30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
Veranstaltungen: Dokumentation

20.10.2004

"Es kommt darauf an, die Welt zu interpretieren und zu verändern"

Kurzbiografien und Thesenpapiere der Teilnehmer

Hier finden Sie Kurzbiografien und Thesenpapiere der Teilnehmenden.

Dr. Christoph Bertram
(Jg. 1937) leitet seit 1998 die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), die die Bundesregierung und den Bundestag in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik berät. Zuvor war er ab 1982 außenpolitischer Redakteur der Wochenzeit DIE ZEIT und Mitglied des Redaktionsausschusses des Foreign Policy Magazine in Washington. Zuvor war er ab 1967 Mitarbeiter, ab 1974 dann Leiter des International Institute for Strategic Studies (IISS) in London. Dr. Bertram publiziert kontinuierlich zu Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik in den unterschiedlichsten Foren.

Dr. Stephan Böckenförde
(Jg. 1964) arbeitet als freiberuflicher Politikwissenschafler in Berlin vor allem zur Außen- und Sicherheitspolitik der Vereinigten Staaten. Er ist u. a. als Lehrbeauftragter für die FU Berlin und die TU Dresden tätig, war zuvor u. a. Forschungsassistent der Stiftung Wissenschaft und Politik, davor Forschungsaufenthalte in Washington, D.C. und Seattle.
Jüngste Veröffentlichungen sind u. a. Die War Powers Resolution als ein mögliches Modell für ein Entsendegesetz/Parlamentsbeteiligungsgesetz. Osnabrück: Deutsche Stiftung Friedensforschung, 2004; "Unilateralismus - Die USA", in: Bernhard Rinke, Wichard Woyke (Hrsg.), Frieden und Sicherheit im 21. Jahrhundert. Eine Einführung, Opladen 2004, S. 151-171.

  • PDF-Icon Thesenpapier (PDF-Version: 76 KB)

    Franz H. U. Borkenhagen
    (Jg. 1945) ist seit 1999 Mitglied des Planungsstabes des Bundesministeriums der Verteidigung, den er – nach einer kurzen zwischenzeitlichen Tätigkeit als Ministeriumssprecher – seit Juli 2002 leitet. Zuvor war er Büroleiter des damals stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Johannes Rau und führte die Abteilung Organisation des SPD-Bundesvorstandes, bevor er zwischen 1991 und 1998 die Referate Europapolitik in der NRW-Staatskanzlei sowie im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes NRW leitete. Zwischen 1965 und 1984 war er als Offizier in verschiedenen Verwendungen tätig, darunter auch als Military Fellow des Institutes für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH). Franz H. U. Borkenhagen veröffentlicht zu den Themen Bundeswehr sowie Europa-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

    Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried von Bredow
    (Jg. 1944) lehrt seit 1972 Politikwissenschaft an der Philipps-Universität in Marburg. Seine Foschungsschwerpunkte liegen auf den Feldern der deutschen Außenpolitik, der Entwicklung des Verhältnisses von Militär und Gesellschaft, der politischen Theorie und dem politischen System Kanadas. Weitere Lehrtätigkeiten in Oxford, Toulouse, Toronto, Saskatoon und Lille. Zwischen 1999 und 2001 war er zudem Präsident der Gesellschaft für Kanada-Studien in den deutschsprachigen Ländern.
    Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören u. a. Die Außenpolitik Kanadas, Wiesbaden, 2003; Demokratie und Streitkräfte: Militär, Staat und Gesellschaft in Deutschland, Wiesbaden, 2000; Tückische Geschichte: Kollektive Erinnerung an den Holocaust, Stuttgart, 1996.

    Knut Brünjes
    (Jg. 1952) ist seit 2001 Leiter der Unterabteilung Außenwirtschafts- und Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und Standortbewerbung. Zuvor leitete er das Referat Außenwirtschaftspolitik und war in den Jahren 1996 bis 2000 Leiter der WTO-Einheit bei der Ständigen Vertretung Deutschlands in Genf. Von 1990 bis 1996 war er Büroleiter der Minister Möllemann und Rexrodt, nachdem er bereits von 1982 bis 1986 stellvertretender Büroleiter gewesen war. Darüber hinaus war er zwischenzeitig Referent in der Energieabteilung des Wirtschaftsministeriums sowie Referent der FDP-Bundestagsfraktion.

