Veranstaltungen: Dokumentation

6.7.2005 | Von:
Ralf Kubbernuß

Jugend ohne Politik

Interview mit NRZ-Projektredakteur Ralf Kubbernuß

Welche Zeitungsartikel würden Jugendliche am ehesten lesen? Am besten, sie schreiben sie gleich selbst, meint Ralf Kubbernuß, Projektredakteur der Neuen Ruhr Zeitung. Im Interview beantwortet er Fragen zu Konzept, Layout und Redaktionsalltag von Jugendseiten am Beispiel vom "teXter" der NRZ.

bpb: Was ist Ihrer Meinung nach ein geeignetes Konzept für eine Jugendseite in der Zeitung?

Kubbernuß: Idealerweise ist es eine lokale Jugendseite, die von Jugendlichen für Jugendliche gemacht wird. Den lokalen Charakter dieser Seite halte ich für enorm wichtig: Die Jugendlichen sollen dort finden, was vor ihrer Haustüre passiert. Sie sollen handfeste Tipps bekommen, etwa über den aktuellen In-Laden der Gegend.

bpb: Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen?

Kubbernuß: Für die Redaktion unserer wöchentlichen Jugendseite arbeiten zehn bis zwanzig Jugendliche. Es ist wichtig, dass es soviele junge Autoren sind, damit sie beim Produzieren nicht unter Druck geraten sondern sich Zeit lassen können. Und dann gibt es noch mehrere richtige Redakteure, die die Seite betreuen.

bpb: Wie haben Sie diese jungen Journalisten gefunden?

Kubbernuß: Zum einen haben wir mehrere Schulprojekte gestartet, um Schüler fürs Zeitunglesen und Zeitungmachen zu begeistern. Zum anderen haben wir natürlich bei uns im Blatt ständig Ausschreibungen, mit denen wir zum Mitmachen aufrufen.

bpb: Wie wird bei Ihnen entschieden, worüber geschrieben wird? Gibt es typische Themen?

Kubbernuß: Naja, unser Schwerpunkt liegt auf lokalen Geschichten. Aber ansonsten ist das bei uns eine absolut demokratische Veranstaltung. Themen werden vorgeschlagen, Themen werden abgelehnt. Und viele Ideen, die wir in der Redaktion haben, wollen die Jugendlichen einfach nicht. Unsere Erfahrung ist, dass die jungen Kollegen vor allem die politischen Themen zurückweisen.

bpb: Haben Sie ein bestimmtes Layout für die "teXter"-Seite?

Kubbernuß: Wir haben natürlich bestimmte übergeordnete Layoutregeln, die vom Blatt vorgegeben sind. Aber innerhalb dieser Regeln können wir ziemlich viel machen, das ändert sich ständig. Wir haben zum Beispiel zu unserem 25-monatigen Bestehen eine Jubiläumsausgabe herausgegeben: eine eigene "teXter"-Zeitung.

Interview und Foto: Anne Haeming


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