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Testen Sie Ihr Wissen zum Euro und zur Schuldenkrise

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Wie heißt der einzige westeuropäische Beitrittskandidat zum Euro?

Erläuterung

Vertraglich haben sich alle EU-Mitgliedsstaaten außer Dänemark und Großbritannien dazu verpflichtet, den Euro einzuführen. 19 Länder haben den Euro bereits eingeführt, sieben Länder sind also noch Euro-Kandidaten: Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Kroatien – und als einziges westeuropäisches Land Schweden. Eine politische Verpflichtung, den Euro einzuführen, gibt es allerdings nicht. 2003 stimmten die Schweden in einer Volksabstimmung für die Krone und gegen den Euro als Zahlungsmittel ab.

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Welches EU-Land ist zuletzt dem Euro beigetreten?

Erläuterung

Estland trat als 17. Land 2011 der Eurozone bei, Lettland als 18. Land 2014, Litauen war am 1. Januar 2015 das 19. und bislang letzte neue Mitglied der Eurozone.

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Welches Land könnte als nächstes den Euro einführen?

Erläuterung

Bulgarien könnte das zwanzigste Mitgliedsland der Währungsgemeinschaft werden. Der Balkanstaat will sich im ersten Halbjahr 2018 offiziell um den Beitritt zur Eurozone bewerben. Bulgarien erfüllt alle formalen Kriterien für den Beitritt. Das Haushaltsdefizit des Landes betrug 2017 Null Prozent, die Staatsverschuldung knapp 27 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Preissteigerungsrate war mit 1,4 Prozent moderat und die Wirtschaft wuchs mit zuletzt 3,9 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt. Der Kurs der bulgarischen Währung Lew ist bereits fest an den Euro gebunden. Allerdings gehört Bulgarien auch zu den ärmsten Ländern der EU. Slowenien trat bereits am 1. Januar 2007 Eurozone bei. In Dänemark stimmte im Jahr 2000 eine Mehrheit von 53,1 Prozent gegen den Euro.

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Am 25. März 1957, also vor gut 60 Jahren, wurden die Römischen Verträge unterzeichnet. Was steht drin?

Erläuterung

Die Römischen Verträge sind die Gründungsverträge der damaligen Europäischen Gemeinschaften (EG), heute Europäische Union (EU). Frankreich, Deutschland, Italien und die Beneluxstaaten unterzeichneten nur 12 Jahre nach dem 2. Weltkrieg in der italienischen Hauptstadt einen Vertrag über eine weitreichende Zusammenarbeit, durch die sogar eine Vorform des Europäischen Parlaments gegründet wurde. Die EG bestanden damals aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom). Diese bildeten gemeinsam mit der bereits bestehenden Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) die damalige EG.

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Wie viele der 740 Millionen Europäerinnen und Europäer zahlen mit dem Euro?

Erläuterung

Der Euro ist heute gesetzliches Zahlungsmittel für rund 337 Millionen Menschen. Die Währungsunion hat 19 Mitgliedstaaten.

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Die Europäische Zentralbank hat die langsame Abschaffung eines Geldscheins beschlossen. Welcher ist es?

Erläuterung

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) beschloss im Mai 2016, die Ausgabe des lilafarbenen 500-Euro-Scheins Ende 2018 einzustellen. Mit der langsamen Abschaffung des größten Scheins sollen Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit eingedämmt werden. Einen 1000-Euro-Schein hat es nie gegeben.

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Seit wann erfüllt Deutschland alle Maastricht-Kriterien?

Erläuterung

Im Jahr 2017 lag die Verschuldung Deutschlands bei gut 65 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) – und damit über der im Vertrag von Maastricht festgelegten Regel, dass die Gesamtverschuldung der EU-Staaten nicht mehr als 60 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen soll. Erst 2019 soll Deutschland laut Prognosen die europäische Schuldenobergrenze von 60 Prozent des BIP einhalten. Im Vertrag von Maastricht einigten sich die EU-Staaten 1992 auf sogenannte Konvergenzkriterien, wonach zum Beispiel das jährliche Haushaltsdefizit von Mitgliedsstaaten höchstens drei Prozent und der staatliche Schuldenstand maximal 60 Prozent des BIP betragen darf. Auch der Schuldenstand von Griechenland, Italien oder Frankreich ist laut Maastricht zu hoch.