    Dr. Uschi Eid
    (Jg. 1949) ist seit 1998 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, seit 2001 zudem G8-Afrika-Beauftragte des Bundeskanzlers und seit 2004 Mitglied des Beratungsausschusses des UN-Generalsekretärs der Vereinten Nationen zu Wasser und sanitärer Grundversorgung. 1980 den Grünen beigetreten, war sie von 1985 bis 1990 und ab 1994 wieder Mitglied des Bundestages und jeweils in entwicklungspolitischen Gremien und Funktionen aktiv. Von 1992 bis 1994 war sie zudem im Auftrag der Deutschen Ausgleichsbank (DTA) und der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) in Eritrea tätig.

    Dr. Silvia Engels
    (Jg. 1969) arbeitet seit 2004 im Berliner Hauptstadtbüro des Deutschlandfunks. Seit 2001 ist sie Redakteurin für Aktuelles/Zeitgeschehen im Deutschlandfunk, nachdem sie bereits zwischen 1995 und 1998 - parallel zur Arbeit an ihrer Dissertation über die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Visegrad-Staaten Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei - als freie Mitarbeiterin und 1998/99 als Volontärin für den DLF tätig war. In den Jahren 2000/2001 war sie stellvertretende Leiterin der Wirtschaftsredaktion des Rheinischen Merkur.

    Gernot Erler
    (Jg. 1944) ist seit 1987 Mitglied des Bundestages. Er ist derzeit als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion zuständig für die Gebiete Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik sowie Menschenrechte und Humanitäre Hilfe; darüber hinaus koordiniert er die internationale Arbeit der Fraktion und ist stellvertretender Sprecher der "Parlamentarischen Linken." Als studierter Slawist nimmt er ehrenamtlich führende Aufgaben in Institutionen wie der Südosteuropa-Gesellschaft, der West-Ost-Gesellschaft Südbaden, dem Deutsch-Bulgarischen Forum oder der Deutsch-Kasachischen Gesellschaft wahr. Von Beruf Redakteur, leitete er vor seinem Bundestagsmandat den Freiburger Dreisam-Verlag.

    Prof. Dr. Andreas Falke
    (Jg 1952) hat seit 2002 eine Professur für Auslandswissenschaften an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und ist seit 2004 auch Direktor des Deutsch-amerikanischen Institutes. Nach und einer Reihe von wissenschaftlichen Aufenthalten in den Vereinigten Staaten und einer mehrjährigen Tätigkeit in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der US-Botschaft war er zwischen 1992 und 2002 leitender Referent in der Wirtschaftsabteilung der Botschaft.
    Jüngste Veröffentlichungen sind u. a. "Warum gibt es keinen Sozialismus in den USA? Neue Überlegungen zu einem alten Thema" in: Welf Werner, Winfried Fluck (Hsrg.), Armut und Reichtum in den USA, Frankfurt 2003, und "Globalisierungskritik, NGOs und Politische Legitimität internationaler Organisationen: Das Beispiel der WTO, in: Harald Herrmann (Hrsg.), Grundfragen Internationaler Wirtschaft, Nürnberg 2004.

    Prof. Dr. Manfred Görtemaker
    (Jg. 1951) lehrt seit 1992 Neuere Geschichte an der Universität Potsdam mit Schwerpunkt auf der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Nach einer journalistischen Grundausbildung studierte er in Münster und Berlin; dort nahm er später eine Lehrtätigkeit an der Freien Universität auf. Ferner nahm er zahlreiche Gastprofessuren an, u.a. in Boston, Palo Alto, New York Durham (N.C.), Hanover (N.H.), Oxford und Leipzig. Zu seinen jüngeren Veröffentlichungen gehören u.a. Geschichte Europas 1850-1918, Stuttgart 2002 und Kleine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, München 2002.

