Veranstaltungen: Dokumentation

21.11.2003

Gute Gene, schlechte Gene?

Gentechnik, Genforschung und Consumer Genetics

Der Genshop "chromo soma"

Eine Woche vor Beginn des Kongresses wurde der Genshop "chromo'''soma" in Bremen eröffnet. Die aktionsorientierte Shopinszenierung unter der Leitung von Alf Thum wendete sich mit ihren fiktiven gentechnischen Produkten und Dienstleistungen an die breite Öffentlichkeit. "Die eigenen Grenzen kreativ überschreiten" – so der Lockruf an das Publikum. Mit gen'''maxx die Wiedergeburt der Sinne erleben, den individuellen Gencode durch genetic'''horo'''scope entschlüsseln oder mit book'''a'''baby zum selbstentworfenen Wunschkind: Die Palette der chromo'''soma-Produkte umfasste insgesamt sechs Artikel, die (trügerisch) versprachen, das Leben schöner werden zu lassen. Neben fachkompetenten Verkäufern, allesamt im Vorfeld in den fiktiven Charakter dieser Aktion eingeweiht, pries ein Homeshopping-Video die bahnbrechenden Produktneuheiten von chromo'''soma an. Diese wurden im Rahmen eines "einmaligen" Eröffnungsangebots kostenlos an Interessenten verteilt. Nach Einschätzungen der Shopmitarbeiter überwog bei vielen Kunden neben wenigen kritischen Stimmen die Gutgläubigkeit sowie die Hoffnung, mit den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der Gentechnologie die menschlichen Lebensverhältnisse verbessern zu können. Die Produkte suggerierten zum Teil Möglichkeiten, die wissenschaftlich-technisch noch nicht im Bereich des Möglichen lägen, zum Teil würden die Angebote in Konflikt mit der geltenden Gesetzgebung geraten. Mit Auftakt des Kongresses "Gute Gene – Schlechte Gene?" outete sich das Ladenlokal im Bremer Ostertorviertel als nicht-reale Inszenierung. Das Ziel dieses Projekts war die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger. Die Inszenierung provozierte zahlreiche Fragen: Welche ethischen Grenzen sollten juristisch verbindlich festgelegt werden? Wieviel Freiheit darf die Forschung für sich in Anspruch nehmen? Wo fängt Moral an, wo hört sie auf?


Event series

Mapping Memories

Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

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Fachkonferenz

Konferenz zur Holocaustforschung

Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

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TiT-Veranstaltungsreihe

Themenzeit im Themenraum

Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung.

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Veranstaltungsreihe

Checkpoint bpb – Die Montagsgespräche

Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

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Veranstaltungsreihe

What's up, America? – Perspectives on the United States and Transatlantic Relations

Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

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Blog zur Fachkonferenz

Medienkompetenz 2014

Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

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