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Auf welchen dieser Münzen ist in Deutschland der Eichenzweig zu sehen?

Erläuterung

Auf den 1- und 2-Euro-Münze ist der Bundesadler, auf den 10-, 20- und 50-Cent-Münzen das Brandenburger Tor und auf den 1-, 2- und 5-Cent-Münzen der Eichenzweig zu sehen. Die Abbildung folgt Traditionen in der Geschichte des deutschen Geldes. Der Eichenzweig war bereits auf Pfennigstücken abgebildet.

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In welcher dieser Städte ist der Euro Zahlungsmittel?

Erläuterung

Auf Zypern (Hauptstadt: Nikosia) wurde der Euro 2008 gleichzeitig mit Malta als Zahlungsmittel eingeführt. In Schweden (Göteborg) wird mit der Krone bezahlt, in Kroatien (Split) mit Kuna.

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Was schlug der französische Präsident Emmanuel Macron 2017 zur Stabilisierung der EU vor?

Erläuterung

In zwei Reden schlug Macron im September 2017 eine Vertiefung und Neuordnung Europas vor. Dazu gehören seiner Meinung nach ein Finanzminister, ein Budget und ein eigenes Parlament für die Eurozone, außerdem eine gemeinsame Verteidigungspolitik und eine EU-Asylbehörde. Derzeit sei die EU "zu langsam, zu schwach, zu ineffizient", sagte Macron. Nur ein starkes Europa könne sich den Herausforderungen einer globalisierten Welt stellen.

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Welche Steuern erhebt die EU?

Erläuterung

Die Europäische Union hat bislang nicht die Kompetenzen, eigene Steuern zu erheben. Die Mitgliedstaaten führen derzeit etwa knapp ein Prozent ihrer Wirtschaftsleistung als ihren Anteil am EU-Haushalt ab. Um das Gewicht der EU zu stärken, schlug der französische Staatspräsident Emmanuel Macron im September 2017 eigene Abgaben an die EU vor, zum Beispiel eine europäische Steuer auf die Produktion von Kohlenstoff. EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger regte Anfang 2018 eine gemeinsame EU-Steuer auf Plastik an.

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Wie hoch ist die Summe des im Umlauf befindlichen Euro-Bargelds?

Erläuterung

Trotz Online-Einkäufen und Kartenzahlung hat die Menge des sich im Umlauf befindlichen Euro-Bargelds stark zugenommen. Wurden bei der Einführung des Euro Anfang 2002 Scheine und Münzen im Wert von 220 Milliarden Euro in Umlauf gebracht, waren es zwei Jahre später schon 500 Milliarden Euro. 2014 wurde die Marke von einer Billion Euro geknackt. Ende 2016 waren gut 1,1 Billionen oder 1 100 Milliarden Euro bar im Umlauf. Das hängt einerseits mit der Ausweitung der Eurozone um mehrere Länder zusammen, andererseits horten laut Bundesbank auch viele Menschen Bargeld zu Hause. Ein weiterer Grund: Die internationale Etablierung des Euro. Vor allem in Osteuropa, Südamerika und Asien gilt die Währung als sicheres Zahlungsmittel.

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Wie viele Banken kontrolliert die Europäische Zentralbank?

Erläuterung

Seit November 2014 ist die Europäische Zentralbank für die Kontrolle der 120 größten Institute im Währungsgebiet verantwortlich, darunter sind auch 21 deutsche Banken. Die gemeinsame Aufsicht ist der erste Schritt auf dem Weg zur geplanten europäischen Bankenunion. Diese soll verhindern, dass erneut Steuermittel zur Rettung insolventer Geldhäuser aufgewendet werden müssen. Das Gros der etwa 6 000 Banken und Sparkassen in der Eurozone wird weiter von nationalen Behörden kontrolliert.

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Welche Länder haben im Rahmen der europäischen Schuldenkrise bereits Finanzhilfen aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM oder seinem Vorgänger EFSF (Europäische Finanzstabilisierungsfaszilität) erhalten?

Erläuterung

Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern erhielten im Rahmen der Eurokrise Finanzhilfen in Milliardenhöhe, um ihre Haushalte zu stabilisieren. Im Gegenzug mussten die Staaten sich zu einem strikten Sparkurs verpflichten. Ende September 2017 hatten die Krisenstaaten noch Verbindlichkeiten in Höhe von 254 Milliarden Euro beim ESM, davon allein Griechenland 170 Milliarden Euro.