    Prof. Dr. Gunther Hellmann
    (Jg. 1960) ist seit 1999 Professor für Politikwissenschaft am Institut für Vergleichende Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/M. Er war zuvor u. a. an der TU Darmstadt und an der FU Berlin beschäftigt. Er arbeitet vor allem zu Fragen der deutschen Außenpolitik, der europäischen und transatlantischen Sicherheit sowie zur Theorie der internationalen Beziehungen.
    Zu den jüngsten Veröffentlichungen gehören u. a. "Von Gipfelstürmern und Gratwanderern. Deutsche Wege in der Außenpolitik", in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. B 11 (8. März 2004), S. 32-39; "Editing (I)nternational (R)elations: A changing world", in: Journal of International Relations and Development 6: 4, S. 372-389 (mit Harald Müller); "Agenda 2020. Krise und Perspektive deutscher Außenpolitik", in: Internationale Politik, 58: 9 (September 2003), S. 39-50.

    Dr. Gunter Hofmann
    (Jg. 1942) ist zur Zeit Chefkorrespondent der "Zeit". Nach dem Studium der Politischen Wissenschaften, Philosophie und Soziologie war er zunächst für die Stuttgarter Zeitung, ab 1977 für die "Zeit" als Korrespondent in Bonn, jetzt in Berlin tätig. Zu seinen Veröffentlichungen (teilweise als Mitherausgeber) gehören u.a. Willy Brandt, Reinbek 1988; Richard von Weizsäcker im Gespräch, Frankfurt 1992; Abschiede, Anfänge: Die Bundesrepublik - eine Anatomie, München 2002.

    Dr. Werner Hoyer
    (Jg. 1951) ist seit 2002 stellvertretender Vorsitzender und außenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag. Seit 1987 ist er Mitglied des Bundestages, war von 1989 bis 1993 parlamentarischer Geschäftsführer und zudem zwischen 1990 und 1994 sicherheitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. 1994 bis 1998 war er als Staatsminister im Auswärtigen Amt tätig und in dieser Zeit u. a. als Verhandlungsführer an den Vorbereitungen zum Amsterdamer Vertrag beteiligt. Er ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung der NATO. Seit 2000 ist Dr. Hoyer Präsident der Europäischen Liberaldemokratischen Partei ELDP, nachdem er bereits 1997 zu ihrem Vizepräsidenten gewählt worden war. Seit 1997 ist er auch Mitglied des Bundesvorstandes der FDP und war in den Jahren 1993/94 FDP-Generalsekretär.

    Prof. Dr. Thomas Jäger
    (Jg. 1960) lehrt seit 1999 an der Universität Köln Internationale Politik und Außenpolitikanalyse, nachdem er zuvor an der Philipps-Universität Marburg und an der Universität Koblenz-Landau tätig war.
    Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören u. a. "Das Ende der Phantomdebatten. Die amerikanische Weltordnungspolitik zwingt Deutschland zu einer grand strategy", in: Thomas Jäger et al. (Hrsg.): Sicherheit und Freiheit. Außenpolitische, innenpolitische und ideengeschichtliche Aspekte, Baden-Baden 2004, 150-176.

    Ingolf Karnahl
    (Jg. 1942) leitet seit 1999 die RBB-Hörfunkgruppe (aus RBB, RB und SR) im ARD-Hauptstadtstudio. Seine besondere journalistische Aufmerksamkeit widmet er den deutschen Parteien und der Außen- und Sicherheitspolitik. Vor seiner Tätigkeit im ARD-Hauptstadtstudio berichtete er zwischen 1989 und 1994 für die ARD aus London und anschließend fünf weitere Jahre aus Washington, wo er bereits 1981 kurz für die ARD gearbeitet hatte. Er war 1978 über die Deister- und Weserzeitung aus Hameln und die Deutsche Welle zum SFB gekommen.

    Thilo Kößler
    (Jg. 1958) ist seit 1998 für den Deutschlandfunk tätig und leitet seit 2000 die Europaredaktion des DLF; er ist verantwortlich für das tägliche Magazin "Europa heute", die samstägliche Feature-Sendung "Gesichter Europas" sowie das Auslandsjournal "Eine Welt". Nach einem Studium der Neueren Geschichte, Neueren Deutschen Literaturgeschichte sowie Vor- und Frühgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg arbeitete er ab 1987 für den Süddeutschen Rundfunk und war in den Jahren 1990 bis 1996 als ARD-Hörfunk-Korrespondent für den Nahen Osten in Kairo tätig.

