re:publica 2012 in Berlin.

Disinformation Wars in Central and Eastern Europe

Konferenz der Bundeszentrale für politische Bildung

EIn Mann reckt in den grauen Himmel ein Megaphon.Desinformation ist ein Phänomen der Gegenwart. Durch Digitalisierung und Social Media haben sich ihre Ziele und Möglichkeiten stark gewandelt (© picture-alliance)

In den letzten Jahren gerät das Thema Desinformation regelmäßig in die Schlagzeilen der internationalen Medien und avancierte auch zu einem Forschungsgegenstand. Dabei ist es keine Erfindung der Neuzeit, sondern blickt auf eine lange historische Tradition zurück. Die Ziele der Desinformation scheinen sich jedoch durch Digitalisierung und Social Media gewandelt zu haben. Manipulation und vor allem Verwirrung, Verunsicherung und Desorientierung rückten in den Fokus der Desinformation. Dadurch wächst das Misstrauen in demokratische Ordnungsprinzipien, was Propaganda und Desinformation in den letzten fünf Jahren zu globalen Herausforderungen werden ließ.

Die internationale Konferenz "Disinformation Wars in Central and Eastern Europe" der Bundeszentrale für politische Bildung nimmt eine geografische Region in den Blick, die Länder hinter dem ehemaligen Eisernen Vorhang umfasst. Dieser Raum scheint von einer besonderen Bedeutung zu sein, denn oft wird er in die Kategorien "der russischen Einflusszone" mit einer fingierten gemeinsamen Vergangenheit zusammengefasst. Propaganda im Dienste des Staates und als fester Bestandteil einer Ideologie nutzte in der sowjetischen Zeit die kulturelle Produktion von Literatur, Filmen und Musik, um Massen im eigenen Land und einzelne Akteure im Ausland zu beeinflussen, zu manipulieren und zu indoktrinieren. Heute geht es nicht mehr um die Verbreitung einer Ideologie, sondern um Verunsicherung, Entmutigung und gesellschaftliche Spaltung. Wissenschaftliche Analysen sehen darüber hinaus einen Zusammenhang zwischen dem Aufstieg der rechten Kräfte, dem Populismus in Europa und dem russländischen Einfluss, der eine Diskreditierung der liberalen Demokratien und des Völkerrechts zum Ziel hat.

Im Fokus der Konferenz stehen folgende Fragen: Wo liegen die Wurzeln und Ursachen der Desinformation? Welche historischen und kulturellen Stereotype werden dabei verwendet? Was hat die post-sowjetische Transformation damit zu tun? Welche Zielgruppen sollen durch die Desinformation erreicht werden? Wie unterscheiden sich Narrative, Strategien und Methoden in diversen nationalen Kontexten? Wie verändert sich die Sicherheitslage in Europa? Wie wandelt sich die Rolle der klassischen und der neuen Medien? Das Projekt hat einen komparatistischen Ansatz und lädt aus verschiedenen Ländern Akteure ein, die neue Konzepte gegen Desinformation entwickeln und anwenden.

Termin

30.08.2019,19:00 bis 31.08.2019,21:30

Ort

dbb forum berlin
Friedrichstraße 169
10117 Berlin

Für

Interessierte Bürgerinnen und Bürger

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Anmeldung

Teilnahmegebühr: Eintritt frei
Bitte melden Sie sich bis zum 28.08.2019 an.

Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr.

Anmeldung bei

Entweder über das Online-Formular auf dieser Seite oder direkt unter: anmeldung-berlin@bpb.de


Kontakt

Kateryna Stetsevych
kateryna.stetsevych@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



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