Veranstaltungen: Dokumentation

2.9.2002

Asientag des Auswärtigen Amtes

Die deutsche Asienpolitik nach dem 11. September

Der Dialog mit Nichtregierungsorganisationen auf dem Asientag des Auswärtigen Amtes am 25. Juni 2002 in Berlin in Zusammenarbeit mit dem Ost-West-Kolleg der Bundeszentrale für Politische Bildung

Dokumentation: Reden, Diskussionen, Links, Literatur


Alles anders nach dem 11. September?
So lautete die Frage, die sich die Teilnehmer des Asientags des Auswärtigen Amtes am 25. Juni 2002 mit Blick auf die deutsche Asienpolitik stellten. Anders ja, aber nicht alles! – so könnte man als Fazit der Diskussionen dieses Tages antworten, der gemeinsam mit dem Ost-West-Kolleg der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet wurde und als Dialog mit Nichtregierungsorganisationen konzipiert war.

In der Tat hat der 11. September 2001 seine Spuren auch in der deutschen Asienpolitik hinterlassen. Die Aufwertung sicherheitspolitischer Anstrengungen in den Beziehungen zu Asien ist unmittelbarer Ausdruck der weltweiten Bemühungen um eine Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Aber auch in einem allgemeineren Sinn haben die Terroranschläge auf die USA die Risiken der Globalisierung vor Augen geführt. In Asien wie im Rest der Welt stellen sich damit Fragen der weltwirtschaftlichen Verflechtung und der Armutsbekämpfung ebenso mit einer neuen Dringlichkeit wie Fragen des "Guten Regierens" (good governance) und der politischen Teilhabe der Bevölkerung.

Daneben sind jedoch auch wichtige Neuentwicklungen in der deutschen Asienpolitik zu verzeichnen, die nicht auf den 11. September zurückgehen. Dazu zählt vor allem die stärkere Gewichtung politischer gegenüber wirtschaftlichen Zielsetzungen. Im ersten Asien-Konzept der Bundesregierung aus dem Jahre 1993 dominierten klar die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands an Asien. Inzwischen ist es der Bundesregierung ein zunehmend wichtiges Anliegen, die politischen Ziele einer Stärkung von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit im Dialog mit den asiatischen Partnern deutlicher herauszuarbeiten. Wenn diese politischen Aspekte kurzfristig zuweilen auch im Widerspruch zu den legitimen Wirtschaftsinteressen stehen mögen, so bilden sie doch längerfristig die Voraussetzung für stabile Entwicklungen in und berechenbare Beziehungen zu den Ländern Asiens.

Bereits vor dem 11. September 2001 war auch schon das Bedürfnis entstanden, Asien in der deutschen Außenpolitik nicht länger als eine geographische Großeinheit zu behandeln, sondern stärker nach Subregionen mit ihren jeweiligen Eigenheiten zu differenzieren. Entsprechend war das Auswärtige Amt bereits seit Beginn des Jahres 2001 mit der Ausarbeitung von drei separaten außenpolitischen Konzepten zu Ost-, Südost- und Südasien befasst, die der ausgeprägten politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Vielfalt Rechnung tragen. Anlässlich des Asientags konnten nun diese drei neuen Regionalkonzepte der Öffentlichkeit vorgestellt werden: Nach Regionen und Ländern differenziert und mit einer stärkeren Gewichtung von politischen und sicherheitspolitischen Zielsetzungen als das Vorläuferkonzept, schaffen die drei nun vorgelegten Konzepte die Grundlage für die deutsche Asienpolitik in den kommenden Jahren.

Die hier vorliegende Dokumentation bietet:

  • einen Rückblick auf die deutsche Asienpolitik der letzten zwei Jahrzehnte
  • die wichtigsten Inhalte des Asientags, u.a. Statements von Staatsminister Volmer u.a. sowie die Regionalkonzepte
  • kommentierte Internet-Links und Literaturhinweise , die Tiefbohrungen zum Thema Asien, Asienpolitik in Deutschland und Europa ermöglichen



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