    HD Dr. habil. Raimund Krämer
    (Jg. 1952) lehrt vergleichende und internationale Politik an der Universität, sein besonderer Arbeitsschwerpunkt liegt u. a. auf der Außenpolitik der Staaten Lateinamerikas. Er ist Mitbegründer und Chefredakteur der Zeitschrift "WeltTrends".
    Jüngste Veröffentlichungen sind u. a. Die verschwundene Diplomatie, Beiträge zu Außenpolitik der DDR, Potsdam 2003 (hrg. zusammen mit Erhard Crome und Jochen Franzke); Der alte Mann und und die Insel. Essays zu Politik und Gesellschaft in Kuba, Berlin 2002.

    Dr. Stefan Mair
    (Jg. 1963) ist seit 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik und seit 2002 Mitglied der Institutsleitung der SWP. Von 1997 bis 1999 war er ferner Senior Researcher des Conflict Prevention Network der EU. Zwischen 1988 und 1991 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des ifo Institutes für Wirtschaftsforschung und lehrte zudem zwischen 1992 und 1995 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehört neben von den SWP veröffentlichten Studien und Papieren sowie zahlreichen Beiträgen in Zeitschriften und Sammelbänden u. a. Regionale Integration und Kooperation in Afrika südlich der Sahara: EAC, ECOWAS und SADC im Vergleich, Bonn 2001.

    PD Dr. Carlo Masala
    (Jg. 1968) ist derzeit am NATO Defense College in Rom beschäftigt und arbeitete zuvor an der Universität zu Köln. Sein Arbeitsschwerpunkt auf dem Feld der Außen- und Sicherheitspolitik liegt vor allem auf Fragen der Sicherheit im Mittelmeerraum, außerdem befasst er sich mit der Theorie internationaler Beziehungen.
    Zu den jüngsten Veröffentlichungen gehören u. a. Introduction into Neorealism and a dispute with its critics (mit einem Vorwort von John J. Mearsheimer und einem Nachwort von Kenneth Waltz), Baden-Baden 2004 (i. V.); NATO and the Mediterranean, Baden-Baden 2003; "The Reluctant Nation. How Public Opinion influences Security Policy", in: Ioannis Loucs (Hrsg.): Cyberwarfare, Mass-Media, Public Opinion and Security Policy, Athen 2003, S. 17-38.

    Prof. Dr. Hanns W. Maull
    (Jg. 1947) lehrt seit 1991 Internationale Beziehungen und Außenpolitik an der Universität Trier. Zuvor war er vier Jahre an der Katholischen Universität Eichstätt tätig. Er arbeitete u. a. für die Trilateral Commission als Direktor für Europa, ist Berater des Japan Center for International Exchange und wirkte zwischen 1991 und 1993 als Ko-Direktor des Forschungsinstitutes der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören u. a. (zusammen mit Ivo M. Maull) Im Brennpunkt: Korea, Geschichte, Politik, Wirtschaft, Kultur, München, 2004; Global Governance: Germany and Japan in the International System, hrg. mit Saori N. Katada und Takashi Inoguchi, Ashgate, 2004.

    Prof. Dr. Dirk Messner
    (Jg. 1962) ist seit 2003 Direktor des Deutschen Institutes für Entwicklungspolitik (Bonn); seit 2003 lehrt er zudem Politische Ökonomie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, nachdem er zuvor eine Lehrtätigkeit an der Freien Universität Berlin ausgeübt hat und gleichzeitig – seit 1995 – Wissenschaftlicher Leiter des Institutes für Entwicklung und Frieden INEF in Duisburg war. Zudem ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates für globale Umweltveränderungen. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören u. a. Zukunftsfragen der Entwicklungspolitik, Baden-Baden, 2004 (ed., gemeinsam mit Imme Scholz) und Europe's New Security Strategy - Challenges for Development Policy, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), Bonn, 2004 (gemeinsam mit Jörg Faust).

    Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers
    (Jg. 1947) lehrt seit 1987 Politik und Außenpolitik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster mit besonderen Schwerpunkten auf wissenschafts-, sicherheits-, friedens- und europapolitischen Fragen. Er ist Mitbegründer und Mitherausgeber der Zeitschrift für Internationale Beziehungen.
    Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören u. a. "Der Wandel des Kriegsbildes," in: Bernhard Rinke/Wichard Woyke (Hrg.), Frieden und Sicherheit im 21. Jahrhundert, Opladen 2004, S. 25-50; "Krieg und Frieden," in: Wichard Woyke (Hrg.): Handwörterbuch Internationale Politik, 9. Aufl. Opladen, 2004.

    Prof. Dr. Gisela Müller-Brandeck-Bocquet
    (Jg. 1956) ist seit 1996 Professorin für Politikwissenschaft an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Zuvor war sie an der Universität Trier und der LMU-München tätig. Sie arbeitet v.a. zu Frankreich und zur Europäischen Integration, hier letzthin besonders zur Außen- und Sicherheitspolitik. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen gehören: Frankreichs Europapolitik, Wiesbaden 2004; Deutsch-französische Irakpolitik – Katalysator für die europäische Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik? in: Meier-Walser, Reinhard (Hrsg.) Gemeinsam sicher? München 2004, S. 157-173.

    Prof. Dr. Herfried Münkler
    (Jg. 1951) lehrt nach einer Tätigkeit an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/M., seit 1992 an der Humboldt-Universität, Berlin, Politische Theorie und Ideengeschichte sowie Theorie und Geschichte des Krieges.
    Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören Der neue Golfkrieg, Reinbek, 2003; Die neuen Kriege, Reinbek, 2002; Über den Krieg. Stationen der Kriegsgeschichte im Spiegel ihrer theoretischen Reflexion, Frankfurt/M., 2002. Außerdem ist er Herausgeber von Politikwissenschaft. Ein Grundkurs, Hamburg 2003.

    Ministerialdirektor Bernd Mützelburg
    (Jg. 1944) leitet seit November 2002 die außen- und sicherheitspolitische Abteilung im Kanzleramt, deren stellvertretender Leiter er bereits von 1999 bis 2001 war. Er trat 1972 nach einem Jura-Studium in Mainz und Marburg in den Auswärtigen Dienst ein. Nach einem weiteren Abschluss an der Fletcher School for Law and Diplomacy in Boston waren seine diplomatischen Stationen Kingston, die UN in New York, Nairobi und Tallinn; darüber hinaus war er im Auswärtigen Amt u. a. für Abrüstung und Rüstungskontrolle zuständig und zudem zwischenzeitig Leiter der Abteilung für Globale Fragen, Vereinte Nationen, Menschenrechte und Humanitäre Hilfe.

    Winfried Nachtwei, MdB
    (Jg. 1946) ist Gründungsmitglieder der Partei "Die Grünen." Er ist seit 1994 Mitglied des Bundestages. Seit 2002 ist er stellvertretender Vorsitzender und sicherheitspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion seiner Partei. Er ist Mitglied des Verteidigungsausschusses, des Unterausschusses Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung, ferner der NATO-Parlamentarierversammlung.
    Jüngste Veröffentlichungen sind zu finden unter http://www.nachtwei.de.

    Thomas Nehls
    (Jg. 1947) ist seit 2003 als Korrespondent für den WDR im ARD-Hauptstadtstudio tätig. Zuvor hat er fünf Jahre das ARD-Hörfunkstudio in New York geleitet, hat zwischen 1996 und 1998 kommissarisch den Programmbereich Politik bei PHOENIX geführt und war von 1990 bis 1996 Leiter der Aktuellen Abteilung und Stellvertretender Chefredakteur des WDR in Köln. Seine Fachgebiete sind Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie Internationale Organisationen. Berufliche Stationen vor 1990 waren u. a. das ARD-Hörfunkstudio in Washington, der WDR in Köln und die WDR-Studios in Münster und Dortmund sowie der Kölner Stadtanzeiger.

