Workshop auf der re:publica 2012.

Nahostkonflikt und Antisemitismus in der Jugendarbeit (abgesagt)

Gefühlte Wahrheiten, empirische Befunde, praktische Vorschläge

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Wichtiger Hinweis

Veranstaltungen bis 30. Juni 2020 abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie sind alle Veranstaltungen der Bundeszentrale für politische Bildung bis einschließlich 30. Juni 2020 abgesagt. Ersatztermine ggf. werden so bald wie möglich bekannt gegeben. Die bpb und die Medienzentren in Bonn und Berlin sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Alle Infos finden Sie unter www.bpb.de/corona.

Nicht erst seit den v.a. medial geführten Diskussionen um eine vermeintlich 'zugewanderte', 'muslimische' Judenfeindschaft rückt die Frage des Nahostkonflikts in den Vordergrund, wenn in Deutschland über Antisemitismus berichtet, diskutiert und gestritten wird.

Im Workshop werden zunächst theoretische Grundlagen und Differenzierungen von verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus näher beleuchtet, um israelbezogenen Antisemitismus adäquat einzuordnen. Gestützt wird dies durch den Einsatz von Methoden der antisemitismuskritschen Bildungsarbeit, die die Teilnehmenden selbst auch in ihren jeweiligen Arbeitszusammenhängen anwenden können. Im Anschluss werden u.a. Bilder sowie Ausschnitte aus Interviews mit Jugendlichen analysiert, die einen antisemitischen Gehalt aufweisen. Dabei wird auch die Frage nach Antisemitismus unter 'muslimischen Jugendlichen' vertiefend behandelt und mit Blick auf das Spannungsfeld von rassismusrelevanten Deutungen und Tabuisierungen diskutiert. Abschließend wird auf Möglichkeiten pädagogischer Prävention und Interaktion fokussiert, wobei die Teilnehmenden ausgewählte Methoden testen, einüben oder auch kritisch reflektieren können.

Die Referent*innen:

Dr. Christina Isabel Brüning war nach Studium und Referendariat zunächst Studienrätin für Geschichte, Politik und Englisch, bevor es sie zum Promovieren wieder an die Uni zog. Ihre Dissertationsschrift zum Thema "Holocaust Education in der heterogenen Gesellschaft" wurde mit dem ersten Preis der Tübinger School of Education als beste Qualifikationsschrift ausgezeichnet. Aktuell arbeitet sie am Lehrstuhl für politische Bildung der Uni Potsdam, wo sie sich mit Themen des Nahostkonflikts, des Antisemitismus und natürlich der Lehrer*innenbildung beschäftigt.

Dr. Stefan E. Hößl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Fachstelle [m²] miteinander mittendrin. Für Demokratie, Gegen Antisemitismus und Rassismus. Zuletzt erschien von ihm die Studie "Antisemitismus unter 'muslimischen Jugendlichen'. Empirische Perspektiven auf Antisemitismus im Zusammenhang mit Religiösem im Denken und Wahrnehmen Jugendlicher" (2019, Springer VS/Wiesbaden).

Termin

17.04.2020,12:30 bis 18.04.2020,13:30

Ort

Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt
Augustinerstraße 10
99084 Erfurt

Für

Beschäftigte und Aktive in der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit sowie in Wissenschaft und Verwaltung

Veranstalter

bpb

Anmeldung

Teilnahmegebühr: keine

Die Teilnehmer*innen-Zahl ist auf 15 Personen beschränkt. Wir behalten uns vor, die Anmeldefrist bei sehr großem Andrang vorzeitig zu beenden.

Ihre Anmeldung ist erst verbindlich, wenn Sie von unserer Seite eine Bestätigung erhalten. Dann übernimmt die bpb im Rahmen der Veranstaltung die Kosten für Übernachtung und Verpflegung. Eine Übernahme der Reisekosten durch die bpb ist nicht möglich.

Kontakt

Frank Schellenberg
frank.schellenberg@bpb.de
0228-99515343

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



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