Teaser NEU Abschluss 1

27.5.2015

Alumnus des Monats: Mario Plešej

Mario Plešej aus Slowenien war 2012/2013 Stipendiat von Europa gestalten – Politische Bildung in Aktion bei der Gastinstitution Haus am Maiberg in Heppenheim. Die Zeit dort und sein Projekt zur Erinnerungsarbeit haben ihn sehr geprägt. Mario ist heute stellvertretender Direktor der Nichtregierungsorganisation Socialna Akademija in Ljubljana.

Was war ein Highlight deiner Stipendienzeit in Deutschland 2012-2013?

Mario PlešejMario Plešej (© privat)
Oh, es gab mehrere Highlights. Eines davon ist das Treffen mit der Schriftstellerin Maja Haderlap, einer Slowenin aus dem österreichischen Teil Kärntens, bei der Lesung ihren Romans "Engel des Vergessens" in Heppenheim. Das Treffen war etwas Besonderes, weil ihr Roman über das Thema spricht, mit dem ich mich seitdem intensiv beruflich beschäftige, das ist Erinnerungskultur und Erinnerungspädagogik. Über die Begegnung und meine Stipendienzeit im Haus am Maiberg in Heppenheim wurde auch in der regionalen Zeitung "Starkenburger Echo" berichtet.

Dein Stipendienprojekt - eine Studienreise nach Slowenien - wird dir eine lange Zeit in Erinnerung bleiben. Gibt es andere Projekte zum Thema Erinnerungspolitik, an denen du arbeitest?

Der Short Study Visit "Treffpunkt Slowenien. Kleines Land – Viele Einflüsse" hat mir einen Anstoß für die weitere Arbeit im Bereich Erinnerungskultur und -pädagogik in Slowenien gegeben. Vor einem Monat habe ich zusammen mit meiner Mitarbeiterin Simona Osterc ein halbjähriges Jugendprojekt "SOS – spominjamo, opominjamo, spreminjamo" (SOS – wir gedenken, mahnen, ändern) erfolgreich zu Ende geführt. Im Projekt haben sich acht Jugendliche im Alter von 18 bis 27 Jahre mit dem Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen für die heutige slowenische Gesellschaft auseinander gesetzt. Ihre Sicht auf die Probleme, die damit verknüpft sind, haben sie in kurzen Dokumentarfilmen dargestellt, die auch mit englischen Untertiteln ausgestattet sind.

Wie engagierst du dich gerade bei der Socialna akademija?

Seit September 2014 bin ich stellvertretender Direktor der Socialna akademija (Sozialakademie), einer slowenischen NGO, die in der politischen Bildung arbeitet. Das hat zur Folge, dass ich auch mehr mit dem Management der Organisation zu tun habe.

Momentan bin ich wieder in Deutschland. Ich nehme an einem Training für Trainer über Mediation und Konfliktmanagement teil. Das Training wird im Rahmen des Europäischen Projektes "Joining Forces to combat Cyber Bullying in Schools" durchgeführt. Der Zweck dieses Projektes ist es, mit Hilfe der Peer-Mediation bzw. Schulmediation das Cyber-Mobbing bei den Schüler/-innen von 13 bis 17 Jahren zu bekämpfen. Das Thema ist auch mit der Erinnerungsarbeit verbunden und ich freue mich schon, meine Kenntnisse und Kompetenzen zu erweitern.

Führst du noch gemeinsame Projekte mit deiner ehemaligen Gastinstitution in Deutschland durch?

Mit Benedikt Widmaier, dem Direktor des Hauses am Maiberg, bereite ich eine neue Studienreise für deutsche Fachleute, die in der Erinnerungsarbeit tätig sind, vor. Damit wollen wir noch mehr Fachkräfte in Deutschland für die Entwicklung der Erinnerungsarbeit in den südöstlichen Nachbarländern Deutschlands sensibilisieren und engagieren sowie aktiv eine Europäisierung dieses Arbeitsfeldes vorantreiben. Das Projekt ist ziemlich kostenaufwändig und wir suchen noch finanzielle Unterstützung.

Wo siehst du Dich in 5 Jahren auf der Bühne der politischen Bildung in Slowenien?

Mein Ziel ist, dass ich und die Socialna akademija in den nächsten fünf Jahren zu den herausragenden slowenischen Spezialisten in der Erinnerungsarbeit, besonders im Bereich der politischen Jugendbildung, zählen werden.

Beschreibe in drei Wörtern, was politische Bildung für dich bedeutet!

Vorbild, Engagement, Demokratie.


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