Go Africa, Go Germany

19.8.2009

Blog

Ich selbst bin immer wieder beeindruckt von der Dichte des Programms: An einem Abend hören wir den erwähnten Vortrag zum "Chief-System", am Abend zuvor haben wir über die Börse von Ghana diskutiert. Dann werden wir über das Ashanti-Gold unterrichtet. Kurz darauf werden wir in Bergarbeitermonturen gepackt und marschieren in den Schacht unter Tage, wo einige von uns sogar Probe bohren. Im Hinterkopf haben wir dabei noch die Diskussion über das umfangreiche –natürlich freiwillige- Sozialprogramm der Mine und die vorbildliche Umweltarbeit. Warum hat man uns bei all diesen Wohltaten dann eigentlich das Gespräch mit anwesenden jungen Trainees verweigert?
21.03.2010 von Constanza Zähringer

Ghana: Accra/Cape Coast/Elmina
This morning we left Accra to travel along Ghana's coast to Elmina. On our way, we stopped at Cape Coast Castle, where our encounter with another formative epoch of Ghana's and Western Africa's history – the transatlantic slave trade – began. We spent the rainy morning in the castle's palaver hall, where we had the pleasure to listen to Dr. Akosua Adoma Perbi, giving us an insight into the heritage of slavery. She was focusing on the global nature of slavery, stating that as a result of slavery, Africans and African culture can be found in various parts of the world.

The lecture was followed by an excellent guided tour of the castle, which was over a long period of time one of the most important centres of the transatlantic slave trade. Finally, we arrived at Elmina around lunchtime. There, we went for a walk in the city center. We visited Elmina's castle, its port, where the fishermen were going on their daily tours and the Dutch cemetery.

Some of us were approached by young men doing business around the castle (without knowing that those young men were doing business) and in the conversation with them gave out their names and other personal information. It was surprising to receive a shell with friendly messages and their names on it. But this nice present turned to be an expensive one! So we learned how some of Elmina's young men earn money from naive tourists...

In the late afternoon we arrived at the beautiful Coconut Grove Hotel, where we enjoyed the beachside. We are looking forward to our next days in this wonderful place!
16.03.2010 from Kristin Heinig and Keren Asante

"Wir sind im nationalen Fernsehen! Wir waren beim Staatspräsidenten John Atta Mills und sind im nationalen Fernsehen!"
Ich bin später gekommen. In Deutschland fiel bei meiner Abreise noch Schnee. Hier in Accra, der Hauptstadt Ghanas, schlägt mir eine unglaubliche Luftfeuchtigkeit entgegen. Der Rest der Gruppe hat einen vollen Tag mit Besuch beim Staatspräsidenten, im Kofi Annan International Peacekeeping Training Center und beim deutschen Botschafter hinter sich. Sie glühen vor Begeisterung. Ich werde von meinem "Buddy" Lilli aus Ruanda begrüßt. Große Wiedersehensfreude! Wir haben uns zuletzt im August 2009 gesehen, beim ersten Teil des Go Africa... Go Germany Programms der Bundeszentrale für politische Bildung. Beide waren wir damals glücklich darüber für das Programm, das eine Initiative des Bundespräsidenten Horst Köhler ist, ausgewählt worden zu sein. 12 Afrikaner und 12 Deutsche treffen sich und lernen für 5 Wochen gemeinsam. Der Teil in Deutschland war schon super! Wir haben zusammen in der Nähe von München, in Berlin, Köln und Brüssel viel erlebt und eine abwechslungsreiche, intensive Zeit genossen. Jetzt freue ich mich auf 19 Tage in Ghana und Nigeria.

Zwischen Politik, Gender-Fragen und bunten Märkten
Am dritten Studientag steht das politische System Ghanas im Fokus. In den vergangenen Tagen haben wir einen riesigen Staudamm, welcher zur Gewinnung von Elektrizität genutzt wird, besucht. Wir haben Accra erkundet und viel über die hiesige Wirtschaft gelernt. Heute wird der erste Vortrag von dem Vater von Coretta, einer Teilnehmerin, gehalten. Er ist Professor an der Universität von Accra. Wir müssen schmunzeln. Es wird klar, warum Coretta so schlagfertig ist, bei dem Vater...

