Veranstaltungen: Dokumentation

25.3.2003 | Von:
Prof. Dr. Susanne Hauser

Stadt und Öffentlichkeit

Einleitung

Das Thema "Stadt und Öffentlichkeit", über das zu sprechen ich hier die Ehre habe, ist erschreckend groß und ich will es nicht kleinschneiden. Dennoch habe ich vor, es so zu behandeln, dass es sich dem 30-Minuten-Format meines Vortrages ungefähr fügt. Ich werde mich also auf wenige Aspekte konzentrieren – und nicht über Kunst sprechen.

Mich interessiert an dem Thema Stadt und Öffentlichkeit vor allem, worin die aktuelle Brisanz des Zusammenhangs von Stadt und Öffentlichkeit heute liegt. Diese Diskussion hat heute abend einen Fluchtpunkt in der Beziehung von Kunst, Stadt und Öffentlichkeit – und hier kommt möglicherweise gleich die provozierende Frage auf, die Ulrich Hatzfeld kürzlich einem Artikel der Zeitschrift "Garten und Landschaft" vorangestellt hat: "Gibt es nicht viele Dinge, um die sich Staat, Kommunen und Gesellschaft dringender kümmern sollten als um Schönheit, Ästhetik oder gar 'urbanes Wohlgefühl'"?

Seine und auch meine Antwort auf diese Frage ist, nein, das ist schon genau das richtige Thema, denn was wir brauchen, ist eine Qualität in den Städten, die sie anziehend machen, die es möglich machen, dass sich ihre Bewohner und Bewohnerinnen engagieren, dass sie Lust haben daran, in den Städten zu leben, dass sie sie als eigene Sache begreifen – und nicht als einen Zusammenhang, der im Sinne einer Standortpolitik an ihnen vorbei passiert und geregelt wird, ohne dass sie eingreifen können, ohne dass sie Orte der Identifikation finden, ohne dass sie die Gelegenheit und die Lust haben, sich ihre Stadt anzueignen. Dazu gehören unbedingt ästhetische Bezüge, die sich nicht allein auf Kunst reduzieren lassen.

Damit sind die Themen angesprochen, um die es mir hier geht: Um Identifikation, Engagement und damit um einige Facetten dessen, was meiner Meinung nach unter "Baukultur" zu diskutieren ist. Dazu kommen einleitende Zustandsbeschreibungen, denn dass es nötig ist, eine Baukulturoffensive zu beginnen, dass es nötig ist, sich der Öffentlichkeit und der Ästhetik im allgemeinsten Sinne in der Stadt zu vergewissern, dass die Frage der Identifikation aufkommt, liegt an Entwicklungen, die Städte nicht oder kaum beeinflussen können. So erlauben Sie mir zuerst ein paar Worte zur Stadtentwicklung und Raumnutzung, die die Dringlichkeit ästhetischer und symbolischer Eingriffe in der Stadt und die Notwendigkeit, sich ihrer kulturellen Ressourcen zu versichern, überhaupt erst verständlich machen.


Event series

Mapping Memories

Mapping Memories is an event series focusing on commemorative culture in Eastern Europe and beyond. Current events include conferences, summer schools and practical workshops.

Mehr lesen

Fachkonferenz

Konferenz zur Holocaustforschung

Die Internationalen Konferenzen zur Holocaustforschung dienen dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und der Praxis politischer Bildung. Sie entstehen aus einer Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und Partnern aus der Wissenschaft.

Mehr lesen

TiT-Veranstaltungsreihe

Themenzeit im Themenraum

Themenzeiten: Kompakte Informationsmodule und anregende Diskussionen mit männl. und weibl. Experten zu Themen der politischen Bildung.

Mehr lesen

Veranstaltungsreihe

Checkpoint bpb – Die Montagsgespräche

Alle zwei Monate montags diskutiert der Checkpoint aktuelle Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Forschung – anspruchsvoll, unterhaltsam und gerne auch kontrovers.

Mehr lesen

Veranstaltungsreihe

What's up, America? – Perspectives on the United States and Transatlantic Relations

Mehr als die Hälfte der Europäer steht TTIP positiv gegenüber – in Deutschland und zwei weiteren Ländern jedoch ist die Ablehnung innerhalb der Bevölkerung groß. Anhand dieses Fallbeispiels beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit der Frage, wieso wirtschaftliche Fragen auf beiden Seiten des Atlantiks und auch innereuropäisch auf so unterschiedliche Art und Weise diskutiert werden.

Mehr lesen

Blog zur Fachkonferenz

Medienkompetenz 2014

Zielsetzung der Fachkonferenz Medienkompetenz 2014 ist es, theoretische und praktische Konzepte angesichts aktueller digitaler Umbrüche und vor dem Hintergrund bestehender Modelle der Medienkompetenz zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Mehr lesen