wandels war Mustafa Kemal Paşa, der nach 1934 Interner Link: "Atatürk" - Vater der Türken - hieß…

Die neue Sprache

Nâzım Hikmet

Dramatische Konsequenzen für die türkische Kultur ergaben sich aus der nationalistischen Sprachreform. Als Atatürk 1928 die lateinische Schrift anstelle der arabischen einführte, schnitt er die Verbindung zur Vergangenheit ab. Ausgerechnet in dieser Zeit wirkte der bis heute berühmteste türkische Dichter überhaupt: Nâzım Hikmet.

"Türkische" Musik

Ahmed Adnan Saygun und die Volksmusik

Schon 1924 wurde westliche Musik zum Pflichtfach für alle Schulen. Noch im gleichen Jahr entstand in Ankara eine Ausbildungsstätte für Musiklehrer. Damit war das Ende der alten osmanischen Musik eingeleitet…

Der Weg zur zeitgenössischen Kunst

Yılmaz Güney und die Istanbul Biennale

Film und Fernsehen setzten sich in der Türkei erst spät als Massenmedium durch. Bis in die 1930er-Jahre wurden vor allem ägyptische Filme gezeigt. Echte Kinos gab es ohnehin nur in wenigen Großstädten und es sollte bis in die 1970er-Jahre dauern bis Fernsehgeräte auch die Dörfer in Ostanatolien erreichten. Dann aber blühte das türkische Kino rasant auf…

Fussnoten

Der Autor, Martin Greve studierte Musikethnologie und Sinologie. Er schreibt seit vielen Jahren über türkische Kultur in der Türkei, in der europäischen Diaspora und in Deutschland. Als Musikwissenschaftler und Ethnologe lehrt Greve regelmäßig in Basel, Berlin, Stuttgart und Köln, seit 2006 ist er Leiter des Studiengangs "Türkische Musik" am Konservatorium Rotterdam. Im Jahr 2003 erschien im Metzler Verlag seine Habilitationsschrift.

Der Sprecher, Ercan Durmaz wurde 1965 in Istanbul geboren und kam im Alter von 6 Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland. Nach seiner Schauspielausbildung in Hamburg spielte er in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen. Unter anderem wurde er bekannt durch seine Hauptrollen in Roland Suso Richters "Eine Hand voll Gras" und in Lars Beckers Filmen "Kanak Attack" und "Nachtschicht – Vatertag".