Anschließend steht eine Podiumsdiskussion auf dem Programm. Politiker der vier im Parlament von Ghana vertretenen Parteien liefern sich einen Schlagabtausch zu Armutsbekämpfung, der Verwendung von Ölgeldern und Parteiphilosophien. Interessant , dass die Sprecher der kleinen Parteien besser geschult erschienen, als die der großen.

Endlich am Nachmittag haben wir einige Stunden seltener Freizeit. Ich gehe mit Freunden zum Markt. Ein lebhafter Ort, voller Gerüche, Lärm und Menschen. Ich weiß nicht, wo ich zuerst hingucken soll. Da die Mutter die das Kind stillt, dort die Ziegen, die verscheucht werden, dazwischen kleine Öfen, um Essen zuzubereiten und der Verkauf allerlei Dinge und großer Lärm. Manchmal hat mich Traurigkeit überfallen. Die ganzen Kinder, die hier arbeiten und so viele Lasten auf den Kopf laden, dass wir Deutschen nur staunen können, werden niemals zur Schule gehen. Ohne Ausbildung werden sie immer Lastenträger bleiben, um ihr Überleben zu sichern. Wer hier zu den Glücklichen zählt, trägt um diese Uhrzeit noch seine Schuluniform. Ich erlebe die Ghanesen als sehr freundlich. Sie heißen uns Fremde willkommen, wollen lediglich mit uns ein gutes Geschäft machen. Insbesondere die Kinder werden ganz verrückt vor Freude, wenn man sie fotografiert und ihnen anschließend das Bild zeigt. Völlig müde war ich nach diesem Ausflug auf den Markt, der sich über mehrere Straßenzüge zieht.

Viel Zeit zum Ausruhen gab es nicht. Abends erwartete uns noch einen Vortrag über "Frauen in Westafrika". Es gibt 51 % Frauen in Ghana. Dennoch hatten wir im Rahmen des politischen Teils morgens nur Männer reden hören. Dafür ergriffen nun drei sympathische Feministinnen das Wort. Eine von ihnen, mit einem bemerkenswerten Volumen, veranlasste uns mit ihr zu Singen und durch Körperübungen unseren Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, bevor wir über die Entwicklung von Frauenrechten, Gender-Fragen und die Position der Frauen in Westafrika unterrichtet wurden.

Am Ende blieb als Frage des Tages: Haben Männer eine zu dominante Stellung in Ghana? Mal sehen, ob ich die noch beantworten kann.
15.03.2010 von Constanza Zähringer

The first half of the day was marked by a visit to the Akosombo dam and the hydropower plant which can be titled as the heartbeat of Ghana in terms of electricity production. The Volta Lake also symbolizes the connection of the West African Countries, as those countries form a bowl with Ghana in the center. We had the chance to get a tour by two engineers who gave us a comprehensive overview of the facility.
Following this, we had lunch in the Akosombo area and the chance to go on a 20 minutes boat ride. On our way back to Accra we stopped over at a handcraft workshop where beads are being produced. In the afternoon we had a lecture on the economy of Ghana followed by a lively question and answer session.
After dinner the work on the common paper continued until late.
14.03.2010 fom Abdulrahman Salaudeen and Matthias Roth

Our first study day, dedicated to Ghana's history, started with a guided tour of Accra in the morning. We did not only have the chance to visit Accra´s city center, including it´s business district, the lighthouse in Jamestown and the Kwame Nkrumah Memorial, but we also went to Nima, a poor shantytown mostly inhabited by Muslim migrants. Locals led us through their part of the town, bringing us closer to different aspects of their daily lives - they drawed our attention to the problems they are facing, especially concerning water supply and sewage as well as rubbish disposal, but also to other facets of life in Nima: one of our guides invited us to the house of a musician, a man passionate in playing different kinds of African drums, others went to market stalls selling all kinds of local food.


Dossier - Africome

Afrika

Rund 885 Millionen Menschen leben in 54 afrikanischen Staaten. Auf dem Kontinent gibt es über 3.000 Bevölkerungsgruppen und mehr als 2.000 Sprachen. Das Dossier präsentiert Afrika gestern und heute und beleuchtet die Perspektiven zukünftiger Entwicklungen.

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