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Veranstaltungen: Dokumentation

25.6.2009

60 Jahre Grundgesetz: Muslime im demokratischen Verfassungsstaat

Schlusswort von Assem Hefny, Zukunftsforum Islam, und Christoph Müller-Hofstede, Bundeszentrale für politische Bildung

Herr Hefny und Herr Müller-Hofstede brachten die interessanten Vorträge und spannenden Diskussionen der Veranstaltung auf einen Punkt.

Herr Hefny brachte die interessanten Vorträge und spannenden Diskussionen der Veranstaltung auf einen Punkt. Der Koran werde nur durch Menschen zum Sprechen gebracht, sagte er, und deswegen sei eine neue Auslegung möglich und äußerst wünschenswert. Ein guter Muslim werde nicht an der Religion gemessen, sondern an seinem Verhalten. Als die Scharia entstanden sei, hätten die Menschen andere Probleme gehabt als heute. Auf die neuen Probleme unserer Zeit müssten neue Antworten gefunden werden. Er plädierte dafür, den Islam zeitgemäß zu interpretieren. Er sehe deswegen zwischen Scharia und dem Grundgesetz keinen Konflikt. Hefny bestritt nicht, dass es oftmals Probleme bei der Auslegung der Scharia gebe. Im Moment gebe es deswegen Unterschiede zwischen bestimmten Auslegungen der Scharia und Grundgesetz. Dieser "so-sein"-Zustand schließe aber den angestrebten "soll-sein"-Zustand, bei dem es keine Differenzen mit dem Grundgesetz mehr gebe, nicht aus.

Christoph Müller-Hofstede bedankte sich im Namen der Bundeszentrale für politische Bildung beim Publikum bei den zahlreichen Mitgliedern des Zukunftsforums Islam, die über ein Jahr lang diese Veranstaltung ehrenamtlich und mit großem Einsatz vorbereitet hätten. Herr Müller-Hofstede zeigte sich davon überzeugt, dass im Zukunftsforum Islam eine neue Generation von modernen jungen Muslimen in Deutschland in Erscheinung trete, die wichtige Beiträge für die weitere Einbürgerung des Islam in die demokratische Verfassungsordnung leisten werde. Die Bundeszentrale für politische Bildung werde daher die Arbeit des Zukunftsforum Islam weiterhin fördern und unterstützen.


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