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Wie groß ist Europas finanzieller Rettungsschirm?

Erläuterung

Das anfängliche Stammkapital des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM beträgt 700 Milliarden Euro, davon entfallen auf Deutschland 190 Mrd. Euro. Die Fragen der Haftung sind nicht nur in Deutschland umstritten. Während einige befürchten, Deutschland könne bei der Pleite eines größeren Euro-Mitgliedsstaats sogar unbegrenzt zur Haftung gezogen werden, meinen andere, die Größe des ESM reiche bei weitem nicht aus, falls ein größerer Staat insolvent würde.

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Wie groß ist das wirtschaftliche Gewicht Großbritanniens innerhalb der EU?

Erläuterung

Das „Europa der 27“ wird ohne die Briten im Ranking der globalen Wirtschaftsmächte auf Rang drei hinter den USA und China zurückfallen. Nach Zahlen der Industrieländer-Organisation OECD kamen 2015 die 28 EU-Staaten zusammen noch auf eine jährliche Wirtschaftsleistung von 19 700 Milliarden Dollar. Ohne Großbritannien werden der EU rund 2 800 Milliarden Dollar Bruttoinlandsprodukt (BIP) fehlen. Es ist damit nach Deutschland zweitwichtigste Wirtschaftsmacht der EU..

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Es gibt eine frühe Vorform des Euro. Wer führte sie ein?

Erläuterung

Bereits Karl der Große (747/8-814) ließ einheitliche Silbermünzen prägen. Zu Blütezeiten war er Herrscher über ein Gebiet, dass etwa das heutige Frankreich, Teile Polens und Kroatiens umfasste sowie vom heutigen Deutschland bis fast zur südlichen Spitze Italiens reichte. Hier führte er um 790 das karolingische Pfund als für das ganze Reich gültiges Münzsystem ein.

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Wer sagte: "In einem Fall war ich wie ein Diktator, siehe Euro"?

Erläuterung

Im einem Interview kurz nach der Einführung des Euro im März 2002 sagte der einstige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU, 1930-2017), bei der Abschaffung der D-Mark habe er gegen den Willen der Deutschen gehandelt. "In einem Fall war ich wie ein Diktator, siehe Euro." Der überzeugte Europäer Kohl, der den Euro für ähnlich wichtig hielt wie die Wiedervereinigung, meinte: "Eine Volksabstimmung über die Einführung des Euro hätten wir verloren. Das ist ganz klar. Ich hätte sie verloren.“ Vor allem im Osten Deutschlands hätten, so die Meinung Kohls, viele gegen den Euro gestimmt.

Quelle: Paul, Jens Peter: Bilanz einer gescheiterten Kommunikation: Fallstudien zur deutschen Entstehungsgeschichte des Euro und ihrer demokratietheoretischen Qualität. Dissertation. Frankfurt a.M. 2010, S. 287.

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In welchem Vertragswerk wurde die rechtliche Grundlage für eine gemeinsame europäische Währung gelegt?

Erläuterung

Grundlage der Europäischen Währungsunion (EWU) ist der Vertrag von Maastricht, in dem die Beitrittsbedingungen sowie die Aufgaben und Strukturen der Europäischen Zentralbank beziehungsweise des Eurosystems geregelt sind. Er wurde am 7. Februar 1992 in der niederländischen Stadt Maastricht von den damals zwölf EU-Ländern unterschrieben. Später folgten weitere EU-Länder, die diesem Vertrag dann ebenfalls zustimmten. Der Euro wurde 1999 zunächst nur als Buchgeld eingeführt – man konnte ihn also schon von einem Girokonto zum anderen überweisen. Erst seit 2002 gibt es den Euro auch als Bargeld.

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Wie hoch ist der Anteil der Beiträge Deutschlands am EU-Haushalt?

Erläuterung

Aufgrund seiner Größe und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zahlt Deutschland den größten Beitrag zum EU-Haushalt. Rund 22 Prozent des Etats werden vom deutschen Steuerzahler finanziert. Deutschland ist auch ein großer Empfänger von EU-Leistungen und profitiert in besonderem Maße von den Vorteilen des Binnenmarkts. Die Größe des Etats liegt derzeit etwa bei 150 Milliarden Euro pro Jahr, knapp ein Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der EU.

