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Big Data und die politische Bildung

19.4.2016

Fukami bei den Bonner Gesprächen 2016

"The future that never was" – Trugschlüsse im Umgang mit großen Daten

Wie gehen der Staat und die Gesellschaft mit den Problemen von Big Data um? Werden Big Data und die damit verbundenen Lösungsstrategien überbewertet? Existieren Alternativen? fukami vom Chaos Computer Club (CCC e.V.) regt durch seinen Vortrag zum Thema "Trugschlüsse im Umgang mit großen Daten" anhand vieler Beispiele zum Nachdenken an.

fukami plädiert dafür, nicht nur die positiven Effekte von Big Data Technologien zu sehen. (© 2016 Bundeszentrale für politische Bildung)

Die Nutzung von "Big Data"-Technologien ist nicht zuletzt von der Idee geleitet, Voraussagen treffen zu können. Große Daten verhelfen zu großen Erkenntnissen, aber auch zu großen Illusionen. In seinem Vortrag beleuchtet fukami die Fallen, die bei datenbasierten Modellen zur Voraussage menschlichen Verhaltens entstehen können. Dabei wird deutlich, dass diese Vorhersage für das einzelne Individuum schnell fatal enden kann. Der von ihm wahrgenommene fundamentale Wandel der Gesellschaft ist nur ein Vorgeschmack auf zukünftige Entwicklungen. Ob Netflix, Amazon, Google oder Target, die Global Player arbeiten mit den Vorzügen von Big Data. Bisher gibt es, so fukami, keine politische Strategie, um das Problem zu adressieren. Er weist auf die ersten Extremfälle in diesem Kontext hin und argumentiert, dass man der Entwicklung von Big Data nicht mehr entkommen kann.


Tagungsbeitrag - Fukami

The Future That Never Was

Fukami ist Mitglied im Chaos Computer Club (CCC e.V.) und beschäftigt sich in seinem Tagungsbeitrag mit der Frage um die möglichen Vorhersagbarkeit menschlichen Handelns als eine Folge der technisierten Auswertung personenbezogener Daten.

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