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Veranstaltungen: Dokumentation

14.12.2004

Statements der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

40 junge Journalistinnen und Journalisten blickten eine Woche lang hinter die Kulissen der Berliner Mediendemokratie. Statements der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

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    Annika Böddeling (18) aus Hamburg
    Mein Bild von Politik und Politikern ist ganz schön durcheinander geraten, weil ich sie bei diesem Workshop zum ersten Mal als Menschen kennengelernt habe. Früher habe ich mit Politikernamen nur Privilegien und Reichtum verbunden - jetzt sehe ich auch ihre Motivation und ihre Bemühungen, etwas zu bewegen. Mich selbst in der Politik zu engagieren war für mich nie ein Thema, aber nach diesen Erfahrungen kann ich mir das glatt vorstellen.

    Matin Tirmizi (22) aus Berlin
    Ich hatte vorher – muss ich gestehen – ein weniger gutes Bild von der Politik. Wir haben viel gelernt. Ich wusste zum Beispiel nicht, wie viel Arbeit in den Ausschüssen stattfindet. Ich hatte erste persönliche Kontakte mit Politikern – alle waren sehr aufgeschlossen und nett. Im Fernsehen kommen die ganz anders rüber. Es sind auch gute Diskussionen zustande gekommen.

    Nikola Huzarski (18) aus Schwäbisch Gmünd
    Für mich hat dieser Workshop vor allem viel Transparenz geschaffen, früher fand ich Politik so unnahbar. Lust auf Journalismus hatte ich schon immer, aber jetzt habe ich auch Lust auf Politik bekommen. Die Treffen mit den jungen Abgeordneten und dem Abgeordneten aus meinem Wahlkreis haben richtig Spaß gemacht.

    Martin Holtz (18) aus Vechta
    Überhaupt in den Bundestag rein zu kommen war schon toll. Gespräche zu führen mit Leuten, die dafür normalerweise keine Zeit haben. Hautnah in der Bundespressekonferenz bei Bela Anda zu sein, mit Wolfgang Thierse Mittag essen, die Redaktionsbesuche... Im Vorfeld hätte ich wirklich nicht geglaubt, dass es so gut laufen könnte! Ich fange jetzt nicht an, Kleinigkeiten zu kritisieren, denn das würde das Ganze in ein völlig falsches Licht rücken.

    Nanci Jacob (20) aus Eisenhüttenstadt
    Ich konnte gute Kontakte knüpfen, die mir in beruflicher Hinsicht weiterhelfen werden. Ich habe nette Freundschaften geschlossen. Außerdem habe ich gelernt, Hemmungen abzubauen – die Abgeordneten wollen ja angesprochen werden. Ich könnte mir gut vorstellen, hier zu arbeiten. Da bräuchte ich aber noch größere Einblicke, beispielsweise durch ein Praktikum. Jedenfalls traue ich mich jetzt, die Leute danach zu fragen.

    Gregor Darmer (17) aus Bestensee
    Ich habe hier so viele Eindrücke bekommen, die muss ich erst einmal sacken lassen: Die Aufzeichnung von Berlin Mitte mit Maybrit Illner, der Bundesrat, die Bundestagsdebatten, die Pressehospitationen und Gespräche mit Abgeordneten – wir haben hier in wenigen Tagen so viel erlebt. Der Bundestag, das ist schon eine eigene Welt. Wenn die Abgeordneten nicht den Kontakt nach draußen über ihre Wahlkreise hätten, dann würden sie bestimmt die Bodenhaftung verlieren.

    Marlene Schmidt (19) aus Frankfurt am Main
    Ich nehme von der Veranstaltung mit, dass ich noch mehr interessiert bin als vorher. Ich war ja noch nie im Bundestag. Jetzt kann ich mich mehr mit Politik identifizieren, weil ich selbst hier war. Interessant fand ich, dass Abgeordnete gesagt haben, es bestünde die Gefahr, den Bezug zu verlieren. Ich glaube, das ist eher bei den jüngeren Abgeordneten so – die älteren sind doch schon etwas bodenständiger.

    Florian Humpenöder (19) aus Schwabach
    Ich fand es wirklich interessant, bei diesem Workshop hinter die Kulissen der Politik und der Medien zu gucken – und auch dorthin zu kommen, wohin normale Besucher nicht kommen können. Für mich war es eindrucksvoll zu merken, dass Politiker keine Übermenschen sind, sondern ganz normal, wie du und ich.

    Fotos und Text: Sandra Schmid, Susanne Sitzler


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    Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

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