Veranstaltungen: Dokumentation

27.9.2005 | Von:
Zur Person

Eine Zeitung für alle Lebensphasen

Andreas Gruhl über die Zielgruppe Familie in der Zeitung

bpb: Was ist das Spezielle an der Zielgruppe Familie?

Gruhl: Das Besondere ist, dass die Familie nicht mehr so ist wie vor 20 Jahren. Die Klischeefamilie gibt es nicht mehr – sie wurde abgelöst von verschiedenen Familienmodellen.

bpb: Wie können sich Zeitungen diese Zielgruppe erschließen?

Gruhl: Sie müssen sich Gedanken machen, wie man das Thema Familie so aufgreifen kann, dass sich die Familien von heute in der Zeitung wiederfinden. Lokalzeitungen könnten zum Beispiel nicht nur über soziale Einrichtungen berichten, sondern verschiedene Freizeitmöglichkeiten in der Region darstellen. Die Zeitungen müssen das Thema Familie positiv aufgreifen. Ihre Ratgeberfunktion sehe ich als zentral. Das sieht man auch im Zeitschriftenbereich, dort werden verschiedene Lebensphasen abgedeckt, sie fungieren als Lebensbegleiter. Diese Funktion könnten und sollten auch Zeitungen glaubwürdig besetzen.

bpb: Könnten Sie Beispiele nennen?

Gruhl: Wir haben beispielsweise eine Aktion mit der Westdeutschen Zeitung gemacht, bei der die Zielgruppe Familie eine zentrale Rolle spielte: In den Sommermonaten wurde generell über Familienthemen berichtet, verknüpft mit Tipps und Anregungen. Das war Mehrwert auf regionaler Ebene.

bpb: Kann dieses Konzept Erfolg haben, um Familien als Abonnenten zu gewinnen?

Gruhl: Das funktioniert im Zeitschriftenbereich – warum sollte es nicht auch bei Tageszeitungen klappen? Familien sind eine sehr große Zielgruppe. Tageszeitungen haben auch in Zukunft eine absolute Daseinsberechtigung, auch als Anbieter von Mehrwert für Familien. Eine langfristige Bindung an die Zeitung kann aufgebaut werden. Die reine Nachrichtenfunktion wird ja mittlerweile auch über andere Medien abgedeckt: Da wirken die familien-nahen Themen der Austauschbarkeit entgegen.

Interview und Foto: Anne Haeming


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