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"Ein neues Haus für die Globalisierung"

Perspektiven für die Weltinnenpolitik von morgen

Seit Anfang der 1990er Jahre haben globale Organisationen und Übereinkommen an Zahl und Bedeutung deutlich zugenommen. "Wir sind dabei, das Haus der Globalisierung zu bauen", so Bundeskanzlerin Angela Merkel im Anschluss an das G8-Treffen im Juli 2008 in Japan. Nach wie vor ist eine funktionierende Global Governance ein Zukunftsprojekt und die Möglichkeiten für ein globales Handeln sind sehr beschränkt. Eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen, eine Verringerung von umweltschädigenden Emissionen, die Anpassung an den Klimawandel, die Stabilität internationaler Märkte, der Schutz der Menschenrechte und die Verringerung von globaler Ungleichheit sind nur einige der Herausforderungen unserer Zeit, die ein gemeinsames Handeln der Menschheit erfordern. Der Gedanke, einen Weltbundesstaat o.ä. zu gründen, der sich den Aufgaben widmet, die durch einzelne Staaten allein nicht mehr zu bewältigen sind, liegt nahe. Aber kann in absehbarer Zeit eine globale Demokratie nach dem Vorbild eines Nationalstaats funktionieren? Wohl kaum. Welche anderen Formen von Global Governance sind denkbar? Wie könnten Institutionen aussehen, die einen fairen Ausgleich schaffen und verbindliche Regeln setzen? Welche Strukturen gibt es heute bereits, auf denen aufgebaut werden kann?

0 junge Teamerinnen und Teamer des Netzwerks erprobten im Rahmen des Ausbildungs-Workshops verschiedene spielerische, niedrigschwellige Bausteine, die für die Dilemmata im Umgang mit unseren Globalen Gütern sensibilisieren (u.a. kooperative vs. konkurrierende Handlungsstrategien; unterschiedliche Zeithorizonte, individuelle vs. ganzheitliche Interessen, Unkenntnis der Resilienz des Gesamtsystems). Inhaltlich ging es bei dem Workshop darum, die Basiskoordinaten der gegenwärtigen Organisationen und Entscheidungsstrukturen in den Internationalen Beziehungen zu vermitteln und aktuelle Reformvorschläge vor- und zur Diskussion zu stellen. Gleichzeitig wurde auch der Blick nach vorne geworfen: Wie sollte der Grundriss des Hauses aussehen, in dem die Welt(risiko)gesellschaft morgen lebt? Dabei standen vor allem drei aktuelle Herausforderungen und „Prüfsteine“ globaler Zusammenarbeit im Vordergrund: Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise, die derzeit laufenden Verhandlungen über die Verabschiedung eines „Post-Kyoto-Abkommens“ zur Reduzierung der globalen Treibhausgasemissionen sowie die Verwirklichung der sog. Millenniumsziele mit ihrem Kernanliegen, die (absolute) Armut auf der Erde drastisch zu verringern.

PDF-Icon Dokumentation des Ausbildungsworkshops "Ein neues Haus für die Globalisierung"

Mehr zu den beim Ausbildungsworkshop erprobten Methoden sind in unserer Methodensammlung "Ein neues Haus für die Globalisierung" zu finden.

Termin

20.03.2009,16:30 bis 22.03.2009,14:00

Ort

Haus auf der Alb
Hanner Steige 1 - 72574 Bad Urach
www.hausaufderalb.de/

Für

Junge Menschen im Alter von 18 bis 27, die sich für Globalisierungsthemen interessieren

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Kontakt

Sascha Meinert
IPA Lernmedien i.A. der bpb
Prenzlauer Allee 36
10405 Berlin
Tel +49 (0)30 398734-0
Fax +49 (0)30 398734-1
meinert@ipa-netzwerk.de

oder

Svetlana Alenitskaya
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel +49 (0) 228 - 99515-509
Fax: +49 (0) 228 - 99515-293


Alexander Ruser
Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg – Außenstelle Heidelberg
Plöck 22, 69117 Heidelberg
Tel.: 06221 - 6078-0
Fax 06221 - 6078-0-22
Email: heidelberg@lpb.bwl.de




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