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Die Reichsbürgerbewegung – eine zunehmende Gefahr für die Demokratie?

Fachtag zu Organisationsstrukturen, Ideologien und Zielen einer heterogenen Szene +++ AKTUALISIERT: ONLINE-VERANSTALTUNG +++

Demonstrierende mit Kreuz-Fahnen in Schwarz-Rot-Gold nach Josef Wirmer und Kaiser Wilhelm II auf einer Demonstration von Pegida.Demonstrierende mit Kreuz-Fahnen in Schwarz-Rot-Gold nach Josef Wirmer und Kaiser Wilhelm II auf einer Demonstration von Pegida. (© imago images / IPON)

Nicht zuletzt im Rahmen der Proteste gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschafften sich unter anderem sogenannte Reichsbürger Gehör. Was aber macht die heterogene Szene der "Reichsbürger" aus und wie lassen sie sich von "Souveränisten" und "Selbstverwaltern" unterscheiden?

Eines scheint die unterschiedlichen Gruppierungen zu einen: Sie verneinen die Legitimität des deutschen Staates, lehnen seine demokratischen Strukturen sowie die gewählten Repräsentantinnen und Repräsentanten ab und schaffen sich mit eigenen Pässen, Währungen und Regularien einen eigenen Staat.

Darüber hinaus werden Unterscheidungen zwischen den in der Reichsbürgerbewegung aktiven Einzelpersonen, Kleingruppen oder überregionalen Zusammenschlüssen, deren Organisationsstrukturen oder deren ideologischer Verortung nur selten getroffen, diese sind aber für eine differenzierte Auseinandersetzung unabdingbar. Den Fragen nach der Vielschichtigkeit der Szene sowie den Auswirkungen und Gefahren der "Reichsbürger" für das demokratische System und dessen Verwaltungsapparat geht die Fachtagung nach.

Ziel ist darüber hinaus, bereits gesammelte Erfahrungen mit Anhängerinnen und Anhängern der Bewegung offen zu diskutieren und darüber zum Austausch anzuregen. Zudem sollen gemeinsam Handlungsmöglichkeiten erarbeitet und diskutiert werden, die auf möglicherweise herausfordernde Situationen im Berufsalltag vorbereiten.

Das Programm als PDF-Icon PDF-Download.

Termin

27.11.2020, von 10:00 bis 15:00

Für


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von öffentlichen Behörden und Verwaltungen, der Polizei und Sicherheitsbehörden, der Justiz sowie interessiertes Fachpublikum.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aufgrund der Vielzahl an Bewerbungen nur jeweils eine Vertreterin bzw. ein Vertreter einer Behörde an der Veranstaltung teilnehmen kann.

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung

Anmeldung

+++ AKTUALISIERT: Die Veranstaltung wird in eine Zoom-Veranstaltung umgewandelt +++

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Hanne Wurzel
Leiterin Fachbereich "Extremismus"
Adenauerallee 86
53113 Bonn
hanne.wurzel@bpb.de

Pressekontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Stabsstelle Kommunikation
Adenauerallee 86
53113 Bonn
presse@bpb.de



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