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Veranstaltungen: Dokumentation

18.11.2002

Auswertung der Fachtagung

Zur Ermittlung von Unterstützungswünschen, wesentlichen Fragestellugen und Vorstellungen über nächste Maßnahmen

Zusammenfassung der Ergebnisse

Der Rücklauf war mit 50 Prozent überdurchschnittlich hoch. Von den angegebenen Tätigkeitsbereichen war die Jugend- und Erwachsenenbildung am meisten vertreten.

Weitere Teilnehmende kamen u.a. aus den Bereichen Kriminalitätsprävention, Wohlfahrtsverbände, Polizei, Schule (Lehrer). Auffallend ist, dass keine Schülerinnen- und Schülervertretung, keine Elternvertretung und nur zwei Lehrer den Fragebogen ausgefüllt haben.

Das beruflich-fachliche Interesse stand bei der Entscheidung, an der Tagung teilzunehmen deutlich im Vordergrund (7 Nennungen). Eigenes Erleben oder private (z.B. familiäre) Betroffenheit wurden so gut wie nicht als Motiv der Teilnahme genannt.

Das Interesse an den Programmpunkten war relativ ausgeglichen. Relativ viele Teilnehmende kreuzten alle 4 Programmpunkte als besonders interessant an.

Wichtige Fragestellungen waren vor allem Fragen zur Prävention, zur Umsetzung von Präventionskonzepten – in diesem Zusammenhang auch die institutionelle, insb. finanzielle Unterstützung, sowie die Zusammenarbeit und Vernetzung. Erklärungsansätze waren dort von Interesse, wo sie als Anknüpfungspunkt für eine sinnvolle Präventionsarbeit gesehen wurden.

Zehn Antworten der Teilnehmenden bezogen sich auf das Fehlen eines wesentlichen Aspektes im Programmangebot. Mehrfach genannt wurden der Aspekt der Ressourcen und Finanzen, die Einbindung von Familiengerichten. Einzelne Nennungen betrafen die Vernetzung, die Einbindung von Politik sowie spezielle Aspekte (z.B. Zielgruppen).

Spitzenreiter bei den Wünschen zur Unterstützung der eigenen Arbeit ist die Unterstützung durch Vernetzung, Kontakte, die wenig spezifiziert werden, gefolgt von der Unterstützung durch Konzepte.
Der Bedarf an Konzepten bezieht sich vorrangig auf die Fortbildung von pädagogisch Tätigen. Einzelne Nennungen zu Konzepten beziehen sich auch bei diesem Punkt auf die Ressourcen und die Zusammenarbeit, z.B. zwischen Schule, Wissenschaft, Polizei. Ratschläge werden ganz überwiegend für die pädagogisch Handelnden gewünscht (ohne weitere Spezifizierung).

Erklärungsansätze sollen Anknüpfungspunkte für eine möglichst frühe und sinnvolle Prävention geben.

Die Anregungen für weitere Schritte und Maßnahmen von Seiten der Veranstalter betreffen sehr deutlich mit 6 Nennungen die Stärkung von Zusammenarbeit und Vernetzung, auch im multidisziplinären Sinn und mit Politikvertretern. Eine weitere wesentliche Anregung ist, das Augenmerk bzw. die Angebote mehr auf Ressourcen und Finanzierungsmöglichkeiten zu legen.

Insgesamt und quer zu den einzelnen Items der Erhebung ergibt sich folgendes Bild: Im Brennpunkt des Interesses der Teilnehmenden stehen sinnvolle Präventionsmaßnahmen, die auf praktisch erprobten und theoretisch fundierten Konzepten beruhen. Ihre Arbeit und ihr Erkenntniszuwachs ist stark angewiesen auf die Unterstützung bei der Schaffung von Netzwerken und die Eröffnung eines multidisziplinären Diskurses, an dem Wissenschaft, Politik, Justiz, Polizei, familiäre und institutionelle Erziehung und Pädagogik beteiligt sind. Möglichkeiten der Umsetzung von Konzepten werden stark im Kontext von Ressourcen, Finanzierung und institutioneller Öffnung / Kooperation gesehen, und sind daher als Themenschwerpunkt für weitere Angebote erwünscht. Gleichzeitig ergeben sich aus den unterschiedlichen beruflichen Alltagsanforderungen spezifische Interesse und Anregungen, die nur mit spezifischen Angeboten zu befriedigen sind (z.B. Arbeit mit besonderen Zielgruppen wie jugendlichen Aussiedlern, Migranten in der sozialen Arbeit, Mediendiskurs).

Darüber hinaus können Anregungen zur Gestaltung weiterer (Tagungs)Maßnahmen aus den Bemerkungen der Teilnehmenden zu dieser Tagung gewonnen werden. Weitere Maßnahmen sollten nach dem Wunsch der Teilnehmenden mehr Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme während der Veranstaltung selbst bieten. Sie sollten mehr primär Betroffene einbinden und zu Wort kommen lassen und darüber hinaus methodisch abwechslungsreicher, insbesondere interaktiver gestaltet werden und in diesem Rahmen auch mehr Möglichkeit zur Diskussion bieten.


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