Veranstaltungen: Dokumentation

2.7.2003

Begrüßungsrede von Thomas Krüger, Präsident der bpb

Liebe junge Journalistinnen und Journalisten,

ich freue mich, so viele junge Gesichter zu sehen – das ist in meinem Job nicht immer so. Ich habe Ihnen – und auch das kommt selten vor – (an meinem Geburtstag) ein Geschenk mitgebracht. Um was es sich dabei handelt? – Geduld!

Zunächst möchte ich Sie alle recht herzlich zu den Jugendmedientagen begrüßen. Die Jugendpresse Deutschland hat es geschafft, sich nach 16 Jahren der Spaltung wieder zu einem Verband zusammenzuschließen. Und nun haben Sie gleich ein solches Mega-Event organisiert - da sieht man, dass Sie mit Engagement dabei sind.

Sie beweisen damit Weitsicht und haben sich ein großes Ziel gesetzt. Im Journalismus wie in der Politik muß man den Blick auf die wirklich wichtigen Dinge richten und die Erfolg versprechenden Ideen umsetzen. Dabei will sich die Bundeszentrale gerne beteiligen und Sie unterstützen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Mein Lob geht aber nicht nur an das Organisations-Team der Jugendpresse, sondern an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In den nächsten Tagen – oder auch gleich schon heute Abend – ist Kopfarbeit gefragt. Sie setzen sich mit einem Thema auseinander – nämlich der Krise in der Medienbranche – an der sich in der letzten Zeit viele kluge Köpfe abarbeiten. Aber vielleicht haben Sie ganz andere neue und spannende Ideen, auf die die alten Hasen des Journalismus nicht gekommen sind. Das wünsche ich mir jedenfalls und bin gespannt auf die Ergebnisse.

Wir brauchen junge Menschen, die mitmachen, sich engagieren und auch vor Konflikten nicht zurückschrecken – egal ob es um innenpolitische oder außenpolitische Themen wie die EU-Erweiterung geht. Nur wenn Jugendliche sich mit den Fragen der Gesellschaft auseinandersetzen, kann die Demokratie in Deutschland lebendig bleiben. Das bedeutet, Probleme aus der eigenen Perspektive zu betrachten. Besonders Sie als junge Journalistinnen und Journalisten haben die Aufgabe, kritisch und aufgeklärt über politische Themen zu berichten. Deshalb ist Ihre Arbeit für uns alle wichtig. Ohne aufgeklärten Journalismus keine aufgeklärten Bürger. Und Politik ist nicht nur Parteienpolitik - Politik beginnt zu Hause, in der Schule, unter Freunden.

Aber nun möchte ich Sie nicht länger auf die Folter spannen – Geschenke sind ja immer eine tolle Sache: Ich präsentiere Ihnen die neu gestaltete Internet-Seite der Jugendpresse Deutschland: www.jugendpresse.de.

Auch die bpb hat ihren Netzauftritt www.bpb.de komplett neu gestaltet – mit großem Gewinn. Die Seiten sind sehr viel übersichtlicher geworden und eine Internetseite eignet sich für die verschiedenen Veranstaltungen, Publikationen und Themen unseres Hauses viel besser als jedes gedruckte Verzeichnis. Für Sie noch interessanter dürfte unser Jugendportal fluter.de sein – viele von Ihnen kennen unser Jugendmagazin. Die jüngste Ausgabe, das "Familien-Heft" ist fast vergriffen – einige Exemplare gibt es noch an unserem Stand. Das neue Heft "Tschechien" wird in den nächsten Tagen herauskommen – ich bin gespannt auf Ihre Reaktionen. Tschechien ist nicht erst aber gerade jetzt, nachdem es dem EU-Beitritt zugestimmt hat, ein Land und Nachbar, den wir besser kennen lernen sollten. Unsere Online-Redaktion von fluter.de ist übrigens ebenfalls vor Ort – und zwar morgen und am Sonntag – und freut sich auf Ihre Meinung!

Ich selbst kann gestehen, dass ich ein großer Freund der neuen Medien bin. Und auch für Sie als junge Journalistinnen und Journalisten, die Sie vielleicht über ihre Zukunft und Chancen "am Markt" nachdenken, sind die elektronischen Medien ein potentielles Arbeitsfeld.

Die bpb unterstützt diese Veranstaltung gerne, weil die Zusammenarbeit für beide Seiten ein Gewinn ist. Wir wollen wissen, was Jugendliche bewegt. Dabei haben wir nicht die Rolle eines "Aufpassers", sondern es ist uns immer wichtig, dass die Jugendpresse selbstständig organisiert und eigene Themen festlegt. Das schöne Wort "Partizipation" spielt dabei eine wichtige Rolle – also Selbstorganisation und Mitbeteiligung ist bereits politische Bildung in unserem Sinn.

Ich wünsche Ihnen für die nächsten Tage trotz der zweifellos wichtigen Themen auch Spaß bei Ihrer Arbeit.


Event series

Mapping Memories

Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

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Fachkonferenz

Konferenz zur Holocaustforschung

Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

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TiT-Veranstaltungsreihe

Themenzeit im Themenraum

Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung.

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Veranstaltungsreihe

Checkpoint bpb – Die Montagsgespräche

Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

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Veranstaltungsreihe

What's up, America? – Perspectives on the United States and Transatlantic Relations

Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

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Blog zur Fachkonferenz

Medienkompetenz 2014

Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

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