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Dossierbild Podium/Vortrag

Der NSU-Prozess. Das Protokoll

Eine Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum Köln

Der NSU-Prozess. Das Protokoll (© bpb)

Zwischen 2000 und 2007 ermordete der "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU) zehn Menschen: Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter.

Im November 2011 enttarnte sich der NSU durch ein Bekennervideo. Erst nach den Selbstmorden der Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die gemeinsam mit Beate Zschäpe den Kern der Terrorgruppe bildeten, flog der NSU auf. Den rechtsterroristischen Hintergrund der Taten hatten die Ermittler zuvor jahrelang nicht erkannt. Schließlich wurde Beate Zschäpe und vier Unterstützern des NSU am Oberlandesgericht München der Prozess gemacht, der sich als schmerzhaftes und aufwändiges juristisches Herantasten an die Wahrheit entpuppte. Der Prozess dauerte 438 Verhandlungstage, gehört wurden mehr als 600 Zeugen, es gab rund 90 Nebenkläger. Verhandelt wurden die zehn Morde, zwei Bombenanschläge und 15 Raubüberfälle. Am 11. Juli 2018 wurde das Urteil verkündet. Da vom Prozess kein offizielles Protokoll gefertigt wurde, haben Annette Ramelsberger, Tanjev Schultz, Rainer Stadler und Wiebke Ramm die Verhandlung für die Öffentlichkeit aufgezeichnet. Das Autoren-Team hat in diesem Jahr den Sonderpreis der STERN-Chefredaktion im Rahmen des Nannen Preises erhalten. Damit ehrt der STERN ihre Berichterstattung und fünfjährige Begleitung des NSU-Prozesses in den Jahren 2013 bis 2018.

Im Rahmen der Buchpräsentation werden ausgewählte Tage von namhaften Schauspielern verlesen – auch, um ein Zeichen gegen die Kultur des Verdrängens zu setzen und die hermetische Welt eines Gerichtssaals für Bürger zu öffnen. Zudem wird die Sprecherin der Interessenvertretung Keupstraße Köln über den Prozess und seine Folgen berichten.

Wir begrüßen auf dem Podium:
  • Annette Ramelsberger (Gerichtsreporterin und leitende Redakteurin, Süddeutsche Zeitung)
  • Rainer Stadler (Innenpolitik, Süddeutsche Zeitung; Veröffentlichung der Protokolle im SZ-Magazin)
  • Meral Sahin (Interessengemeinschaft Keupstraße e.V.)
  • Wiebke Puls (Schauspielerin)
  • Malte Sundermann (Schauspieler)
Wiebke PulsWiebke Puls (© Josef Beyer)
Malte SundermannMalte Sundermann (© Malte Sundermann)



Grußwort und Einleitung:
  • Hans Peter Killgus (ibs - Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus)
  • Dr. Hans-Georg-Golz (Fachbereichsleiter Print FBD bpb)

Termin

15.11.2019, von 18:00 bis 20:30

Ort

NS-Dokumentationszentrum
EL-DE-Haus
Appellhofplatz 23 - 25
50667 Köln

Für

Multiplikator/innen aus schulischer und außerschulischer politischer Bildung, Kultur und Medien, Historiker/innen, Wissenschaftler/innen, Publizisten/innen, Studierende und die allgemeine Öffentlichkeit

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung,
NS-Dokumentationszentrum Köln

Anmeldung

Teilnahmegebühr: Eintritt EL-DE-Haus: 4,50 Euro; ermäßigt: 2,00 Euro
Bitte melden Sie sich bis zum 15.11.2019 an.
Max. 120 Plätze, Anmeldung erwünscht

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Anja Fredebeul-Krein
Tel.: (0228) 99 515-268

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.


Schriftenreihe (Bd. 10372) Der NSU-Prozess. Das Protokoll
Schriftenreihe (Bd. 10372)

Der NSU-Prozess. Das Protokoll

Am 11. Juli 2018 wurde das Urteil im NSU-Prozess gesprochen. Vorausgegangen waren 438 Verhandlungstage. Annette Ramelsberger, Wiebke Ramm, Tanjev Schulz und Rainer Stadler haben den Prozess aufgezeichnet und somit dauerhaft für die Nachwelt festgehalten. Ungekürzte Ausgabe in 2 Bänden.

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Veranstaltungskalender

November 2019 / Dezember 2019

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