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Wie heißt der einzige westeuropäische Beitrittskandidat zum Euro?

Erläuterung

Vertraglich haben sich alle EU-Mitgliedsstaaten außer Dänemark und Großbritannien dazu verpflichtet, den Euro einzuführen. 19 Länder haben den Euro bereits eingeführt, sieben Länder sind also noch Euro-Kandidaten: Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Kroatien – und als einziges westeuropäisches Land Schweden. Eine politische Verpflichtung, den Euro einzuführen, gibt es allerdings nicht. 2003 stimmten die Schweden in einer Volksabstimmung für die Krone und gegen den Euro als Zahlungsmittel ab.

Welches EU-Land ist zuletzt dem Euro beigetreten?

Erläuterung

Estland trat als 17. Land 2011 der Eurozone bei, Lettland als 18. Land 2014, Litauen war am 1. Januar 2015 das 19. und bislang letzte neue Mitglied der Eurozone.

Welches Land könnte als nächstes den Euro einführen?

Erläuterung

Bulgarien könnte das zwanzigste Mitgliedsland der Währungsgemeinschaft werden. Der Balkanstaat will sich im ersten Halbjahr 2018 offiziell um den Beitritt zur Eurozone bewerben. Bulgarien erfüllt alle formalen Kriterien für den Beitritt. Das Haushaltsdefizit des Landes betrug 2017 Null Prozent, die Staatsverschuldung knapp 27 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Preissteigerungsrate war mit 1,4 Prozent moderat und die Wirtschaft wuchs mit zuletzt 3,9 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt. Der Kurs der bulgarischen Währung Lew ist bereits fest an den Euro gebunden. Allerdings gehört Bulgarien auch zu den ärmsten Ländern der EU. Slowenien trat bereits am 1. Januar 2007 Eurozone bei. In Dänemark stimmte im Jahr 2000 eine Mehrheit von 53,1 Prozent gegen den Euro.

Am 25. März 1957, also vor gut 60 Jahren, wurden die Römischen Verträge unterzeichnet. Was steht drin?

Erläuterung

Die Römischen Verträge sind die Gründungsverträge der damaligen Europäischen Gemeinschaften (EG), heute Europäische Union (EU). Frankreich, Deutschland, Italien und die Beneluxstaaten unterzeichneten nur 12 Jahre nach dem 2. Weltkrieg in der italienischen Hauptstadt einen Vertrag über eine weitreichende Zusammenarbeit, durch die sogar eine Vorform des Europäischen Parlaments gegründet wurde. Die EG bestanden damals aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom). Diese bildeten gemeinsam mit der bereits bestehenden Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) die damalige EG.

Wie viele der 740 Millionen Europäerinnen und Europäer zahlen mit dem Euro?

Erläuterung

Der Euro ist heute gesetzliches Zahlungsmittel für rund 337 Millionen Menschen. Die Währungsunion hat 19 Mitgliedstaaten.

Die Europäische Zentralbank hat die langsame Abschaffung eines Geldscheins beschlossen. Welcher ist es?

Erläuterung

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) beschloss im Mai 2016, die Ausgabe des lilafarbenen 500-Euro-Scheins Ende 2018 einzustellen. Mit der langsamen Abschaffung des größten Scheins sollen Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit eingedämmt werden. Einen 1000-Euro-Schein hat es nie gegeben.

Seit wann erfüllt Deutschland alle Maastricht-Kriterien?

Erläuterung

Im Jahr 2017 lag die Verschuldung Deutschlands bei gut 65 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) – und damit über der im Vertrag von Maastricht festgelegten Regel, dass die Gesamtverschuldung der EU-Staaten nicht mehr als 60 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen soll. Erst 2019 soll Deutschland laut Prognosen die europäische Schuldenobergrenze von 60 Prozent des BIP einhalten. Im Vertrag von Maastricht einigten sich die EU-Staaten 1992 auf sogenannte Konvergenzkriterien, wonach zum Beispiel das jährliche Haushaltsdefizit von Mitgliedsstaaten höchstens drei Prozent und der staatliche Schuldenstand maximal 60 Prozent des BIP betragen darf. Auch der Schuldenstand von Griechenland, Italien oder Frankreich ist laut Maastricht zu hoch.

