Ausstellung "Bilder im Kopf"

"Die Mauer - 1961 bis 2021"

40 Bildmontagen zur Berliner Mauer

Bildmontage: Bernauer Straße in Berlin.Bildmontage Bernauer Straße in Berlin. (© bpb, Bildmontage: Alexander Kupsch, historisches Foto: Berliner Mauer-Archiv "Hagen Koch", Drohnenfoto: Thomas Rosenthal)

Anlässlich des 60. Jahrestags Mauerbaus zeigt das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung eine Open-Air-Ausstellung in Hof (Hochfranken) auf dem Dr.-Wirth-Platz/Schlossplatz. Damit wird an das Bauwerk erinnert, das über 28 Jahre lang Berlin teilte und die Menschen trennte – als ein Symbol des Kalten Krieges.
Die vielbeachtete Ausstellung "Die Mauer. Sie steht wieder!" von 2019 wurde für die Open-Air-Ausstellung weiterentwickelt. Daraus werden 24 Bildmontagen, die aus historischen Aufnahmen der Berliner Mauer der Polizeihistorischen Sammlung Berlin und aus aktuellen Fotos derselben Orte bestehen, gezeigt. Dazu hat sich der Berliner Fotograf und Designer Alexander Kupsch auf eine Spurensuche entlang des Verlaufs der ehemaligen innerstädtischen Grenze begeben, um genau diese Orte zu identifizieren und aus derselben Perspektive neu aufzunehmen. Dabei musste er ein vier Meter hohes Stativ einsetzen, um exakt den Eindruck von damals wieder einfangen zu können. Seinerzeit dokumentierte die Westberliner Polizei minutiös alle Arbeiten und baulichen Änderungen an der Berliner Mauer und schoss Fotos meist von Aufbauten, damit auch die Situation auf der anderen Seite erfasst werden konnte.

Neu hinzugekommen für die Open-Air-Ausstellung sind 16 Montagen, die aus Fotos von den Grenzanlagen, die die DDR-Führung hat anfertigen lassen, und aktuellen Drohnen-Aufnahmen des Fotografen Thomas Rosenthal collagiert wurden. Die historischen Fotos wurden aus einer Höhe von sieben Metern und mehr direkt vom sogenannten Todesstreifen aus aufgenommen und zeigen so, wie menschenverachtend die Berliner Mauer war.

Durch fotografische Überblendungen überträgt Alexander Kupsch den Blick aus der Vergangenheit in die Berliner Gegenwart. Wo heute der Verkehr fließt, Neubauten stehen und sich Passanten von Ost nach West und umgekehrt bewegen, versperren plötzlich wieder Beton, Stacheldraht und Panzersperren den Weg: Die Mauer – 1961 bis 2021. Die Bildmontagen zeigen auf diese Weise, wie die Mauer ab 1961 die Stadt verändert hat. Berlinerinnen und Berliner mussten damals hilflos dem streng bewachten Baugeschehen zusehen. Stellen Sie sich vor, die Mauer würde neu errichtet. Was würde das für Ihr Leben und Ihren Alltag bedeuten? Alexander Kupsch ist dieser Frage nachgegangen, hat alltägliche Szenen im heutigen Berlin aufgespürt und konfrontiert die Betrachterinnen und Betrachter mit der Mauer, die scheinbar wieder existiert. Die Ausstellung soll zur Auseinandersetzung mit der Geschichte anregen, –denn auch mehr als 30 Jahre nach Mauerfall und Vereinigung existiert die Mauer in den Köpfen vieler West- und Ostdeutscher weiterhin. Und an anderen Orten dieser Welt besitzt das Thema Mauerbau Aktualität.

Die Öffnungszeiten:
täglich rund um die Uhr
Der Eintritt ist frei

Mehr dazu unter: https://www.bpb.de/die-mauer-1961-2021

Termin

10.10.2021 bis 26.11.2021

Ort

Dr.-Wirth-Platz/Schlossplatz
95028 Hof

Für

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Teilnahmegebühr: Der Eintritt ist frei

Kontakt

Anja Linnekugel (bpb)

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.


Das Foto zeigt die Bornholmer Straße in Berlin Pankow. An der Bornholmer Straße befand sich eine Grenzübergangsstelle zwischen Ost- und Westberlin. Diese erlangte Weltruhm in der Nacht vom 9. November 1989, als hier dem Druck der Massen nachgegeben wurde und Ostberlinerinnen und -berliner ohne Kontrollen Westberlin besuchen konnten.
Galerien mit Bildmontagen und VR-Animation

Die Mauer. 1961 bis 2021

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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