Veranstaltungen: Dokumentation

27.9.2005

Familien im Redaktionsalltag

Teilnehmende erzählen von Seminar und Praxis

Sabine Rakitin, Märkische Oderzeitung

Inhaltlich war alles sehr gut vorbereitet, besonders interessant fand ich die Praktiker unter den Referenten. Was die Arbeitsgruppen angeht, hätte ich mir allerdings gewünscht, dass wir mehr über Aspekte der journalistischen Herangehensweise gesprochen hätten, etwa: Welche Vorteile und Nachteile hat eine wöchentliche Themenseite über Familie? Einige Ideen des Seminars werde ich auf Brandenburg herunterbrechen und auch endlich umsetzen, was ich schon immer einmal machen wollte: einen Text über neu zugezogene Familien.

Patrick Fritsch, Badisches Tagblatt

Es war mein drittes Modellseminar – und die Zusammensetzung der Teilnehmer war noch nie so anregend. Die Themen und Referenten waren rundweg spannend, ich konnte sehr viele Ideen mitnehmen. Ganz klar, wir setzen das noch in diesem Jahr um. Es sollen nicht immer nur die Krisenfälle im Blatt auftauchen, wir wollen den Alltag mit seinen ganzen positiven Facetten zeigen. Die Leser sollen merken: "Denen geht´s genauso wie uns". Ein Titel für die Serie ist mir auch schon eingefallen - aber den verrate ich nicht.

Daniela Hoffmann, Mannheimer Morgen

Es war ein sehr praxisnahes Seminar, ich habe unglaublich viele Anregungen bekommen. Und ich habe gemerkt, dass gerade "Familie" ein Thema ist, bei dem es oft schwer fällt, die professionelle Distanz zu wahren. Man muss aufpassen, dass kein Betroffenheitsjournalismus daraus wird. Und warum sollten nicht auch kinderlose Singles über Familienthemen schreiben? Ganz wichtig war meiner Meinung, dass im Modellseminar aufgezeigt wurde, wie man als Tageszeitungsjournalist auch eine Ratgeberfunktion übernehmen kann. Die Zeitung kann auch stützend wirken. Und ich werde in der Redaktion anregen, diese Aspekte stärker ins Blatt zu holen.

Christoph Mayer, Südwest Presse

Das breite Themenspektrum und die Auswahl der Referenten waren wirklich sehr gut, gleichzeitig war das Programm natürlich auch etwas stressig, teilweise vielleicht ein wenig überladen. Wir haben letztes Jahr im November eine dreiwöchige Familienserie im Blatt gehabt. Aber klar, wir haben ganz schnell festgestellt, dass es damit nicht getan ist. Das Thema Familie ist so facettenreich, das muss dauerhaft in der Zeitung präsent sein. In den Arbeitsgruppen haben wir so viele Ideen entwickelt, dass wir bei uns bestimmt einige davon weiterführen werden. Etwa, indem wir eine wöchentliche Rubrik zum Thema Familie einrichten.

Joachim Braun, Seminar-Leiter, Tölzer Kurier

Mir hat das Seminar gut gefallen, die Referenten waren ausnahmslos thematisch interessant. Nur die kontroversen Diskussionen nach den Vorträgen habe ich ein wenig vermisst. Ich finde, es hat was gefruchtet, wir haben in gewisser Weise Neuland betreten, indem wir zum ersten mal Familienthemen gebündelt haben. Denn gerade für den Journalismus wird diese Zielgruppe immer wichtiger. Wenn Zeitungen nicht auf Dauer nicht ihre Leser verlieren wollen, dann müssen sie was tun.

Protokoll und Fotos: Anne Haeming


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