Auf welchen dieser Münzen ist in Deutschland der Eichenzweig zu sehen?

Erläuterung

Auf den 1- und 2-Euro-Münze ist der Bundesadler, auf den 10-, 20- und 50-Cent-Münzen das Brandenburger Tor und auf den 1-, 2- und 5-Cent-Münzen der Eichenzweig zu sehen. Die Abbildung folgt Traditionen in der Geschichte des deutschen Geldes. Der Eichenzweig war bereits auf Pfennigstücken abgebildet.

In welcher dieser Städte ist der Euro Zahlungsmittel?

Erläuterung

Auf Zypern (Hauptstadt: Nikosia) wurde der Euro 2008 gleichzeitig mit Malta als Zahlungsmittel eingeführt. In Schweden (Göteborg) wird mit der Krone bezahlt, in Kroatien (Split) mit Kuna.

Was schlug der französische Präsident Emmanuel Macron 2017 zur Stabilisierung der EU vor?

Erläuterung

In zwei Reden schlug Macron im September 2017 eine Vertiefung und Neuordnung Europas vor. Dazu gehören seiner Meinung nach ein Finanzminister, ein Budget und ein eigenes Parlament für die Eurozone, außerdem eine gemeinsame Verteidigungspolitik und eine EU-Asylbehörde. Derzeit sei die EU "zu langsam, zu schwach, zu ineffizient", sagte Macron. Nur ein starkes Europa könne sich den Herausforderungen einer globalisierten Welt stellen.

Welche Steuern erhebt die EU?

Erläuterung

Die Europäische Union hat bislang nicht die Kompetenzen, eigene Steuern zu erheben. Die Mitgliedstaaten führen derzeit etwa knapp ein Prozent ihrer Wirtschaftsleistung als ihren Anteil am EU-Haushalt ab. Um das Gewicht der EU zu stärken, schlug der französische Staatspräsident Emmanuel Macron im September 2017 eigene Abgaben an die EU vor, zum Beispiel eine europäische Steuer auf die Produktion von Kohlenstoff. EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger regte Anfang 2018 eine gemeinsame EU-Steuer auf Plastik an.

Wie hoch ist die Summe des im Umlauf befindlichen Euro-Bargelds?

Erläuterung

Trotz Online-Einkäufen und Kartenzahlung hat die Menge des sich im Umlauf befindlichen Euro-Bargelds stark zugenommen. Wurden bei der Einführung des Euro Anfang 2002 Scheine und Münzen im Wert von 220 Milliarden Euro in Umlauf gebracht, waren es zwei Jahre später schon 500 Milliarden Euro. 2014 wurde die Marke von einer Billion Euro geknackt. Ende 2016 waren gut 1,1 Billionen oder 1 100 Milliarden Euro bar im Umlauf. Das hängt einerseits mit der Ausweitung der Eurozone um mehrere Länder zusammen, andererseits horten laut Bundesbank auch viele Menschen Bargeld zu Hause. Ein weiterer Grund: Die internationale Etablierung des Euro. Vor allem in Osteuropa, Südamerika und Asien gilt die Währung als sicheres Zahlungsmittel.

Wie viele Banken kontrolliert die Europäische Zentralbank?

Erläuterung

Seit November 2014 ist die Europäische Zentralbank für die Kontrolle der 120 größten Institute im Währungsgebiet verantwortlich, darunter sind auch 21 deutsche Banken. Die gemeinsame Aufsicht ist der erste Schritt auf dem Weg zur geplanten europäischen Bankenunion. Diese soll verhindern, dass erneut Steuermittel zur Rettung insolventer Geldhäuser aufgewendet werden müssen. Das Gros der etwa 6 000 Banken und Sparkassen in der Eurozone wird weiter von nationalen Behörden kontrolliert.

Welche Länder haben im Rahmen der europäischen Schuldenkrise bereits Finanzhilfen aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM oder seinem Vorgänger EFSF (Europäische Finanzstabilisierungsfaszilität) erhalten?

Erläuterung

Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern erhielten im Rahmen der Eurokrise Finanzhilfen in Milliardenhöhe, um ihre Haushalte zu stabilisieren. Im Gegenzug mussten die Staaten sich zu einem strikten Sparkurs verpflichten. Ende September 2017 hatten die Krisenstaaten noch Verbindlichkeiten in Höhe von 254 Milliarden Euro beim ESM, davon allein Griechenland 170 Milliarden Euro.

