Workshop auf der re:publica 2012.

Koloniale Kontinuitäten - Eine Bestandsaufnahme

Das Online-Seminar verknüpft aktuelle Rassismus-Debatten mit der Geschichte des Kolonialismus aus einer Schwarzen Perspektive

+++ Das Seminar ist leider ausgebucht. +++
Drei Fotos zeigen die Straßenschilder mit den Namen "Ghanastraße", "Togostraße" und "Sansibarstraße" im afrikanischen Viertel in BerlinDas Fotos zeigt Straßenschilder mit den Namen "Ghanastraße" und "Togostraße" im afrikanischen Viertel in Berlin. (© picture-alliance/dpa, dpa)

Auf das Zeitalter der Kolonialisierung folgte das Zeitalter der Dekolonisation. Vor allem in den 1970er Jahren erklärten zahlreiche Staaten ihre Unabhängigkeit. Und dann? Im Rahmen des bpb:seminars digital verknüpfen wir die historischen Ereignisse mit dem Hier und Jetzt, versuchen, Zusammenhänge zu verstehen und dadurch einen neuen und schärferen Blick auf neokoloniale Strukturen, Akteurinnen und Akteure sowie allgegenwärtige Rassismen zu gewinnen.

Was verstehen wir darunter, wenn wir heute von "kolonialen Kontinuitäten" sprechen? Wie hängen Bewegungsfreiheit, Restitution, das Black Lives Matter movement (BLM) und die Forderung nach Reparationszahlungen zusammen und warum ist eine Bewegung wie BLM auch und vor allem für Deutschland relevant? Nicht zuletzt wird uns auch die Frage danach beschäftigen, wie sich ein historisch gewachsenes Überlegenheitsgefühl (white supremacy) in eine bestenfalls antirassistische Praxis (Allyship) verwandeln lässt und welche Privilegien es dafür aufzugeben gilt.

Das bpb:seminar digital "Koloniale Kontinuitäten - Eine Bestandsaufnahme" richtet sich sowohl an Menschen mit Vorwissen, als auch an Menschen, die sich erstmalig mit der Thematik auseinandersetzen.

Seit 2019 bietet die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb zusammen mit der Initiative bonn postkolonial den Stadtrundgang "Auf kolonialen Spuren in Bonn" an. Da die Rundgänge aufgrund der aktuellen Situation nicht stattfinden können, stellt das bpb:seminar digital eine inhaltliche Alternative zum Thema dar.

Die Referenten/-innen:

Yaw und Elisabeth sind Teil der Initiative bonn postkolonial. Sie gestalten das bpb:seminar digital aus einer Schwarzen Perspektive und verfolgen das Anliegen, eine Perspektive einzunehmen, die dem vorherrschenden Narrativ entgegensteht.

Yaw (he/him) studiert Geographie und ist seit einigen Jahren mit einer Schwarzen Perspektive in der Gruppe bonn postkolonial aktiv. Darüber hinaus engagiert er sich in der Black Community und in migrantischer Selbstorganisierung und arbeitet zu Klimagerechtigkeit und Bewegungsfreiheit. Empowerment ist dabei für ihn ein zentraler und wichtiger Bestandteil dieser Prozesse.

Elisabeth (she/her, schwarz) ist in verschiedenen politischen und/oder künstlerischen Strukturen aktiv und setzt sich hier mit Rassismus, Afrofuturismus, Klassismus, Feminismus und Intersektionalität auseinander. Außerdem ist sie Teil des BIPoCNetzwerks, das sich für eine diskriminierungsfreie Theater- und Kulturlandschaft einsetzt. Der Fokus ihrer Arbeit in künstlerischen und in politischen Kontexten liegt darauf, migrantische und Schwarze Perspektiven sichtbar zu machen und zu stärken.

Bitte beachten Sie:

Die Teilnahme am Seminar ist nur mit eingeschalteter Kamera und funktionierendem Mikrofon möglich (es sei denn, es bestehen technische Probleme!). Eine anonyme Teilnahme ist wie bei analogen Seminaren nicht möglich.

Ab 14.45 Uhr ist der Zoom-Raum geöffnet und das Team steht für einen Technik-Check zur Verfügung.

Termin

17.04.2021, von 15:00 bis 18:00

Ort

www.bpb.de/medienzentrum-virtuell

Für

Alle, die interessiert sind, das Thema aus einer Schwarzen Perspektive zu beleuchten

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
bonn postkolonial

Anmeldung

Teilnahmegebühr: keine
Sie benötigen eine stabile Internetverbindung sowie Kamera und Mikrofon!

Wir weisen darauf hin, dass die Teilnehmer der digitalen Veranstaltung die Onlinedienste in eigener Verantwortung nutzen. Wir machen auch darauf aufmerksam, dass der Anbieter die Daten seiner Nutzenden entsprechend seiner Datenschutzrichtlinien abspeichert. Die bpb hat keinen Einfluss auf Art und Umfang der durch den Anbieter erarbeiteten Daten, die Art der Verarbeitung und Nutzung oder die Weitergabe dieser Daten an Dritte. Selbst bei Vorliegen einer Auftragsverarbeitung im Sinne des Art. 28 DSGVO hat die bpb keine abschließende Kontrollmöglichkeit.

Für die detaillierte Darstellung der Verarbeitungsformen verweisen wir auf die Datenschutzerklärung und Angaben des Anbieters: https://zoom.us/de-de/privacy.html

Noch mehr Informationen zum Datenschutz bei der bpb erhalten Sie hier: https://www.bpb.de/datenschutz


Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
kommunikation@bpb.de

Pressekontakt

Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.



Veranstaltungskalender

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