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Veranstaltungen: Dokumentation

25.7.2002 | Von:

Globalisierung: Eine oder keine Chance für die Entwicklungsländer

5 Zusammenfassung

Die rasch fortschreitende Globalisierung erreicht sämtliche Staaten; kein Land kann ihr ausweichen.

Neben den OECD-Staaten haben bislang die Schwellenländer am meisten vom Globalisierungsprozess profitiert; dies hängt vor allem mit ihrer aktiven Integration in die weltwirtschaftliche Arbeitsteilung zusammen.

Diejenigen Entwicklungsländer, die sich der weltwirtschaftlichen Integration verschlossen und eine Politik der Importsubstitution vorzogen, haben aus der Globalisierung keinen oder nur sehr geringen Nutzen ziehen können.

Die Risiken der Globalisierung (z.B. die Finanzkrise asiatischer Staaten 1998) betreffen alle; sie sind erheblich und dürfen nicht unterschätzt werden. Insofern sind wohldurchdachte staatliche Politiken unerlässlich, die die Auswirkungen des Globalisierungsprozesses unter politischen, wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten zu gestalten versuchen.

Der grundsätzliche Einwand der UNCTAD, die Globalisierung bringe nur den höchstqualifizierten Staaten und Unternehmungen Vorteile, sollte nicht zum Anlass genommen werden, die Globalisierung pauschal abzulehnen, sondern sich um den Entwurf und die Umsetzung von Politiken zu bemühen, die den kritischen Positionen der UNCTAD Rechnung tragen.

Die deutsche Entwicklungspolitik sollte ihren Partnerländern anbieten, sie bei der Ausformulierung und Festigung des ordnungspolitischen Rahmens und der sich anschliessenden Ablaufpolitiken zu unterstützen; dies hilft den betreffenden Ländern, sich rascher in die weltwirtschaftliche Arbeitsteilung einzufädeln und grösseren Nutzen aus der Globalisierung zu ziehen.

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Die bislang sehr heterogene Gruppe der Globalisierungsgegner dürfte sich sortieren und differenzieren; d.h., die im Prinzip konstruktiven Nichtregierungsorganisationen werden sich von den blossen Konferenzstörern distanzieren. Nationalstaaten wie Internationale Organisationen haben aber die Aufgabe, die Asymmetrie im internationalen Handel abzubauen sowie Transparenz und Rechenschaftsbereitschaft zu erhöhen.


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