Wie groß ist Europas finanzieller Rettungsschirm?

Erläuterung

Das anfängliche Stammkapital des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM beträgt 700 Milliarden Euro, davon entfallen auf Deutschland 190 Mrd. Euro. Die Fragen der Haftung sind nicht nur in Deutschland umstritten. Während einige befürchten, Deutschland könne bei der Pleite eines größeren Euro-Mitgliedsstaats sogar unbegrenzt zur Haftung gezogen werden, meinen andere, die Größe des ESM reiche bei weitem nicht aus, falls ein größerer Staat insolvent würde.

Wie groß ist das wirtschaftliche Gewicht Großbritanniens innerhalb der EU?

Erläuterung

Das „Europa der 27“ wird ohne die Briten im Ranking der globalen Wirtschaftsmächte auf Rang drei hinter den USA und China zurückfallen. Nach Zahlen der Industrieländer-Organisation OECD kamen 2015 die 28 EU-Staaten zusammen noch auf eine jährliche Wirtschaftsleistung von 19 700 Milliarden Dollar. Ohne Großbritannien werden der EU rund 2 800 Milliarden Dollar Bruttoinlandsprodukt (BIP) fehlen. Es ist damit nach Deutschland zweitwichtigste Wirtschaftsmacht der EU..

Es gibt eine frühe Vorform des Euro. Wer führte sie ein?

Erläuterung

Bereits Karl der Große (747/8-814) ließ einheitliche Silbermünzen prägen. Zu Blütezeiten war er Herrscher über ein Gebiet, dass etwa das heutige Frankreich, Teile Polens und Kroatiens umfasste sowie vom heutigen Deutschland bis fast zur südlichen Spitze Italiens reichte. Hier führte er um 790 das karolingische Pfund als für das ganze Reich gültiges Münzsystem ein.

Wer sagte: "In einem Fall war ich wie ein Diktator, siehe Euro"?

Erläuterung

Im einem Interview kurz nach der Einführung des Euro im März 2002 sagte der einstige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU, 1930-2017), bei der Abschaffung der D-Mark habe er gegen den Willen der Deutschen gehandelt. "In einem Fall war ich wie ein Diktator, siehe Euro." Der überzeugte Europäer Kohl, der den Euro für ähnlich wichtig hielt wie die Wiedervereinigung, meinte: "Eine Volksabstimmung über die Einführung des Euro hätten wir verloren. Das ist ganz klar. Ich hätte sie verloren.“ Vor allem im Osten Deutschlands hätten, so die Meinung Kohls, viele gegen den Euro gestimmt.

Quelle: Paul, Jens Peter: Bilanz einer gescheiterten Kommunikation: Fallstudien zur deutschen Entstehungsgeschichte des Euro und ihrer demokratietheoretischen Qualität. Dissertation. Frankfurt a.M. 2010, S. 287.

In welchem Vertragswerk wurde die rechtliche Grundlage für eine gemeinsame europäische Währung gelegt?

Erläuterung

Grundlage der Europäischen Währungsunion (EWU) ist der Vertrag von Maastricht, in dem die Beitrittsbedingungen sowie die Aufgaben und Strukturen der Europäischen Zentralbank beziehungsweise des Eurosystems geregelt sind. Er wurde am 7. Februar 1992 in der niederländischen Stadt Maastricht von den damals zwölf EU-Ländern unterschrieben. Später folgten weitere EU-Länder, die diesem Vertrag dann ebenfalls zustimmten. Der Euro wurde 1999 zunächst nur als Buchgeld eingeführt – man konnte ihn also schon von einem Girokonto zum anderen überweisen. Erst seit 2002 gibt es den Euro auch als Bargeld.

Wie hoch ist der Anteil der Beiträge Deutschlands am EU-Haushalt?

Erläuterung

Aufgrund seiner Größe und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zahlt Deutschland den größten Beitrag zum EU-Haushalt. Rund 22 Prozent des Etats werden vom deutschen Steuerzahler finanziert. Deutschland ist auch ein großer Empfänger von EU-Leistungen und profitiert in besonderem Maße von den Vorteilen des Binnenmarkts. Die Größe des Etats liegt derzeit etwa bei 150 Milliarden Euro pro Jahr, knapp ein Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der EU.