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Veranstaltungen: Dokumentation

18.11.2002 | Von:
Prof. Dr. Kurt Hahlweg

Universelle Prävention als Mittel gegen aggressive Verhaltensauffälligkeiten

Das Erziehungsprogramm "Triple P" als Möglichkeit, Eltern konkrete und verhaltensnahe Erziehungsstrategien zu vermitteln zur Prävention von Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter

Einleitung

Das Thema Prävention von kindlichen Verhaltensstörungen hat in den letzten Jahren nicht nur in der klinisch-psychologischen und pädagogischen Forschung an Bedeutung gewonnen, sondern auch im Zusammenhang mit dem vermuteten Anstieg von Gewalt in Kindergärten und Schulen und den zunehmenden Delinquenzraten bei Jugendlichen in der Öffentlichkeit. Epidemiologische Studien zeigen, dass circa 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen klinisch bedeutsame Verhaltensauffälligkeiten wie Ängste, Depressionen und vor allem aggressives Verhalten, oppositionelles Trotzverhalten und hyperkinetische Auffälligkeiten aufweisen (Hahlweg, 2001).

Dabei handelt es sich oft um schwierige, chronische und bezüglich ihrer Behandlung kostenintensive Verhaltens- und emotionale Störungen, die auch mit deutlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen einhergehen. Insbesondere aggressives Verhalten scheint über den Entwicklungsverlauf sehr stabil zu sein. Je früher und je häufiger das problematische Verhalten auftritt, je ausgeprägter und vielfältiger es sich äußert und je unabhängiger vom jeweiligen Kontext, desto stabiler ist auch der Verlauf (Döpfner, 1993). Trotz der hohen Rate von kindlichen Verhaltensstörungen suchen nur etwa zehn Prozent der betroffenen Eltern professionelle Hilfe in Erziehungsberatungsstellen oder bei Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten, so dass eine Reduktion der Prävalenzrate durch therapeutische Interventionen kaum möglich erscheint.

Eine Alternative zur Senkung der Auftretenshäufigkeit psychischer Störungen liegt in der breitflächigen Einführung universeller präventiver Maßnahmen, sowie in der gezielten Anwendung indizierter präventiver Interventionen bei Kindern, die bereits Auffälligkeiten zeigen. Präventive, elternzentrierte Maßnahmen sollten dabei so früh wie möglich im Kleinkind- oder Vorschulalter zum Einsatz kommen.

Beispiele für Triple P: [1]

Fußnoten

1.
Wie lange schreien Babys?

Babys schreien unterschiedlich lange.Im Alter von ein bis drei Monaten schreien sie im Allgemeinen etwa zwei Stunden am Tag,dabei eher am späten Nachmittag oder am frühen Abend.In dieser Zeit kann es auch zu längerem Schreien kommen.Nach den ersten drei Monaten nimmt das Schreien am Abend, sowie das Schreien insgesamt ab. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen von Dr.Brazelton,einem bekannten amerikanischen Kinderarzt,wurde die Gesamtdauer gemessen,die ein Baby in den ersten 12 Wochen täglich schreit. Denken Sie daran, nicht alle Babys sind gleich;manche schreien weniger und andere mehr.

Alter in Wochen Ungefähre Anzahl Stunden am Tag

2..........................1 3 /4 4..........................2 oder mehr 6..........................2 3 /4 8..........................2 10 .........................1 1 /2 12 .........................1

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