    Dr. Friedbert Pflüger
    (Jg. 1955) ist seit 1990 Mitglied des Bundestages und derzeit außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion sowie Mitglied des Auswärtigen Ausschusses. Zuvor war er abrüstungspolitischer Sprecher der Fraktion und anschließend Vorsitzender des Bundestagsausschusses für EU-Angelegenheiten. Seit 2000 ist er Mitglied des CDU-Bundesvorstandes, leitet seit 1999 den CDU-Bundesfachausschuss für Außen- und Sicherheitspolitik und ist seit 1998 stellv. Vorsitzender der CDU Niedersachsen. 1977/78 war er Vorsitzender des RCDS, von 1976 bis 1978 stellv. Vorsitzender von European Democrat Students (CDS) und von 1977 bis 1985 Mitglied des Bundesvorstandes der JU. Zwischen 1981 und 1984 war er Mitarbeiter des Regierenden Bürgermeisters von Berlin (zuletzt Büroleiter) und wirkte zwischen 1984 und 1989 als Pressesprecher des Bundespräsidenten. Dr. Pflüger ist studierter Politikwissenschaftler, Staatsrechtler und Volkswirt sowie Autor zahlreicher, vor allem außenpolitischer, Bücher.

    Robert von Rimscha
    (Jg. 1964) ist Sprecher der FDP. Zwischen 1996 und 2000 war er USA-Korrespondent des Berliner Tagesspiegels, anschließend leitete er bis August 2004 die Parlamentsredaktion. 1990 Dozententätigkeit an der Universität von Südafrika in Pretoria (UNISA), anschließend Teilnahme am Graduiertenkolleg am John F. Kennedy-Institut, Berlin. Robert von Rimscha hat Beiträge für die International Herald Tribune, die LA Times und die ZEIT geschrieben und war häufig Gast bei CNN, NPR/PBS, der BBC, der Deutschen Welle und im ZDF. Er ist Autor von acht Büchern zu außenpolitischen Themen, darunter zuletzt "Die Bushs: Weltmacht als Familienerbe", Frankfurt, 2004.

    Dr. Klaus Scharioth
    (Jg. 1946) ist seit November 2002 Staatssekretär des Auswärtigen Amts. Er trat 1976 nach einem Studium in Caldwell (Idaho), Bonn, Freiburg, Genf, der Fletcher School of Law and Diplomacy, der Harvard Law School sowie der John F. Kennedy School of Government 1976 in den Auswärtigen Dienst ein. Stationen waren Quito und die UN in New York, ferner arbeitete er für den Planungsstab und das Völkerrechtsreferat des AA sowie als Kabinettchef des NATO-Generalsekretärs. Er war zudem Leiter des Referats Verteidigungs- und Sicherheitspolitik im Auswärtigen Amt, danach führend im Leitungsstab des Amtes, anschließend Leiter der Unterabteilung Internationale Sicherheit und Nordamerika und zwischen 1999 und 2002 Politischer Direktor und Leiter der Politischen Abteilung.

    Joscha Schmierer
    (Jg. 1942) ist seit 1999 Berater im Planungsstab des Auswärtigen Amtes. Er war seit 1967 publizistisch und politisch in der 68er-Bewegung aktiv und ab 1983 Mitherausgeber und langjähriger Redakteur der unabhängigen, den Grünen nahestehenden in Frankfurt am Main erscheinenden Monatszeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie und Kultur". Zu seinen Veröffentlichungen gehören neben zahlreichen Beiträgen in Zeitschriften und der überregionalen Tagespresse die Bücher Die neue Alte Welt oder wo Europas Mitte liegt, Klagenfurt, 1993; Mein Name sei Europa: Einigung ohne Mythos und Utopie, Frankfurt a. M., 1996.

