Dossierbild Podium/Vortrag

30 Jahre jüdische Einwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion

Die weibliche Perspektive

Farbfoto: Logo: Jüdinnen in Deutschland nach 1945Logo: Jüdinnen in Deutschland nach 1945. (© bpb)

Im Jahr 2021 wird bundesweit das Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" gefeiert. Jüdisches Leben ist in diesem Jahr so sichtbar wie seit vielen Jahren nicht. Doch dass in diesem Kontext und Jahr ein weiteres Jubiläum begangen wird, ist weit weniger Thema von Veranstaltungen: Der 30. Jahrestag der offiziellen Einwanderung von Jüdinnen und Juden aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion in die Bundesrepublik Deutschland als sogenannte jüdische "Kontingentflüchtlinge" wurde am 9. Januar 1991 bei der Ministerpräsidentenkonferenz des wiedervereinigten Deutschland beschlossen.

Im Rahmen des Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945. Erinnerungen, Brüche, Perspektiven", des Deutschland Archivs der bpb nehmen wir das Jubiläum zum Anlass, die jüdische Frauenperspektive dieser Einwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion in den Blick zu nehmen und näher zu beleuchten.

Gemeinsam mit Protagonistinnen unterschiedlicher Generationen wird diskutiert, mit welchen Erwartungen jüdische Frauen aus der Sowjetunion nach Deutschland kamen, mit welchen Herausforderungen sie sich konfrontiert sahen und wie sie ihr Leben neu gestalteten. Dabei wird der Fokus auch auf die Gegenwart gerichtet und die Fragestellung aufgeworfen, wo die 2. und 3. Generation heute steht.

Programm:
18:30 Uhr: Impulsvortrag von Prof. Dr. Julia Bernstein (Frankfurt University of Applied Sciences)

Anschließend Diskussion mit:
Prof. Dr. Julia Bernstein
Dr. Alina Gromova (Jüdisches Museum Berlin)
Dr. Darja Klingenberg (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/O.)
Greta Zelener (Doktorandin, Humboldt-Universität zu Berlin)

Moderation: Sharon Adler (Publizistin; Gründerin und Chefredakteurin AVIVA – Online-Magazin für Frauen)

Grußwort: Anja Linnekugel (FBD)

Termin

15.12.2021, von 18:30 bis 20:30

Für

Interessierte Öffentlichkeit, Lehrende aus schulischer und außerschulischer politischer Bildung, Hochschulen, Kultur und Medien, Wissenschaftler/-innen, Publizisit/-innen, Studierende, Schüler

Anmeldung

Teilnahmegebühr: keine
Die Veranstaltung erfolgt digital und kann ausschließlich im Livestream verfolgt werden über diese Interseite sowie auf dem Facebook- und demyoutube-Kanal der bpb.

Die Links zum Stream werden erst kurz vor Beginn der Veranstaltung bekanntgegeben.

Gern können Sie uns an deutschlandarchiv@bpb.de im Vorfeld Ihre Fragen für das Podiumsgespräch zusenden.

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Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Anja Linnekugel
E-Mail: deutschlandarchiv@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



Alina Gromova

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