Veranstaltungen: Dokumentation

7.2.2007 | Von:
Uwe Knüpfer

"Wir schreiben aus der Ruhrgebietsperspektive"

Uwe Knüpfer über pdf-Zeitungen und typische Ruhrbürger

Interview mit Uwe Knüpfer, Chefredakteur der neuen Internetzeitung "OnRuhr", über die Vorteile von Internetzeitungen.

bpb: Pdf-Zeitungen boomen, auch "OnRuhr" ist eine Lokalzeitung in pdf-Format. Wieso kommt das erst jetzt?

Knüpfer: Das Internet als Vertriebsweg für Zeitungen ist zwar naheliegend, vor allem weil pdf ja kein neues Format ist. Aber man braucht einen Breitbandzugang zum Internet, ohne den dauert es bis übermorgen, bis Sie eine Seite runtergeladen haben. Jetzt gibt es die technischen Voraussetzungen.

bpb: Wieso halten Sie das Ruhrgebiet für ideal für diesen Zweck?

Knüpfer: Das Ruhrgebiet ist der größte urbane Ballungsraum, den wir haben. Aber die Infrastruktur ist total unterentwickelt, das gilt für den Verkehr genauso wie die Medien. Der typische Ruhrbürger kann in Oberhausen geboren sein, in Essen wohnen, ist Mitglied vom MSV Duisburg und fährt zum Theater nach Bochum. Aber es gibt nur Zeitungen, die entweder nur das Lokale abdecken – oder alles. Wir wollen beides.

bpb: Wie soll das funktionieren?

Knüpfer: Wir sehen das Ruhrgebiet als Einheit. Wir wollen das Medium für den typischen Ruhrstädter werden. Unsere Maxime ist: Wir schreiben immer aus der Ruhrgebietsperspektive. Im Sport, in der Kultur, in der Politik. Und in den Lokalteilen sowieso.

bpb: Das ist etwas, das eine Zeitung wie etwa die WAZ, Ihr ehemaliger Arbeitgeber, doch auch leisten kann. Was ist Ihr Vorteil gegenüber Print?

Knüpfer: Als traditionelle Zeitung könnten wir unser Projekt gar nicht stemmen. Wir hingegen haben keine Vertriebs- und keine Druckkosten, geringere Verwaltungskosten. Und vor allem haben wir keine Platzbeschränkung. Wenn die Kulturredaktion anruft und sagt, sie hat sechs Seiten geplant, aber dann kommt einer und hat noch spannden Stoff, dann machen wir eben sieben Kulturseiten. Punkt 00:00 Uhr jede Nacht ist die neue Ausgabe bereit. So, wie wir momentan aufgestellt sind, haben wir keine Konkurrenz. Sobald wir in Print erscheinen würden, hätten wir ein Problem.

Interview: Anne Haeming


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