    Dr. Jacques Schuster
    (Jg. 1965) arbeitet seit 1998 für die Tageszeitung DIE WELT und ist seit 2001 Ressortleiter Außenpolitik. Zuvor war er zwischen 1996 und 1998 Redenschreiber und Politischer Berater des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und von 1990 bis 1996 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen der Freien Universität Berlin (Prof. Dr. Arnulf Baring); in dieser Zeit war er zudem als freier Publizist für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen sowie Rundfunksender tätig.

    Dr. Walther Stützle
    (Jg. 1941) war von 1998 bis 2002 als Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung tätig. Zuvor arbeitete er ab 1991 zunächst als Stellvertretender Chefredakteur, dann als Chefredakteur für den Berliner Tagesspiegel. Journalistisch arbeitete er bereits von 1983 bis 1986 als außen- und sicherheitspolitischer Korrespondent der Stuttgarter Zeitung, zuvor stand er dem Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) vor. Zwischen 1969 und 1982 arbeitete er für das Bundesministerium der Verteidigung im Planungsstab, den er ab 1977 leitete, sowie zwischenzeitlich als Büroleiter des Bundesverteidigungsministers. Nach dem Studium der Politikwissenschaft arbeitete er 1968 am International Institute for Strategic Studies IISS.

    Dr. Jochen Thies
    (Jg. 1944) arbeitet seit 1997 für das DeutschlandRadio Berlin, leitet seit 2000 die Abteilung Politik und Hintergrund und ist Mitglied der Chefredaktion. Zuvor leitete er u. a. das englische Programm der Deutschen Welle, führte das Ressort Außenpolitik der WELT und war als Chefredakteur des Europa-Archivs (heute Internationale Politik) der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik DGAP tätig. Dr. Thies schreibt darüber hinaus für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften und ist Mitglied des Redaktionskreises Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte.

    Karsten D. Voigt
    (Jg. 1941) ist seit 1999 Koordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt. Zwischen 1976 und 1998 war er Mitglied des Bundestages, ab 1983 außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. In dieser Zeit war er darüber hinaus Mitglied des Bundesvorstandes der SPD, Vorstandsmitglied der SPE und Vorsitzender der deutsch-russischen Parlamentariergruppe. Vor seiner Wahl in den Bundestag bekleidete Karsten D. Voigt u. a. in den Jahren 1969 bis 1973 die Ämter des Vorsitzenden bzw. des stellvertretenden Vorsitzenden der Jungsozialisten.

    Prof. Dr. Dr. h.c. Wichard Woyke
    (Jg. 1943) lehrt seit 1970 Internationale Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und hat seit 1989 eine Professur für Internationale Politik am Institut für Politikwissenschaft der Münsteraner Universität inne. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen auf den Feldern der französischen Außenpolitik, der Sicherheitspolitik, der Europäischen Union und des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. Weitere Lehrtätigkeiten u.a. an der Washington University St. Louis und der Université Franche-Comté in Besançon. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören Deutsch-Französische Beziehungen: Das Tandem fasst wieder Tritt, Opladen, 2. Auflage, 2004; (zusammen mit Wolf Gruner) Europalexikon, München, 2004.

    Dr. Markus Ziener
    (Jg. 1960) arbeitet seit 2001 als internationaler Korrespondent für das Handelsblatt. Zuvor war er Ressortleiter Außenpolitik bei der Financial Times Deutschland. In den Jahren 1994 bis 1999 berichtete Markus Ziener als Korrespondent aus Moskau. Seit 2001 schreibt er vor allem über die Entwicklungen im arabischen Raum. Er berichtete vor Ort vom Krieg im Irak und hat mehrfach Afghanistan und die Golfstaaten bereist. Ziener hat Soziologie und Volkswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg studiert. Mitte der 90er Jahre promovierte er am Fachbereich Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin.


  • Event series

    Mapping Memories

    Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

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    Fachkonferenz

    Konferenz zur Holocaustforschung

    Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

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    TiT-Veranstaltungsreihe

    Themenzeit im Themenraum

    Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung.

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    Veranstaltungsreihe

    Checkpoint bpb – Die Montagsgespräche

    Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

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    Veranstaltungsreihe

    What's up, America? – Perspectives on the United States and Transatlantic Relations

    Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

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    Blog zur Fachkonferenz

    Medienkompetenz 2014

    Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

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