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9.1.2017

Exposed: Desire and Disobedience in the Digital Age

Permanent beobachtet zu werden, sei auch eine Form von Gefangenschaft, sagt Bernard Harcourt. In seinem Vortrag schildert er Art und Umfang der "digitalen In-Transparenz". Demnach produziere unser eigenes Verhalten, unsere "Expositionsgesellschaft", die Bedingungen für die ausufernde Kontrolle. Harcourt fordert digitalen Ungehorsam u.a. gegen Data-Mining, Sammlung und Profiling.

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Bernard Harcourt

Bernard Harcourt hat die Isidor und Seville Sulzbacher Professur für Jura an der Columbia University inne, er ist Gründungsdirektor des Columbia Center for Contemporary Critical Thought und Directeur d’Études an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Er schreibt über Überwachung, Strafe und politische Ökonomie. Neuere Veröffentlichungen sind unter anderem Exposed: Desire and Disobedience in the Digital Age (Harvard University Press, 2015) und The Illusion of Free Markets: Punishment and the Myth of Natural Order (Harvard University Press, 2011). Außerdem ist Harcourt als Anwalt aktiv. Seit 1990 vertritt er zum Tode verurteilte Häftlinge in Alabama und führt diese Arbeit bis heute ehrenamtlich in Fällen fort, in denen die Todesstrafe oder eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung gefordert werden.


DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, Überwachungsmonitore
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